Arbeitsblatt zur Planung der Standortsysteme

Letzte Aktualisierung: September 2009

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Mit diesem Arbeitsblatt können Sie identifizieren, welche Standortsysteme Sie für die einzelnen Standorte aktivieren müssen und welche Planungsüberlegungen für die einzelnen Standortsysteme notwendig sind.

Je nach Hardwarekonfiguration der vorgeschlagenen Standortsysteme und den Sicherheitsanforderungen in Ihrem Unternehmen kann ein Server ein oder mehrere Standortsystemrollen ausführen. Die hier aufgeführten Fragen sollen Ihnen dabei als Leitfaden dienen. Nicht alle hier aufgelisteten Fragen und Überlegungen treffen auf jedes Unternehmen zu. Möglicherweise müssen bei Ihrer Planung auch zusätzliche Punkte beachtet werden, die hier nicht aufgeführt sind.

Beachten Sie beim Planen die folgenden Richtlinien, und bearbeiten Sie dieses Arbeitsblatt für jeden Standort.

Planen des Verwaltungspunkts

Der Verwaltungspunkt ist der primäre Kontaktpunkt zwischen Configuration Manager-Clients und dem Standortserver. Ein Configuration Manager 2007-Standort kann nur einen Standardverwaltungspunkt aufweisen, über den intranetbasierte Clients eine Verbindung mit dem Standortserver herstellen. Wenn Clients über das Internet verwaltet werden, kontaktieren sie keinen Standardverwaltungspunkt, sondern direkt den für den Verbindungsaufbau über das Internet konfigurierten Verwaltungspunkt.

 

Planungsfrage Erforderliche Beispieldaten, sofern zutreffend und nach Standort Gesammelte Daten

Wie viele Clients, einschließlich Roamingclients, müssen an diesem Standort maximal verwaltet werden?

Bei mehr als 25.000 Clients müssen Sie, je nach Serverhardware, möglicherweise den Windows-Netzwerklastenausgleich konfigurieren, damit mehr als ein Verwaltungspunkt am Standort unterstützt wird.

 

Wie oft rufen diesem Standort zugewiesene Clients neue Richtlinieninformationen ab?

Das Abrufintervall, mit dem Clients Richtlinien vom zugewiesenen Verwaltungspunkt abrufen.

 

Wird an diesem Standort die Hardwareinventur von Clients gesammelt?

Wenn an diesem Standort die Hardwareinventur von Clients gesammelt wird, in welchen Abständen wird dieser Vorgang ausgeführt?

 

Wird an diesem Standort die Softwareinventur von Clients gesammelt?

Wenn an diesem Standort die Softwareinventur von Clients gesammelt wird, in welchen Abständen wird dieser Vorgang ausgeführt?

 

Verwenden Sie an diesem Standort die Frequenzermittlungsmethode?

Wenn Sie an diesem Standort die Frequenzermittlungsmethode verwenden, wie hoch ist die Ermittlungsfrequenz?

 

Verwenden Sie an diesem Standort die Softwareverteilung?

Wie viele Ankündigungen versenden Sie pro Woche an Clients an diesem Standort?

 

Verwenden Sie an diesem Standort die Softwaremessung?

Wenn Sie an diesem Standort die Softwaremessung verwenden, wie viele Softwaremessungsregeln werden ausgeführt und wie oft werden die Softwaremessungsdaten gesammelt?

 

Benötigen Sie für den Verwaltungspunkt an diesem Standort eine Fehlertoleranz?

Möglicherweise müssen Sie den Windows-Netzwerklastenausgleich konfigurieren, damit mehr als ein Verwaltungspunkt am Standort unterstützt wird, der eine replizierte Standortdatenbank verwendet.

 

Verwaltungspunkt für einen sekundären Standort

 

 

Wie schnell ist die Verbindung zwischen diesem und dem übergeordneten primären Standort?

Ist dieser Standort mit dem übergeordneten Standort über ein WAN verbunden?

 

Benötigen Sie für den Verwaltungspunkt an diesem Standort eine Fehlertoleranz?

Möglicherweise müssen Sie den Windows-Netzwerklastenausgleich konfigurieren, damit mehr als ein Verwaltungspunkt am Standort unterstützt wird, der eine replizierte Standortdatenbank verwendet.

Planen des Standortdatenbankservers

 

Planungsfrage Erforderliche Beispieldaten, sofern zutreffend und nach Standort Gesammelte Daten

Ist dies ein primärer Standort?

Primäre Standorte müssen auf einen SQL Server zugreifen können, um als Host für die Standortdatenbank verwendet werden zu können.

 

Über welche Microsoft SQL Server-Version verfügen Sie (einschließlich aller relevanten Service Packs)?

Vergewissern Sie sich, dass die betreffende Version von SQL Server als Host der Configuration Manager-Standortdatenbank unterstützt wird.

 

Müssen Sie eine Installation von Microsoft SQL Server erwerben oder aktualisieren (einschließlich aller relevanten Service Packs)?

Vergewissern Sie sich, dass Sie über die erforderliche Version von SQL Server zum Hosten der Configuration Manager-Standortdatenbank verfügen.

 

Planen Sie, die Configuration Manager 2007-Standortdatenbank auf dem primären Standortserver zu verwalten?

Sie können die Standortdatenbank auf einer lokalen Instanz einer unterstützten Version von Microsoft SQL Server, die sich auf dem primären Standortserver befindet, installieren. Wenn Sie die Standortdatenbank mithilfe einer SQL Server-Instanz auf einem anderen Server installieren oder sie nach der Standortinstallation auf eine andere SQL Server-Instanz verschieben, wird das spätere Rückverschieben der Standortdatenbank auf den Standortserver unterstützt.

noteHinweis
Eine Liste der unterstützten SQL Server-Versionen finden Sie unter Von Configuration Manager unterstützte Konfigurationen.

 

Wenn Sie planen, die Standortdatenbank auf einem anderen als dem primären Standortserver zu verwalten, müssen Sie entscheiden, wo der SMS-Anbieter installiert werden soll.

Der SMS-Anbieter kann nicht auf dem Remotecomputer mit SQL Server installiert werden, wenn mehr als eine SMS-Standortdatenbank auf diesem gehostet wird, oder wenn der Host der Standortdatenbank eine virtuelle Clusterinstanz von SQL Server ist.

 

Muss die Standortdatenbank für einen Proxyverwaltungspunkt repliziert werden?

Stellen Sie sicher, dass Sie die Implementierung der SQL-Replikation für die Standortdatenbank planen.

 

Planen des Serverlocatorpunkts

Serverlocatorpunkte sind für die Überprüfung der Ordnungsmäßigkeit von Standortzuweisungen erforderlich und suchen außerdem nach Verwaltungspunkten für Configuration Manager-Clients. Sie müssen einen Serverlocatorpunkt auf dem zentralen Standort installieren. Weitere Serverlocatorpunkte sind nicht erforderlich.

 

Planungsfrage Erforderliche Beispieldaten, sofern zutreffend und nach Standort Gesammelte Daten

Soll dieser Standort Clients in Arbeitsgruppen unterstützen?

Clients in Arbeitsgruppen können nicht auf Active Directory zugreifen, um nach veröffentlichten Verwaltungspunktinformationen zu suchen.

 

Verwendet dieser Standort einen für den Windows-Netzwerklastenausgleich-Dienst (Network Load Balancing, NLB) konfigurierten Verwaltungspunkt?

Verwaltungspunkte, die für den NLB-Dienst konfiguriert sind, müssen in WINS registriert werden.

 

Wurde das Active Directory-Schema für den v erweitert?

Wenn das Active Directory-Schema nicht für Configuration Manager 2007 erweitert wurde (und die Standorte Standortinformationen in den Active Directory-Domänendiensten veröffentlichen), wird ein Serverlocatorpunkt für die Clientstandortzuweisung benötigt.

 

Planen des Softwareupdatepunkts

Ein Softwareupdatepunkt ist ein Standortserver, der auf einem Standortsystem mit Windows Server Update Services (WSUS) 3.0 installiert ist. Bevor Kompatibilitätsbewertungsdaten abgerufen und Softwareupdates für Configuration Manager-Clientcomputer bereitgestellt werden können, muss ein aktiver Softwareupdatepunkt auf einem Standortsystem aktiviert werden. Sie müssen außerdem bestimmen, ob ein zweiter aktiver Softwareupdatepunkt aktiviert werden soll, der nur Verbindungen mit internetbasierten Clientcomputern verarbeitet.

 

Planungsfrage Erforderliche Beispieldaten, sofern zutreffend und nach Standort Gesammelte Daten

Wie viele Clients, einschließlich Roamingclients, müssen an diesem Standort maximal verwaltet werden?

Wenn diesem Standort mehrere Clientcomputer zugewiesen sind, sollten Sie das Erstellen eines NLB-Clusters für eine Gruppe von WSUS-Servern in Betracht ziehen und den NLB-Cluster als aktiven Softwareupdatepunkt des Standorts verwenden. WSUS 3.0 unterstützt bis zu 25.000 Clientcomputer.

 

Ist WSUS 3.0 auf einem vorhandenen Standortsystem installiert? Wie lautet der Computername des Standortsystems?

WSUS 3.0 muss vor dem Hinzufügen der Softwareupdatepunktrolle zum Standortsystem auf dem Standortsystem installiert werden.

noteHinweis
Configuration Manager 2007 Service Pack 1 (SP1) erfordert WSUS 3.0 SP1 oder WSUS Service Pack 2 (SP2). WSUS 3.0 SP2 ist zur Unterstützung der Configuration Manager 2007 SP2-Softwareupdateverwaltung unter Windows 7 und Windows Server 2008 R2 erforderlich.

 

Wird dieser Standort im einheitlichen Modus ausgeführt? Wenn ja, sollen internetbasierte Clientcomputer auf den aktiven Softwareupdatepunkt zugreifen oder soll ein aktiver internetbasierter Softwareupdatepunkt aktiviert werden? Wie lautet der Computername des Standortsystems?

Der aktive Softwareupdatepunkt kann Verbindungen sowohl von intranetbasierten als auch von internetbasierten Clientcomputern verarbeiten, oder der aktive Softwareupdatepunkt kann so konfiguriert werden, dass nur intranetbasierte Clientverbindungen verarbeitet werden, und ein aktiver internetbasierter Softwareupdatepunkt kann als Standortsystemrolle hinzugefügt werden, um nur internetbasierte Verbindungen zu verarbeiten.

 

Planen des Berichterstattungspunkts

Ein Berichterstattungspunkt ist ein Standortserver, der eine Berichterstattungswebsite des Standorts hostet. Ein Berichterstattungspunkt erhält nur Berichtinformationen von seinem Configuration Manager 2007-Standortdatenbankserver. Sie können Berichte in Configuration Manager erst nach dem Aktivieren eines oder mehrerer Standortsysteme als Berichterstattungspunkt verwenden.

 

Planungsfrage Erforderliche Beispieldaten, sofern zutreffend und nach Standort Gesammelte Daten

Welche Standortinformationen sollen berichtet werden?

Sind an diesem Standort ausreichend Clients vorhanden, oder müssen standortspezifische Informationen berichtet werden, für die der übergeordnete Standort nicht das geeignete Berichterstattungsziel ist?

 

Erfordert dieser Standort einen Berichterstattungspunkt?

In einer Configuration Manager 2007-Hierarchie benötigen Sie möglicherweise nur einen Berichterstattungspunkt. Beispiel: Der zentrale Standort ist möglicherweise der einzige Standort, an dem Sie einen Berichterstattungspunkt installieren möchten. Fügen Sie zusätzliche Berichterstattungspunkte weiter unten in der Hierarchie hinzu, um über Teilmengen von Daten zu berichten oder die Berichterstattung über bestimmte Standortinformationen zu delegieren.

 

Planen des Verteilungspunkts

 

Planungsfrage Erforderliche Beispieldaten, sofern zutreffend und nach Standort Gesammelte Daten

Verwenden Sie an diesem Standort die Softwareverteilung?

Schätzen Sie die Anzahl und Größe der Pakete, die in den Verteilungspunkten gespeichert werden.

 

Wie viele Clients werden auf die Verteilungspunkte an diesem Standort zugreifen?

Planen Sie ausreichend Verteilungspunkte ein, um die Anzahl von Clients, die an diesem Standort Paketinformationen anfordern, verarbeiten zu können.

 

Müssen die Verteilungspunkte gruppiert werden?

Wenn ja, geben Sie an, wie Sie planen, sie zu gruppieren.

 

Verwenden Sie BITS-fähige Verteilungspunkte?

Wenn ja, müssen Sie auch IIS und WebDAV auf den Verteilungspunktsystemen aktivieren.

 

Verfügen Sie über Verteilungspunkte an Standorten, auf die über langsame WAN-Verbindungen zugegriffen wird?

Wenn ja, konfigurieren Sie diese Verteilungspunkte als geschützte Verteilungspunkte, und geben Sie die Subnetze an, die auf den Verteilungspunkt zugreifen sollen.

 

Siehe auch

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com
Anzeigen: