Informationen zur Softwareupdatekompatibilität

Letzte Aktualisierung: Dezember 2008

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Prüfen Sie vor der Bereitstellung von Softwareupdates für Clientcomputer in Configuration Manager 2007 die Softwareupdatekompatibilität der Clientcomputer. Für jedes Softwareupdate wird eine Zustandsmeldung mit dem Kompatibilitätszustand für das Update erstellt. Die Zustandsmeldungen werden zusammen an den Verwaltungspunkt gesendet und anschließend an den Standortserver weitergeleitet, wo der Kompatibilitätszustand in die Standortdatenbank aufgenommen wird. Der Kompatibilitätszustand für Softwareupdates wird in der Configuration Manager-Konsole angezeigt, und Softwareupdates können auf Clientcomputern bereitgestellt und installiert werden, auf denen die Updates erforderlich sind. Die folgenden Abschnitte enthalten Informationen zu Kompatibilitätszuständen und eine Beschreibung des Überprüfungsprozesses der Softwareupdatekompatibilität.

Kompatibilitätszustände von Softwareupdates

In der folgenden Liste finden Sie eine Beschreibung der Kompatibilitätszustände, die in der Configuration Manager-Konsole für Softwareupdates angezeigt werden.

 

Status Beschreibung

Erforderlich

Gibt an, dass das Softwareupdate für den Clientcomputer anwendbar und erforderlich ist. Der Softwareupdatezustand ist Erforderlich, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

  • Das Softwareupdate ist nicht auf dem Clientcomputer bereitgestellt.

  • Das Softwareupdate wurde auf dem Clientcomputer installiert, aber die aktuelle Zustandsmeldung wurde noch nicht in die Datenbank auf dem Standortserver eingefügt. Nach Abschluss der Installation wird der Clientcomputer erneut auf das Update überprüft. Es kann eine bis zu zweiminütige Verzögerung auftreten, bevor der aktualisierte Zustand an den Verwaltungspunkt gesendet und an den Standortserver weitergeleitet wird.

  • Das Softwareupdate wurde auf dem Clientcomputer installiert, zum Abschließen der Installation ist jedoch ein Neustart erforderlich.

  • Das Softwareupdate wurde für den Clientcomputer bereitgestellt, jedoch noch nicht installiert.

Nicht erforderlich

Gibt an, dass das Softwareupdate nicht auf den Clientcomputer anwendbar und daher nicht erforderlich ist.

Installiert

Gibt an, dass das Softwareupdate auf den Clientcomputer anwendbar ist und bereits installiert wurde.

Unbekannt

Gibt an, dass der Standortserver keine Zustandsmeldung vom Clientcomputer empfangen hat. Dies kann unter anderem einen der folgenden Gründe haben:

  • Der Clientcomputer konnte die Softwareupdatekompatibilität nicht erfolgreich überprüfen.

  • Die Überprüfung auf dem Clientcomputer wurde erfolgreich abgeschlossen, die Zustandsmeldung jedoch noch nicht auf dem Standortserver verarbeitet, was möglicherweise auf den Rückstand von Zustandsmeldungen zurückzuführen ist.

  • Die Überprüfung auf dem Clientcomputer wurde erfolgreich abgeschlossen, die Zustandsmeldung jedoch noch nicht vom untergeordneten Standort empfangen.

  • Die Überprüfung auf dem Clientcomputer wurde erfolgreich abgeschlossen, die Zustandsmeldung ist jedoch in irgendeiner Form beschädigt und konnte nicht verarbeitet werden.

Überprüfen der Softwareupdatekompatibilität

Wenn ein aktiver Softwareupdatepunkt installiert und synchronisiert wird, wird eine standortweite Computerrichtlinie erstellt, mit der Clientcomputer informiert werden, dass Configuration Manager 2007-Softwareupdates für den Standort aktiviert wurden. Wenn ein Clientcomputer die Computerrichtlinie empfängt, wird eine Überprüfung der Kompatibilitätsbewertung geplant, die innerhalb der nächsten zwei Stunden zufällig gestartet wird. Wenn die Überprüfung initiiert wird, wird der Überprüfungsverlauf von einer Komponente des Softwareupdateclient-Agents gelöscht. Außerdem wird eine Anforderung zum Suchen des WSUS-Servers übermittelt, der für die Überprüfung verwendet werden soll, und die lokale Gruppenrichtlinie wird mit dem WSUS-Serverspeicherort aktualisiert.

noteHinweis
Internetbasierte Clients und Clients, die mit einem für den einheitlichen Modus konfigurierten Standort verknüpft sind, müssen mithilfe von SSL (Secure Sockets Layer) eine Verbindung mit dem WSUS-Server herstellen.

Eine Überprüfungsanforderung wird an den Windows Update-Agent (WUA) geleitet. Der WUA stellt dann eine Verbindung mit dem WSUS-Serverspeicherort her, der in der lokalen Richtlinie aufgelistet ist, ruft die auf dem WSUS-Server synchronisierten Softwareupdatemetadaten ab und überprüft den Clientcomputer auf diese Updates. Eine Komponente des Softwareupdateclient-Agents erkennt, dass die Kompatibilitätsüberprüfung abgeschlossen wurde, und erstellt für jedes Softwareupdate Zustandsmeldungen, das seit der letzten Überprüfung eine Änderung des Kompatibilitätszustands aufweist. Die Zustandsmeldungen werden alle fünfzehn Minuten zusammen an den Verwaltungspunkt gesendet. Der Verwaltungspunkt leitet die Zustandsmeldungen dann an den Standortserver weiter, auf dem die Zustandsmeldungen in der Standortdatenbank gespeichert werden.

Nach der anfänglichen Überprüfung der Softwareupdatekompatibilität wird die Überprüfung im Überprüfungszeitplan initiiert. Wenn die Softwareupdatekompatibilität vom Client jedoch innerhalb des durch die Gültigkeitsdauer (Time-to-Live, TTL) angegebenen Zeitrahmens überprüft wurde, verwendet der Client die lokal gespeicherten Softwareupdatemetadaten. Erfolgt die letzte Überprüfung außerhalb der Gültigkeitsdauer, muss der Client eine Verbindung mit den WSUS herstellen, die auf dem aktiven Softwareupdatepunkt ausgeführt werden, und die auf dem Client gespeicherten Softwareupdatemetadaten aktualisieren.

Mithilfe des Überprüfungszeitplans kann die Überprüfung der Softwareupdatekompatibilität auf folgende Weise initiiert werden:

  • Überprüfungszeitplan: Die Überprüfung der Softwareupdatekompatibilität wird innerhalb des Überprüfungszeitplans initiiert, der in den Eigenschaften der Softwareupdateclient-Agents auf der Registerkarte Allgemein konfiguriert wurde.

  • Aktion in den Configuration Manager-Eigenschaften: Der Benutzer kann im Dialogfeld Configuration Manager-Eigenschaften den Überprüfungszyklus für Softwareupdates oder den Auswertungszyklus für Softwareupdatebereitstellung initiieren.

  • Zeitplan für die erneute Bewertung der Bereitstellung: Die Bereitstellungsbewertung und die Überprüfung der Softwareupdatekompatibilität wird innerhalb des Zeitplans für die erneute Bewertung der Bereitstellung initiiert, der in den Eigenschaften der Softwareupdateclient-Agents auf der Registerkarte Erneute Bewertung der Bereitstellungen konfiguriert wurde.

  • Vor dem Herunterladen von Updatedateien: Wenn ein Clientcomputer eine Zuweisungsrichtlinie für eine neue obligatorische Bereitstellung erhält, werden die Softwareupdatedateien in den lokalen Cache heruntergeladen. Vor dem Herunterladen der Updatedateien wird überprüft, ob das Update noch erforderlich ist.

  • Vor der Updateinstallation: Unmittelbar vor der Installation des Softwareupdates wird überprüft, ob das Update noch erforderlich ist.

  • Nach der Updateinstallation: Unmittelbar nach Abschluss der Installation eines Softwareupdates wird überprüft, ob das Update nicht mehr erforderlich ist. Dabei wird eine neue Zustandsmeldung erstellt, die angibt, dass das Update installiert wurde. Wenn die Installation abgeschlossen ist, aber ein Neustart durchgeführt werden muss, gibt der Zustand an, dass auf dem Clientcomputer ein Neustart ansteht.

  • Nach dem Neustart des Systems: Wenn auf einem Clientcomputer ein Neustart ansteht, um die Installation des Softwareupdates abzuschließen, wird nach dem Neustart anhand einer Überprüfung sichergestellt, dass das Update nicht mehr erforderlich ist. Dabei wird eine neue Zustandsmeldung erstellt, die angibt, dass das Update installiert wurde.

Gültigkeitsdauer

Die zum Überprüfen der Softwareupdatekompatibilität erforderlichen Softwareupdatemetadaten werden auf dem lokalen Clientcomputer gespeichert und sind standardmäßig bis zu 24 Stunden gültig. Dieser Wert wird als Gültigkeitsdauer (Time to Live, TTL) bezeichnet.

Überprüfungstypen für Softwareupdatekompatibilität

Die Überprüfung der Softwareupdatekompatibilität durch den Client erfolgt online oder offline erzwungenermaßen oder freiwillig. Dies hängt davon ab, wie die Überprüfung der Softwareupdatekompatibilität initiiert wurde. Die folgende Tabelle enthält eine Beschreibung, welche Methoden offline oder online zur Initiierung der Überprüfung durchgeführt werden, und ob die Überprüfung erzwungenermaßen oder freiwillig erfolgt.

 

Überprüfungsmethode          Überprüfungstyp              Beschreibung                                          

Überprüfungszeitplan

Freiwillige Onlineüberprüfung

Der Client stellt innerhalb des konfigurierten Überprüfungszeitplans eine Verbindung mit den WSUS her, die auf dem aktiven Softwareupdatepunkt ausgeführt werden, um die Softwareupdatemetadaten nur abzurufen, wenn die letzte Überprüfung außerhalb der Gültigkeitsdauer erfolgt ist.

Überprüfungszyklus für Softwareupdates

Auswertungszyklus für Softwareupdatebereitstellung

Erzwungene Onlineüberprüfung

Der Clientcomputer stellt immer eine Verbindung mit den WSUS her, die auf dem aktiven Softwareupdatepunkt ausgeführt werden, um die Softwareupdatemetadaten vor der Überprüfung der Softwareupdatekompatibilität abzurufen. Der Zähler für die Gültigkeitsdauer wird nach Abschluss der Überprüfung zurückgesetzt. Beispiel: Beträgt die Gültigkeitsdauer 24 Stunde, wird sie nach der Initiierung einer Überprüfung der Softwareupdatekompatibilität auf 24 Stunden zurückgesetzt.

Zeitplan für die erneute Bewertung der Bereitstellung

Freiwillige Onlineüberprüfung

Der Client stellt innerhalb des konfigurierten Zeitplans für die Bewertung der Bereitstellung eine Verbindung mit den WSUS her, die auf dem aktiven Softwareupdatepunkt ausgeführt werden, um die Softwareupdatemetadaten nur abzurufen, wenn die letzte Überprüfung außerhalb der Gültigkeitsdauer erfolgt ist.

Vor dem Herunterladen von Updatedateien

Freiwillige Onlineüberprüfung

Der Client stellt bei obligatorischen Bereitstellungen vor dem Herunterladen von Updatedateien eine Verbindung mit den WSUS her, die auf dem aktiven Softwareupdatepunkt ausgeführt werden, um die Softwareupdatemetadaten nur dann abzurufen, wenn die letzte Überprüfung außerhalb der Gültigkeitsdauer erfolgt ist.

Vor der Updateinstallation

Freiwillige Onlineüberprüfung

Der Client stellt bei obligatorischen Bereitstellungen vor dem Installieren von Softwareupdates eine Verbindung mit den WSUS her, die auf dem aktiven Softwareupdatepunkt ausgeführt werden, um die Softwareupdatemetadaten nur dann abzurufen, wenn die letzte Überprüfung außerhalb der Gültigkeitsdauer erfolgt ist.

Nach der Updateinstallation

Erzwungene Offlineüberprüfung

Nach der Installation eines Softwareupdates wird mithilfe der lokalen Metadaten eine Überprüfung initiiert. Der Client stellt nie eine Verbindung mit den WSUS her, die auf dem aktiven Softwareupdatepunkt ausgeführt werden, um Softwareupdatemetadaten abzurufen.

Nach dem Neustart des Systems

Erzwungene Offlineüberprüfung

Nachdem ein Softwareupdate installiert und der Computer neu gestartet wurde, wird mithilfe der lokalen Metadaten eine Überprüfung initiiert. Der Client stellt nie eine Verbindung mit den WSUS her, die auf dem aktiven Softwareupdatepunkt ausgeführt werden, um Softwareupdatemetadaten abzurufen.

Siehe auch

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com
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