Grundlegendes zu Configuration Manager-Features

Letzte Aktualisierung: Oktober 2010

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Wenn Sie einen Microsoft System Center Configuration Manager 2007-Standort installieren, aber keines der Features konfigurieren, ist der Standort praktisch nutzlos. Features bieten die eigentlichen Funktionen von Configuration Manager 2007. Sie können nur ein Feature oder auch mehrere Features installieren. Einige Features sind von anderen Features abhängig, z. B. erfordert der Netzwerkzugriffsschutz, dass das Softwareupdatefeature funktionstüchtig ist.

Configuration Manager 2007 bietet folgende Features:

Die Administratorkonsole

Configuration Manager-Administratoren verwenden bei der Arbeit mit Configuration Manager 2007 meist die Configuration Manager 2007-Konsole. Einige Unternehmen erstellen aber auch mithilfe des Software Development Kits (SDK) benutzerdefinierte Benutzeroberflächen. Viele Administratoren setzen auch Skripts für die effizientere Verwaltung sich wiederholender Aufgaben ein.

Sie können die Konsole auf dem Standortserver ausführen oder zusätzliche Konsolen auf Ihren Desktop- oder Helpdeskcomputern installieren, um die Verwaltung zu vereinfachen. Eine Konsole kann mehrere Standorte verwalten, es können aber auch mehrere Konsolen einen Standort verwalten. Die Configuration Manager 2007-Konsole wird als MMC-Snap-In (Microsoft Management Console) ausgeführt, obwohl Sie das Configuration Manager 2007-Setup auf dem Computer ausführen müssen, damit das Snap-In verfügbar ist.

Verwenden der Configuration Manager-Konsole

Sammlungen

Sammlungen stellen Gruppen von Ressourcen dar und können nicht nur aus Computern, sondern auch aus Microsoft Windows-Benutzern und Benutzergruppen sowie anderen ermittelten Ressourcen bestehen. Sammlungen bieten Ihnen die Möglichkeit zum Organisieren von Ressourcen in einfach zu verwaltenden Einheiten. Dadurch können Sie eine organisierte Struktur erstellen, die die auszuführenden Aufgaben logisch darstellt. Sammlungen dienen auch als Ziele, damit Configuration Manager-Operationen gleichzeitig für mehrere Ressourcen durchgeführt werden können (z. B. Softwareverteilung oder Softwareupdates). Die Mitgliedschaft in einer Sammlung kann entweder direkt oder abfragebasiert sein. Abfragebasierte Sammlungen sind sehr leistungsstark, weil sie alle Ressourcen anhand von Kriterien gruppieren können. Wenn Sie z. B. Microsoft Office 2007 nur auf Computern mit 1 GB freiem Speicherplatz und 1 GB Arbeitsspeicher bereitstellen möchten, können Sie eine Sammlung erstellen, die eine Abfrage der Configuration Manager 2007-Inventurinformationen in der Datenbank durchführt.

Inventur

Sie können Configuration Manager 2007 so konfigurieren, dass Hardware und Software auf Configuration Manager 2007-Clients inventarisiert werden. Die Hardwareinventur bietet Systeminformationen zu jedem Computer (z. B. verfügbaren Speicherplatz, Prozessortyp und Betriebssystem). Sie können die bei der Hardwareinventur zurückgegebenen Informationen in der Datei „SMS_def.mof“ konfigurieren. Mithilfe des Softwareinventur-Agents erhalten Sie Informationen wie inventarisierte Dateitypen und Versionen, die auf Clientcomputern vorhanden sind. Die Softwareinventur allein gibt nur Listen der Dateitypen zurück. Wenn Sie die Softwareinventur aber mit den Informationen im Asset Intelligence-Katalog kombinieren, können Sie Berichte über die in Ihrer Umgebung verwendeten Anwendungen erstellen. Die Softwareinventur sammelt auch Kopien der Dateien in der Datenbank. Dies wird aber nur für kleine Dateien empfohlen, die nicht oft geändert werden.

Abfragen

Das Abfragefeature in Configuration Manager 2007 fragt die Standortdatenbank mit WQL-Befehlen (WBEM Query Language) ab. Abfrageergebnisse werden in der Configuration Manager 2007-Konsole zurückgegeben. Sie können dann mithilfe des MMC-Listenexportfeatures exportiert werden. Mit Abfragen können Sie auch Ressourcensammlungen erstellen, die den Abfragekriterien entsprechen.

Berichterstattung

Die Berichterstattung ist ein Feature, das viele andere Configuration Manager 2007-Features unterstützt. Berichte werden auf Webseiten im Browser zurückgegeben. Es ist keine Programmierung erforderlich. Kenntnisse über die Erstellung von SQL-Abfragen sind aber extrem nützlich. Mit der Berichterstattung können Sie Berichte erstellen, die die gesammelte Inventur oder die erfolgreich bereitgestellten Softwareupdates anzeigen. Sie können auch Dashboards erstellen, die mehrere unterschiedliche Ansichten der Informationen kombinieren. Zur Unterstützung häufiger Berichterstattungsszenarien sind mehrere vordefinierte Berichte verfügbar. Weitere Informationen zu den Berichten für jedes Feature finden Sie in der Featuredokumentation.

Softwareverteilung

Die Softwareverteilung ermöglicht den Push praktisch aller Objekte auf einen Clientcomputer. Pakete in der Softwareverteilung können die Quelldateien zur Bereitstellung von Softwareanwendungen und als Programme bezeichnete Befehle enthalten, die dem Client mitteilen, welche Programmdatei ausgeführt werden soll. Ein Paket kann mehrere Programme enthalten, die alle für eine unterschiedliche Ausführung konfiguriert werden können. Pakete können auch Befehlszeilen zur Ausführung von bereits auf dem Client vorhandenen Dateien enthalten, ohne tatsächlich zusätzliche Quelldateien zu enthalten.

ImportantWichtig
Configuration Manager 2007 kann jede Programmdatei auf dem Client ausführen lassen. Es muss aber betont werden, dass Configuration Manager 2007 die Programm- oder Quelldateien nicht wirklich zu Paketen kombiniert. Configuration Manager 2007 funktioniert wie ein Kurierdienst: Die Software oder der Befehl wird an den Client geliefert, der Befehl muss aber unabhängig von Configuration Manager 2007 auf dem Client ausgeführt werden können. Falls die Software oder der Befehl nicht ohne Configuration Manager 2007-Softwareverteilung ausgeführt werden kann, wird sie/er nie mit der Softwareverteilung ausgeführt.

Ankündigungen geben in Configuration Manager 2007 an, welche Sammlungen das Programm und das Paket erhalten.

Softwareupdates

Das Softwareupdatefeature bietet eine Gruppe von Tools und Ressourcen zur einfacheren Verwaltung der komplexen Aufgabe der Nachverfolgung und Anwendung von Softwareupdates auf Clientcomputern im Unternehmen. Softwareupdates in Configuration Manager 2007 erfordern die Installation eines WSUS-Servers (Windows Server Update Services). Dieser Server wird dazu verwendet, Clientcomputer nach den jeweiligen Softwareupdates zu durchsuchen. Der Administrator zeigt an, welche Updates in der Umgebung notwendig sind, und erstellt Pakete und Bereitstellungen, die die Quelldateien für die Softwareupdates enthalten. Clients installieren die Softwareupdates dann von Verteilungspunkten und melden ihren Status wieder der Standortdatenbank.

Softwaremessung

Mit der Softwaremessung können Sie Softwareprogrammverwendungs-Daten sammeln und melden. Die in diesen Berichten enthaltenen Daten können von vielen Gruppen im Unternehmen verwendet werden, z. B. von der IT- oder Einkaufsabteilung.

Die Softwaremessung in Configuration Manager 2007 unterstützt folgende Szenarien:

  • Identifizieren, welche Softwareanwendungen von wem verwendet werden

  • Identifizieren der Anzahl der Benutzer, die eine bestimmte Softwareanwendung gleichzeitig verwenden

  • Identifizieren der tatsächlichen Softwarelizenzanforderungen

  • Identifizieren redundanter Softwareanwendungsinstallationen

  • Identifizieren nicht verwendeter Softwareanwendungen, die verschoben werden können

Verwaltung mobiler Geräte

Mobile Geräte werden als Configuration Manager 2007-Clients unterstützt. Für Dokumentationszwecke werden mobile Clients als separates Feature behandelt. Mobile Clients können einen Teil der Configuration Manager 2007-Features ausführen, z. B. die Inventur und die Softwareverteilung, können aber nicht per Remotesteuerung verwaltet werden und keine Betriebssystembereitstellungen erhalten, wie das bei Desktopclients der Fall ist.

Betriebssystembereitstellung

Mit der Betriebssystembereitstellung können Sie neue Betriebssysteme und Software auf einem Computer installieren. Sie können die Betriebssystembereitstellung zur Installation von Betriebssystemabbildern auf neuen oder vorhandenen Computern sowie auf Computern ohne Verbindung mit Ihrem Configuration Manager 2007-Standort verwenden. Mithilfe von Tasksequenzen und des Treiberkatalogs vereinfacht die Betriebssystembereitstellung neue Computerinstallationen, indem sie die Installation von Software mithilfe eines dynamischen Abbilds zulässt, das auf verschiedenen Typen von Computern und Konfigurationen installiert werden kann.

Die Betriebssystembereitstellung bietet folgende Lösungen zur Bereitstellung von Betriebssystemabbildern an Computer:

  • Bietet sichere Betriebssystembereitstellungs-Umgebung.

  • Unterstützt die Verwaltung der Abbildbereitstellungskosten, indem ein Abbild mit verschiedenen Computerhardwarekonfigurationen verwendet werden kann.

  • Unterstützt die Vereinheitlichung der Bereitstellungsstrategien und legt so ein solides Bereitstellungsfundament für zukünftige Betriebssystembereitstellungs-Methoden.

Verwaltung gewünschter Konfigurationen

Mit der Verwaltung gewünschter Konfigurationen können Sie Konfigurationsstandards und Richtlinien definieren und die Kompatibilität im gesamten Unternehmen anhand dieser definierten Konfigurationen überprüfen. Bewährte Konfigurationsmethoden von Microsoft und anderen Herstellern können in Form von Microsoft® System Center Configuration Manager 2007-Konfigurationspaketen verwendet werden. Diese Konfigurationspakete können dann optimiert werden, um bestimmte Geschäftsanforderungen zu erfüllen. Darüber hinaus unterstützt die Verwaltung gewünschter Konfigurationen eine Erstellungsumgebung für angepasste Konfigurationen.

Dieses Feature bietet Daten für die Verwendung durch viele Gruppen im Unternehmen, darunter die IT- und die Unternehmenssicherheitsabteilung. Die Verwaltung gewünschter Konfigurationen unterstützt folgende Szenarien:

  • Erkennen von Konfigurationsverschiebungen auf Produktionsservern und Bestätigung, dass die zur Verfügung gestellten Server die erwarteten Buildanforderungen erfüllen

  • Liefern von Informationen zu möglichen Ursachen an den Helpdesk, Reduzieren der Zeit bis zur Lösung von Vorfällen (Time-To-Resolve oder TTR) und Analyse der möglichen Problemursachen

  • Melden der Kompatibilität mit vorgeschriebenen Richtlinien und internen Sicherheitsrichtlinien

  • Änderungsüberprüfung und -verfolgung

noteHinweis
Falls Sie mit dem Unternehmenslösungs-Add-On zur gewünschten Konfigurationsüberwachung mit Systems Management 2003 Service Pack 1 vertraut sind, finden Sie in der folgenden Referenz einen Vergleich der beiden Features: Vergleich zwischen der Verwaltung gewünschter Konfigurationen von SMS 2003 und der Verwaltung gewünschter Konfigurationen von Configuration Manager 2007..

Remotetools

Remotetools in Configuration Manager 2007 umfassen das Remotesteuerungsfeature, mit dem ein Benutzer mit den entsprechenden Zugriffsrechten Clientcomputer in der Configuration Manager 2007-Standorthierarchie dezentral verwalten kann.

Sie können die Remotesteuerung auch für die Problembehandlung bei Problemen auf Clientcomputern und für die Remote-Helpdeskunterstützung verwenden, falls ein Zugriff auf den Benutzercomputer notwendig ist.

Netzwerkzugriffsschutz

Der Netzwerkzugriffsschutz (Network Access Protection, NAP) ist eine in die Betriebssysteme Microsoft Windows Vista und Windows Server 2008 integrierte Plattform zur Erzwingung von Richtlinien, die für einen besseren Schutz von Netzwerkanlagen sorgen, indem sie die Kompatibilität mit Systemintegritätsanforderungen erzwingen. Sie können je nach Netzwerkbedarf DHCP-Erzwingung, VPN-Erzwingung, 802.1X-Erzwingung, IPsec-Erzwingung oder alle vier Optionen konfigurieren.

noteHinweis
Eine Übersicht der Funktionsweise des Netzwerkzugriffsschutzes in Windows finden Sie im Webcast mit einer Einführung in den Netzwerkzugriffsschutz (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=68775.

Der Netzwerkzugriffsschutz (NAP) in Configuration Manager 2007 arbeitet mit dem Windows-Netzwerkrichtlinienserver unter Windows Server 2008 zusammen und erzwingt die Kompatibilität von Softwareaktualisierungen über die Clientwiederherstellung. Mit Netzwerkrichtlinien können Sie den Netzwerkzugriff von Clients einschränken, bis sie die von Ihnen als erforderlich festgelegten Softwareupdates aufweisen.

ImportantWichtig
Der Netzwerkzugriffsschutz ist nicht für den Schutz eines Netzwerks vor nicht böswilligen Benutzern vorgesehen. Er soll vielmehr Administratoren helfen, die Integrität der Computer im Netzwerk zu bewahren. Dadurch wird wiederum die Gesamtintegrität des Netzwerks aufrechterhalten. Der Netzwerkzugriffsschutz verhindert nicht, dass ein autorisierter Benutzer mit einem kompatiblen Computer ein schädliches Programm ins Netzwerk einschleust oder andere unangemessene Verhaltensweisen an den Tag legt.

Wake-On-LAN

Das Wake-On-LAN-Feature hilft, eine höhere Erfolgsrate für geplante Configuration Manager 2007-Aktivitäten zu erzielen, und reduziert den damit verbundenen Netzwerkverkehr während der Geschäftszeiten. Außerdem hilft das Feature Unternehmen, Energie zu sparen, indem Computer für Wartungsaufgaben außerhalb der Geschäftszeiten nicht eingeschaltet bleiben müssen.

Wake-On-LAN in Configuration Manager 2007 unterstützt folgende Szenarien:

  • Senden einer Reaktivierungsübertragung vor dem konfigurierten Stichtag für eine Softwareupdatebereitstellung.

  • Senden einer Reaktivierungsübertragung vor dem konfigurierten Zeitplan einer obligatorischen Ankündigung einer Softwareverteilung oder Tasksequenz

Out-of-Band-Verwaltung

Gilt nur für Configuration Manager 2007 SP1 und höher.

Das Out-of-Band-Verwaltungsfeature in Configuration Manager 2007 SP1 stellt eine leistungsstarke Verwaltungssteuerung für Computer bereit, die über den Intel vPro-Chipsatz und eine unterstützte Intel AMT-Version (Intel Active Management Technology) verfügen.

Die Out-of-Band-Verwaltung benötigt eine Public-Key-Infrastruktur (PKI) von Microsoft und unterstützt die folgenden Szenarien:

  • Einschalten mindestens eines Computers (z. B. für Wartungsarbeiten an Computern außerhalb der Geschäftszeiten).

  • Ausschalten mindestens eines Computers (z. B. bei nicht reagierendem Betriebssystem).

  • Neu starten eines nicht funktionierenden Computers oder Starten von einem lokal verbundenen Gerät oder einer bewährten Startabbilddatei.

  • Erstellen eines neuen Abbilds für einen Computer durch Starten von einer im Netzwerk gespeicherten Startabbilddatei oder durch Verwenden eines PXE-Servers.

  • Erneutes Konfigurieren der BIOS-Einstellungen auf einem ausgewählten Computer (und Umgehen des BIOS-Kennworts, wenn diese Funktion vom BIOS-Hersteller unterstützt wird).

  • Starten mithilfe eines befehlsbasierten Betriebssystems zum Ausführen von Befehlen, Reparaturdienstprogrammen oder Diagnoseanwendungen (z. B. Ausführen eines Upgrades der Firmware oder eines Datenträgerreparaturdienstprogramms).

  • Konfigurieren geplanter Softwareupdatebereitstellungen und -ankündigungen zum Aktivieren von Computern vor der Ausführung.

Clientstatusberichte

Clientstatusberichte in Configuration Manager 2007 R2 enthalten aktuelle Informationen zum Status von Clients in einer Configuration Manager 2007-Hierarchie. Die Verwendung von Clientstatusberichten bietet sich an, wenn Standardmethoden zur Behebung von Client-Problemen nicht eingesetzt werden können.

SQL Reporting Services

SQL Reporting Services in Configuration Manager 2007 R2 bieten eine Reihe von Tools und Ressourcen, mit denen Sie die erweiterten Berichterstattungsfunktionen von SQL Reporting Services über die Configuration Manager-Konsole nutzen können.

Energieverwaltung

Von der Energieverwaltung in Configuration Manager 2007 R3 wird ein Satz Tools und Ressourcen bereitgestellt, mit dessen Hilfe Sie den Stromverbrauch von Computern im Unternehmen verwalten und überwachen können.

Siehe auch

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