BDD 2007: Computer Imaging System – Handbuch für das Feature-Team

Entwicklung

Veröffentlicht: 30. Nov 2006

Abbildung 3 illustriert die primären Aufgaben, die während der Entwicklungsphase abgeschlossen werden. Diese Aktivitäten bestehen hauptsächlich aus dem Abschließen und darauf folgenden Erweitern des Basisbuilds mit zusätzlichen Anwendungen oder anderen Komponenten, die innerhalb der Umgebung erforderlich sein können.

Abbildung 3. Aktivitäten der Entwicklungsphase
Auf dieser Seite

Rollen und Verantwortungen Rollen und Verantwortungen
Erläuterung des Buildprozesses Erläuterung des Buildprozesses
Hinzufügen von Anwendungen Hinzufügen von Anwendungen
Konfigurieren von Builds Konfigurieren von Builds
Konfigurieren von Bereitstellungspunkten Konfigurieren von Bereitstellungspunkten
Anpassen von Windows PE Anpassen von Windows PE
Erstellen eines Abbilds Erstellen eines Abbilds
Meilenstein: Abbilder erstellt Meilenstein: Abbilder erstellt

Rollen und Verantwortungen

Alle sechs Rollencluster des MSF-Teammodells sind in der Entwicklungsphase der Initiative von Bedeutung. In Tabelle 5 werden diese Rollen aufgelistet und die Schwerpunktbereiche für jeden Rollencluster definiert. Weitere Informationen zu MSF-Teammodell-Rollenclustern finden Sie im Microsoft Solutions Framework unter http://www.microsoft.com/technet/itsolutions/msf/default.mspx.

Tabelle 5. Rollen und Verantwortungen während der Entwicklungsphase

Rolle

Schwerpunkt

Produktmanagement

  • Verwalten von Kundenerwartungen

Programm-Management

  • Verwalten der funktionalen Spezifikation

  • Projektmanagement

  • Aktualisierungspläne

Entwicklung

  • Codeerstellung

  • Dokumentation

  • Abbilderstellung

  • Infrastrukturentwicklung

Test

  • Dokumentationsprüfung

  • Funktionstests

  • Problemerkennung

Benutzerfunktionalität

  • Schulung

  • Benutzerfreundlichkeittests

Release Management

  • Bereitstellungsprüflisten

  • Betriebspläne

  • Prüflisten für Websitevorbereitung

  • Aktualisierte Pläne für die Pilotphase

Erläuterung des Buildprozesses

Ein Abbild von einem Build zu erstellen, ist im Wesentlichen ein LTI-Bereitstellungsprozess (mit Anwendungen, Sprachpaketen und so weiter), der mit dem Aufzeichnen eines Abbilds des Zielcomputers in der Testumgebung endet. Die folgende Liste skizziert den Gesamtprozess für die Verwendung von Deployment Workbench zum Erstellen und Aufzeichnen von Betriebssystemabbildern:

  1. Bereiten Sie die Distributionsfreigabe vor, indem Sie Quelldateien des Betriebssystems, Anwendungen, gebrauchsfertige Gerätetreiber und darin enthaltene Pakete speichern. Das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem hat anfänglich während der Planungsphase dieses Projekts die Distributionsfreigabe vorbereitet. Updates zu dieser Konfiguration werden notwendig sein, während das Team jeden Build entwickelt.

  2. Erstellen und konfigurieren Sie einen Build, der ein Betriebssystem einer unbeaufsichtigten Setupantwortdatei (Unattend.xml oder Unattend.txt) und einer Tasksequenz zuordnet. Ein Build stellt wesentlich eine Betriebssystemkonfiguration dar, einschließlich Produktschlüssel, Installations- und Konfigurationstasks und anderer Einstellungen.

  3. Erstellen und konfigurieren Sie einen Testumgebungs-Bereitstellungspunkt, der die Einstellungen enthält, die notwendig sind, um eine Verbindung zur Distributionsfreigabe herzustellen und einen Build von dort zu installieren.

  4. Aktualisieren Sie den Bereitstellungspunkt, um Windows PE-Abbilder zu erstellen, die automatisch eine Verbindung zum Testumgebungs-Bereitstellungspunkt herstellen, und beginnen Sie dann die Installation.

  5. Starten Sie den Zielcomputer mithilfe des Windows PE-Abbilds, das im vorherigen Schritt erstellt wurde, und installieren Sie dann einen Build von der Distributionsfreigabe. Während der anfänglichen Abfrage fragt der Windows-Bereitstellungs-Assistent, ob ein benutzerdefiniertes Abbild erstellt werden soll, nachdem die LTI-Bereitstellung abgeschlossen ist.

Nach dem Aufzeichnen des benutzerdefinierten Abbilds kann das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem der Distributionsfreigabe das Abbild als benutzerdefiniertes Betriebssystemabbild hinzufügen. Ausführliche Anweisungen zum Durchführen dieses Prozesses finden Sie in „Anhang F: Aufzeichnen eines LTI-Abbilds“.

Hinweis   Das Aufzeichnen eines Abbilds für SMS 2003 OSD unterscheidet sich geringfügig von der Aufzeichnung eines Abbilds für LTI. Statt dem Windows-Bereitstellungs-Assistenten die Aufzeichnung eines Abbilds zu ermöglichen, können Sie festlegen, dass dieser den Zielcomputer für die Abbildaufzeichnung mit dem SMS 2003-Assistenten zur Abbildaufzeichnung vorbereitet. Nachdem der Computer heruntergefahren ist, starten Sie den Computer mithilfe der Abbildaufzeichnungs-CD, um den SMS 2003-Assistenten zur Abbildaufzeichnung auszuführen. Weitere Informationen finden Sie in Anhang G, „Aufzeichnen eines ZTI-Abbilds“.

Hinzufügen von Anwendungen

Während der Entwicklungsphase hat das Feature-Team für Anwendungsverwaltung Anwendungen neu gepackt oder ihre Installation automatisiert. Die Kernanwendungen werden von den meisten Computern in der Organisation verwendet, zusätzliche Anwendungen nicht. Weitere Informationen zum erneuten Verpacken von Anwendungen und zu den Unterschieden zwischen Kernanwendungen und zusätzlichen Anwendungen finden Sie im Handbuch für das Feature-Team für Anwendungsverwaltung.

Der erste Schritt beim Hinzufügen von Anwendungen zu einem Build ist das Hinzufügen zur Distributionsfreigabe. Deployment Workbench kann die Anwendung von ihrem ursprünglichen Netzwerkspeicherort installieren oder die Anwendungsquelldateien in die Distributionsfreigabe kopieren. In jedem Fall gibt das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem die Befehle zum Installieren der Anwendung an, wenn das Team sie der Distributionsfreigabe hinzufügt. Sie finden unter „Anwendungen“ in „Anhang B: Konfigurieren der Distributionsfreigabe“ ausführliche Anweisungen zum Hinzufügen von Anwendungen zur Distributionsfreigabe.

Nachdem das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem der Distributionsfreigabe eine Anwendung hinzugefügt hat, können Teammitglieder es auf zweierlei Weise installieren:

  • Während der Tasksequenz. Anwendungsinstallationen, die der Tasksequenz hinzugefügt wurden (der Sequenz der Tasks, die während der Installation ausgeführt werden, um den Build auf dem Zielcomputer vorzubereiten, zu installieren und zu konfigurieren), finden statt, wenn BDD 2007 die Tasksequenz auf dem Zielcomputer ausführt.

  • Während des Windows-Bereitstellungs-Assistenten. Während der Abfrage fordert der Windows-Bereitstellungs-Assistent das Installationsprogramm mit einer Liste der Anwendungen auf, die zur Installation verfügbar sind. Das Installationsprogramm kann dann auswählen, welche Anwendungen installiert werden.

Während der Planungsphase dieses Projekts hat das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem unter Abbilderstellungsstrategien ausgewählt: Dickes Abbild, dünnes Abbild und Hybridabbild. Wie das Team Anwendungen bereitstellt, ist unterschiedlich, je nach Strategie:

  • Dickes Abbild. Installieren Sie Anwendungen zum Build, den das Team verwendet, um Datenträgerabbilder zu erstellen. Teammitglieder können Anwendungen mithilfe des Windows-Bereitstellungs-Assistenten installieren, oder sie können der Tasksequenz Anwendungen hinzufügen. Anweisungen zum Installieren von Anwendungen während der Tasksequenz finden Sie in „Anhang D: Bearbeiten der Tasksequenz“.

  • Dünnes Abbild. Anwendungsbereitstellung findet wahrscheinlich außerhalb der Betriebssystembereitstellung statt, die wahrscheinlich eine Systemverwaltungsinfrastruktur wie z. B. SMS 2003 verwendet (siehe das Handbuch für das Feature-Team für Anwendungsverwaltung).

  • Hybridabbild. Das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem installiert Anwendungen zum Build, den es auf Zielcomputern bereitstellt (wahrscheinlich ein benutzerdefiniertes Bild), und installiert vielleicht zusätzliche Anwendungen mithilfe einer Systemverwaltungsinfrastruktur. Das Team kann die Anwendungen mithilfe des Windows-Bereitstellungs-Assistenten oder durch Hinzufügen zur Tasksequenz installieren. Ausführliche Anweisungen zum Installieren von Anwendungen während der Tasksequenz finden Sie in „Anhang D: Bearbeiten der Tasksequenz“.

Hinweis   Obwohl es sehr empfohlen wird, dass alle Kernanwendungen für eine automatisierte Installation konfiguriert werden, müssen die Anwendungen automatische Installation nicht unterstützen. Es ist möglich, in die Tasksequenz einfache Erinnerungen einzufügen, wo bestimmte Anwendungen installiert werden sollten. Wenn das System diesen Teil des Builds erreicht, endet es. Der Entwickler kann die Anwendung manuell installieren, auf die Eingabeaufforderung antworten und dann dem System ermöglichen, sie weiter zu verarbeiten. Diese Vorgehensweise wird nicht empfohlen, ist aber möglich.

Warnung   Ermöglichen Sie keiner Anwendung, den Computer neu zu starten. BDD 2007 muss Neustarts kontrollieren, oder die Tasksequenz versagt. Verwenden Sie die z. B. Befehlszeileneigenschaft REBOOT=REALLYSUPPRESS, um einige auf Windows Installer basierende Anwendungen am Neustart zu hindern. Um BDD 2007 zu veranlassen, den Computer nach Installieren einer Anwendung neu zu starten, wählen Sie das Kontrollkästchen Reboot the computer after installing this application (Computer nach Installieren dieser Anwendung neu starten) im Dialogfeld Application Properties (Eigenschaften von Anwendung) von Deployment Workbench aus (siehe „Anhang B: Konfigurieren der Distributionsfreigabe“).

Konfigurieren von Builds

Ein Build bindet Betriebssystemquelldateien mit einer Konfiguration. Builds umfassen:

  • Betriebssystem. Wählen Sie ein Betriebssystem oder ein benutzerdefiniertes Abbild aus, um es für das Build zu verwenden.

  • Unbeaufsichtigte Setupantwortdatei (Unattend.xml oder Unattend.txt). Erstellen Sie eine Antwortdatei, die beschreibt, wie das Betriebssystem auf dem Zielcomputer zu installieren und zu konfigurieren ist. Zum Beispiel kann die Antwortdatei einen Produktschlüssel, Organisationsnamen und Informationen enthalten, die notwendig sind, um den Computer einer Domäne anzuschließen.

  • Tasksequenz. Jeder Build hat eine Standardtasksequenz. Diese Sequenz kann optional angepasst werden, siehe „Anhang C: Erstellen von Builds“.

Bearbeiten der Antwortdatei

Eine Antwortdatei enthält Einstellungen, die konfiguriert werden können, um eine unbeaufsichtigte Installation von Windows durchzuführen. Windows Vista-Antwortdateien sind .xml-Dateien, die normalerweise Unattend.xml genannt werden. Verwenden Sie Windows SIM, um Unattend.xml zu bearbeiten. Das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem kann die Antwortdatei bearbeiten, die jedem zu einer Distributionsfreigabe hinzugefügten Build zugeordnet ist. Deployment Workbench lädt die Antwortdatei des Builds in Windows SIM. Anweisungen zum Bearbeiten der Antwortdatei eines Builds finden Sie in „Anhang C: Erstellen von Builds“. Weitere Informationen zu Windows Vista-Antwortdateien finden Sie in Unattended Windows Setup Reference (auf Englisch) im Windows AIK. Weitere Informationen zur Verwendung von Windows SIM finden Sie in Windows Automated Installation Kit User’s Guide (auf Englisch) im Windows AIK.

Windows XP Professional-Antwortdateien sind .txt-Dateien, die normalerweise Unattend.txt genannt werden. Verwenden Sie Windows Setup Manager oder einen Texteditor, um Unattend.txt zu bearbeiten. Wie Unattend.xml kann das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem die Antwortdatei bearbeiten, die Windows XP Professional-Builds zugeordnet ist. Weitere Informationen zu Windows XP Professional-Antwortdateien finden Sie im Microsoft Windows Corporate Deployment Tools-Benutzerhandbuch (Deploy.chm) und der Microsoft Windows Preinstallation Reference (Ref.chm), die sich beide in der Datei „Deploy.cab“ im Ordner „Support\Tools“ auf der Windows XP-CD-ROM befinden.

Bearbeiten der Tasksequenz

Der Task Sequencer führt die Tasksequenz in der angegebenen Reihenfolge von oben nach unten aus. Jeder Task in der Sequenz ist ein Schritt, und Schritte können in Gruppen und Untergruppen organisiert werden. Wenn das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem einen Build in Deployment Workbench erstellt, erstellt Deployment Workbench eine Standardtasksequenz für den Build.

Tasksequenzen enthalten die folgenden Elementtypen:

  • Tasks (Schritte). Innerhalb einer Tasksequenz machen Tasks die eigentliche Arbeit. Tasks sind Befehle, die der Task Sequencer während der Sequenz ausführt, wie z. B. Partitionieren der Datenträger, Aufzeichnen des Benutzerstatus und Installieren des Betriebssystems. In der Standardtasksequenz sind die meisten Tasks Befehle, die Skripts ausführen.

  • Gruppen. Die Tasksequenz kann in Gruppen organisiert werden – oder Ordnern, die Untergruppen und Tasks enthalten können. Gruppen können geschachtelt werden, wenn notwendig. Zum Beispiel teilt die Standardtasksequenz Tasks nach Phasen- und Bereitstellungstyp in Gruppen ein.

Das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem kann, auf Bedingungen basierend, die das Team angibt, sowohl Tasks als auch Gruppen filtern, einschließlich der Gruppen und der Tasks, die sie enthalten. Gruppen sind besonders nützlich zum Filtern, weil eine ganze Sammlung von Tasks, die auf einer Bedingung basieren, wie z. B. der Bereitstellungsphase oder der Bereitstellungsart, ausgeführt werden kann. In „Anhang D: Bearbeiten der Tasksequenz“ finden Sie ausführliche Anweisungen zum Bearbeiten der Tasksequenz eines Builds.

Warnung   BDD 2007 stellt im Szenario „Neuer Computer“ Unterstützung für Partitionierung und Formatierung der ganzen Festplatte bereit. Ein Bearbeiten des ZTIdiskpart.txt-Skripts, um mehrere Partitionen zu erstellen, ist zwar möglich, hat aber weiter reichende Folgen, die getestet werden müssen.

Konfigurieren von Bereitstellungspunkten

Während eine Distributionsfreigabe die Dateien enthält, die notwendig sind, um einen Build auf einem Zielcomputer zu installieren und zu konfigurieren, definiert ein Bereitstellungspunkt eine Teilmenge dieser Dateien und die Art, wie eine Verbindung zu ihnen herzustellen ist. Zum Beispiel könnte die Distributionsfreigabe mehrere Betriebssysteme und hunderte Anwendungen enthalten. Ein Bereitstellungspunkt definiert, welche dieser Dateien zu verteilen sind und wie auf sie über eine Netzwerkverbindung oder Wechselmedien zuzugreifen ist.

BDD 2007 unterstützt vier Arten von Bereitstellungspunkten:

  • Testumgebung. Dies ist ein grundlegender Einzelserver-Bereitstellungspunkt. Dieser Bereitstellungspunkt verweist auf den ganzen Inhalt in der Distributionsfreigabe. Beim Erstellen benutzerdefinierter Abbilder verwendet das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem gewöhnlich einen Testumgebungs-Bereitstellungspunkt.

  • Netzwerk. Dies ist eine Teilmenge der Distributionsfreigabe, die, entsprechend den Anforderungen der Organisation, zu vielen Servern repliziert werden kann. Das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem kann die Builds, Abbilder, Gerätetreiber, Updates und Anwendungen auswählen, die zu einem Netzwerkbereitstellungspunkt repliziert werden.

  • Medien. Dies ist eine Teilmenge der Distributionsfreigabe, die das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem auf eine DVD, einen USB-Flashdatenträger (Universal Serial Bus) und so weiter stellen kann, um eigenständige, möglicherweise vom Netzwerk getrennte Bereitstellungen durchzuführen.

  • OSD. Dies ist eine Kopie aller Skripts, Tools und anderer Dateien, die notwendig sind, um benutzerdefinierte Aktionen im Microsoft Systems Management Server 2003 Feature Pack für die Betriebssystembereitstellung zum Durchführen einer ZTI-Bereitstellung ordentlich zu konfigurieren. Die Abbilder, Anwendungen und Gerätetreiber sind Teil dieses Replikats. OSD-Bereitstellungspunkte können nur verwendet werden, um mit dem SMS 2003-Assistenten zur Abbildaufzeichnung erstellte Abbilder bereitzustellen (siehe Anhang G, „Aufzeichnen eines ZTI-Abbilds“).

Für jeden Bereitstellungspunkt kann das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem .wim- und .iso-Windows PE-Abbilddateien erstellen, die automatisch eine Verbindung zum Bereitstellungspunkt herstellen und die Installation beginnen. Während des Prozesses ermöglicht BDD 2007 dem Benutzer auszuwählen, welcher Build vom Bereitstellungspunkt installiert werden soll. In „Anhang E: Konfigurieren von Bereitstellungspunkten“ wird beschrieben, wie jede Art von Bereitstellungspunkt in Deployment Workbench erstellt wird.

Anpassen von Windows PE

BDD 2007 ermöglicht dem Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem, das Windows AIK herunterzuladen (siehe Getting Started Guide), das wiederum zu Windows PE gehört. Es sind keine zusätzlichen Dateien notwendig, um Windows PE-Abbilder für BDD 2007 zu erstellen. Deployment Workbench passt automatisch Windows PE-.wim-Dateien an, wenn ein Bereitstellungspunkt aktualisiert wird. Optional kann das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem den Bereitstellungspunkt so konfigurieren, dass er folgende Windows PE-Abbilder generiert:

  • Flaches, startbares LTI-ISO-Abbild

  • Startbares LTI-RAM-Datenträger-ISO-Abbild

  • Generisches, flaches, startbares ISO-Abbild

  • Generisches, startbares RAM-Datenträger-ISO-Abbild

Wenn ein Bereitstellungspunkt aktualisiert ist, generiert Deployment Workbench das Windows PE-.wim-Abbild und andere optionale ISO-Abbilder. Es speichert diese Abbilder im Startordner (Boot) der Distributionsfreigabe.

Das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem muss Windows PE nicht manuell anpassen, um Gerätetreiber für die Netzwerkkarte (NIC) hinzuzufügen. Deployment Workbench fügt den Windows PE-Abbildern, die der Distributionsfreigabe hinzugefügt wurden, automatisch NIC-Gerätetreiber hinzu. Das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem hat die zusätzliche Option, automatisch Video- und Systemgerätetreiber von der Distributionsfreigabe den Windows PE-Abbildern hinzuzufügen.

Nachdem das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem den Bereitstellungspunkt aktualisiert und Windows PE-Abbilder generiert hat, können Teammitglieder Windows DS die .wim-Abbilddatei hinzufügen. Optional kann das Team die Windows PE-ISO-Abbilder mithilfe handelsüblicher CD-Brennsoftware zu DVDs brennen.

Hinweis   Die gleiche Plattformedition von Windows PE muss verwendet werden, um Computer zum Installieren jeder Plattformedition von Windows zu starten. Anders gesagt muss das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem Zielcomputer starten, welche die x86-Ausgabe von Windows PE verwenden, um die x86-Ausgabe von Windows Vista zu installieren. Ebenso muss das Team die x64-Edition von Windows PE verwenden, um die x64-Edition von Windows Vista zu installieren. Wenn unpassende Editionen verwendet werden, könnten Teammitglieder eine Fehlermeldung erhalten, die anzeigt, dass das Abbild für eine andere Art Computer bestimmt ist.

Mehr über die Anpassung von Windows PE erfahren Sie im Windows Preinstallation Environment User’s Guide (auf Englisch) im Windows AIK. Weitere Informationen zum Erstellen von Windows PE-Builds finden Sie im Abschnitt „Aktualisieren von Bereitstellungspunkten“ in „Anhang E: Konfigurieren von Bereitstellungspunkten“.

Erstellen eines Abbilds

In BDD 2007 ist die Aufzeichnung eines Abbilds, das auf einem Build basiert, im Grunde genommen eine LTI-Bereitstellung, die damit endet, dass der Windows-Bereitstellungs-Assistent ein Abbild des Zielcomputers aufzeichnet. Wenn das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem einen Bereitstellungspunkt erstellt, bietet Deployment Workbench die Option einer Bestätigungsabfrage zur Aufzeichnung eines Abbilds. Wählen Sie diese Option aus.

Dann, wenn Teammitglieder den Build auf einem Zielcomputer installieren, fordert der Windows-Bereitstellungs-Assistent sie auf, ein Abbild aufzuzeichnen, nachdem die Installation durchgeführt wurde. Der Assistent ermöglicht Teammitgliedern auch, ein Ziel für das Abbild anzugeben. Das Standardziel ist der Ordner „Captures“ (Aufzeichnungen) in der Distributionsfreigabe, und der Standarddateiname ist der Name des Builds. Weitere Informationen zur Aufzeichnung eines Abbilds finden Sie in „Anhang F: Aufzeichnen eines LTI-Abbilds“.

Die Aufzeichnung eines Abbilds zur Bereitstellung mithilfe von ZTI ähnelt der Aufzeichnung eines Abbilds zur Bereitstellung mithilfe von LTI. Verwenden Sie aber den SMS 2003-Assistenten zur Abbildaufzeichnung, statt dem Windows-Bereitstellungs-Assistent zu erlauben, das Abbild aufzuzeichnen. Weitere Informationen zur Aufzeichnung eines Abbilds für ZTI mithilfe des SMS 2003-Assistenten zur Abbildaufzeichnung finden Sie in „Anhang G: Aufzeichnung eines ZTI-Abbilds“.

Hinweis   Deaktivieren Sie Antivirusprogramme auf dem Testumgebungscomputer, bevor Sie ein Abbild des Datenträgers des Testumgebungscomputers aufzeichnen. Antivirusprogramme können die Konfiguration des Abbilds und die Installation der Anwendungen während der Bereitstellung beeinträchtigen. Aktivieren Sie nach der Bereitstellung das Antivirusprogramm. Testen Sie die Wechselwirkung von Antivirusprogrammen mit BDD 2007.

Meilenstein: Abbilder erstellt

Ein voll funktionsfähiges Abbild ist erstellt worden, und eine Bereitstellungsmethode kann jetzt getestet werden. (Siehe Tabelle 6.) Das Feature-Team für das Computerabbilderstellungssystem muss mit dem BereitstellungsFeature-Team zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass das Abbild erfolgreich bereitgestellt werden kann.

Tabelle 6. Ergebnisse für den Meilenstein „Abbilder erstellt“

Ergebnis-ID

Beschreibung

Arbeitsstationsabbilder

Entwickler haben die Abbilder erstellt, die notwendig sind, um die Bereitstellung der Computer zu unterstützen.

In der Entwicklungsphase haben die Entwickler das Abbilderstellungssystem nach Bedarf angepasst und erweitert, um sicherzustellen, dass die Abbilder, die sie hergestellt haben, den in der funktionalen Spezifikation definierten Anforderungen entsprechen.

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