Konfigurieren des Netzwerklastenausgleichs für Configuration Manager-Standortsysteme

Letzte Aktualisierung: Juli 2010

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Von NLB-Clustern (Network Load Balancing, Netzwerklastenausgleich) wird in Configuration Manager 2007 die Skalierbarkeit bereitgestellt, mit der mehr als 25.000 Clients an einem Standort unterstützt werden können.

Durch den Windows Server-Netzwerklastenausgleich werden Clientanforderungen über einen Serversatz verteilt und bis zu 32 Windows Server-Computer in einem einzigen Cluster unterstützt. Wenn der Netzwerklastenausgleich als Netzwerktreiber auf jedem der Mitgliedsserver (Hosts) in einem Cluster installiert ist, wird vom Cluster auf Clientanforderungen eine virtuelle IP-Adresse oder ein vollqualifizierter Domänenname (Fully Qualified Domain Name, FQDN) ausgegeben. Die anfänglichen Clientanforderungen werden an alle Hosts im Cluster gesendet, aber nur ein Host akzeptiert und verarbeitet die jeweilige Anforderung.

Die Verwendung von NLB-Clustern wird von allen Service Pack-Stufen von Configuration Manager 2007 für die folgenden Standortsystemrollen unterstützt:

  • Verwaltungspunkt

  • Softwareupdatepunkt

  • Serverlocatorpunkt

Jeder Host in einem NLB-Cluster muss den unterstützten Konfigurationsanforderungen für Standortsysteme der verwendeten Konfigurationsmanager-Service Pack-Stufe entsprechen. Die Verwendung von NLB-Clustern wird von Configuration Manager 2007 unter den folgenden Betriebssystemen unterstützt:

  • Windows Server 2008

  • Windows Server 2008 R2

  • Windows Server 2003

  • Windows Server 2003 R2

Konfigurieren Sie NLB-Cluster für Konfigurationsmanager mithilfe der folgenden Informationen auf dieser Seite:

Planen von NLB-Clustern in Konfigurationsmanager

Von allen Computern, die Teil eines NLB-Clusters für Konfigurationsmanager sind, müssen die folgenden Anforderungen erfüllt werden:

  • Alle Computer im NLB-Cluster müssen sich in derselben Domäne befinden.

  • Von allen Computern im NLB-Cluster müssen statische IP-Adressen verwendet werden.

  • Bei allen Computern im NLB-Cluster muss der Netzwerklastenausgleich aktiviert sein.

  • An einem Standort im einheitlichen Modus muss der NLB-Cluster für einen vollqualifizierten Domänennamen konfiguriert sein.

  • Vom NLB-Cluster wird eine statische IP-Adresse benötigt.

Konfigurieren von Windows Server-Computern als Mitglied eines NLB-Clusters

Die einzelnen Schritte zum Konfigurieren eines Windows-Servers als Teil eines NLB-Clusters hängen von der jeweils verwendeten Windows Server-Version ab. Unabhängig davon müssen jedoch von allen Versionen die folgenden Konfigurationsanforderungen erfüllt werden:

  • Für den Clusterausführungsmodus muss die Option Unicast aktiviert sein.

  • An einem Configuration Manager 2007-Standort im einheitlichen Modus wird vom NLB-Cluster ein vollqualifizierter Domänenname benötigt.

  • Sie müssen den NLB-Clusternamen mithilfe eines Host-Eintrags (A- oder AAAA-Eintrag) manuell in DNS registrieren, da statische IP-Adressen in DNS nicht automatisch registriert werden.

Lesen Sie zum Konfigurieren des NLB-Clusters für Konfigurationsmanager die folgende Anleitung für das verwendete Windows Server-Betriebssystem.

  • Für die Konfiguration von NLB-Clustern unter Windows Server 2008 finden Sie eine Anleitung unter Erstellen von Netzwerklastenausgleich-Clustern (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=197176) in der Windows Server 2008-TechNet-Bibliothek.

  • Für die Konfiguration von NLB-Clustern unter Windows Server 2008 R2 finden Sie eine Anleitung unter Erstellen von Netzwerklastenausgleich-Clustern (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=197177) in der Windows Server 2008-TechNet-Bibliothek.

  • Verwenden Sie das folgende Verfahren zum Implementieren des Netzwerklastenausgleichs für Configuration Manager 2007-Standortsysteme unter Windows Server 2003 und Windows Server 2003 R2, um NLB-Cluster unter Windows Server 2003 und Windows Server 2003 R2 zu konfigurieren.

So konfigurieren Sie den Netzwerklastenausgleich für Konfigurationsmanager-Standortsystemcomputer mithilfe von "NLB.exe" unter Windows Server 2003 und Windows Server 2003 R2

  1. Klicken Sie auf Start, klicken Sie auf Alle Programme, und klicken Sie dann auf Verwaltung und Netzwerklastenausgleich-Manager.

  2. Klicken Sie auf der Menüleiste auf Cluster, und klicken Sie dann auf Neu, um das Dialogfeld Clusterparameter zu öffnen.

  3. Geben Sie im Dialogfeld Clusterparameter die Informationen für die IP-Konfiguration des Netzwerklastenausgleich-Clusters ein:

    • IP-Adresse: In DNS registrierte IP-Adresse des NLB-Clusters

    • Subnetzmaske: In DNS registrierte IP-Adresse und Subnetzmaske des NLB-Clusters

    • Vollständiger Internetname: In DNS registrierter FQDN des NLB-Clusternamens

  4. Vergewissern Sie sich, dass unter Clusterausführungsmodus die Option Unicast aktiviert ist, und klicken Sie dann auf Weiter.

  5. Klicken Sie auf der Seite Cluster-IP-Adressen auf Weiter.

  6. Klicken Sie auf der Seite Portregeln auf Bearbeiten, um die Ports festzulegen, auf die vom NLB-Cluster reagiert wird. Konfigurieren Sie außerdem die Ports, die für die festgelegte Kommunikation zwischen Client und Standortsystem für den Standort verwendet werden. Oder klicken Sie auf Weiter, um zuzulassen, dass von der IP-Adresse des NLB-Clusters auf alle TCP/IP-Ports reagiert wird.

    noteHinweis
    Aktivieren Sie für Affinität die Option Einfach.

  7. Geben Sie auf der Seite Verbinden im Feld Host einen Hostnamen für das Standortsystem ein, das Teil des NLB-Clusters sein wird, und klicken Sie dann auf Verbinden.

  8. Wählen Sie unter Schnittstellen, auf denen ein neuer Cluster konfiguriert werden kann die Netzwerkschnittstelle aus, die für das Antworten auf die NLB-Clusterkommunikation konfiguriert wird, und klicken Sie dann auf Weiter.

  9. Überprüfen Sie die auf der Seite Hostparameter angezeigten Informationen, und vergewissern Sie sich, dass die Einstellung Dedizierte IP-Adresskonfiguration die dedizierte Host-IP-Konfiguration für den korrekten NLB-Clusterhost anzeigt und für den ursprünglichen Hoststatus Standardstatus: die Option Gestartet aktiviert ist, und klicken Sie dann auf Fertig stellen.

    noteHinweis
    Die Seite Hostparameter zeigt auch die Hostpriorität (1-32) für den NLB-Cluster an. Wenn dem NLB-Cluster neue Hosts hinzugefügt werden, muss die Hostpriorität von den zuvor hinzugefügten Hosts abweichen. Die Priorität wird bei Verwendung des Netzwerklastenausgleich-Managers automatisch erhöht.

  10. Klicken Sie auf <NLB-Clustername>, und vergewissern Sie sich, dass für den Status der NLB-Hostschnittstelle die Option Zusammengeführt angezeigt wird, bevor Sie fortfahren. Für diesen Schritt ist möglicherweise eine Aktualisierung der NLB-Clusteranzeige erforderlich, da die Host-TCP/IP-Konfiguration vom Netzwerklastenausgleich-Manager geändert wird.

  11. Wenn Sie dem NLB-Cluster weitere Hosts hinzufügen möchten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf <NLB-Clustername>, klicken Sie auf Host dem Cluster hinzufügen, und wiederholen Sie die Schritte 7 bis 10 für jedes Standortsystem, das Teil des NLB-Clusters sein wird.

Installieren der Standortsystemrolle auf NLB-Clustermitgliedern

Nach der Konfiguration des NLB-Clusters müssen Sie die Konfigurationsmanager-Standortsystemrolle auf allen Computern (Hosts) im NLB-Cluster konfigurieren. Vergewissern Sie sich, dass die Standortsystemrollen installiert sind und ordnungsgemäß ausgeführt werden, bevor Sie fortfahren.

Weitere Informationen zum Hinzufügen von Standortsystemrollen zu Configuration Manager 2007-Standortsystemen finden Sie unter Hinzufügen neuer Standortsystemrollen.

Konfigurieren von NLB-Verwaltungspunkten an Standorten im gemischten Modus für die Clientgenehmigung

Bei Standorten im gemischten Modus mit automatischer Clientgenehmigung ist die folgende zusätzliche Konfiguration erforderlich:

  • Erstellen Sie ein Dienstkonto für den IIS-Anwendungspool (Internet Information Services, Internetinformationsdienste) in Active Directory-Domänendienste, und registrieren Sie einen Dienstprinzipalnamen (Service Principal Name, SPN) für das Konto.

  • Konfigurieren Sie dieses Konto auf allen Verwaltungspunkten, die als Teil des Netzwerklastenausgleich-Clusters konfiguriert sind, für die Ausführung des CCM Windows Auth Server Framework Pool im Internetinformationsdienste-Manager.

ImportantWichtig
Diese zusätzliche Konfiguration ist für Standorte im einheitlichen Modus nicht erforderlich. Verwenden Sie im einheitlichen Modus SSL-Zertifikate für die Clientauthentifizierung. Die Konfiguration eines SPN für das Anwendungspool-Dienstkonto in Active Directory-Domänendienste ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zum Konfigurieren und Registrieren eines SPN für den IIS-Anwendungspool für in einem NLB-Cluster konfigurierte Konfigurationsmanager-Verwaltungspunkt-Standortsysteme finden Sie unter Konfigurieren eines Dienstprinzipalnamens (SPN) für NLB-Verwaltungspunkt-Standortsysteme.

Nach dem Registrieren des SPN für den IIS-Anwendungspool in Active Directory-Domänendienste müssen alle Computer im NLB-Cluster für die Verwendung dieses Kontos konfiguriert werden.

So konfigurieren Sie das Dienstkonto für den IIS-Anwendungspool für Verwaltungspunkt-Standortsysteme, die in Netzwerklastenausgleich-Clustern konfiguriert sind

  1. Klicken Sie auf Start, Alle Programme, Verwaltung und dann auf Internetinformationsdienste-Manager, um die IIS-Manager-Konsole zu öffnen.

  2. Erweitern Sie die Knoten <Computername> und Anwendungspools, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf CCM Windows Auth Server Framework Pool, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  3. Klicken Sie in den Eigenschaften für CCM Windows Auth Server Framework Pool auf die Registerkarte Identität.

  4. Aktivieren Sie die Option Konfigurierbar, geben Sie die Informationen Benutzername und Kennwort ein, und klicken Sie dann auf OK. Bestätigen Sie im Dialogfeld Kennwort bestätigen das Kennwort für das Dienstkonto des Anwendungspools.

Konfigurieren von NLB-Verwaltungspunkten und NLB-Softwareupdatepunkten an Standorten im einheitlichen Modus

Überprüfen Sie bei der Konfiguration des Netzwerklastenausgleichs für Konfigurationsmanager-Verwaltungspunkte oder -Softwareupdatepunkte für Standorte im einheitlichen Modus, ob die Zertifikate ordnungsgemäß konfiguriert sind. Jeder Mitgliedsserver im NLB-Cluster muss über ein PKI-Zertifikat (Public Key-Infrastruktur) verfügen, das sowohl den vollqualifizierten Namen des NLB-Standortsystems als auch den Namen des Standortsystemservers enthält. Weitere Informationen finden Sie unter den Zertifikatanforderungen im Abschnitt „NLB-Verwaltungspunkte (Network Load Balancing, Netzwerklastenausgleich) oder NLB-Softwareupdatepunkte“ unter Zertifikatanforderungen für den einheitlichen Modus.

Festlegen des NLB-Clusters für Konfigurationsmanager

Die NLB-Verwaltungspunkte (Network Load Balancing, Netzwerklastenausgleich) und NLB-Softwareupdatepunkte müssen in der Konfigurationsmanager-Konsole festgelegt werden.

ImportantWichtig
Bei Verwaltungspunkten in NLB-Clustern an Standorten im gemischten Modus müssen Sie zunächst auf allen NLB-Clustermitgliedern den IIS-Anwendungspool konfigurieren, bevor Sie mit den folgenden Konfigurationsschritten fortfahren.

So legen Sie die NLB-Verwaltungspunkte und die NLB-Softwareupdatepunkte in Konfigurationsmanager fest

  1. Navigieren Sie in der Konfigurationsmanager-Konsole zu System Center Configuration Manager / Standortdatenbank / Standortverwaltung / <Standortcode> - <Standortname> / Standorteinstellungen / Komponentenkonfiguration.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Verwaltungspunktkomponente oder auf Softwareupdatepunkt-Komponente, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  3. Aktivieren Sie auf der Registerkarte Allgemein die Option für die Verwendung von Netzwerklastenausgleich-Clustern, und konfigurieren Sie die IP-Adresse oder den vollqualifizierten Domänennamen des virtuellen Servers, auf dem der Netzwerklastenausgleich-Cluster gehostet wird.

Serverlocatorpunkt-Standortsysteme, die als Netzwerklastenausgleich-Cluster konfiguriert sind, werden nicht in der Konfigurationsmanager-Konsole definiert. Legen Sie den Serverlocatorpunkt-NLB stattdessen bei der Clientinstallation mithilfe der Befehlszeilenoption /SMSSLP=<Serverlocatorpunkt-NLB-Clustername> fest.

Wenn Sie WINS verwenden, müssen Sie die Standortsysteminformationen manuell zu WINS hinzufügen. Informationen zum manuellen Hinzufügen von Konfigurationsmanager-Standortinformation zu WINS finden Sie unter Manuelles Hinzufügen von Configuration Manager-Standortinformationen zu WINS.

Siehe auch

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com
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