Tasksequenzvariablen für die Betriebssystembereitstellung

Letzte Aktualisierung: Oktober 2010

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

In den folgenden Abschnitten werden Tasksequenz-Aktionsvariablen (Aktionsvariablen) und integrierte Tasksequenzvariablen (integrierte Variablen) beschrieben. In der folgenden Liste werden Configuration Manager 2007-Tasksequenzvariablen aufgeführt und deren Verwendung zum Steuern und Anpassen einer Tasksequenz beschrieben. Tasksequenzvariablen enthalten Konfigurationseinstellungen für Computer, Betriebssysteme und Benutzerzustands-Konfigurationstasks, die auf einem Configuration Manager 2007-Computer ausgeführt werden. Tasksequenzvariablen verfügen über einen Mechanismus, um einzelne Tasksequenzschritte innerhalb einer Tasksequenz zu konfigurieren und anzupassen. Weitere Informationen zu Tasksequenzvariablen finden Sie unter Informationen zu Tasksequenzvariablen.

Wenn von einem Computer eine Tasksequenz ausgeführt wird, wird die Tasksequenzumgebung mit allgemeinen Konfigurationseinstellungen initiiert. Beim Ausführen der einzelnen Tasksequenzschritte innerhalb der Tasksequenz werden der Tasksequenzumgebung spezielle Einstellungen für die jeweils aktuelle Tasksequenzaktion hinzugefügt. Nach Abschluss jedes Tasksequenzschritts werden alle Einstellungen, die nur für diesen Schritt gelten, aus der Tasksequenzumgebung entfernt.

Mit Aktionsvariablen können Sie die zugehörigen Standardwerte einer Tasksequenz ändern und somit anpassen, wie der Tasksequenzschritt auf dem Bereitstellungszielcomputer ausgeführt wird.

noteHinweis
Tasksequenzvariablen, deren Namen mit einem Unterstrichzeichen (_) beginnen, sind schreibgeschützt. Sie können auf die Werte von schreibgeschützten Tasksequenzvariablen zugreifen, diese jedoch nicht ändern.

Tasksequenz-Aktionsvariablen

Tasksequenz-Aktionsvariablen (Aktionsvariablen) geben Konfigurationseigenschaften für einen bestimmten Tasksequenzschritt an. Standardmäßig werden die Einstellungen von Tasksequenzschritten nur dann initiiert und verfügbar gemacht, wenn der zugehörige Tasksequenzschritt ausgeführt wird. D. h., die Einstellung der Tasksequenzvariablen wird der Tasksequenzumgebung vor dem Ausführen des Tasksequenzschritts hinzugefügt und der Wert nach dem Ausführen des Tasksequenzschritts entfernt.

Beispiel: Mit dem Tasksequenz-Editor können Sie ein Startverzeichnis für eine Befehlszeilenaktion angeben, indem Sie den Wert für die Eigenschaft Starten in im Tasksequenzschritt Befehlszeile ausführen angeben. Der angegebene Standardwert wird in der Tasksequenzumgebung als Variable WorkingDirectory gespeichert, welche nur für die Tasksequenzaktion Befehlszeile ausführen gültig ist. Die Umgebungsvariable WorkingDirectory wird initialisiert, bevor die Tasksequenzaktion Befehlszeile ausführen ausgeführt wird. Während des Schritts Befehlszeile ausführen kann mit der Umgebungsvariablen namens WorkingDirectory auf den angegebenen Verzeichniswert zugegriffen werden. Nach Abschluss des Tasksequenzschritts wird die Variable aus der Tasksequenzumgebung entfernt. Falls die Sequenz einen weiteren Tasksequenzschritt Befehlszeile ausführen enthält, wird eine neue Variable WorkingDirectory initialisiert und auf den Startwert für diese Tasksequenz festgelegt.

Wenn der Standardwert für eine Einstellung der Tasksequenzaktion beim Ausführen des Tasksequenzschritts vorhanden ist, kann jeder von Ihnen neu festgelegte Wert von mehreren Schritten in der Sequenz verwendet werden. Wenn Sie eine der Methoden zum Erstellen von Tasksequenzvariablen zum Überschreiben eines integrierten Variablenwerts verwenden, bleibt der neue Wert in der Umgebung erhalten und überschreibt den Standardwert für weitere Schritte in der Tasksequenz. Wenn im vorherigen Beispiel als erster Schritt der Tasksequenz der Schritt Tasksequenzvariable festlegen hinzugefügt und dieser die Umgebungsvariable WorkingDirectory auf den Wert C:\ festlegt, verwenden beide Schritte Befehlszeile ausführen in der Tasksequenz den neuen Startverzeichniswert.

Configuration Manager 2007-Tasksequenzvariablen sind nach der zugehörigen Tasksequenzaktion gruppiert:

Integrierte Tasksequenzvariablen

Integrierte Tasksequenzvariablen (integrierte Variablen) werden vom zugrunde liegenden Tasksequenzmodul erstellt, die zugehörigen Werte sind im Allgemeinen schreibgeschützt. Integrierte Variablen liefern Informationen über die Umgebung, in der die zugehörige Tasksequenz ausgeführt wird. Die zu einer integrierten Variablen gehörenden Werte sind in der Tasksequenzumgebung während der gesamten Tasksequenz verfügbar. Üblicherweise werden integrierte Variablen initialisiert, bevor ein Tasksequenzschritt in der Tasksequenz ausgeführt wird. Beispiel: Die integrierte Variable _SMSTSLogPath wird zum Festlegen des Pfads verwendet, den Configuration Manager 2007-Komponenten zum Schreiben von Protokolldateien beim Ausführen der Tasksequenz verwenden. Jeder Tasksequenzschritt kann auf diese Umgebungsvariable zugreifen.

In der folgenden Liste werden die integrierten Variablen von Configuration Manager 2007 aufgeführt, die zur Verwendung in einer Configuration Manager 2007-Tasksequenz zur Verfügung stehen:

 

Name der integrierten Variable Beschreibung

_SMSTSAdvertID

Speichert die ID der aktuell ausgeführten Tasksequenzankündigung. Es wird das gleiche Format wie bei den IDs der Configuration Manager 2007-Softwareverteilungsankündigungen verwendet. Wenn die Tasksequenz von einem eigenständigen Medium aus ausgeführt wird, ist diese Variable nicht definiert.

Beispiel:

ABC20001

_SMSTSBootImageID

Speichert die ID des Configuration Manager 2007-Startabbildpakets, wenn der aktuell ausgeführten Tasksequenz ein Startabbildpaket zugeordnet ist. Diese Variable wird nicht festgelegt, wenn kein Configuration Manager 2007-Startabbildpaket zugeordnet ist.

Beispiel:

ABC00001

_SMSTSClientGUID

Speichert den Wert der Configuration Manager 2007-Client-GUID. Diese Variable wird nicht festgelegt, wenn die Tasksequenz von einem eigenständigen Medium aus ausgeführt wird.

Beispiel:

0a1a9a4b-fc56-44f6-b7cd-c3f8ee37c04c

_SMSTSCurrentActionName

Gibt den Namen des aktuell ausgeführten Tasksequenzschritts an. Diese Variable wird festgelegt, bevor der Tasksequenz-Manager die einzelnen Schritte ausführt.

Beispiel:

Befehlszeile ausführen

_SMSTSDownloadOnDemand

Wird auf true festgelegt, falls die aktuelle Tasksequenz im Modus „Download bei Bedarf“ ausgeführt wird. Dies bedeutet, dass Inhalt vom Tasksequenz-Manager nur dann lokal heruntergeladen wird, wenn ein Zugriff darauf erforderlich ist.

_SMSTSInWinPE

Diese Variable wird auf true festgelegt, wenn der aktuelle Tasksequenzschritt in der Windows PE-Umgebung ausgeführt wird, andernfalls wird false festgelegt. Sie können diese Tasksequenzvariable überprüfen, um die aktuelle Betriebssystemumgebung zu bestimmen.

_SMSTSLastActionRetCode

Speichert den Rückgabecode, der von der letzten ausgeführten Aktion zurückgegeben wurde.

Beispiel:

0

_SMSTSLastActionSucceeded

Diese Variable wird auf true festgelegt, wenn die letzte Aktion erfolgreich ausgeführt wurde, andernfalls wird false festgelegt. Wenn die letzte Aktion übersprungen wurde, weil der Schritt deaktiviert ist oder die zugehörige Bedingung den Wert false ergab, wird diese Variable nicht zurückgesetzt, d. h., sie behält den Wert der vorherigen Aktion.

_SMSTSLaunchMode

Gibt die Startmethode der Tasksequenz an. Die Tasksequenz kann die folgenden Werte aufweisen:

  • SMS: Gibt an, dass die Tasksequenz mithilfe des Configuration Manager 2007-Clients gestartet wird.

  • UFD: Gibt an, dass die Tasksequenz mithilfe eines USB-Mediums gestartet wird.

  • CD: Gibt an, dass die Tasksequenz mithilfe von CDs/DVDs gestartet wird.

  • PXE: Gibt an, dass die Tasksequenz über PXE gestartet wird.

_SMSTSLogPath

Speichert den vollständigen Pfad des Protokollverzeichnisses. Dieser Wert kann zur Bestimmung des Orts verwendet werden, an dem Aktionen protokolliert werden sollen. Dieser Wert kann nur festgelegt werden, wenn eine Festplatte verfügbar ist.

_SMSTSMachineName

Legt den Computernamen fest und speichert diesen. Speichert den Namen des Computers, den die Tasksequenz zum Protokollieren aller Statusmeldungen verwendet. Um den Computernamen im neuen Betriebssystem zu ändern, verwenden Sie die Variable OSDComputerName.

Beispiel:

ABC

_SMSTSMediaType

Gibt den Typ des Mediums an, mit dem die Installation initiiert wird. Beispiele für Medientypen sind Startmedien, vollständige Medien, PXE und vorab bereitgestellte Medien.

_SMSTSMP

Speichert den Namen oder die IP-Adresse eines Configuration Manager 2007-Verwaltungspunkts.

_SMSTSMPPort

Speichert die Verwaltungsportnummer eines Configuration Manager 2007-Verwaltungspunkts.

Beispiel:

80

_SMSTSOrgName

Speichert den Namen des Markentitels, der im Dialogfeld für den Tasksequenzstatus angezeigt wird.

Beispiel:

Unternehmen XYZ

_SMSTSPackageID

Speichert die ID der aktuell ausgeführten Tasksequenz. Für diese ID wird das gleiche Format verwendet wie für Configuration Manager 2007-Softwarepaket-IDs.

Beispiel:

HJT00001

_SMSTSPackageName

Speichert den Namen der aktuell ausgeführten Tasksequenz, der vom Configuration Manager 2007-Administrator beim Erstellen der Tasksequenz angegeben wird.

Beispiel:

Tasksequenz zum Bereitstellen von XPSP2

_SMSTSRunFromDP

Dieser Wert wird auf true festgelegt, wenn die aktuelle Tasksequenz im Modus „Vom Verteilungspunkt ausführen“ ausgeführt wird. Dies bedeutet, dass der Tasksequenz-Manager erforderliche Pakete von Verteilungspunktfreigaben erhält.

_SMSTSSiteCode

Speichert den Standortcode des Configuration Manager 2007-Standorts.

Beispiel:

ABC

_SMSTSType

Gibt den Typ der aktuell ausgeführten Tasksequenz an. Die folgenden Werte sind verfügbar:

1: Allgemeine Tasksequenz

2: Tasksequenz für die Betriebssystembereitstellung

_SMSTSTimezone

In der Variablen _SMSTSTimezone werden Zeitzoneninformationen im folgenden Format (ohne Leerzeichen) gespeichert:

Bias, StandardBias, DaylightBias, StandardDate.wYear, wMonth, wDayOfWeek, wDay, wHour, wMinute, wSecond, wMilliseconds, DaylightDate.wYear, wMonth, wDayOfWeek, wDay, wHour, wMinute, wSecond, wMilliseconds, StandardName, DaylightName

Beispiel

Für die Zeitzone Eastern Time (Vereinigte Staaten und Kanada) würde der Wert wie folgt lauten: 300,0,-60,0,11,0,1,2,0,0,0,0,3,0,2,2,0,0,0,Eastern Normalzeit,Eastern Sommerzeit

_SMSTSUseCRL

Gibt an, ob von der Tasksequenz die Zertifikatssperrliste verwendet wird, wenn zum Herstellen einer Verbindung mit dem Verwaltungspunkt ein SSL-Zertifikat (Secure Socket Layer) verwendet wird.

_SMSTSUserStarted

Gibt an, ob die Tasksequenz von einem Benutzer gestartet wird. Diese Variable wird nur festgelegt, wenn die Tasksequenz über den Configuration Manager 2007-Client gestartet wird. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn _SMSTSLaunchMode auf SMS festgelegt ist. Die folgenden Werte sind verfügbar:

  • true: Gibt an, dass die Tasksequenz manuell von einem Benutzer mithilfe des Programms Angekündigte Programme auf dem Client gestartet wird.

  • false: Gibt an, dass die Tasksequenz automatisch vom Configuration Manager 2007-Planer initiiert wird.

_SMSTSUseSSL

Gibt an, ob die Tasksequenz SSL zur Kommunikation mit dem Configuration Manager 2007-Verwaltungspunkt verwendet. Bei Ausführung des Standorts im einheitlichen Modus wird der Wert auf true festgelegt.

SMSTSErrorDialogTimeout

Wenn in einer Tasksequenz ein Fehler auftritt, wird ein Dialogfeld angezeigt, das nach dem festgelegten Standardtimeoutwert automatisch wieder ausgeblendet wird. Verwenden Sie diese Variable zur Angabe eines Timeoutwerts in Sekunden, wenn Sie nicht den Standardwert von 15 Minuten verwenden möchten.

SMSTSRebootDelay

Gibt an, nach wie vielen Sekunden der Computer neu gestartet wird. Der Tasksequenz-Manager zeigt vor dem Neustart ein Benachrichtigungsdialogfeld an, sofern die Variable nicht auf „0“ festgelegt ist.

Beispiele:

0

30

SMSTSRebootMessage

Gibt die Meldung an, die bei einem angeforderten Neustart im Dialogfeld zum Herunterfahren angezeigt wird. Wenn diese Variable nicht festgelegt ist, wird eine Standardmeldung angezeigt.

Beispiel:

Dieser Computer wird vom Tasksequenz-Manager neu gestartet.

SMSTSRebootRequested

Zeigt an, dass nach Abschluss des aktuellen Tasksequenzschritts ein Neustart erforderlich ist. Falls ein Neustart erforderlich ist, legen Sie für diese Variable den Wert true fest, und der Computer wird nach diesem Tasksequenzschritt vom Tasksequenz-Manager neu gestartet. Der Tasksequenzschritt muss diese Tasksequenzvariable festlegen, wenn zum Abschluss des Tasksequenzschritts ein Neustart erforderlich ist. Nach dem Neustart des Computers wird die Tasksequenz mit dem nächsten Tasksequenzschritt fortgesetzt.

SMSTSLocalDataDrive

Gibt an, wo temporäre Dateien auf dem Zielcomputer während der Ausführung der Tasksequenz gespeichert werden sollen.

SMSTSRetryRequested

Fordert nach Abschluss des aktuellen Tasksequenzschritts eine Wiederholung dieses Schritts an. Wenn diese Tasksequenzvariable festgelegt wird, muss SMSTSRebootRequested ebenfalls auf true festgelegt werden. Nach dem Neustart des Computers führt der Tasksequenz-Manager den gleichen Tasksequenzschritt erneut aus.

Siehe auch

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com
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