Informationen zur Endbenutzerführung für Softwareupdates

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Wenn Softwareupdatebereitstellungen für Clientcomputer vorgesehen sind und Softwareupdates zum Installieren zur Verfügung stehen, können Sie konfigurieren, was Benutzern angezeigt wird und wie häufig Softwareupdates empfangen und installiert werden.

Richtlinienabrufintervall bei Clientcomputern

Wenn Softwareupdates auf Clientcomputern bereitgestellt werden, werden die Softwareupdate-Bereitstellungsinformationen zur Configuration Manager-Computerrichtlinie hinzugefügt, und der Clientcomputer erkennt die Bereitstellung beim nächsten Computerrichtlinienabruf und Evaluierungszyklus, der in den Eigenschaften von Computerclient-Agent auf der Registerkarte Eigenschaften von Computerclient-Agent konfiguriert wurde. Die Standardeinstellung ist alle 60 Minuten.

Obligatorische Softwareupdates

Wenn ein Client eine Softwareupdate-Bereitstellungsrichtlinie mit einem konfigurierten Stichtag empfängt, werden die erforderlichen Softwareupdates heruntergeladen und im lokalen Cache gespeichert. Der Client führt die Softwareupdateinstallation am Stichtag über den lokalen Cache aus, oder die Installation wird manuell im Dialogfeld Verfügbare Softwareupdates initiiert. Wenn das Softwareupdate zum Zeitpunkt der Installation nicht mehr im lokalen Cache vorhanden ist, wird es erneut vom Verteilungspunkt heruntergeladen und dann installiert.

Wenn neue Softwareupdates mit einem konfigurierten Stichtag verfügbar sind, wird den Benutzern eine Anzeigebenachrichtigung mit dem anstehenden Stichtag angezeigt. Anzeigebenachrichtigungen werden in regelmäßigen Abständen angezeigt, bis alle ausstehenden obligatorischen Softwareupdateinstallationen abgeschlossen sind. Standardmäßig werden sie bei Fristen über 24 Stunden alle drei Stunden, bei Fristen unter 24 Stunden jede Stunde und bei Fristen unter einer Stunde alle 15 Minuten angezeigt. Weitere Informationen zu den Erinnerungseinstellungen finden Sie unter Computerclient-Agent: Registerkarte „Erinnerungen“.

Wenn für die Zielsammlung in einer obligatorischen Bereitstellung ein Wartungsfenster konfiguriert wurde, wird die Softwareupdateinstallation nach dem Stichtag im ersten verfügbaren Wartungsfenster initiiert. Benutzer werden nicht daran gehindert, eine Softwareupdateinstallation außerhalb des Wartungsfensters manuell vom Dialogfeld „Verfügbare Softwareupdates“ zu initiieren. Weitere Informationen zu Wartungsfenstern finden Sie unter Informationen zu Wartungsfenstern. Weitere Informationen zur Planung von Wartungsfenstern in Softwareupdates finden Sie unter Planen der Softwareupdate-Servereinstellungen im Abschnitt „Planen der Wartungsfenster“.

Ausstehende Systemneustarts

Wenn Softwareupdateinstallationen ausgeführt wurden, für die zum Abschluss ein Neustart erforderlich ist, werden weder neu verfügbare Softwareupdates noch das Infobereichssymbol angezeigt. Wenn für obligatorische Softwareupdates ein Neustart aussteht und der Stichtag erreicht wurde, wird auf Clientcomputern ein Systemneustart erzwungen.

Optionale Softwareupdates

Wenn ein Clientcomputer eine Softwareupdate-Bereitstellungsrichtlinie ohne zugewiesenen Stichtag (optionale Bereitstellung) empfängt, werden die optionalen Softwareupdatedateien nicht sofort heruntergeladen. Die optionalen Softwareupdates werden im Dialogfeld Verfügbare Softwareupdates angezeigt, nachdem der Clientcomputer die Computerrichtlinie mit der Bereitstellungsrichtlinie empfangen hat. Wenn der Benutzer die Installation für optionale Softwareupdates manuell initiiert, werden die Updatedateien von einem Verteilungspunkt in den lokalen Cache heruntergeladen und dann lokal installiert. Für optionale Softwareupdates werden anfängliche Anzeigebenachrichtigungen, aber keine zusätzlichen Erinnerungen angezeigt.

noteHinweis
Wenn standortweit das Ausblenden von Bereitstellungen aktiviert ist, kann der Endbenutzer keine optionalen Softwareupdates installieren. Weitere Informationen finden Sie unter Planen einer Softwareupdatebereitstellung im Abschnitt „Softwareupdateinstallation für Endbenutzer ausblenden“.

Planen von Softwareupdateinstallationen

Obligatorische Softwareupdates können auf Clientcomputern mithilfe eines konfigurierten Zeitplans installiert werden. Auf diese Weise können Softwareupdateinstallationen zu einem geeigneten Zeitpunkt initiiert und obligatorische Updates vor dem konfigurierten Stichtag installiert werden. Zum geplanten Zeitpunkt werden alle Softwareupdates in obligatorischen Bereitstellungen installiert. Die Einstellung Erforderliche Updates nach Zeitplan installieren befindet sich auf der Registerkarte Updates des Dialogfelds Configuration Manager-Eigenschaften, das auf Clientcomputern über die Systemsteuerung geöffnet werden.

Auswählen von zu installierende Softwareupdates

Der Benutzer wird anhand einer Anzeigebenachrichtigung und eines Infobereichsymbols benachrichtigt, wenn neue Softwareupdates verfügbar sind. Wenn der Benutzer auf die Anzeigebenachrichtigung doppelklickt oder mit der rechten Maustaste auf das Infobereichsymbol klickt, werden für folgende Bedingungen unterschiedliche Dialogfelder angezeigt.

Obligatorische Softwareupdates sind verfügbar

Wenn eins der verfügbaren Softwareupdates obligatorisch ist, wird der Benutzer in einem Dialogfeld gefragt, wie die Softwareupdates installiert werden sollen. Der Benutzer kann zwischen der Option Express oder Benutzerdefiniert auswählen.

Express: Öffnet das Dialogfeld Erforderliche Softwareupdates, in dem nur die obligatorischen Softwareupdates angezeigt werden, initiiert die Softwareupdateinstallation für die einzelnen Updates und minimiert das Dialogfeld, mit dem der Installationsstatus für die einzelnen Updates angezeigt wird. Der Benutzer kann in dem Dialogfeld keine Aktion initiieren. Das Schließen des Dialogfelds hat keine Auswirkung auf die Softwareupdateinstallation.

Benutzerdefiniert: Öffnet das Dialogfeld Verfügbare Softwareupdates mit allen ausgewählten obligatorischen und nicht ausgewählten optionalen Softwareupdates. Der Benutzer gibt an, welche Softwareupdates installiert werden sollen. Die obligatorischen Softwareupdates sind zwar standardmäßig aktiviert, dennoch hat der Benutzer die Möglichkeit, die Auswahl dieser Softwareupdates aufzuheben und die Softwareupdates zu einem späteren Zeitpunkt zu installieren.

Nur optionale Softwareupdates sind verfügbar

Wenn nur optionale Softwareupdates verfügbar sind, wird das Dialogfeld Verfügbare Softwareupdates angezeigt. Alle verfügbaren optionalen Softwareupdates werden angezeigt. Standardmäßig sind keine Softwareupdates ausgewählt.

Installationsstatus

Während einer Softwareupdateinstallation wird im Dialogfeld Installationsstatus der Softwareupdates der Installationsstatus für die ausgewählten Updates angezeigt. Die Softwareinstallation beinhaltet drei Zustände:

  1. Der Download wird vorbereitet: Der Clientcomputer wird überprüft, um sicherzustellen, dass das Softwareupdate noch anwendbar ist.

  2. Downloadvorgang läuft: Das Softwareupdate wird vom Verteilungspunkt in den lokalen Cache des Clients heruntergeladen, sofern erforderlich.

  3. Installation läuft: Die Softwareupdateinstallation wird ausgeführt. Nach Abschluss der Installation wird eine Überprüfung durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Softwareupdates erfolgreich installiert wurden.

Wenn ein Softwareupdate erfolgreich installiert wurde, wird es nicht mehr im Dialogfeld Verfügbare Softwareupdates angezeigt.

Außerhalb von Configuration Manager installierte Softwareupdates

Wenn erforderliche Softwareupdates außerhalb von Configuration Manager installiert werden, z. B. bei einer manuellen Installation des Softwareupdates oder bei Verwendung der Option „Automatische Updates“, zeigt der Softwareupdateclient-Agent das Softwareupdate weiterhin als ausstehend an. Während der nächsten Überprüfung der Softwareupdatekompatibilität auf dem Clientcomputer wird das Softwareupdate nicht mehr als ausstehend angezeigt. Bis zur Überprüfung der Softwareupdatekompatibilität wird das Softwareupdate weiterhin als ausstehend angezeigt, möglicherweise werden Anzeigebenachrichtigungen auf dem Clientcomputer angezeigt, die auf eine ausstehende Installation aufmerksam machen, und so weiter. Wenn sich der Benutzer für eine Installation des Softwareupdates über das Dialogfeld „Verfügbare Updates“ entscheidet, überprüft der Client die Softwareupdatekompatibilität vor der Installation des Updates, erkennt, dass das Softwareupdate nicht mehr erforderlich ist, und bricht die Installation ab.

Siehe auch

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com
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