Empfohlene Vorgehensweisen für Updates Publisher

In diesem Abschnitt werden die empfohlenen Vorgehensweisen zum Erstellen und Verwalten von Softwareupdates beschrieben. Sie sollen Administratoren helfen, häufig auftretende Probleme zu vermeiden.

Verdrängung von Softwareupdates

Softwareupdates werden verdrängt, wenn ein an einen Clientcomputer gesendetes Softwareupdate älter als das bereits auf dem Computer vorhandene Update ist. Um sicherzustellen, dass auf dem Clientcomputer stets die aktuelle Version des Updates vorhanden ist und dass das Update nicht auf eine veraltete Version herabgestuft wird, erstellen Sie eine Anwendungsregel für das Softwareupdate, die das Update ausschließlich auf Computern anwendbar macht, auf denen eine ältere Version des Softwareupdates installiert ist. Anhand der folgenden zwei Beispiele wird verdeutlicht, wie eine einfache Anwendungsregel erstellt werden kann, die auf neuere Versionen der Datei überprüfen kann. Wenn das Ergebnis "False" ist, wird das Update nicht auf dem Computer installiert. Im Rahmen der Beispiele wird davon ausgegangen, dass die Datei MeineDatei.exe auf die Version 2.2.0.0 mit dem Erstellungsdatum 05.01.06 und der Erstellungszeit 12:01:29 aktualisiert werden soll.

Beispiel 1

Regeltyp: Dateiversion

Gemeinsame Pfade: PROGRAM_FILES

Pfad: \MeinOrdner\MeineDatei.exe

Vergleich: Kleiner als

Version: 2.2.0.0

Beispiel 2

Regeltyp: Dateierstellungsdatum

Gemeinsame Pfade: PROGRAM_FILES

Pfad: \MeinOrdner\MeineDatei.exe

Vergleich: Kleiner als

Erstellungsdatum: 2006/05/01 12:01:29

Informationen zur Verdrängung von Softwareupdates in Titeln

Wenn verwandte Softwareupdates in unterschiedlichen Versionen vorliegen, sollten bei der Erstellung der einzelnen Softwareupdates die folgenden Bedingungen erfüllt sein:

  • Die Softwareupdatetitel werden erstellt, damit eine Gruppierung in Updates Publisher vorgenommen werden kann.

  • So kann problemlos bestimmt werden, welche Softwareupdates sich auf sich verdrängende Versionen des gleichen Updates beziehen.

Diese Vorgehensweise kann sich auch als hilfreich erweisen, wenn die Updates nach anderen Attributen als dem Titel gruppiert werden.

Angenommen, die folgenden Titel für Softwareupdates wurden erstellt:

  1. Firmware XYZ Version 1.0

  2. Firmware XYZ Version 1.1

  3. Firmware XYZ Version 1.1.5

  4. Firmware 123 Version 4.0

  5. Firmware 123 Version 4.1

  6. Firmware 123 Version 4.2

  7. Firmware 123 Version 4.3

  8. Firmware Super123 Version 1.7

  9. Firmware Super123 Version 1.8

Anhand der Titel ist erkennbar, dass in Bezug auf die Aufhebung der Softwareupdates Folgendes zutrifft:

  • Die Softwareupdates 1, 2 und 3 sind aufhebende Versionen des Updates "Firmware XYZ".

  • Die Softwareupdates 4, 5, 6 und 7 sind aufhebende Versionen des Updates "Firmware 123".

  • Die Softwareupdates 8 und 9 sind aufhebende Versionen des Updates "Firmware Super123".

Probleme bei Installation von MSI pro Benutzer

Windows Update Agent (WUA) kann Windows Installer-Pakete auf Clientcomputern nur erkennen, wenn sie pro System installiert sind. Wenn für eine Updatedefinition eine MSI-Regel (Windows Installer) erstellt ist und das Windows Installer-Paket pro Benutzer installiert wurde, kann der WUA zur Erkennung des Pakets nicht auf das Benutzerkonto zugreifen. Es wird empfohlen, bei Verwendung von MSI-Regeln in einer Updatedefinition zusätzliche Erkennungsregeln zu konfigurieren, z. B. Dateiversionen oder Registrierungsschlüsselwerte, damit das Windows Installer-Paket ordnungsgemäß erkannt werden kann, unabhängig davon, ob das MSI Paket pro Benutzer oder pro System installiert wurde.

Wenn in Updates Publisher MSI-Regeln erstellt sind, wird eine Meldung mit einer Warnung zu dem Problem bei der Installation von MSI pro Benutzer angezeigt. So werden Benutzer daran erinnert, dass das Erstellen einer Updatedefinition mit nur einer MSI-Regel dazu führen kann, dass ein Windows Installer-Paket nicht erkannt wird, wenn auf einem Clientcomputer installiert wird. Das Dialogfeld mit der Warnung kann deaktiviert werden. Davon wird jedoch abgeraten. Weitere Informationen zum Aktivieren oder Deaktivieren des Dialogfelds mit der Warnung finden Sie unter Gewusst wie: Deaktivieren der MSI-Warnung auf Benutzerebene.

Siehe auch

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