Beispielszenarien für die Zuweisung in Configuration Manager: Sekundäre Standorte

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Letzte Aktualisierung des Themas – August 2007

Mithilfe der in diesem Thema beschriebenen Szenarien wird erläutert, wie Clients sekundäre Standorte verwenden, wenn Sie einem Standort zugewiesen werden und ihr Netzwerkstandort innerhalb der Grenzen eines sekundären Standorts liegt, der mit dem ihnen zugewiesenen Standort verbunden ist. Diese Szenarien bauen auf den Zuweisungsszenarien in Beispielszenarien für die Zuweisung in Configuration Manager: Primäre Standorte auf und verwenden dieselbe fiktive Unternehmensbereitstellung mit mehreren Standorten von Configuration Manager.

Bevor Sie diese Szenarien durchgehen, finden Sie unter Informationen zur Clientstandortzuweisung in Configuration Manager weitere Informationen.

Die behandelten Szenarien sind wie folgt:

Um das Konzept sekundärer Standorte zu erläutern, wird bei allen nachfolgenden Szenarien davon ausgegangen, dass die Ankündigungen und Softwareupdatebereitstellungen die Installation zulassen, wenn ein Client mit einer langsamen Grenze verbunden ist, dass alle Grenzen innerhalb der Standorte als schnelle Grenzen konfiguriert sind, dass keine geschützten Verteilungspunkte vorhanden sind und dass der für die Clients erforderliche Inhalt stets im jeweils zugewiesenen Standort vorhanden ist. Unter Beispielszenarien für Roaming für Configuration Manager 2007 Komplex finden Sie weitere Beispielszenarien, in denen Kombinationen aus diesen Konfigurationen und Faktoren beschrieben werden.

Obwohl diese Szenarien die Standortzuweisung für Computer beschreiben, die möglicherweise nie den Standort wechseln, ist das Verhalten von Clients bei der Suche nach sekundären Standorten, die mit dem ihnen zugewiesenen Standort verbunden sind, identisch mit dem Verhalten der Clients beim Roaming. Jedes Szenario mit einem sekundären Standort wird deshalb im Hinblick darauf erklärt, ob die Clients über globale oder nur über regionale Roamingfähigkeit verfügen:

  • Globale Roamingfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit des Clients, auf Standortinformationen von Active Directory-Domänendiensten zuzugreifen. Dazu muss das Active Directory-Schema für Configuration Manager 2007 erweitert sein, alle Standorte müssen in Active Directory-Domänendiensten veröffentlichen und der Client muss zur gleichen Gesamtstruktur gehören. Weitere Informationen finden Sie unter Erweitern des Active Directory-Schemas für Configuration Manager.

  • Regionale Roamingfähigkeit bezeichnet das Roamingverhalten von Clients, wenn ein globales Roaming nicht möglich ist, weil das Active Directory-Schema für Configuration Manager 2007 nicht erweitert wurde bzw. wenn es erweitert wurde, aber nicht alle Standorte in Active Directory-Domänendiensten veröffentlichen, oder wenn der Client nicht zur gleichen Gesamtstruktur gehört (wenn er z. B. ein Arbeitsgruppenclient ist).

Terminologie für sekundäre Configuration Manager-Standorte

In diesen Szenarien wird beschrieben, wie Clients sekundäre Standorte und Proxyverwaltungspunkte in sekundären Standorten verwenden. In der nachfolgenden Tabelle werden die verwendeten Begriffe kurz definiert. Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu Configuration Manager-Standorten und Bestimmen, ob ein Proxyverwaltungspunkt an einem sekundären Standort erforderlich ist.

 

Standortterminologie Beschreibung

Sekundärer Standort

Ein sekundärer Standort, der nicht über eine Configuration Manager 2007-Standortdatenbank verfügt, aber mit einem primären Standort verbunden ist und Daten an diesen sendet.

Der sekundäre Standort leitet die von Configuration Manager 2007-Clients gesammelten Informationen, wie etwa Computerinventurdaten und Configuration Manager 2007-Systemstatusinformationen, an den übergeordneten Standort weiter.

Proxyverwaltungspunkt

Eine Standortsystemrolle, die Clients anstatt ihres Standardverwaltungspunkts verwenden können, wenn Sie auf einem sekundären Standort installiert ist, der mit dem ihnen zugewiesenen Standort verbunden ist. Clients mit einem Netzwerkstandort, der innerhalb der Grenzen eines sekundären Standorts mit einem Proxyverwaltungspunkt liegt, können über den Proxyverwaltungspunkt inventarisierte Daten, Ermittlungsdaten und Statusmeldungen senden. Diese Clientinformationen werden anschließend komprimiert und im Rahmen der normalen Kommunikation zwischen den Standorten an den primären Standort gesendet.

Darüber hinaus können Clients eine Verbindung mit ihrem Proxyverwaltungspunkt herstellen, um die Clientrichtlinie sowie Richtlinienzuweisungen und -texte abzurufen. Richtlinientexte können in Proxyverwaltungspunkten zwischengespeichert werden, um Bandbreite zwischen dem sekundären und übergeordneten Standort zu sparen. Weitere Informationen zu Richtlinienzuweisungen und -texten finden Sie unter Informationen zur Clientrichtlinie in Configuration Manager.

Wenn auf einem sekundären Standort kein Proxyverwaltungspunkt installiert ist, kommunizieren die Clients direkt mit dem Standardverwaltungspunkt, um Richtlinien und Inhalte abzurufen. In diesem Fall werden alle Clientinformationen in nicht komprimierter Form direkt an den primären Standort gesendet.

Weiterhin können Clients über Proxyverwaltungspunkte Inhalte wie Softwarepakete zum Ausführen von Ankündigungen und Softwareupdates für die Installation von Softwareupdatebereitstellungen abfragen.

Bei allen Beispielszenarien für Roaming verwendete Hierarchie

Die Hierarchie umfasst drei Ebenen von primären Standorten:

  • Die oberste Hierarchieebene bildet der zentrale Standort, ein primärer Standort in Toronto mit der Bezeichnung TOR.

  • Die zweite Ebene der primären Standorte umfasst drei untergeordnete primäre Standorte in Houston, London und Shanghai mit den Bezeichnungen HOU, LON und SHA.

    • Der untergeordnete primäre Standort Houston umfasst zwei sekundäre Standorte in Seattle und Boston: SEA, BOS.

    • Der untergeordnete primäre Standort LON umfasst einen sekundären Standort in Manchester: MAN.

    • Der untergeordnete primäre Standort SHA hat keine sekundären Standorte.

  • Die dritte Ebene der primären Standorte umfasst zwei Ebenen untergeordneter primärer Standorte in Sydney und Helsinki mit den Bezeichnungen SYD und HEL.

    • Der zwei Ebenen untergeordnete primäre Standort SYN umfasst zwei sekundäre Standorte in Melbourne und Brisbane: MEL, BRI.

    • Der zwei Ebenen untergeordnete primäre Standort HEL hat keine sekundären Standorte.

Diese Hierarchie ist in der nachfolgenden Abbildung dargestellt.

Mit Szenarios verwendete ConfigMgr-Hierarchie

Zuweisung mit sekundärem Standort ohne Proxyverwaltungspunkt

Der Administrator in London (LON) installiert den Configuration Manager 2007-Client auf einem Computer, dessen Netzwerkstandort innerhalb der Grenzen seines sekundären Standorts in Manchester (MAN) liegt und die automatische Standortzuweisung verwendet. Der sekundäre Standort in Manchester umfasst Verteilungspunkte, aber keinen Proxyverwaltungspunkt.

Dieses Szenario ist in der nachfolgenden Abbildung dargestellt.

Sekundäre Site ohne Proxyverwaltungspunkt

Globale Roamingfähigkeit

Wenn der Computer in Manchester den Configuration Manager 2007-Client installiert und die Standortzuweisung ausgelöst wird, vergleicht der Configuration Manager-Client seine derzeitige IP-Adresse, sein IP-Subnetz und seinen Active Directory-Standort mit der Liste der Grenzen, die in den Active Directory-Domänendiensten für die einzelnen Standorte definiert wurden. Der Client findet eine Übereinstimmung für den Standort Manchester (MAN) und stellt fest, dass es sich um einen sekundären Standort des Standorts London handelt. Der Client wird London zugewiesen und findet den Standardverwaltungspunkt in London. Anschließend sucht er am Standort Manchester nach einem Proxyverwaltungspunkt. Der Standort Manchester weist keinen Proxyverwaltungspunkt auf. Aus diesem Grund werden alle Richtlinienanforderungen an den Standardverwaltungspunkt in London gesendet, und der Client sendet inventarisierte Daten und Statusmeldungen an den Standardverwaltungspunkt in London (LON).

Wenn er jedoch Softwarepakete und -updates benötigt, gibt der Standardverwaltungspunkt eine Liste der Verteilungspunkte am Standort Manchester (MAN) zurück, sodass der Client Inhalte lokal herunterladen kann.

Regionale Roamingfähigkeit

Wenn der Computer in Manchester den Configuration Manager 2007-Client installiert und die Standortzuweisung ausgelöst wird, sendet der Configuration Manager-Client seinen Netzwerkstandort (IP-Adresse, IP-Subnetz und Active Directory-Standort, falls vorhanden) an einen Serverlocatorpunkt. Der Serverlocatorpunkt sucht in der Liste der für die einzelnen Standorte definierten Grenzen nach einer Übereinstimmung. Er findet eine Übereinstimmung für den Standort Manchester (MAN) und stellt fest, dass es sich um einen sekundären Standort des Standorts London handelt, und sendet die Informationen für LON an den Client. Der Client wird London zugewiesen und findet den Standardverwaltungspunkt in London. Anschließend stellt er eine Verbindung mit seinem Standardverwaltungspunkt her. Dieser verfügt über keine Proxyverwaltungspunktinformationen, die er dem Client für den Standort Manchester senden kann. Alle Richtlinienanforderungen werden an den Standardverwaltungspunkt in London (LON) gesendet, und der Client sendet inventarisierte Daten und Statusmeldungen an den Standardverwaltungspunkt in London (LON).

Wenn der Client jedoch Softwarepakete oder -updates benötigt, gibt der Standardverwaltungspunkt eine Liste der Verteilungspunkte am Standort Manchester (MAN) zurück, sodass der Client Inhalte lokal herunterladen kann.

Zusammenfassung des Roamingverhaltens

In der nachfolgenden Tabelle wird das Clientverhalten in diesem Szenario zusammengefasst.

 

Roamingfähigkeit Kommunikation mit Verwaltungspunkten Lokales Herunterladen von Inhalten

Globales Roaming

Standardverwaltungspunkt: Standort LON (über Active Directory-Domänendienste gefunden)

Ja

Regionales Roaming

Standardverwaltungspunkt: Standort LON (mithilfe des Serverlocatorpunkts gefunden)

Ja

Zuweisung mit sekundärem Standort mit Proxyverwaltungspunkt

Der Administrator in Houston installiert den Configuration Manager 2007-Client auf einem Computer, dessen Netzwerkstandort innerhalb der Grenzen seines sekundären Standorts in Seattle (SEA) liegt und die automatische Standortzuweisung verwendet. Der sekundäre Standort in Seattle umfasst Verteilungspunkte und einen Proxyverwaltungspunkt.

Dieses Szenario ist in der nachfolgenden Abbildung dargestellt.

Sekundäre Site und Proxyverwaltungspunkt

Globale Roamingfähigkeit

Wenn der Computer in Houston den Configuration Manager 2007-Client installiert, vergleicht der Configuration Manager-Client seine derzeitige IP-Adresse, sein IP-Subnetz und seinen Active Directory-Standort mit der Liste der Grenzen, die in den Active Directory-Domänendiensten für die einzelnen Standorte definiert wurden. Der Client findet eine Übereinstimmung für den Standort Seattle (SEA) und stellt fest, dass es sich um einen sekundären Standort des Standorts Houston handelt. Er wird Houston (HOU) zugewiesen und findet den Standardverwaltungspunkt in Houston. Anschließend sucht der Client in den Active Directory-Domänendiensten für den Standort Seattle nach einem Proxyverwaltungspunkt. Er findet den Proxyverwaltungspunkt in Seattle, und verwendet ihn anstelle seines Standardverwaltungspunkts für den Großteil der Vorgänge.

Der Client fordert über diesen Proxyverwaltungspunkt die Clientrichtlinie an bzw. empfängt und sendet inventarisierte Daten und Statusmeldungen.

Wenn der Client Softwarepakete und -updates benötigt, fordert er zuerst eine Liste der Verteilungspunkte vom Proxyverwaltungspunkt in Seattle an. Wenn der Inhalt am Standort Seattle nicht vorhanden ist, sendet der Client eine Anfrage an seinen Standardverwaltungspunkt in Houston, der eine Liste der Verteilungspunkte des Standorts Houston (HOU) zurückgibt.

Regionale Roamingfähigkeit

Wenn der Computer in Houston den Configuration Manager 2007-Client installiert und die Standortzuweisung ausgelöst wird, sendet der Configuration Manager-Client seinen Netzwerkstandort (IP-Adresse, IP-Subnetz und Active Directory-Standort, falls vorhanden) an einen Serverlocatorpunkt. Der Serverlocatorpunkt sucht in der Liste der für die einzelnen Standorte definierten Grenzen nach einer Übereinstimmung. Der Serverlocatorpunkt findet eine Übereinstimmung für den Standort Seattle (SEA) und stellt fest, dass es sich um einen sekundären Standort des Standorts Houston (HOU) handelt. Er sendet Standortinformationen für HOU an den Client, und der Client weist ihn Houston zu.

Anschließend findet der Client den Standardverwaltungspunkt in Houston. Der Client stellt eine Verbindung mit dem Standardverwaltungspunkt in Houston her, der den Netzwerkstandort des Clients überprüft und feststellt, dass dieser innerhalb der Grenzen seines sekundären Standorts in Seattle liegt und über einen Proxyverwaltungspunkt verfügt. Er informiert den Client über den Proxyverwaltungspunkt in Seattle, und der Client verwendet diesen anschließend anstelle seines Standardverwaltungspunkts für den Großteil der Vorgänge.

Der Client fordert über diesen Proxyverwaltungspunkt die Clientrichtlinie an bzw. empfängt und sendet inventarisierte Daten und Statusmeldungen.

Wenn der Client Softwarepakete und -updates benötigt, fordert er zuerst eine Liste der Verteilungspunkte vom Proxyverwaltungspunkt in Seattle an. Wenn der Inhalt am Standort Seattle nicht vorhanden ist, sendet der Client eine Anfrage an seinen Standardverwaltungspunkt in Houston, der eine Liste der Verteilungspunkte des Standorts Houston (HOU) zurückgibt.

Zusammenfassung des Roamingverhaltens

In der nachfolgenden Tabelle wird das Clientverhalten in diesem Szenario zusammengefasst.

 

Roamingfähigkeit Kommunikation mit Verwaltungspunkten Lokales Herunterladen von Inhalten

Globales Roaming

Standardverwaltungspunkt: Standort HOU (über Active Directory-Domänendiensten gefunden)

Proxyverwaltungspunkt: Standort SEA (über Active Directory-Domänendienste gefunden)

Ja

Regionales Roaming

Standardverwaltungspunkt: Standort HOU (mithilfe des Serverlocatorpunkts gefunden)

Proxyverwaltungspunkt: Standort SEA (über den Standardverwaltungspunkt gefunden)

Ja

Ähnliches Zuweisungsverhalten

Das Zuweisungsverhalten in den folgenden Szenarien wäre identisch, wobei davon ausgegangen wird, dass alle sekundären Standorte mit Ausnahme von Manchester über einen Proxyverwaltungspunkt verfügen:

  • Der Client wird Houston (HOU) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Boston (BOS).

  • Der Client wird Sydney (SYD) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Melbourne (MEL).

  • Der Client wird Sydney (SYD) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Brisbane (BRI).

Clientwechsel zwischen sekundären Standorten, die mit dem zugewiesenen Standort des Clients verbunden sind

Der Administrator in Houston installiert den Configuration Manager 2007-Client auf einem Laptop, dessen Netzwerkstandort innerhalb der Grenzen seines sekundären Standorts in Seattle (SEA) liegt und die automatische Standortzuweisung verwendet. Der sekundäre Standort in Seattle umfasst Verteilungspunkte und einen Proxyverwaltungspunkt. Eine Woche später reist der Besitzer des Laptops nach Boston, das ebenfalls ein sekundärer Standort (BOS) ist, der mit seinem zugewiesenen Standort verbunden ist.

Dieses Szenario ist in der nachfolgenden Abbildung dargestellt.

Wechselt zwischen sekundären Sites, die zugewiesenen zugeordnet sind

Globale Roamingfähigkeit

Der Computer in Houston wurde bereits installiert und mithilfe des Proxyverwaltungspunkts in Seattle (SEA) dem Standort Houston (HOU) zugewiesen.

Der Laptop wird nach Boston gebracht. Wenn er dort an das Boston-Netzwerk angeschlossen wird, sucht der Configuration Manager-Client im zugewiesenen Standort des Laptops nach seinem Standardverwaltungspunkt. Der Client vergleicht den derzeitigen Netzwerkstandort mit der Liste der in den Active Directory-Domänendiensten für die einzelnen Standorte definierten Grenzen. Der Client findet eine Übereinstimmung für den Standort Boston (BOS) und stellt fest, dass es sich um einen sekundären Standort des Standorts Houston handelt. Er behält den Standardverwaltungspunkt in Houston bei, sucht aber in den Active Directory-Domänendiensten für den Standort Boston nach einem Proxyverwaltungspunkt. Er findet den Proxyverwaltungspunkt in Boston und verwendet ihn anstelle seines Standardverwaltungspunkts für den Großteil der Vorgänge.

Der Client fordert über den Proxyverwaltungspunkt in Boston die Clientrichtlinie an bzw. empfängt und sendet inventarisierte Daten und Statusmeldungen.

Wenn der Client Softwarepakete und -updates benötigt, fordert er zuerst eine Liste der Verteilungspunkte vom Proxyverwaltungspunkt in Boston an. Wenn der Inhalt am Standort Boston nicht vorhanden ist, sendet der Client eine Anfrage an seinen Standardverwaltungspunkt in Houston, der eine Liste der Verteilungspunkte des Standorts Houston (HOU) zurückgibt.

Wird der Laptop nach Seattle zurückgebracht, wird dieselbe Dienstsuchanforderung über die Active Directory-Domänendienste ausgeführt. Dies führt dazu, dass der Standardverwaltungspunkt des Laptops in Houston bleibt, der Proxyverwaltungspunkt allerdings wieder in den Proxyverwaltungspunkt in Seattle geändert wird.

Regionale Roamingfähigkeit

Der Computer in Houston wurde bereits installiert und mithilfe des Proxyverwaltungspunkts in Seattle (SEA) dem Standort Houston (HOU) zugewiesen.

Der Laptop wird nach Boston gebracht. Wenn er dort an das Boston-Netzwerk angeschlossen wird, sucht der Configuration Manager-Client im zugewiesenen Standort des Laptops nach seinem Standardverwaltungspunkt. Der Standardverwaltungspunkt in Houston wird beibehalten. Der Client stellt eine Verbindung mit dem Standardverwaltungspunkt in Houston her, der den Netzwerkstandort des Clients überprüft und feststellt, dass dieser innerhalb der Grenzen seines sekundären Standorts in Boston liegt und über einen Proxyverwaltungspunkt verfügt. Er informiert den Client über den Proxyverwaltungspunkt in Boston, und der Client verwendet diesen anschließend anstelle seines Standardverwaltungspunkts für den Großteil der Vorgänge.

Der Client fordert über den Proxyverwaltungspunkt in Boston die Clientrichtlinie an bzw. empfängt und sendet inventarisierte Daten und Statusmeldungen.

Wenn der Client Softwarepakete und -updates benötigt, fordert er zuerst eine Liste der Verteilungspunkte vom Proxyverwaltungspunkt in Boston an. Wenn der Inhalt am Standort Boston nicht vorhanden ist, sendet der Client eine Anfrage an seinen Standardverwaltungspunkt in Houston, der eine Liste der Verteilungspunkte des Standorts Houston (HOU) zurückgibt.

Wird der Laptop nach Seattle zurückgebracht, wird dieselbe Dienstsuchanforderung nach seinem Standardverwaltungspunkt ausgeführt. Dies führt dazu, dass der Standardverwaltungspunkt des Laptops in Houston bleibt, der Proxyverwaltungspunkt allerdings wieder in den Proxyverwaltungspunkt in Seattle geändert wird.

Zusammenfassung des Verhaltens sekundärer Standorte

In der nachfolgenden Tabelle wird das Clientverhalten in diesem Szenario zusammengefasst.

 

Roamingfähigkeit Kommunikation mit Verwaltungspunkten Lokales Herunterladen von Inhalten

Globales Roaming

Standardverwaltungspunkt: Standort HOU (über Active Directory-Domänendiensten gefunden)

Proxyverwaltungspunkte: Standorte SEA und BOS (über Active Directory-Domänendienste gefunden)

Ja

Regionales Roaming

Standardverwaltungspunkt: Standort HOU (mithilfe des Serverlocatorpunkts gefunden)

Proxyverwaltungspunkte: Standorte SEA und BOS (über den Standardverwaltungspunkt gefunden)

Ja

Ähnliches Zuweisungsverhalten

Das Zuweisungsverhalten in den folgenden Szenarien wäre identisch, wobei davon ausgegangen wird, dass alle sekundären Standorte mit Ausnahme von Manchester über einen Proxyverwaltungspunkt verfügen:

  • Der Client wird Houston (HOU) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Boston (BOS). Anschließend wechselt der Client jedoch zum Standort Seattle (SEA).

  • Der Client wird Sydney (SYD) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Melbourne (MEL). Anschließend wechselt der Client jedoch zum Standort Brisbane (BRI).

  • Der Client wird Sydney (SYD) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Brisbane (BRI). Anschließend wechselt der Client jedoch zum Standort Melbourne (MEL).

Zuweisung mit sekundärem Standort, der nicht mit dem zugewiesenen Standort des Clients verbunden ist

Der Administrator in Sydney installiert den Configuration Manager 2007-Client auf einem Computer, der das falsche Gruppenrichtlinienobjekt verwendet. Dies führt dazu, dass der Computer dem Standort Houston (HOU) anstatt dem Standort Sydney (SYD) zugewiesen wird.

Der Netzwerkstandort des Clients liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts Melbourne (MEL), der bereits über einen Proxyverwaltungsserver verfügt.

Dieses Szenario ist in der nachfolgenden Abbildung dargestellt.

Sekundäre Site nicht zugewiesener Site zugeordnet

Globale Roamingfähigkeit

Wenn der Computer in Melbourne den Configuration Manager 2007-Client installiert, identifiziert der Configuration Manager-Client in den Active Directory-Domänendiensten den ihm zugewiesenen Standort (HOU). Der Client wird Houston zugewiesen und vergleicht seine IP-Adresse, sein IP-Subnetz und seinen Active Directory-Standort mit der Liste der für die Hierarchie definierten Grenzen. Der Client stellt fest, dass sein Netzwerkstandort innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Melbourne liegt. Melbourne verfügt über einen Proxyverwaltungspunkt, den der Client verwenden kann. Allerdings ist Melbourne ein sekundärer Standort, der nicht mit dem ihm zugewiesenen Standort verbunden ist. In diesem Szenario kann der Proxyverwaltungspunkt nur für Inhaltssuchanfragen verwendet werden.

Der Client verwendet den Standardverwaltungspunkt in Houston für die Clientrichtlinie und zum Senden von inventarisierten Daten und Statusmeldungen. Er ruft über den Proxyverwaltungspunkt in Melbourne die nächstgelegenen Verwaltungspunkte ab, wenn er Softwarepakete und -updates benötigt. Der Proxyverwaltungspunkt in Melbourne gibt eine Liste der Verteilungspunkte des Standorts Melbourne (MEL) zurück.

Regionale Roamingfähigkeit

Wenn der Computer in Melbourne den Configuration Manager 2007-Client installiert, bestätigt der Configuration Manager-Client mithilfe des Serverlocatorpunkts den ihm zugewiesenen Standort (HOU). Der Client wird Houston (HOU) zugewiesen und findet den Standardverwaltungspunkt in Houston. Der Verwaltungspunkt in Houston stellt fest, dass der Netzwerkstandort des Clients außerhalb der Grenzen seines zugewiesenen Standorts und aller zugehörigen sekundären Standorte liegt. Da es sich bei Melbourne um einen sekundären Standort handelt, der nicht mit seinem zugewiesenen Standort verbunden ist, verhält sich der Client wie beim Roaming.

Der Client fordert über den Standardverwaltungspunkt in Houston die Clientrichtlinie an bzw. empfängt und sendet inventarisierte Daten und Statusmeldungen. Darüber hinaus fordert er vom Verwaltungspunkt in Houston die nächstgelegenen Verteilungspunkte an, wenn Softwarepakete und -updates benötigt, und der Verwaltungspunkt in Houston gibt die Verteilungspunkte des Standorts Melbourne (MEL) zurück.

Zusammenfassung des Roamingverhaltens

In der nachfolgenden Tabelle wird das Clientverhalten in diesem Szenario zusammengefasst.

 

Roamingfähigkeit Kommunikation mit Verwaltungspunkten Lokales Herunterladen von Inhalten

Globales Roaming

Standardverwaltungspunkt: Standort HOU (über Active Directory-Domänendiensten gefunden)

Proxyverwaltungspunkt: Standort MEL (über Active Directory-Domänendienste gefunden)

Ja

Regionales Roaming

Standardverwaltungspunkt: Standort HOU (mithilfe des Serverlocatorpunkts gefunden)

Proxyverwaltungspunkt: Keine

Ja

Zuweisungslösungen

Obwohl dieses Szenario dadurch funktioniert, dass der Client zugewiesen wird und Inhalte lokal herunterladen kann, verursacht es unnötigen WAN-Verkehr zwischen den Standorten, da der Standortverwaltungspunkt des Clients kein lokaler Punkt ist und der Client mit globaler Roamingfähigkeit den Proxyverwaltungspunkt am sekundären Standort nicht voll nutzen kann, während der Client mit regionaler Roamingfähigkeit den Proxyverwaltungspunkt am sekundären Standort nicht verwenden kann:

  • Obwohl sich der Client in Melbourne befindet, stellt er regelmäßig eine Verbindung mit seinem Standardverwaltungspunkt in Houston für die Clientrichtlinie sowie zum Senden von inventarisierten Daten und Statusmeldungen her. Für diese Vorgänge kann er nicht den Proxyverwaltungspunkt in Melbourne verwenden.

  • Obwohl sich der Client in Melbourne befindet, kann nur ein Client mit globalen Roamingfähigkeiten Softwarepakete und -updates vom Proxyverwaltungspunkt in Melbourne anfordern.

Um unnötigen WAN-Verkehr zu vermeiden, weisen Sie den Client dem Standort Sydney neu zu.

Ähnliches Zuweisungsverhalten

Das gleiche Zuweisungsverhalten tritt auf, wenn der Netzwerkstandort des Clients innerhalb der Grenzen eines sekundären Standorts liegt, der nicht mit dem Standort verbunden ist, der dem Client zugewiesen ist:

  • Der Client wird Houston (HOU) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Brisbane (BRI).

  • Der Client wird London (LON) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Seattle (SEA).

  • Der Client wird London (LON) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Boston (BOS).

  • Der Client wird London (LON) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Melbourne (MEL).

  • Der Client wird London (LON) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Brisbane (BRI).

  • Der Client wird Shanghai (SHA) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Seattle (SEA).

  • Der Client wird Shanghai (SHA) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Boston (BOS).

  • Der Client wird Shanghai (SHA) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Manchester (MAN).

  • Der Client wird Shanghai (SHA) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Melbourne (MEL).

  • Der Client wird Shanghai (SHA) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Brisbane (BRI).

  • Der Client wird Toronto (TOR) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Seattle (SEA).

  • Der Client wird Toronto (TOR) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Boston (BOS).

  • Der Client wird Toronto (TOR) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Manchester (MAN).

  • Der Client wird Toronto (TOR) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Melbourne (MEL).

  • Der Client wird Toronto (TOR) zugewiesen, und sein Netzwerkstandort liegt innerhalb der Grenzen des sekundären Standorts in Brisbane (BRI).

Siehe auch

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