Exportieren (0) Drucken
Alle erweitern

BDD 2007: Beispiele für die Bereitstellungskonfiguration

Automatisieren der Bereitstellung für einen bestimmten Computer

Veröffentlicht: 30. Nov 2006

In diesem Szenario automatisieren Sie die Bereitstellung für einen bestimmten Zielcomputer. Der Computer kann mithilfe der Eigenschaften AssetTag, UUID (universeller eindeutiger Bezeichner), SerialNumber oder MACAddress identifiziert werden, die dem Computer zugeordnet werden. Beispielsweise verwendet Woodgrove Bank die MAC-Adresse des primären Netzwerkadapters eines jeden Computers, um die Computer eindeutig zu identifizieren.

Obwohl Sie die Datenbankenabfragen des Computers direkt in der CustomSettings.ini-Datei konfigurieren können, empfiehlt es sich, die Anpassung über Deployment Workbench durchzuführen. Dies hilft, Konfigurationsfehler zu beseitigen und den Aufwand, der zum Erhalten der Konfiguration erforderlich ist, zu verringern.

So automatisieren Sie Ihre Bereitstellung für einen bestimmten Computer

  1. Wählen Sie die Methode für das eindeutige Identifizieren von Computern in Ihrer Organisation aus.

  2. Erstellen Sie die Computer und deren Einstellungen mit Deployment Workbench.

  3. Erstellen Sie die bestimmten Rollen, bestimmte Standorte oder bestimmte Marken und Modelle der Computer mit Deployment Workbench.

  4. Konfigurieren Sie CustomSettings.ini so, dass die adäquaten Datenbankabfragen über Deployment Workbench durchgeführt werden.

Auf dieser Seite

Auswahl der Methode für das Identifizieren von Computern Auswahl der Methode für das Identifizieren von Computern
Erstellen der Computereinstellungen Erstellen der Computereinstellungen
Erstellen anderer Elemente Erstellen anderer Elemente
Konfigurieren der Datei „CustomSettings.ini“ Konfigurieren der Datei „CustomSettings.ini“

Auswahl der Methode für das Identifizieren von Computern

Wählen Sie zunächst die Methode für die eindeutige Identifizierung von Computern in Ihrer Organisation aus. Dafür können Sie eine beliebige Kombination der Methoden auswählen. Die vordefinierten Eigenschaften für das eindeutige Identifizieren eines Zielcomputers umfassen die Eigenschaften AssetTag, UUID, SerialNumber und MACAddress.

Geben Sie nach dem Erstellen eines Computers Konfigurationseinstellungen für seine Eigenschaften an. Diese Konfigurationseinstellungen werden in der Datenbank gespeichert und von ZTIGather.wsf abgerufen. Zusätzlich zu direkten Abfragen der Computer mithilfe der Eigenschaften AssetTag, UUID, SerialNumber oder MACAddress können Sie einen Computer den folgenden Elementen zuordnen:

  • Einer Gruppe von Computern, die mithilfe der Eigenschaft Role eine bestimmte Rolle erfüllt. Erstellen Sie dafür im Rollenknoten in Deployment Workbench ein neues Rollenelement. Fügen Sie dem Zielcomputer die Rolle dann im Computerknoten in Deployment Workbench über die Registerkarte „Role“ (Rolle) im Dialogfeld „Properties“ (Eigenschaften) eines Computers hinzu.

  • Einer Gruppe von Computern innerhalb eines Standorts mithilfe der Eigenschaften Location oder DefaultGateway. Erstellen Sie dafür in Deployment Workbench ein neues Standortelement im Standortknoten.

  • Einer Gruppe von Computern eines bestimmten Fabrikats und Modells mithilfe der Eigenschaften Make und Model. Erstellen Sie dafür in Deployment Workbench ein neues Marken- und Modellelement im Marken- und Modellknoten.

Nachdem Sie die Computer identifiziert haben, identifizieren Sie die Konfigurationseinstellungen, die Sie diesen zuordnen wollen. Deployment Workbench ermöglicht es Ihnen, einem Computer die folgenden Eigenschaften zuzuordnen (ausgehend von den Registerkarten der Benutzeroberfläche oder UI):

  • Details. Konfigurieren Sie bestimmte Eigenschaften für den Zielcomputer.

  • Applications (Anwendungen). Konfigurieren Sie die Anwendungen (in Deployment Workbench definiert), die für den Zielcomputer bereitgestellt werden sollen.

  • Packages (Pakete). Konfigurieren Sie die Pakete (in Deployment Workbench definiert), die für den Zielcomputer bereitgestellt werden sollen.

  • Roles (Rollen). Konfigurieren Sie die Rollen (in Deployment Workbench definiert), die für den Zielcomputer bereitgestellt werden sollen.

  • Administrators. Konfigurieren Sie die Benutzerkonten so, dass diese zu Mitgliedern der lokalen Administratorengruppe auf dem Zielcomputer werden.

Erstellen der Computereinstellungen

Nachdem Sie die Methode zum Identifizieren der Computer und die Konfigurationseinstellungen für jeden Computer ausgewählt haben, können Sie die Computer und die Computereinstellungen mit Deployment Workbench erstellen.

Führen Sie die folgenden Schritte für jeden Computer durch, den Sie im vorherigen Abschnitt identifiziert haben:

  1. Starten Sie Deployment Workbench.

  2. Erweitern Sie in der Konsolenstruktur den Eintrag Deploy (Bereitstellen), erweitern Sie Database (Datenbank), und klicken Sie dann auf Computers.

  3. Klicken Sie in der Konsolenstruktur mit der rechten Maustaste auf Computers und dann auf New (Neu).

  4. Konfigurieren Sie im Dialogfeld Properties (Eigenschaften) auf der Registerkarte Identity (Identität) die Informationen, die in Tabelle 4 aufgelistet werden. Sie können jede beliebige Kombination dieser Informationen bereitstellen; Sie müssen aber die Beschreibung wenigstens eines der anderen Felder (Bestandskennzeichen, UUID, Seriennummer oder MAC-Adresse) konfigurieren.

    Tabelle 4. Informationen für das Ausfüllen der Registerkarte „Identity“ (Identität) für ein neues Computerelement

    Feld

    Eingabe

    Description (Beschreibung)

    Die benutzerfreundliche Beschreibung des Computers

    Asset tag (Bestandskennzeichen)

    Das dem Computer zugewiesene Bestandskennzeichen oder Lagerverwaltungskennzeichen

    UUID

    Die dem Zielcomputer zugewiesene UUID

    Serial Number (Seriennummer)

    Die dem Zielcomputer zugewiesene Seriennummer

    MAC address (MAC-Adresse)

    Die dem Zielcomputer zugewiesene MAC-Adresse

    Die Felder Asset tag (Bestandskennzeichen), UUID, Serial number (Seriennummer), und MAC address (MAC-Adresse) entsprechen den Eigenschaften AssetTag, UUID, SerialNumber und MACAddress. Weitere Informationen über die Werte für das Bestandskennzeichen, die UUID, die Seriennummer und die MAC-Adresse finden Sie unter den Eigenschaften AssetTag, UUID, SerialNumber und MACAddress in der Konfigurationsübersicht.

  5. Klicken Sie auf die Registerkarte Detail und konfigurieren Sie die passenden Eigenschaftenwerte, die Sie zuvor identifiziert haben.

  6. Klicken Sie auf die Registerkarte Applications (Anwendungen) und konfigurieren Sie die zu installierenden Anwendungen und die Installationsreihenfolge.

  7. Klicken Sie auf die Registerkarte Packages (Pakete) und konfigurieren Sie die zu installierenden Pakete und die Installationsreihenfolge.

  8. Klicken Sie auf die Registerkarte Roles (Rollen) und konfigurieren Sie die Rollen, die Sie dem Computer zuordnen möchten.

  9. Klicken Sie auf die Registerkarte Administrators, konfigurieren Sie die Konten als Mitglieder der lokalen Administratorengruppe auf den Zielcomputern, und klicken Sie dann auf OK.

Erstellen anderer Elemente

Nachdem Sie die Computer und Computereinstellungen erstellt haben, können Sie optional andere Elemente erstellen (einschließlich Rollen, die den Computern zugewiesen werden, Standorte, an denen sich die Computer befinden, oder das spezifische Fabrikat und Modell der Computer).

Führen Sie die folgenden Schritte für jede Zuordnung durch, die erfolgen soll:

  1. Starten Sie Deployment Workbench.

  2. Erweitern Sie in der Konsolenstruktur den Eintrag Deploy (Bereitstellen) erweitern Sie Database (Datenbank), klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten und dann auf „New“ (Neu) (wobei der Knoten der Rollen-, Standort- oder Marken- und Modellknoten ist).

  3. Konfigurieren Sie Im Dialogfeld Properties (Eigenschaften) auf der Registerkarte Identity (Identität) die Identitätswerte, die Sie für jedes der Elemente identifiziert haben (wobei es sich bei den Elementen um Rollen, Standorte oder Marke und Modell handelt).

  4. Klicken Sie auf die Registerkarte Detail und konfigurieren Sie die passenden Eigenschaftenwerte, die Sie zuvor identifiziert haben.

  5. Klicken Sie auf die Registerkarte Applications (Anwendungen) und konfigurieren Sie die zu installierenden Anwendungen und die Installationsreihenfolge.

  6. Klicken Sie auf die Registerkarte Packages (Pakete) und konfigurieren Sie die zu installierenden Pakete und die Installationsreihenfolge.

  7. Klicken Sie auf die Registerkarte Administrators, konfigurieren Sie die Konten als Mitglieder der lokalen Administratorengruppe auf den Zielcomputern, und klicken Sie dann auf OK.

Konfigurieren der Datei „CustomSettings.ini“

Konfigurieren Sie als Nächstes CustomSettings.ini für die Durchführung passender Datenbankenabfragen und das Festlegen der Eigenschaften, die Sie für jede Rolle konfiguriert haben.

Führen Sie die folgenden Schritte für jeden Bereitstellungspunkt durch, den Sie konfigurieren wollen:

  1. Starten Sie Deployment Workbench.

  2. Erweitern Sie in der Konsolenstruktur den Eintrag Deploy (Bereitstellen), und klicken Sie auf Deployment Points (Bereitstellungspunkte).

  3. Klicken Sie im Detailbereich mit der rechten Maustaste auf den <Bereitstellungspunkt> und dann auf Configure DB (Datenbank konfigurieren) (wobei der <Bereitstellungspunkt> der Name des Bereitstellungspunkts ist, den Sie konfigurieren möchten).

    Der Assistent für die DB-Konfiguration wird gestartet.

  4. Geben Sie die Informationen aus Tabelle 5 in den Assistenten für die DB-Konfiguration ein.

    Tabelle 5. Ausfüllen des Assistenten für die DB-Konfiguration nur für Computer

    Seite des Assistenten

    Zweck

    Select computer query options (Optionen für Computerabfragen auswählen)

    Wenn Sie die Rolle einem bestimmten Computer zugeordnet haben, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Query for computer-specific settings (Abfrage von computerspezifischen Einstellungen).

    Aktiveren oder deaktivieren Sie andere Kontrollkästchen nach Bedarf. Wenn Sie keine anderen Computerabfrageoptionen verwenden, deaktivieren Sie die anderen Kontrollkästchen.

    Select role query options (Rollenabfrageoptionen auswählen)

    Wenn Sie rollenspezifische Einstellungen konfiguriert haben, die Sie den Computern zuordnen wollen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Query for role-specific settings (Abfrage von rollenspezifischen Einstellungen).

    Wenn Sie Anwendungen für irgendeine der Rollen konfiguriert haben, die Sie den Computern zuordnen wollen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Query for applications to be installed for this role (Abfrage von Anwendungen, die für diese Rolle installiert werden sollen).

    Wenn Sie Pakete für irgendeine der Rollen konfiguriert haben, die Sie den Computern zuordnen wollen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Query for SMS packages to be installed for this role (Abfrage von SMS-Paketen, die für diese Rolle installiert werden sollen).

    Wenn Sie Konten für irgendeine der Rollen, die Sie den Computern zuordnen wollen, so konfiguriert haben, dass sie Mitglieder der lokalen Administratorengruppe auf den Zielcomputern werden, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Query for administrators to be assigned for this role (Abfrage von Administratoren, die diesen Rollen zugewiesen werden sollen).

    Stellen Sie sicher, dass Sie alle Kontrollkästchen, die nicht verwendet werden sollen, deaktivieren.

    Select location query options (Standortabfrageoptionen auswählen)

    Wenn Sie Standorte für Zielcomputer definiert haben, aktivieren oder deaktivieren Sie die jeweiligen Kontrollkästchen. Wenn Sie keine standortbezogenen Abfragen verwenden, deaktivieren Sie alle Kontrollkästchen.

    Select make and model query options (Abfrageoptionen für Marke und Modell auswählen)

    Wenn Sie irgendwelche Marken- und Modellelemente definiert haben, die Zielcomputern zugeordnet sind, aktivieren bzw. deaktivieren Sie die jeweiligen Kontrollkästchen. Wenn Sie keine marken- und modellbezogenen Abfragen verwenden, deaktivieren Sie alle Kontrollkästchen.

    Hinweis   Jedes Abfragekontrollkästchen, das Sie aktivieren, führt dazu, dass das ZTIGather.wsf-Skript eine entsprechende Datenbankabfrage durchführt und protokolliert. Das Aktivieren unnötiger Kontrollkästchen kann die Zeit, die zur Datenbereitstellung für einen Zielcomputer erforderlich ist, verlängern.

Codebeispiel 6 zeigt die CustomSettings.ini-Datei nach Abschluss des Assistenten für die DB-Konfiguration und ausschließlicher Auswahl der Optionen, die in Tabelle 5 angegeben werden.

Codebeispiel 6. Datei „CustomSettings.ini“ nach Abschluss des Assistenten für die DB-Konfiguration

[Settings]
Priority=ComputerSettings, Default
Properties=MyCustomProperty
[Default]
OSInstall=Y
ScanStateArgs=/v:5 /o /c
LoadStateArgs=/v:5 /c /lac
[ComputerSettings]
SQLServer=W2K3-SP1
Instance=
Database=DWDB
Netlib=DBNMPNTW
SQLShare=
Table=ComputerSettings
Parameters=UUID, AssetTag, SerialNumber, MacAddress
ParameterCondition=OR

Hinweis   Der Abschnitt [Default] sollte sich in der Regel am Ende der Abschnittliste in der Eigenschaft Priority befinden.

Der Assistent für die DB-Konfiguration konfiguriert die Eigenschaft Priority und erstellt den entsprechenden Abschnitt in der CustomSettings.ini-Datei. In Tabelle 6 werden die erstellten Abschnitte und eine kurze Beschreibung des Zwecks für jeden Abschnitt aufgelistet.

Tabelle 6. In Codebeispiel 6 aufgeführte Abschnitte und ihr Zweck

Abschnitt

Zweck

ComputerSettings

Ruft die Ansicht ComputerSettings ab, um einen Computer ausgehend von einer Kombination der Eigenschaften UUID, AssetTag, SerialNumber und MacAddress zu identifizieren.

Weitere Informationen über die Ansicht und die Tabellen in der von Deployment Workbench verwalteteten Datenbank finden Sie unter „Tabellen und Ansichten in der Deployment Workbench Database“ in der Konfigurationsübersicht.

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Anzeigen:
© 2015 Microsoft