Anzeigen oder Konfigurieren der IMAP4-Eigenschaften

 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP2, Exchange Server 2010 SP3

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2011-04-28

Sie können die Einstellungen, die für Ihre IMAP4-Benutzer gelten, anzeigen oder konfigurieren. Sie können eine Meldung angeben, die den IMAP4-Benutzer bei der Anmeldung angezeigt wird, Sie können Verbindungslimits festlegen und sicherstellen, dass der IMAP4-Dienst Meldungen unter Verwendung der von Ihnen ausgewählten Einstellungen abruft.

HinweisHinweis:
Nachdem Sie mithilfe der Exchange-Verwaltungskonsole oder der Shell Einstellungen für den IMAP4-Dienst geändert haben, muss der IMAP4-Dienst neu gestartet werden.

Möchten Sie wissen, welche anderen Verwaltungsaufgaben es im Zusammenhang mit IMAP4 gibt? Weitere Informationen finden Sie hier: Verwalten von POP3 und IMAP4.

Bevor Sie dieses Verfahren ausführen können, müssen Ihnen die entsprechenden Berechtigungen zugewiesen werden. Informationen zu den von Ihnen benötigten Berechtigungen finden Sie unter "IMAP4-Einstellungen" im Thema Clientzugriffsberechtigungen.

  1. Navigieren Sie in der Konsolenstruktur zu Serverkonfiguration > Clientzugriff > POP3 und IMAP4.

  2. Wählen Sie im Arbeitsbereich IMAP4 aus, und klicken Sie anschließen im Aktionsbereich unter IMAP4 auf Eigenschaften. Die Seite IMAP-Eigenschaften wird geöffnet.

  3. Geben Sie auf der Registerkarte Allgemein im Feld Bannerzeichenfolge eine Bannerzeichenfolge an, die den IMAP4-Benutzern angezeigt wird, wenn sie sich bei ihrem Exchange-Postfach anmelden. Die standardmäßige Bannerzeichenfolge für IMAP4 lautet "Der Microsoft Exchange IMAP4-Dienst ist bereit."

    HinweisHinweis:
    Nachdem Sie eine Bannerzeichenfolge für den IMAP4-Dienst geändert haben, müssen Sie den IMAP4-Dienst neu starten.
  4. Geben Sie auf der Registerkarte Bindung die IP-Adressen und TCP-Ports auf dem Empfangsconnector an, die Verbindungen von IMAP4-Clients akzeptieren. Sie können auch die IP-Adressbereiche konfigurieren, aus denen der Empfangsconnector Verbindungen von IMAP4-Clients akzeptiert.

    HinweisHinweis:
    Wenn MicrosoftExchange Server 2010 auf einem Computer bereitgestellt wird, auf dem das Betriebssystem Windows Server 2008 ausgeführt wird, geben Sie IP-Adressen und IP-Adressbereiche im Internetprotokollformat Version 4 (IPv4), Internetprotokollformat Version 6 (IPv6) oder in beiden Formaten ein. In einer Standardinstallation von Windows Server 2008 ist die Unterstützung für IPv4 und IPv6 aktiviert.

    Geben Sie Folgendes an:

    • TLS oder nicht verschlüsselte Verbindungen    In diesem Abschnitt können Sie die IP-Adressen und Portnummern für IMAP4-Verbindungen festlegen, die TLS (Transport Layer Security) oder nicht verschlüsselte Verbindungen verwenden. Sie müssen für jeden Eintrag eine andere Gruppe von IP-Adressen oder alle verfügbaren IP-Adressen angeben. Zum Hinzufügen einer neuen IP-Adresse oder Portnummer klicken Sie auf Hinzufügen. Um eine vorhandene IP-Adresse zu bearbeiten, wählen Sie die IP-Adresse aus, und klicken Sie dann auf Bearbeiten. Um eine vorhandene IP-Adresse zu entfernen, wählen Sie die IP-Adresse aus, und klicken Sie dann auf Entfernen (Symbol).

      Im Dialogfeld Einstellungen für TLS- oder nicht verschlüsselte Verbindungen stehen die folgenden Optionen zur Verfügung:

      Alle auf diesem Server verfügbaren IP-Adressen verwenden   Wählen Sie diese Option aus, um alle IP-Adressen zu verwenden, die diesem Computer zugeordnet sind.

      Eine IP-Adresse angeben  Wählen Sie diese Option, wenn folgende Bedingungen zutreffen:

      *   Dem Computer ist mehr als eine IP-Adresse zugeordnet.

      *   Sie möchten den Empfangsconnector an eine bestimmte IP-Adresse binden.

      Geben Sie dann im Textfeld die IP-Adresse ein, an der dieser Server Verbindungen akzeptiert.

      HinweisHinweis:
      Sie müssen eine lokale IP-Adresse angeben, die für den Clientzugriffsserver gültig ist, der den IMAP4-Zugriff bereitstellt.

      Port   Dieses Textfeld gibt die TCP-Portnummer an, die von diesem Empfangsconnector auf eingehende E-Mail-Nachrichten überwacht wird. TCP-Port 143 ist der standardmäßig für IMAP4 verwendete Port.

      HinweisHinweis:
      Nachdem Sie die IP-Adressen und Ports für den Empfangsconnector so konfiguriert haben, dass Verbindungen von IMAP4-Clients akzeptiert werden, müssen Sie den IMAP4-Dienst erneut starten.
    • SSL-Verbindungen (Secure Sockets Layer)   Geben Sie anhand dieser Liste die IP-Adresse oder den IP-Adressbereich für IMAP4-Verbindungen an, die SSL verwenden. Sie müssen für jeden Eintrag eine andere Gruppe von IP-Adressen oder alle verfügbaren IP-Adressen angeben. Zum Hinzufügen einer neuen IP-Adresse oder Portnummer klicken Sie auf Hinzufügen. Um eine vorhandene IP-Adresse zu bearbeiten, wählen Sie die IP-Adresse aus, und klicken Sie dann auf Bearbeiten. Um eine vorhandene IP-Adresse zu entfernen, wählen Sie die IP-Adresse aus, und klicken Sie dann auf Entfernen (Symbol).

      Im Dialogfeld SSL-Verbindungseinstellungen stehen die folgenden Optionen zur Verfügung:

      Alle auf diesem Server verfügbaren IP-Adressen verwenden   Wählen Sie diese Option aus, um alle IP-Adressen zu verwenden, die diesem Computer zugeordnet sind.

      Eine IP-Adresse angeben   Wählen Sie diese Option aus, wenn folgende Bedingungen zutreffen:

      *   Dem Computer ist mehr als eine IP-Adresse zugeordnet.

      *   Sie möchten den Empfangsconnector an eine bestimmte IP-Adresse binden.

      Geben Sie anschließend im Textfeld die IP-Adresse ein, an der dieser Server Verbindungen akzeptiert.

      HinweisHinweis:
      Sie müssen eine lokale IP-Adresse angeben, die für den Clientzugriffsserver gültig ist, der den IMAP4-Zugriff bereitstellt.

      Port   Dieses Textfeld gibt die TCP-Portnummer an, die von diesem Empfangsconnector auf eingehende E-Mail-Nachrichten überwacht wird. SSL-Port 993 ist der standardmäßig für IMAP4 verwendete Port.

      HinweisHinweis:
      Nachdem Sie die IP-Adressen und Ports für den Empfangsconnector so konfiguriert haben, dass Verbindungen von IMAP4-Clients akzeptiert werden, müssen Sie den IMAP4-Dienst erneut starten.
  5. Verwenden Sie die Registerkarte Authentifizierung, um die Methode anzugeben, mit der sich die IMAP4-Benutzer anmelden.

    • Nur-Text-Anmeldung (Standardauthentifizierung) Wählen Sie diese Option, wenn Sie Benutzernamen und Kennwörter als Klartext senden möchten. Mithilfe dieser Option können Benutzernamen und Kennwörter ohne TLS- oder SSL-Verbindung an den Server gesendet werden.

    • Anmeldung mit Nur-Text Authentifizierung (Integrierte Windows-Authentifizierung) Wählen Sie diese Option aus, wenn die integrierte Windows-Authentifizierung ohne TLS- oder SSL-Verbindung verwendet werden soll.

    • Sichere Anmeldung Wählen Sie diese Option aus, wenn eine TLS- oder SSL-Verbindung verwendet werden soll.

    • Name des X.509-Zertifikats Verwenden Sie dieses Textfeld, um den für eine TLS- oder SSL-Verbindung zu verwendenden X.509-Zertifikatnamen anzugeben.

      HinweisHinweis:
      Nachdem Sie die Authentifizierungseinstellungen konfiguriert haben, müssen Sie den IMAP4-Dienst neu starten.
  6. Verwenden Sie die Registerkarte Verbindungen, um die Timeouteinstellungen, die Einstellungen für Verbindungslimits und den Proxyzielport für IMAP4 zu konfigurieren.

    • Timeouteinstellungen Konfigurieren Sie die folgenden Einstellungen:

      Authentifizierter Timeout (Sekunden) Geben Sie in diesem Textfeld die Wartezeit an, bis authentifizierte Verbindungen im Leerlauf beendet werden. Der Standardwert ist 1800 Sekunden, und der gültige Eingabebereich liegt zwischen 30 und 86400 Sekunden.

      Nicht authentifizierter Timeout (Sekunden) Geben Sie in diesem Textfeld die Wartezeit an, bis nicht authentifizierte Verbindungen im Leerlauf beendet werden. Der Standardwert ist 60 Sekunden, und der gültige Eingabebereich liegt zwischen 30 und 3600 Sekunden.

    • Verbindungslimits Konfigurieren Sie die folgenden Einstellungen:

      Maximale Anzahl Verbindungen Geben Sie in diesem Textfeld die Gesamtanzahl von Verbindungen an, die vom Clientzugriffsserver akzeptiert werden. Dies umfasst authentifizierte und nicht authentifizierte Verbindungen. Der Standardwert ist 2000, und der gültige Eingabebereich liegt zwischen 1 und 25000.

      Maximale Anzahl Verbindungen von einer einzelnen IP-Adresse   In diesem Textfeld können Sie die Anzahl von Verbindungen angeben, die der Clientzugriffsserver von einer einzelnen IP-Adresse akzeptiert. Der Standardwert ist 2000, und der gültige Eingabebereich liegt zwischen 1 und 25000.

      Maximale Anzahl Verbindungen von einem einzelnen Benutzer Geben Sie in diesem Textfeld die maximale Anzahl von Verbindungen an, die der Clientzugriffsserver von einem bestimmten Benutzer akzeptiert. Der Standardwert ist 16, und der gültige Eingabebereich liegt zwischen 1 und 25000.

      Maximale Befehlsgröße   Geben Sie in diesem Textfeld die maximale Größe eines einzelnen Befehls an. Der Standardwert ist 10240 Bytes, und der gültige Eingabebereich liegt zwischen 1024 und 16384.

    • Befehlsrelay   Geben Sie im Textfeld Proxyzielport den Port auf dem MicrosoftExchange Server 2003-Back-End-Server an, an den der IMAP4-Dienst Befehle per Relay weiterleitet. Der Standardport ist 143. Der gültige Eingabebereich liegt zwischen 0 und 65.535. Wenn Sie den Wert 0 verwenden, werden Proxybefehle an den Exchange 2003-Back-End-Server deaktiviert.

      HinweisHinweis:
      Nachdem Sie Verbindungseinstellungen für den IMAP4-Dienst konfiguriert haben, müssen Sie den IMAP4-Dienst neu starten.
  7. Auf der Registerkarte Abrufeinstellungen können Sie die Einstellungen für den Nachrichten- und Kalenderabruf für Ihre IMAP4-Clients angeben.

    • Nachrichtenabruf Konfigurieren Sie die folgenden Einstellungen:

      MIME-Nachrichtenformat   Geben Sie mithilfe dieser Dropdownliste das Format der vom Clientzugriffsserver abgerufenen Nachrichten an. Folgende Optionen für das Nachrichtenformat stehen zur Verfügung:

      *   Text

      *   HTML

      *   HTML und alternativer Text

      *   RTF

      *   RTF und alternativer Text

      *   Bestes Nachrichtentextformat

      *   TNEF

    • Kalenderabruf Konfigurieren Sie die folgenden Einstellungen:

      iCalendar Konfigurieren Sie diese Einstellung, damit die Benutzer den iCalendar-Standard für Kalenderelemente verwenden können. Der iCalendar-Standard ist ein Standard für den Austausch von Kalenderinformationen.

      Intranet-URL Geben Sie eine interne URL ein, über die die Benutzer auf ihre Kalenderinformationen zugreifen können.

      Intranet-URL Geben Sie eine externe URL ein, über die die Benutzer auf ihre Kalenderinformationen zugreifen können.

      Benutzerdefiniert   Geben Sie die URL des Outlook Web App-Servers an, über die die Benutzer auf ihre Kalenderinformationen zugreifen können.

      URL des Outlook Web App-Servers   Geben Sie den Outlook Web App-Server für benutzerdefinierte Outlook Web App-Kalenderelemente an. Wenn Sie die benutzerdefinierte Einstellung für den Kalenderabruf ausgewählt haben, müssen Sie die Outlook Web App-Server-URL angeben.

      HinweisHinweis:
         Nachdem Sie die Einstellungen für den Nachrichtenabruf für den IMAP4-Dienst konfiguriert haben, müssen Sie den IMAP4-Dienst neu starten.

Bevor Sie dieses Verfahren ausführen können, müssen Ihnen die entsprechenden Berechtigungen zugewiesen werden. Informationen zu den von Ihnen benötigten Berechtigungen finden Sie unter "IMAP4-Einstellungen" im Thema Clientzugriffsberechtigungen.

In diesem Beispiel wird die IP-Adresse für die Kommunikation über eine TLS-verschlüsselte Verbindung oder eine nicht verschlüsselte Verbindung für den Clientzugriffsserver mit dem Namen CAS01 angegeben.

Set-ImapSettings -Server "CAS01" -UnencryptedOrTLSBindings IPaddress:953

Informationen zu Syntax und Parametern finden Sie unter Set-IMAPSettings.

Bevor Sie dieses Verfahren ausführen können, müssen Ihnen die entsprechenden Berechtigungen zugewiesen werden. Informationen zu den von Ihnen benötigten Berechtigungen finden Sie unter "IMAP4-Einstellungen" im Thema Clientzugriffsberechtigungen.

In diesem Beispiel werden die IMAP4-Einstellungen für den Server CAS01 zurückgegeben.

Get-IMAPSettings -Server CAS01

Informationen zu Syntax und Parametern finden Sie unter Get-IMAPSettings.

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