Problembehandlung bei Ermittlungsproblemen

Letzte Aktualisierung: März 2010

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Dieses Thema enthält Informationen zur Behandlung von Problemen bei der Microsoft System Center Configuration Manager 2007-Ermittlung.

Um eine ausführliche Protokollierung für die Ermittlungsdaten-Manager-Komponente zu aktivieren, legen Sie auf dem Standortservercomputer im Registrierungsschlüssel HKLM\Software\Microsoft\SMS\Components\SMS_DISCOVERY_DATA_MANAGER den Wert „Verbose logging“ auf „1“ fest.

Wenn Sie die Active Directory-Systemermittlung (oder Active Directory-Systemgruppenermittlung oder Active Directory-Benutzerermittlung) konfigurieren, sehen Sie in den Sammlungen keinerlei Ergebnisse.

Lösung

Configuration Manager 2007 hat möglicherweise keinen Zugriff auf Active Directory-Domänendienste. Configuration Manager 2007 muss Lesezugriff auf die Container haben, die Sie für die Active Directory-Systemermittlung, die Active Directory-Systemgruppenermittlung und die Active Directory-Benutzerermittlung angeben. Die Active Directory-Ermittlung wird von Configuration Manager 2007 mithilfe des Computerkontos des Standortservers durchgeführt. Wenn das Computerkonto des Standortservers in anderen Domänen als den Domänen verwendet werden soll, in welchen sich der Standortserver befindet, muss das Konto über Benutzerrechte für diese Domänen verfügen. Das Konto muss in den Domänen mindestens Mitglied der Gruppe „Domänenbenutzer“ oder der lokalen Gruppe „Benutzer“ sein. Darüber hinaus ist eine Gesamtstruktur-Vertrauensstellung erforderlich, wenn sich die Ressource in einer anderen Gesamtstruktur als der Standortserver befindet.

Sie konfigurieren die Active Directory-Benutzerermittlung oder die Active Directory-Systemermittlung so, dass erweiterte Active Directory-Objektattribute ermittelt werden, aber die von Ihnen konfigurierten Attribute werden in den Ermittlungsinformationen nicht zurückgegeben.

Lösung

Die folgenden Typen von Attributen werden für Active Directory-Ermittlung unterstützt:

  • ADSTYPE_DN_STRING

  • ADSTYPE_CASE_EXACT_STRING

  • ADSTYPE_CASE_IGNORE_STRING

  • ADSTYPE_PRINTABLE_STRING

  • ADSTYPE_NUMERIC_STRING

  • ADSTYPE_BOOLEAN

  • ADSTYPE_INTEGER

  • ADSTYPE_UTC_TIME

  • ADSTYPE_LARGE_INTEGER

  • ADSTYPE_DN_WITH_STRING

Die folgenden Typen von Attributen werden für Active Directory-Ermittlung nicht unterstützt:

  • ADSTYPE_OCTET_STRING

  • ADSTYPE_PROV_SPECIFIC

  • ADSTYPE_OBJECT_CLASS

  • ADSTYPE_NT_SECURITY_DESCRIPTOR

  • ADSTYPE_UNKNOWN und ADSTYPE_INVALID

  • ADSTYPE_DN_WITH_BINARY

Es werden noch immer Computer ermittelt, die zu einem bestimmten Zeitpunkt auf dem Netzwerk vorhanden waren, aber jetzt nicht mehr vorhanden sind.

Lösung

Die Active Directory-Systemermittlung bestimmt anhand von zwei Einzelinformationen, ob ein Computer Mitglied eines Netzwerks ist:

  1. Das Konto des Computers in den Active Directory-Domänendiensten

  2. Eine erfolgreiche Namensauflösung der IP-Adresse

Wenn die Active Directory-Systemermittlung beide Informationen abrufen kann, werden die Computer ermittelt, und für jeden Computer wird ein Ermittlungsdatensatz (Discovery Data Record, DDR) erstellt. Dieses Verhalten kann verhindert werden, wenn die DNS-Bereinigung (Domain Name System) auf Ihrem DNS-Server aktiviert wird.

Die Netzwerkermittlung wird ausgeführt, kann aber keine Computer finden.

Lösung

Von der Netzwerkermittlung wird für eine Ressource nur dann ein DDR erstellt, wenn die Subnetzmaske der Ressource erfolgreich bestimmt werden kann. Die Subnetzmaske kann bestimmt werden, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Die IP-Adresse des Clients wird im ARP-Cache eines vertrauenswürdigen Routers aufgelistet, und der Router hat nur eine einzige IP-Adresse an dieser Schnittstelle.

  • Auf dem Client wird ein SNMP-Agent (Simple Network Management Protocol) ausgeführt, und die Netzwerkermittlung ist so konfiguriert, dass sie den Communitynamen verwendet, für den der Client konfiguriert ist.

  • Der Client ist ein DHCP-Client (Microsoft Dynamic Host Configuration Protocol).

    noteHinweis
    Das Computerkonto des Standortservers muss Anmeldeinformationen des Domänenbenutzers in der gleichen Domäne wie der DHCP-Server haben.

Sie verwenden die Netzwerkermittlung, um Computer zu ermitteln, aber die Versionsinformationen zum Betriebssystem sind für einige ermittelte Computer nicht in den Ergebnissen enthalten.

Lösung

Dieses Verhalten tritt auf, wenn bei einem ermittelten Computer die Einstellung RestrictAnonymous=1 verwendet wird. Configuration Manager 2007 verwendet zur Authentifizierung nicht die Netzwerkabstraktionsschicht (Network Abstraction Layer, NAL). Daher baut die Netzwerkermittlung nur anonyme Verbindungen auf. Zur Ermittlung des Betriebssystems müssen Sie eine alternative Ermittlungsmethode aktivieren, beispielsweise die Active Directory-Systemermittlung.

Sie konfigurieren die Active Directory-Systemermittlung, und einige Computer in der Organisationseinheit werden ermittelt, andere dagegen nicht.

Lösung

Von der Active Directory-Systemermittlung wird für eine Ressource nur dann ein DDR erstellt, wenn der Name mittels DNS in die IP-Adresse aufgelöst werden kann. Wenn für einen Computer kein gültiger DNS-Eintrag vorhanden ist, wird der Computer von Configuration Manager 2007 nicht ermittelt, dafür aber eine Statusmeldung erstellt, in der angezeigt wird, dass bei diesem Computer Fehler aufgetreten sind. Diese Computer werden in der Datei „adsysdis.log“ möglicherweise mit „bogus“ (gefälscht) gekennzeichnet.

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com
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