Informationen zur Clientrichtlinie in Configuration Manager

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Wenn Sie Änderungen an der Microsoft System Center Configuration Manager 2007-Konsole vornehmen, erstellt der Standortserver eine Richtlinie, mit der die Änderung dem Client mitgeteilt wird. Der Standortserver sendet die Richtlinie an den Verwaltungspunkt, und der Client ruft die Richtlinie in den für die Computerclient-Agent-Eigenschaften konfigurierten Intervallen ab.

Richtlinienzuweisungen und -texte

Aus Gründen der Effizienz werden Richtlinien in zwei Teilen erstellt, und es wird auch in zwei Teilen darauf zugegriffen: Richtlinienzuweisungen und -texte. Richtlinienzuweisungen enthalten Anwendbarkeitsregeln, sodass Clients nur die Richtlinienzuweisungen herunterladen, die für sie gelten. Enthält die Richtlinie keine Anwendbarkeitsregel, so gilt sie für alle Clients. Richtlinienzuweisungen enthalten Zeiger, die auf die eigentliche, im Richtlinientext enthaltene Richtlinie verweisen. Der Zeiger ist eigentlich eine URL zum Richtlinientext auf dem Verwaltungspunkt. Die URL in der Richtlinienzuweisung enthält nicht den eigentlichen Namen des Verwaltungspunkts, sondern nur eine Variable, die der Client durch den Namen des zugewiesenen Verwaltungspunkts oder (bei einem sekundären Standort) den Namen des Proxyverwaltungspunkts ersetzt. Weitere Informationen darüber, wie Clients ihren Verwaltungspunkt finden, finden Sie unter Configuration Manager und Dienstsuche (Standortinformationen und Verwaltungspunkte).

Vollständige und Deltarichtlinie

Wenn ein Client zum ersten Mal Richtlinienzuweisungen anfordert, fordert er die vollständige Richtlinie an. Danach fordert er in der Regel nur die Richtlinienzuweisungen an, die er noch nicht aufweist. Der Server bestimmt anhand einer Referenz mit Datum- und Zeitstempel, welche Richtlinienzuweisungen der Client bereits empfangen hat. Bestimmte Situationen können die Anforderung einer vollständigen Richtlinie auslösen, z. B. die Änderung des Standortmodus, die Zuweisung eines Clients zu einem neuen Standort oder die Verwendung des Tools „PolicySpy“ für die Zuweisungsanforderung.

Zwischenspeichern von Richtlinien

Richtlinienzuweisungen werden nie zwischengespeichert. Immer wenn der Client Richtlinienzuweisungen anfordert, kontaktiert der Verwaltungspunkt die Standortdatenbank, sodass der Client stets die neuesten Zuweisungen erhält. Befindet sich der Client an einem sekundären Standort, der dem ihm zugewiesenen Standort untergeordnet ist, kann er Richtlinienzuweisungen vom Proxyverwaltungspunkt am sekundären Standort anfordern. Wechselt der Client per Roaming zu einem anderen primären oder sekundären Standort in der Hierarchie, fordert er die Richtlinie vom zugewiesenen Verwaltungspunkt an.

Richtlinientexte können vom Verwaltungspunkt zwischengespeichert werden, um Bandbreite zu sparen. Wird die Richtlinie oft von Clients angefordert, bleibt sie im Cache (sofern genug Speicherplatz vorhanden ist). Wird sie nicht angefordert, wird sie ersetzt. Der Richtlinientext wird nie aktualisiert. Muss der Text geändert werden, wird der Richtlinientext als veraltet markiert, und die Richtlinienzuweisung verweist auf einen neuen Richtlinientext.

Richtlinien und BITS

Die meisten Richtlinien werden mithilfe von BITS heruntergeladen. Client-BITS-Einstellungen können in den Computerclient-Agent-Eigenschaften auf der Registerkarte „BITS“ konfiguriert werden. Wenn Sie Einschränkungseinstellungen für Clients konfiguriert haben, kann es länger dauern, bis die Clients die Richtlinie erhalten.

Siehe auch

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com
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