Unerwartete Daten in Berichten der Verwaltung gewünschter Konfigurationen

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Letzte Aktualisierung des Themas – August 2007

Dieser Abschnitt bietet Problembehandlungsinformationen für den Fall, dass in Berichten der Verwaltung gewünschter Configuration Manager 2007-Konfigurationen unerwartete Daten auftreten (z. B. nicht interpretierbare oder unverständliche Werte).

Berichte der Verwaltung gewünschter Konfigurationen können sich auf den Konfigurationselementtyp „Unternehmensrichtlinie“ beziehen. In der Configuration Manager-Konsole wird das Element als „allgemeines Konfigurationselement" bezeichnet.

Die beiden Begriffe beziehen sich auf den gleichen Konfigurationselementtyp, wobei das allgemeine Konfigurationselement in der Configuration Manager-Konsole angezeigt wird, während die zugrunde liegende SML (Service Modeling Language) den Begriff Unternehmensrichtlinie verwendet. Beim Ausführen von Berichten kann SML-Terminologie referenziert werden.

Lösung

Beachten Sie, dass in den Berichten der Verwaltung gewünschter Konfigurationen angegebene Unternehmensrichtlinien mit allgemeinen Konfigurationselementen identisch sind.

Konfigurationsbasislinien und -elemente werden in der Configuration Manager-Konsole mit dem von Ihnen ausgewählten Anzeigenamen angezeigt. Dieser Name kann in den allgemeinen Eigenschaften der Konfigurationsdaten bearbeitet werden.

Configuration Manager generiert jedoch auch automatisch für jede Konfigurationsbasislinie und jedes Konfigurationselement einen eindeutigen Namen und stellt auf diese Weise sicher, dass eindeutig auf die Konfigurationsdaten in der Configuration Manager-Hierarchie verwiesen wird. Sie müssen möglicherweise auf diesen eindeutigen ID-Wert verweisen, wenn Konfigurationsdaten mit demselben Namen vorhanden sind. Weitere Informationen finden Sie unter Unterscheiden von Konfigurationsdaten gleichen Namens in der Verwaltung gewünschter Konfigurationen.

Sie müssen den eindeutigen CI-ID-Wert möglicherweise auch in Szenarien verwenden, in denen die Namen der Konfigurationsdaten in der falschen Sprache oder gar nicht angezeigt werden. (Weitere Informationen finden Sie unten im Abschnitt „Namen werden in der falschen Sprache oder gar nicht angezeigt“.)

Der eindeutige CI-ID-Wert wird für Konfigurationsbasislinien und -elementen gleichermaßen verwendet.

Das folgende Beispiel zeigt einen eindeutigen CI-ID-Wert für eine Konfigurationsbasislinie:

  • ScopeId_02E3AB69-4889-AFBF-B5B564E74A21/Baseline_14091de3-eb48-49f-85f2-ae7e541b826e

Das folgende Beispiel zeigt einen eindeutigen CI-ID-Wert für ein Konfigurationselement:

  • ScopeId_CD6A2D43-C7AF-416A-AC1B-4B80241D253D/Application_a2575f17db3e-4b23-a6fb-4c0a4a877d2e

Aufgrund der unübersichtlichen Namen kann es schwierig zu interpretieren sein, wie die Werte der eindeutigen CI-ID mit benutzerfreundlichen Anzeigenamen zusammenhängen und ob sie auf Konfigurationsbasislinien oder -elemente verweisen.

Lösung

Der eindeutige CI-ID-Wert wird standardmäßig nicht in der Configuration Manager-Konsole angezeigt, kann jedoch hinzugefügt werden, um das Korrelieren dieses Werts mit dem Anzeigenamen zu erleichtern. Zum Hinzufügen dieser Spalte führen Sie die Schritte unter Unterscheiden von Konfigurationsdaten gleichen Namens in der Verwaltung gewünschter Konfigurationen aus.

Obwohl es häufig offensichtlich ist, ob es sich bei den Konfigurationsdaten um eine Konfigurationsbasislinie oder ein Konfigurationselement handelt, kann eine Konfigurationsbasislinie auch auf eine andere Konfigurationsbasislinie verweisen, die von ihr abhängig ist. In diesem Szenario kann es schwierig zu bestimmen sein, ob die eindeutige CI-ID auf ein Konfigurationselement oder eine Konfigurationsbasislinie verweist.

Verweisen Sie zur einfacheren Identifizierung der Konfigurationsdaten, die der eindeutigen CI-ID entsprechen, auf die Bezeichnung, die im eindeutigen CI-ID-Wert nach dem Schrägstrich („/“) angezeigt wird. Wenn die eindeutige CI-ID vom Configuration Manager automatisch generiert wurde, verwenden Sie die folgende Tabelle als Richtlinie für die Identifizierung der entsprechenden Konfigurationsdaten. Wenn die Konfigurationsdaten außerhalb von Configuration Manager erstellt wurden, werden diese Bezeichnungen jedoch vom Editor ausgewählt.

Falls keine Bezeichnung vorhanden ist und kein ScopeID-Wert angezeigt wird, kann es sich bei dem Konfigurationselement um ein Softwareupdate-Konfigurationselement handeln.

 

Bezeichnung in eindeutigem CI-ID-Wert Entsprechende Konfigurationsdaten

Baseline

Konfigurationsbasislinie

OperatingSystem

Betriebssystem-Konfigurationselement

Anwendung

Anwendungskonfigurationselement

BusinessPolicy

Allgemeines Konfigurationselement

GLOBAL

Nicht interpretiertes Konfigurationselement

ClonedCI

Duplizierte Konfigurationsbasislinie oder dupliziertes Konfigurationselement

Der von Ihnen für Konfigurationsbasislinien und -elemente ausgewählte Anzeigename und die Beschreibung sowie die Namen für Konfigurationskategorien werden nicht in andere Sprachen konvertiert. Wenn Sie beispielsweise ein Konfigurationselement oder eine englische Version von Configuration Manager 2007 erstellen, wird auf einem japanischen Client oder einem Berichterstattungspunkt, auf dem eine deutsche Version von Configuration Manager 2007 ausgeführt wird, weiterhin der englische Name angezeigt.

Lösung

Dies ist beabsichtigt. Vom Administrator ausgewählte Anzeigenamen und Beschreibungen für Konfigurationsbasislinien und -elemente werden nicht in andere Sprachen konvertiert, sondern bleiben im Originalzustand erhalten.

Verwenden Sie zur leichteren Identifizierung der Konfigurationsbasislinien und -elemente wie oben beschrieben den eindeutigen CI-ID-Wert.

In den Feldern für die Überprüfungskriterien in Berichten der Verwaltung gewünschter Konfigurationen (dies entspricht bei Clientberichten Einschränkungen) werden das zu Grunde liegende DCM Digest oder SML (Service Modeling Language) angezeigt. Dadurch wird Administratoren, die das Konfigurationselement in der Configuration Manager-Konsole erstellt haben und nicht mit DCM Digest oder SML vertraut sind, die Auswertung der Überprüfungskriterien erschwert.

Weitere Informationen zu DCM Digest, SML und der Erstellung außerhalb von Configuration Manager finden Sie unter Informationen zum Erstellen von Konfigurationsdaten für die Verwaltung gewünschter Konfigurationen.

Im Folgenden finden Sie ein Beispiel von in Berichten angezeigten Überprüfungskriterien:

(number(count(ns_BusinessPolicy_5d552faa-98ef-41fc-8261-33c30e91b3d5_this:File_a3a938fe-5f0c-40e7-8e0c-e0a4d0ba0e14))>number(1))

Lösung

Verwenden Sie die Configuration Manager-Konsole, um die Eigenschaften des Konfigurationselements und der Überprüfungsdaten anzuzeigen.

Wenn Sie im Dialogfeld Einstellungseigenschaften für neue XML-Abfrage auf der Registerkarte Allgemein den Namen und den Speicherort einer XML-Datei angeben und diese Datei nicht gefunden wird, wird ein entsprechender Ermittlungsfehler ausgegeben.

Lösung

Konfigurieren Sie im Dialogfeld Einstellungseigenschaften für neue XML-Abfrage auf der Registerkarte Überprüfung die Option Nichtkompatibilitätsereignis melden, wenn bei der Bestimmung der Instanzanzahl ein Fehler auftritt, um eine Instanzanzahl festzulegen und zu überprüfen, ob diese Datei vorhanden ist.

Weitere Informationen finden Sie unter Unerwartete Kompatibilitätsergebnisse bei der Verwaltung gewünschter Konfigurationen.

Wenn Sie eine Registrierungseinstellung mit einer Überprüfung konfigurieren, die eine Umgebungsvariable umfasst, gibt die Verwaltung gewünschter Konfigurationen unerwartete Ergebnisse aus. Die Verwaltung gewünschter Konfigurationen kann die Umgebungsvariable nicht in eine vollständige Zeichenfolge erweitern.

Lösung

Dies ist beabsichtigt. Configuration Manager 2007 unterstützt die Überprüfung von Umgebungsvariablen (REG_EXPANDSX-Werte) in Registrierungseinstellungen nicht. Wird eine Umgebungsvariable in einem Registrierungsschlüsselwert gefunden, wird diese wie eine Literalzeichenfolge behandelt und nicht auf ihren vollständigen Wert erweitert.

Wenn exklusive Dateiberechtigungen bei einem Konfigurationselementobjekt verwendet werden, überprüft die Verwaltung gewünschter Konfigurationen, ob ein Berechtigungensatz verwendet wird. Es ist jedoch möglich, dass die Datei einen zweiten Berechtigungensatz erbt. Wenn die beiden Berechtigungensätze nicht genau übereinstimmen, gibt die Verwaltung gewünschter Konfigurationen einen Nichtkompatibilitätszustand für das Konfigurationselement aus.

Lösung

Wenn die Datei einen zweiten Berechtigungensatz erbt, löschen Sie die direkt für die Datei angegebenen Berechtigungen, sodass nur die geerbten Berechtigungen bestehen bleiben.

Nicht interpretierte Konfigurationselemente sind Konfigurationselemente, die in Configuration Manager 2007 importiert wurden und von der Configuration Manager-Konsole nicht interpretiert werden können. In Berichten wird ihr Namespace als Anzeigename verwendet, der in Form einer langen URL beginnend mit http:// dargestellt wird.

Das folgende Beispiel zeigt, wie der Name eines nicht interpretierten Konfigurationselements in den Berichten der Verwaltung gewünschter Konfigurationen angezeigt wird:

  • http://schemas.microsoft.com/systemsmanagementserver/SCOPEID_8BC05373-993D-4571-B490-BF2FAC48B7F3/BUSINESSPOLICY_063A71ED-5C34-42EC-9372-D3237FC3329E/1

Wenn Sie auf diese Links klicken, versucht der Webbrowser, mithilfe der URL wie mit einer Webressource eine Verbindung herzustellen, woraufhin eine Fehler ausgegeben wird, dass die Seite nicht gefunden werden kann.

Lösung

Klicken Sie nicht auf diese URL-Links. Sie werden nur zum Anzeigen eines eindeutigen Namens für das nicht interpretierte Konfigurationselement angezeigt und verweisen nicht auf eine Webressource.

Weitere Informationen zu nicht interpretierten Konfigurationselementen finden Sie unter Informationen zu Konfigurationselementen in der Verwaltung gewünschter Konfigurationen.

Die Verwaltung gewünschter Konfigurationen unterstützt die Ermittlung von SQL Server-Instanznamen nicht, wenn sich diese in einem Cluster befinden.

Wenn Sie eine SQL-Abfrage einer SQL-Clusterinstallation vornehmen, führt dies entweder zu einer Nichtkompatibilität (wenn die Option Nichtkompatibilitätsereignis melden, wenn bei der Bestimmung der Instanzanzahl ein Fehler auftritt konfiguriert ist) oder zu einem Ermittlungsfehler (wenn eine benannte Instanz überprüft wird).

Weitere Informationen zu Bewertungsfehlern für SQL-Abfrageeinstellungen finden Sie unter Unerwartete Kompatibilitätsergebnisse bei der Verwaltung gewünschter Konfigurationen.

Lösung

Verwenden Sie zum Bewerten der Kompatibilität für SQL Server bei Konfiguration in einem Cluster eine Skripteinstellung anstelle einer SQL-Abfrageeinstellung.

Wenn Sie eine Konfigurationsbasislinie importieren, die einem Client zugewiesen und auf diesen heruntergeladen ist, die Konfigurationsbasislinie löschen und dann mit demselben Anzeigenamen aber einer neuen Inhaltsversion (z. B. einer neuen Einstellung oder geänderten Überprüfungskriterien) erneut importieren, erkennt der Client nicht, dass die neu importierte Konfigurationsbasislinie heruntergeladen werden muss. In diesem Fall führt der Client die Überprüfung weiterhin mit der zuvor heruntergeladenen Konfigurationsbasislinie durch, die aus Configuration Manager gelöscht wurde.

Zu dieser ungewöhnlichen Situation kann es kommen, da der Client die Versionsnummer der Konfigurationsbasislinie verwendet, um festzustellen, ob eine neue Version der ihm zur Überprüfung zugewiesenen Konfigurationsbasislinie heruntergeladen werden muss. Durch das Löschen der Konfigurationsbasislinie in Configuration Manager wird die Versionsnummer zurückgesetzt und nicht erhöht. Sie müssten die Inhaltsversionen auf dem Client und in der Configuration Manager-Konsole jedoch vergleichen und feststellen können, ob sie übereinstimmen.

Weitere Informationen zu Konfigurationsdatenversionen und Inhaltsversionen finden Sie unter Informationen zu Inhaltsversionen in der Verwaltung gewünschter Konfigurationen.

Lösung

Bearbeiten Sie die neu importierte Konfigurationsbasislinie, und nehmen Sie eine belanglose Änderung vor (hängen Sie dem Anzeigenamen beispielsweise Daten an, oder ändern Sie die Beschreibung.) Dadurch wird die Versionsnummer der Konfigurationsbasislinie (sowie die Inhaltsversion) erhöht. Vergewissern Sie sich, dass die in der Configuration Manager-Konsole angezeigte Versionsnummer der Konfigurationsbasislinie höher als die im Clientbericht angezeigte Versionsnummer der Konfigurationsbasislinie ist.

Bei der nächsten Bewertung lädt der Client die neuere Konfigurationsbasislinie herunter und verwendet den neu importierten Inhalt.

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com
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