Konfigurationswerte des Clients für mobile Geräte für „DMCommonInstaller.ini“ und „ClientSettings.ini“

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Microsoft System Center Configuration Manager 2007 verwendet bei der Installation, beim Upgrade und bei der Deinstallation des Clients für mobile Geräte entweder „DMCommonInstaller.ini“ oder „ClientSettings.ini“. Die in der INI-Datei enthaltenen Werte geben an, ob der Client installiert, aktualisiert oder deinstalliert ist und konfigurieren die Ausführung des Prozesses. Bei der Installation und beim Upgrade konfigurieren die Werte der INI-Datei den Client für mobile Geräte.

Werte der Konfigurationsdatei

Die Wertekategorien in der INI-Datei sind wie folgt:

  • Installationswerte

  • Microsoft System Center Configuration Manager 2007-Umgebungswerte

  • Verbindungswerte

  • Benutzeroberflächen-Konfigurationswerte

  • Zertifikatwerte

Installationswerte

Die Datei „DMCommonInstaller.ini“ und die Dateien „ClientSettings.ini“ definieren die Werte für die Clientinstallationen.

Installationsprogramm-Basiswerte

Diese Werte definieren die bei der Installation des Clients für mobile Geräte verwendeten Werte und die grundlegenden Parameter des zu installierenden mobilen Geräts. Sie geben außerdem an, dass die ausführliche Protokollierung deaktiviert wird. Für „DMCommonInstaller.ini“ sind diese Dateien mit „Nicht ändern“ gekennzeichnet, da sie bereits für bestimmte Plattformen konfiguriert sind. Für „For ClientSettings.ini“ können die angegebenen Werte für die Zielplattform des mobilen Geräts verwendet werden.

Installer: Der Name des plattformspezifischen Geräteverwaltungs-Installationsprogramms. Der Dateiname weist das Format „DMInstaller_[Plattform].exe“ auf. Weitere Informationen zum Clientinstallationsprogramm für mobile Geräte finden Sie unter Installieren oder Aktualisieren des Clients für die Verwaltung mobiler Geräte.

ClientSetup: Der Name des plattformspezifischen Setupprogramms für den Client für mobile Geräte. Der Dateiname weist das Format „DMClientSetup_[Plattform].exe“ auf.

Client: Der Name der plattformspezifischen Client-CAB-Datei, die für die Installation des Clients für mobile Geräte erforderlich ist. Der Dateiname weist das Format „DeviceClient_[Plattform].exe“ auf.

ClientVersion: Die Version des zu installierenden Clients für mobile Geräte. BaseOSMinVersion: Die minimale Versionsnummer des Plattformbetriebssystems, das für die Clientunterstützung erforderlich ist.

BaseOSMaxVersion: Die maximale Versionsnummer des Plattformbetriebssystems, das für die Clientunterstützung erforderlich ist.

Devicetype: Der Typ des mobilen Geräts, der vom Client für mobile Geräte unterstützt wird.

ProcessorType: Der Prozessortyp, der vom Client für mobile Geräte unterstützt wird.

EnableVerboseLogging: Aktivierte ausführliche Protokollierung auf dem mobilen Gerät. Die Standardeinstellung hierfür ist „False“.

noteHinweis
Windows Mobile 6-Geräte verwenden Clientinstallationsdateien für mobile Windows Mobile 5-Geräte. Weitere Informationen zu Installationsdateien finden Sie unter Installationsdateien für den Client für mobile Geräte.

Installer-Konfigurationen

Diese Werte geben Optionen für den Installationsvorgang an, z. B. ob der Client installiert, aktualisiert oder deinstalliert wird und ob zusätzliche Dateien oder Befehle beim Installationsvorgang ausgeführt werden.

ClientInstallAction: Gibt die Aktion an, die vom Installationsprogramm ausgeführt wird. Standardmäßig ist ClientInstallAction auf „Installieren“ festgelegt. Drei Werte werden unterstützt:

  • „None“: Der Zustand des Clients für mobile Geräte wird nicht geändert.

  • „Install“: Installiert den mit dem Installationspaket verteilten Client für mobile Geräte auf dem mobilen Gerät.

  • „Uninstall“: Entfernt den Client für mobile Geräte vom mobilen Gerät. Diese Option entfernt den Client für mobile Geräte.

Wenn die Einstellungen für die Verwaltung mobiler Geräte abhängig vom Zustand des Clients für mobile Geräte festgelegt werden:

 

Gerätezustand

Clientbereitstellungsaktion

Kein Client

Bereitgestellten Client installieren

Client älter als bereitgestellter Client

Auf bereitgestellten Client aktualisieren

Gleicher Client wie bereitgestellter Client

Clienteinstellungen neu konfigurieren

Client neuer als bereitgestellter Client

Keine Aktion

InstallType: Definiert den Installationstyp, der ausgeführt wird. Standardmäßig ist InstallType auf „Clean“ festgelegt. Zwei Werte werden unterstützt:

  • „Clean“ zum Entfernen der Programmdatenbank

  • „Preserve“ zum Beibehalten des Datensatzes der installierten Programme

ImportantWichtig
Wenn „InstallType=clean“ obligatorisch für die Aktualisierung per Funk eingerichtet ist, lädt das mobile Gerät wiederholt Richtlinien für mobile Geräte herunter und aktualisiert diese.

Pre-InstallCommandLine: Definiert die Befehlszeile, die vor der Installation des Clients für mobile Geräte oder anderen Aktionen auf dem mobilen Gerät ausgeführt werden soll. Diese Option ist standardmäßig auskommentiert.

Post-InstallCommandLine: Definiert die Befehlszeile, die nach der Installation des Clients für mobile Geräte oder anderen Aktionen auf dem mobilen Gerät ausgeführt werden soll. Diese Option ist standardmäßig auskommentiert.

AdditionalFileX: Definiert zusätzliche Dateien, die beim Ausführen des Installationsprogramms auf dem mobilen Gerät in den Ordner „\temp\dminstall“ kopiert werden. Stellen Sie sicher, dass jeder Eintrag eindeutig ist, indem Sie für jede Datei eine Nummer an den Namen „AdditionalFile“ anhängen. Diese Option ist standardmäßig auskommentiert.

Werte der Configuration Manager-Umgebung

Die Umgebungswerte definieren die Umgebung für den Configuration Manager 2007-Client für mobile Geräte.

Standortserverdefinitionen

Die folgenden Werte definieren Server, mit denen der Client für mobile Geräte eine Verbindung herstellt, um Informationen zu senden und Richtlinien abzurufen.

DMServerName: Der Servername des Geräteverwaltungspunkts, mit dem das mobile Gerät eine Verbindung herstellt. Dieser Wert muss für eine gültige Clientoperation definiert sein.

noteHinweis
Wenn der Geräteverwaltungspunkt geändert wird und der Servername nicht aktualisiert wird, können die Clients für mobile Geräte keine Verbindung mit dem Configuration Manager 2007-Server herstellen. Weitere Informationen zum Aktualisieren des Clients für mobile Geräte finden Sie unter Installieren oder Aktualisieren des Clients für die Verwaltung mobiler Geräte.

ServerPort: Ändert den Port für die Verbindung des Clients für mobile Geräte von Port 80 (HTTP) oder 443 (HTTPS) in die angegebene Portnummer. Ändern Sie diesen Wert, und heben Sie die Auskommentierung auf, wenn die Configuration Manager 2007-Umgebung eine benutzerdefinierte Portkonfiguration verwendet. Standardmäßig ist dieser Wert auskommentiert.

SiteCode: Der dreistellige alphanumerische Standortcode des Standorts, von dem der Client für mobile Geräte Richtlinien abruft. Wenn der für den Client angegebene „DMServerName“ ein primärer Standort ist, verwenden Sie den Standortcode des Standorts, auf dem der Client installiert ist. Wenn der für den Client angegebene DMServerName ein sekundärer Standort ist, verwenden Sie den Standortcode des übergeordneten Standorts des sekundären Standorts. Dieser Wert muss für eine gültige Operation des Clients für mobile Geräte im einheitlichen Sicherheitsmodus geändert werden. Weitere Informationen zum Standortcode finden Sie unter Grundlegendes zu Configuration Manager-Standorten.

FSPServerName: Der Servername des Fallbackstatuspunkts, an den das mobile Gerät FSP-Meldungen sendet. „FSPServerName“ kann als NetBIOS-Name, FQDN oder URL definiert werden. Fallbackstatuspunkt-Server sollten als URL definiert werden und im externen DNS veröffentlicht werden, damit internetbasierte Geräte eine Verbindung herstellen können. Internetbasierte mobile Geräte verwenden nur HTTP, um eine Verbindung mit dem Fallbackstatuspunkt-Server herzustellen. Weitere Informationen zum Fallbackstatuspunkt finden Sie unter Informationen zum Fallbackstatuspunkt in Configuration Manager.

FSPPort: Der primäre HTTP-Port, mit dem der Client für mobile Geräte eine Verbindung mit dem Fallbackstatuspunkt-Server herstellt. „FSPPort“ ist standardmäßig 80.

FSPAlternatePort: Der alternative HTTP-Port, mit dem der Client für mobile Geräte eine Verbindung mit dem Fallbackstatuspunkt-Server herstellt. „FSPPort“ ist standardmäßig 80.

Verbindungswerte

SecurityMode: Definiert den Sicherheitsmodus der Authentifizierung des Clients für mobile Geräte. Der Standardwert für „SecurityMode“ ist „None“. „SecurityMode“ lässt drei Werte zu:

  • „None“: Es ist keine Server- oder Clientauthentifizierung erforderlich.

  • „SSLServerAuth“: Die sichere HTTP-Serverauthentifizierung (HTTPS) ist erforderlich. Es muss ein Serverzertifikat auf dem Gerät installiert werden. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation.

  • „NativeMode“: Zwischen dem Geräteclient und dem DMP/DP ist die sichere gegenseitige HTTP-Authentifizierung (HTTPS) erforderlich. Für die Registrierung des Clients in der Configuration Manager 2007-Datenbank und die Signatur der Clientdaten ist ein Clientauthentifizierungszertifikat erforderlich.

CreateConnection: Definiert, wann eine Verbindung für die Kommunikation des Configuration Manager 2007-Clients für mobile Geräte erstellt wird. Der Standardwert für „CreateConnection“ ist „USER“. „CreateConnection“ lässt drei Werte zu:

  • „ALL“: Erlaubt dem Client für mobile Geräte das Erstellen einer Verbindung für jede Aktion.

  • „USER“: Erlaubt dem Client für mobile Geräte nur für aufgerufene Aktionen das Erstellen einer Verbindung.

  • „NEVER“: Verhindert bei allen Operationen, dass der Client für mobile Geräte eine Verbindung aufruft. Der Client für mobile Geräte kommuniziert nur über eine vorhandene Verbindung.

InternetConnected: Gibt an, ob der Geräteclient aus dem Internet eine Verbindung zum Geräteverwaltungspunkt herstellt. Der Standardwert ist „False“. „InternetConnected“ lässt zwei Werte zu:

  • „True“: Der Client für mobile Geräte stellt aus dem Internet eine Verbindung mit dem Geräteverwaltungspunkt her.

  • „False“: Der Client für mobile Geräte stellt keine Verbindung mit dem Geräteverwaltungspunkt aus dem Internet her.

Benutzeroberflächenkonfiguration

EnforceConfig: Definiert, dass die Konfiguration der Benutzeroberfläche des mobilen Geräts für bestimmte Optionen deaktiviert wird, sodass der Benutzer die Konfigurationseinstellungen des mobilen Configuration Manager 2007-Geräts nicht ändern kann. Der Standardwert ist „ServerName“. „EnforceConfig“ lässt drei Werte zu:

  • „None“: Ermöglicht es dem Benutzer, den Servernamen, den Sicherheitsmodus und die Optionen für die automatische Verbindungsherstellung zu ändern.

noteHinweis
Wenn ein Installationsprogramm für den Client für mobile Geräte ausgeführt wird, z. B. wenn sich das Gerät in der Dockingstation befindet, werden die benutzerdefinierten Einstellungen für den Servernamen und den Sicherheitsmodus außer Kraft gesetzt.

  • „ServerName“: Verhindert, dass Benutzer den Servernamen und Sicherheitsmodusoptionen bearbeiten.

  • „All“: Verhindert, dass Benutzer den Servernamen, den Sicherheitsmodus und die Optionen für die automatische Verbindungsherstellung bearbeiten.

Zertifikatwerte

Die Dateien „DMCommonInstaller.ini“ und „ClientSettings.ini“ definieren die Werte für die Zertifikatbereitstellung und -einschreibung. Diese Werte müssen für Ihre Umgebung bearbeitet werden. Im Folgenden werden Wertekategorien für die Bereitstellung von Zertifikaten für Geräte aufgelistet:

  • Zertifikateinschreibung

  • Importieren von Zertifikaten

  • Erneuern des Standortserver-Signaturzertifikats

Zertifikateinschreibungswerte

Die folgenden Werte in der Datei „DMCommonInstaller.ini“ oder „ClientSettings.ini“ werden während der Installation oder Aktualisierung des Clients zum Definieren der Zertifikateinschreibung verwendet. Definieren Sie diese Werte für die Standortumgebung, wenn Zertifikate eingeschrieben werden müssen:

CertEnrollAction: Definiert, ob ein Zertifikat bei der Installation des Clients für mobile Geräte eingeschrieben wird. Der Standardwert für „CertEnrollAction“ ist „Enroll“. „CertEnrollAction“ lässt drei Werte zu:

  • „None“: Es ist kein Zertifikat eingeschrieben.

  • „Enroll“: Schreibt ein Clientauthentifizierungszertifikat ein und fügt dem Stammzertifikatspeicher des mobilen Geräts ein Serverzertifikat hinzu, falls das vorhandene Zertifikat nicht für die Geräteregistrierung verwendet werden kann. Der Benutzer wird aufgefordert, die Anmeldeinformationen einzugeben, um das Zertifikat einzuschreiben.

  • „ForceEnroll“: Schreibt ein Clientauthentifizierungszertifikat ein und fügt dem Stammzertifikatspeicher des mobilen Geräts ein Serverzertifikat hinzu, unabhängig vom aktuellen Zustand des eingeschriebenen Zertifikats. Der Benutzer wird aufgefordert, die Anmeldeinformationen einzugeben, um das Zertifikat „CertEnrollAction=Enroll“ einzuschreiben.

CertEnrollServer: Der Name des IIS-Webserver-Front-Ends (Internetinformationsdienste) für die Zertifizierungsstelle.

CertEnrollServerPort: Die Portnummer des IIS-Webserver-Front-Ends (Internetinformationsdienste) für die Zertifizierungsstelle.

noteHinweis
HTTPS wird von der Configuration Manager 2007-Zertifikateinschreibung für mobile Geräte nicht unterstützt.

CertSubjectName: Gibt einen Hinweis an, welches Zertifikat im Benutzerspeicher für die Registrierung des mobilen Geräts verwendet werden soll. Der Client für die Verwaltung mobiler Geräte testet alle Zertifikate, deren Antragstellernamen das gültige Kriterium „CertSubjectName“ enthalten. Ist der Werte „None“, werden alle gültigen Clientauthentifizierungszertifikate im Benutzerspeicher getestet. Der Standardwert ist „None“. Das Format des Antragstellernamens ist wie folgt:

CertSubjectName = Der Standortcode dieses Standortservers ist [sitecode],

wobei [sitecode] der Standortcode des Standortservers ist. Bei dieser Zeichenfolge wird die Groß-/Kleinschreibung nicht beachtet.

CertRequestPage: Die Webseite auf einem Webserver, der Zertifikatanforderungen erhält.

CertDownloadPage: Die Webseite auf dem Webserver, der zum Herunterladen des Zertifikats verwendet wird.

CertChainDownloadPage: Die Webseite auf dem Webserver, der zum Herunterladen der Zertifikatskette verwendet wird.

Importieren von Zertifikatwerten: ImportCerts

ImportCerts: Definiert, dass Zertifikatdateien (*.CER) in den Zertifikatspeicher des mobilen Geräts importiert werden. Diese Option kann zur Bereitstellung von Zertifikaten verwendet werden, die für den Sicherheitsmodus erforderlich sind. Die Zertifikatdateien (*.CER) müssen im Bereitstellungsordner des Clients für mobile Geräte enthalten sein. Zu importierende Zertifikate müssen das Format „DER-codiertes binäres X.509“ (Distinguished Encoding Rules) aufweisen. Zertifikate im Format „Base64-codiertes X.509“ werden nicht unterstützt. Der Standardwert ist „False“. „ImportCerts“ lässt zwei Werte zu:

  • „True“: Importiert Zertifikate.

  • „False“: Importiert keine Zertifikate.

Erneuern von Standortserver-Signaturzertifikaten

EnableSSSCRenewal: Definiert, ob ein Standortserver-Signaturzertifikat vor dem Ablaufen erneuert werden soll.

  • „True“: Aktiviert die Erneuerung des Standortserver-Signaturzertifikats

  • „False“: Deaktiviert die Erneuerung des Standortserver-Signaturzertifikats

Siehe auch

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com
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