Betriebssystembereitstellungs-Terminologie

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Letzte Aktualisierung – Januar 2008

Die folgenden Ausdrücke beschreiben Konzepte und Aktionen, die mit der Microsoft System Center Configuration Manager 2007-Betriebssystembereitstellung zusammenhängen.

Zielcomputer

Der Zielcomputer ist der Computer, der vom Quellcomputer migrierte Benutzerzustandsdaten und -einstellungen empfängt. Der Zielcomputer muss über eine Computerzuordnung zum Zielcomputer für Seite-an-Seite-Migrationsszenarien verfügen.

Abbild

Das Abbild ist eine Sammlung an Dateien und Ordnern, in der die ursprüngliche Datei- und Ordnerstruktur eines vorhandenen Computers einschließlich der Datei- und Ordnerstruktur des Betriebssystems dupliziert wird. Es kann auch ein dateibasiertes Replikat einer Festplatte sein. Ein Abbild enthält oft noch andere Dateien, die vom Configuration Manager 2007-Administrator hinzugefügt wurden. Die Betriebssystembereitstellung unterstützt das Windows Image-Format (WIM).

Referenzcomputer

Ein Referenzcomputer ist ein vollständig konfigurierter Computer, von dem Sie die WIM-Datei generieren, die zur Verteilung der Betriebssystemabbilder an Bereitstellungszielcomputer verwendet wird.

Quellcomputer

Der Quellcomputer ist ein vorhandener Computer, der von Configuration Manager 2007 verwaltet wird. Der Quellcomputer enthält die Benutzerzustandsdaten und -einstellungen, die auf einen neuen Zielcomputer migriert werden. Der Quellcomputer muss über eine Computerzuordnung zum Zielcomputer für Seite-an-Seite-Migrationsszenarien verfügen.

Sysprep

Sysprep ist ein Vorbereitungstool für Windows-Systeme, das die Abbilderstellung auf Referenzcomputern erleichtert, auf denen Windows-Betriebssysteme ausgeführt werden, sowie die Vorbereitung eines Abbilds für die Bereitstellung auf mehreren Bereitstellungszielcomputern. Sysprep generalisiert den Referenzcomputer, indem alle computerspezifischen Informationen, wie Sicherheits-ID, Netzwerkadressen und Computername entfernt werden. Wenn das generalisierte Abbild auf anderen Computern geklont wird, richten diese Computer ihre eigene Identität ein und duplizieren nicht die Identität des Referenzcomputers.

Bereitstellungszielcomputer

Der Bereitstellungszielcomputer ist der Computer, auf dem Sie das Abbild eines Microsoft® Windows-Betriebssystems mithilfe der Configuration Manager 2007-Betriebssystembereitstellung installieren.

Tasksequenz

Eine Tasksequenz bezeichnet einen oder mehrere Taskschritte, die Configuration Manager 2007-Clients zum Ausführen benutzerspezifischer Aktionen angekündigt werden können. Tasksequenzen werden in Verbindung mit einer Betriebssystembereitstellung verwendet, um Quellcomputer zu erstellen, ein Betriebssystemabbild zu erfassen und Benutzer- und Computereinstellungen zu migrieren und um einer Sammlung von Bereitstellungszielcomputern ein Abbild bereitzustellen. Tasksequenzen können auch zum Ausführen anderer Configuration Manager 2007-Aktionen verwendet werden, wie das Bereitstellen von Configuration Manager 2007-Softwarepaketen oder das Ausführen von benutzerdefinierten Befehlszeilen.

Tasksequenzgruppe

Eine Tasksequenzgruppe ist eine Komponente einer Tasksequenz und stellt eine Sammlung eines oder mehrerer Tasksequenzschritte dar.

Tasksequenzschritt

Ein Tasksequenzschritt ist eine Komponente einer Tasksequenz und stellt eine benutzerspezifische Aktion dar, die auf einem Computer ausgeführt wird, dem die Tasksequenz angekündigt wurde. Tasksequenzschritte werden stets vollständig auf dem Bereitstellungszielcomputer ausgeführt, und niemals auf einem Configuration Manager 2007-Standortsystem.

Unbekanntes System

Ein unbekanntes System ist ein Betriebssystembereitstellungsfeature in Configuration Manager 2007 R2. Bei einem unbekannten System handelt es sich um Computer oder Geräte, auf denen kein Verwaltungsagent installiert ist und die einer vorhandenen Verwaltungsinfrastruktur bzw. einem vorhandenen Verwaltungssystem nicht bekannt sind.

Nicht bereitgestelltes System

Ein nicht bereitgestelltes System ist ein Betriebssystembereitstellungsfeature in Configuration Manager 2007 R2. Bei einem nicht bereitgestellten System handelt es sich um Computer oder Geräte, die von einer vorhandenen Verwaltungsinfrastruktur oder System entdeckt, aber noch nicht mit einem Verwaltungsagent installiert wurden.

Migrationsprogramm für den Benutzerzustand (USMT)

Das Migrationsprogramm für den Benutzerzustand (User State Migration Tool, USMT) ist ein Windows-Dienstprogramm, mit dem Administratoren vor einer Betriebssystembereitstellung Dokumente und Einstellungen eines Benutzers (Benutzerzustandsdaten) sammeln. Anschließend werden die nach der Installation vorhandenen Benutzerzustandsdaten wiederhergestellt.

Das USMT migriert Benutzerdateien und -einstellungen während großer Bereitstellungen von Microsoft Windows 2000, Microsoft Windows XP oder Windows Vista. Das USMT erfasst Desktop-, Netzwerk- und Anwendungseinstellungen sowie die Dateien eines Benutzers und migriert sie zu einer neuen Windows-Installation, um den Migrationsprozess zu verbessern und zu vereinfachen.

USMT 3.0 unterstützt das Erfassen der Benutzereinstellungen (den Überprüfungszustand) auf Computern, auf denen das Betriebssystem Windows 2000 oder höher ausgeführt wird. Außerdem unterstützt es das Wiederherstellen der Benutzereinstellungen (den Ladezustand) auf Computern, auf denen das Betriebssystem Windows XP oder Windows Vista ausgeführt wird.

USMT 2.61 unterstützt das Erfassen der Benutzereinstellungen (den Überprüfungszustand) auf Computern, auf denen das Betriebssystem Windows 9x oder höher ausgeführt wird. Außerdem unterstützt es das Wiederherstellen der Benutzereinstellungen (den Ladezustand) auf Computern, auf denen das Betriebssystem Windows 2000 oder höher ausgeführt wird.

Weitere Informationen zu USMT finden Sie auf der Webseite zur Bereitstellung von Windows XP Professional unter (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=88299). USMT steht im Microsoft Download Center unter (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=88300) zum Herunterladen bereit.

Windows Image-Formatdatei (WIM)

Eine WIM-Datei stellt das Dateiformat für ein mithilfe der Betriebssystembereitstellung erfasstes Abbild dar und ist eine komprimierte Sammlung von Dateien und Ordnern.

Windows-Vorinstallationsumgebung (Windows PE)

Windows PE 2.0 ist ein Windows-Betriebssystem mit begrenzten Diensten, das auf der Windows Vista-Betriebssystemplattform basiert. Windows PE ist das bei der Betriebssystembereitstellung verwendete Startabbild. Es wird nur bei der Vorinstallation und der Bereitstellung von Windows-Betriebssystemen verwendet. Configuration Manager 2007 unterstützt keine früheren Versionen von Windows PE.

Eine detaillierte Dokumentation zu Windows PE finden Sie unter (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=93917).

Siehe auch

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com
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