Informationen zu virtuellen Anwendungspaketen

Letzte Aktualisierung: September 2012

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Letzte Aktualisierung: März 2008

Configuration Manager 2007 unterstützt das Ausführen von sequenzierten Anwendungen, die über die Microsoft Application Virtualization-Plattform erstellt wurden. Virtuelle Anwendungspakete können auf Configuration Manager 2007-Clientcomputern ausgeführt werden, ohne dass eine Installation der Softwareanwendung auf dem lokalen Computer erforderlich ist. Auf den Zielcomputern muss als Betriebssystem Windows XP oder höher verwendet werden, damit virtuelle Anwendungspakete ausgeführt werden können.

Wenn Sie mithilfe des Microsoft Application Virtualization Sequencer eine sequenzierte Anwendung erstellt haben, müssen Sie das Paket in Configuration Manager 2007 importieren und das virtuelle Anwendungspaket auf Configuration Manager 2007-Clients bereitstellen.

noteHinweis
Die Angaben in diesem Thema gelten nur für Configuration Manager 2007 R2 und Configuration Manager 2007 R3.

Terminologie für virtuelle Anwendungspakete

Die folgenden Begriffe werden für eine Beschreibung virtueller Anwendungspakete und ihrer Komponenten verwendet.

Application Virtualization Streaming-fähiger Verteilungspunkt
Ein Configuration Manager 2007-Verteilungspunkt, der für die Übertragung virtueller Anwendungspakete an Configuration Manager 2007-Clients aktiviert wurde.

Microsoft Application Virtualization Desktop Client
Eine Anwendung, die sich auf einem Configuration Manager 2007-Clientcomputer befindet, der Windows XP oder Windows Vista ausführt, mit dem Configuration Manager 2007-Standort kommuniziert und dafür authentifiziert ist, das virtuelle Anwendungspaket zu erhalten und eine sequenzierte Anwendung lokal auszuführen.

Microsoft Application Virtualization-Plattform
Der Name für das Microsoft-Produkt, das zum Erstellen, Speichern, Verteilen und Ausführen sequenzierter Anwendungen verwendet wird.

Microsoft Application Virtualization-Terminaldiensteclient
Eine Anwendung, die sich auf einem Terminalserver befindet und mit dem Configuration Manager 2007-Standort kommuniziert und dafür authentifiziert ist, das virtuelle Anwendungspaket zu erhalten und eine sequenzierte Anwendung lokal ausführen zu können.

Sequenzierte Anwendung
Eine Anwendung, die durch den Microsoft Application Virtualization Sequencer erstellt und an einen Computer übertragen wurde, auf dem der Microsoft Application Virtualization Terminal Services Client oder der Microsoft Application Virtualization Desktop Client ausgeführt wird, und die innerhalb ihrer eigenen virtuellen Umgebung ausgeführt werden kann.

Sequenzieren
Der Erstellungsprozess für ein Anwendungspaket mithilfe des Microsoft Application Virtualization Sequencer. Während dieses Prozesses wird eine Anwendung überwacht, die entsprechenden Verknüpfungen konfiguriert und ein sequenziertes Anwendungspaket erstellt, das die Dateien .osd, .sft, .sprj und .ico enthält.

Streaming
Der Ausführungsprozess für virtuelle Anwendungspakete von einem Application Virtualization Streaming-fähigen Verteilungspunkt.

Virtuelles Anwendungspaket
Eine Microsoft Application Virtualization-sequenzierte Anwendung, die in Configuration Manager 2007 importiert wurde.

Importieren eines neuen virtuellen Anwendungspakets

Um ein virtuelles Anwendungspaket für Configuration Manager 2007-Clients bereitzustellen, müssen Sie eine Microsoft Application Virtualization-sequenzierte Anwendung in Configuration Manager 2007 importieren. Beim Import der virtuellen Anwendung in Configuration Manager 2007 stellt die zugehörige XML-Datei Informationen über die virtuelle Anwendung zur Verfügung, so auch Name und Version des virtuellen Anwendungspakets von Configuration Manager 2007. Obwohl die Felder Name und Version anhand der zugehörigen XML-Datei aufgefüllt werden, können diese auch aktualisiert werden. Die XML-Datei stellt eine Art „Ladeliste“ des virtuellen Anwendungspakets dar und enthält darüber hinaus noch zusätzliche Informationen zum Paket. Der Name der SFT-Datei wird ebenfalls geändert. Alle zugehörigen OSD-Dateien werden so geändert, dass sie auf die neue SFT-Datei verweisen.

Vor dem Importieren einer neuen sequenzierten Anwendung in Configuration Manager 2007 sollten Sie ein Quell- und ein Zielverzeichnis erstellen. Sie können den Quell- und Zielverzeichnissen beliebige Namen zuweisen. Das Quellverzeichnis sollte die sequenzierte Anwendung enthalten, die mit dem Microsoft Application Virtualization Sequencer erstellt wurde. Mithilfe des Assistenten zum Erstellen eines neuen virtuellen Anwendungspakets können Sie den Verzeichnispfad für die sequenzierte Anwendung angeben. Der Quellspeicherort kann einer der folgenden sein:

  • Der Netzwerkspeicherort, der beim anfänglichen Sequenzieren der virtuellen Anwendung angegeben wurde.

  • Der Netzwerkspeicherort, an dem eine vorhandene virtuelle Anwendung zurzeit gespeichert ist.

Das Zielverzeichnis ist der Speicherort, an dem die sequenzierte Anwendung in Configuration Manager 2007 gespeichert wird.

noteHinweis
Das Zielverzeichnis darf nicht mit dem Quellverzeichnis identisch sein. Beim Import einer virtuellen Anwendung werden sämtliche Dateien im angegebenen Zielverzeichnis durch die neuen Dateien überschrieben.

Virtuelle Anwendungspakete im Zielordner können an Verteilungspunkte verteilt und für Configuration Manager 2007-Clients bereitgestellt werden. Nur virtuelle Anwendungspakete, die mithilfe des Assistenten zum Erstellen eines neuen virtuellen Anwendungspakets in einen Zielordner importiert wurden, können an Configuration Manager 2007-Clients verteilt werden. Weitere Informationen zum Importieren eines virtuellen Anwendungspakets finden Sie unter Importieren von virtuellen Anwendungspaketen in Configuration Manager.

Wenn Sie den Assistenten zum Erstellen eines neuen virtuellen Anwendungspaketsbeendet haben, wird das neue virtuelle Anwendungspaketobjekt im Ergebnisbereich der Configuration Manager-Konsole angezeigt, wenn Sie Pakete unterhalb des Knotens Softwareverteilung auswählen.

Softwarekomponenten des virtuellen Anwendungspakets

Virtuelle Anwendungspakete können unabhängig von den auf dem Zielcomputer installierten Anwendungen ausgeführt werden. Die erforderlichen Softwareanwendungen sind im virtuellen Anwendungspaket enthalten. Wenn Sie ein virtuelles Anwendungspaket in Configuration Manager 2007 importieren, werden alle mit dem virtuellen Anwendungspaket verbundenen Anwendungen auf der Seite Paketeigenschaften des Assistenten zum Erstellen eines neuen virtuellen Anwendungspaketsangezeigt.

Virtuelle Anwendungspakete verfügen nicht über zugeordnete Programme wie Configuration Manager 2007-Standardsoftwarepakete. Die erforderlichen Programme sind im virtuellen Anwendungspaket enthalten. Aus diesem Grund ist es nicht erforderlich, einzelne Programme anzugeben, wenn Sie virtuelle Anwendungspakete verteilen.

Vorbereiten eines Configuration Manager-Clients für die Ausführung von virtuellen Anwendungspaketen

Sie müssen den Client-Agent für angekündigte Programme aktivieren, damit virtuelle Anwendungspakete auf Configuration Manager 2007-Clients ausgeführtwerden können. Weitere Informationen zum Aktivieren des Client-Agent für angekündigte Programme zum Ausführen virtueller Anwendungspakete finden Sie unter Konfigurieren des Client-Agents für angekündigte Programme zum Ausführen virtueller Anwendungen.

Der Client-Agent für angekündigte Programme legt fest, welche angekündigten virtuellen Anwendungspakete für den Client oder den Benutzer geeignet sind. Wenn eine Ankündigung gefunden wird und das Paket zur Ausführung bereit ist, stellt der Agent eine Verbindung mit einem verfügbaren Verteilungspunkt her, um das Paket herunterzuladen und lokal auszuführen, oder er führt das Paket direkt vom Verteilungspunkt aus. Wenn Sie virtuelle Anwendungspakete zum Download und zur lokalen Ausführung auf dem Zielcomputer konfigurieren, werden sie im Configuration Manager 2007-Clientcache gespeichert. Die Standardgröße für den Configuration Manager 2007-Clientcache beträgt 5 GB. Abhängig von der Größe und Anzahl der virtuellen Anwendungspakete, die Sie in der Configuration Manager 2007-Umgebung bereitstellen, sollten Sie die Größe des Standardcache erhöhen. Weitere Informationen zum Konfigurieren des Configuration Manager 2007-Clientcache finden Sie unter Konfigurieren des Ordners für temporäre Programmdownloads (Cache) für Configuration Manager-Clients Es verbleibt immer nur die aktuelle Version eines virtuellen Anwendungspakets im Clientcache. Beim Start einer neueren Version eines virtuellen Anwendungspakets werden alle Vorgängerversionen gelöscht, und die aktuelle Version wird im Clientcache abgelegt. Wenn eine virtuelle Anwendung gelöscht wird, wird das virtuelle Anwendungspaket ebenfalls aus dem Clientcache gelöscht.

Der Client-Agent für angekündigte Programme steuert, wie Clients nach angekündigten Paketen suchen und wie sie sich verhalten, wenn ein angekündigtes Paket verfügbar ist oder planmäßig ausgeführt werden soll. Durch die Konfiguration des Client-Agents für angekündigte Programme können Sie dieses Clientverhalten sowie andere Clienteinstellungen und Ausführungsoptionen angeben.

Außerdem müssen Sie die Configuration Manager 2007 SP1-Clientsoftware und den Microsoft Application Virtualization Desktop 4.5-Client installieren, damit virtuelle Anwendungspakete auf Zielcomputern ausgeführt werden können. Weitere Informationen zur Installation von Configuration Manager 2007-Clientsoftware finden Sie unter Aufgaben für die Installation von Configuration Manager-Clients bzw. Installieren von Microsoft Application Virtualization Client. Auf den Zielcomputern muss als Betriebssystem Windows XP oder höher bzw. Windows Server 2003 oder höher verwendet werden, damit virtuelle Anwendungspakete ausgeführt werden können.

Wenn Sie zum Bereitstellen eines virtuellen Anwendungspakets den Tasksequenzschritt Software installieren verwenden und die Ankündigung auf den Modus Download bei Bedarf setzen, behält Configuration Manager 2007 das virtuelle Anwendungspaket nicht im Configuration Manager 2007-Clientcache.

Aktivieren von Streaming für virtuelle Anwendungspakete

Wenn Sie virtuelle Anwendungspakete direkt von einem Verteilungspunkt ausführen möchten, müssen Sie einen verfügbaren Verteilungspunkt für das Streaming virtueller Anwendungspakete aktivieren. Wenn Sie Streaming aktivieren, werden virtuelle Anwendungspakete in der Paketfreigabe von Configuration Manager 2007 gespeichert, und alle auf dem Verteilungspunkt vorhandenen virtuellen Anwendungspakete werden durch die aktuelle Version ersetzt. Configuration Manager 2007-Clients führen die zugewiesenen virtuellen Anwendungspakete direkt vom Verteilungspunkt über das Netzwerk aus, bis das virtuelle Anwendungspaket auf dem Zielcomputer im Cache gespeichert wurde.

noteHinweis
Das Streaming virtueller Anwendungspakete zu Configuration Manager 2007-Arbeitsgruppenclients wird nicht unterstützt.

Wenn Streaming aktiviert ist, wird eine separate Kopie der SFT-Datei des zugehörigen virtuellen Anwendungspakets im Streamingcache-Speicherort abgelegt, damit die ursprüngliche Paketquelle aktualisiert werden kann, ohne aktive Streamingsitzungen unterbrechen zu müssen. Wenn Sie das Streaming für einen Verteilungspunkt deaktivieren, werden sämtliche Kopien der SFT-Datei aus dem Streamingcache-Speicherort gelöscht. Configuration Manager 2007-Clients müssen mit einem Configuration Manager 2007-Verteilungspunkt verbunden sein, damit sie virtuelle Anwendungspakete streamen können. Weitere Informationen zum Aktivieren von Verteilungspunkten für Streaming finden Sie unter Aktivieren des Streamings für virtuelle Softwarepakete. Streaming wird auch für Configuration Manager 2007-Clients unterstützt, die einem Zweigverteilungspunkt zugewiesen sind. Weitere Informationen zu Zweigverteilungspunkten finden Sie unter Konfigurieren von Zweigverteilungspunkten.

ImportantWichtig
Configuration Manager 2007-Clients, die Zweigverteilungspunkten zugewiesen sind, führen virtuelle Anwendungspakete unabhängig vom Configuration Manager 2007-Standortmodus mithilfe von SMB-Dateistreaming aus.

Die Verbindung mit und das Ausführen von virtuellen Anwendungspaketen wird bei Configuration Manager 2007-Clients in Umgebungen im gemischten Modus über Port 80 (HTTP) und in Umgebungen im einheitlichen Modus über Port 443 (HTTPS) abgewickelt. Für Verbindungen mit und das Ausführen von virtuellen Anwendungspaketen von Zweigverteilungspunkten aus wird jedoch Server Message Block (SMB) verwendet. In folgender Tabelle wird gezeigt, wie Zielcomputer abhängig vom Modus des Configuration Manager 2007-Standorts Verbindungen zu virtuellen Anwendungspaketen herstellen und diese ausführen:

 

Art des Verteilungspunkts Standardport, Protokoll

Standardverteilungspunkt in einer Umgebung im gemischten Modus

80, HTTP

Standardverteilungspunkt in einer Umgebung im einheitlichen Modus

443, HTTPS

Zweigverteilungspunkt in einer Umgebung im gemischten Modus

SMB

Zweigverteilungspunkt in einer Umgebung im einheitlichen Modus

SMB

Das Streaming virtueller Anwendungspakete wird nicht unterstützt, wenn die .sft-Datei weniger als 1 KB beträgt.

noteHinweis
Wenn die virtuellen Anwendungspakete nur auf die Zielcomputer heruntergeladen und dort ausgeführt werden sollen, ist es nicht erforderlich, einen Verteilungspunkt für das Streaming zu konfigurieren.

Ankündigen eines virtuellen Anwendungspakets

Sie können ein virtuelles Anwendungspaket für eine beliebige Configuration Manager 2007-Sammlung ankündigen. Standardmäßig werden virtuelle Anwendungspakete auch zugeordneten untergeordneten Sammlungen verfügbar gemacht. Jeder Zielcomputer in der Sammlung erhält die Ankündigung, und alle erforderlichen Anwendungen sind im virtuellen Anwendungspaket enthalten.

Der Configuration Manager 2007-Client verwendet normale Configuration Manager 2007-Clientabfragemethoden, um nach der Ankündigung zu suchen. Weitere Informationen zu Configuration Manager 2007-Clientabfragemethoden, finden Sie unter Initiieren des Richtlinienabrufs für einen Configuration Manager-Client.

Sie können auch eine Tasksequenz zum Bereitstellen eines virtuellen Anwendungspakets verwenden. Wenn Sie eine Tasksequenz zum Bereitstellen eines virtuellen Anwendungspakets verwenden, brauchen Sie kein dem Paket zugeordnetes Programm anzugeben, da alle erforderlichen Programme im virtuellen Anwendungspaket enthalten sind. Weitere Informationen zum Installieren von Software mithilfe einer Tasksequenz finden Sie unter Installieren von Softwarepaketen als Teil einer Tasksequenz. Wenn Sie ein virtuelles Anwendungspaket zur Installation als Teil einer Tasksequenz auswählen, ist die zugehörige Zeile Programm nicht verfügbar. Sie müssen die Tasksequenz des virtuellen Anwendungspakets ankündigen. Wenn Sie das Streaming des virtuellen Anwendungspakets planen, wählen Sie beim Ankündigen der Tasksequenz die Option Auf Inhalt direkt von einem Verteilungspunkt aus zugreifen, wenn er von der ausgeführten Tasksequenz benötigt wird aus. Wenn Ihre Zielcomputer virtuelle Anwendungspakete lokal ausführen sollen, wählen Sie Alle Inhalte vor dem Start der Tasksequenz lokal herunterladen oder Inhalt lokal herunterladen, wenn er von der ausgeführten Tasksequenz benötigt wird aus. Wenn Sie Inhalt lokal herunterladen, wenn er von der ausgeführten Tasksequenz benötigt wird auswählen, wird das virtuelle Anwendungspaket von der Configuration Manager 2007-Tasksequenz in einen temporären Cachespeicherort auf dem Zielcomputer gespeichert, registriert und in den Microsoft Application Virtualization (App-V)-Cache geladen. Anschließend wird das Paket im temporären Cachespeicherort gelöscht. Damit Sie diese Option verwenden können, muss der App-V-Registrierungseintrag RequireAuthorizationIfCached deaktiviert werden.

Ausführen eines virtuellen Anwendungspakets

Ein virtuelles Anwendungspaket kann direkt von einem Verteilungspunkt ausgeführt werden, was als Streaming bezeichnet wird. Alternativ können Sie die Ankündigungen für das virtuelle Anwendungspaket so konfigurieren, dass der Configuration Manager 2007-Client die Anwendung herunterlädt und lokal ausführt.

Wenn Sie ein Streaming virtueller Anwendungspakete von einem Verteilungspunkt aus planen, sollten Sie die verfügbare Bandbreite berücksichtigen, da über das Netzwerk auf die Anwendung zugegriffen und sie im Netzwerk ausgeführt wird. Das Streaming virtueller Anwendungspakete über eine langsame Netzwerkerverbindung wird nicht unterstützt. Wenn Sie die Ankündigungen so konfigurieren wollen, dass der Configuration Manager 2007-Client das virtuelle Anwendungspaket herunterlädt und lokal ausführt, müssen Sie sicherstellen, dass im Configuration Manager 2007-Clientcache ausreichend Speicherplatz für das Speichern des virtuellen Anwendungspakets zur Verfügung steht.

Wenn Sie vorhaben, ein virtuelles Anwendungspaket auszuführen, für das die „Dynamic Suite Composition“ erforderlich ist, müssen Sie in der Ankündigung für das virtuelle Anwendungspaket die Option Inhalt vom Verteilungspunkt herunterladen und lokal ausführen aktivieren. Die „Dynamic Suite Composition“ ist ein Feature der Microsoft Application Virtualization-Plattform, das es virtuellen Anwendungspaketen ermöglicht, lokal installierten, abhängigen Plug-Ins oder Middlewarepaketen den Zugriff auf die virtuelle Umgebung zu gewähren.

Aktualisieren eines virtuellen Anwendungspakets

Sie können virtuelle Anwendungspakete aktualisieren, die in Configuration Manager 2007 für eine neue Version der Anwendung importiert wurden oder um Service Packs oder Softwareupdates anzuwenden. Wenn Sie jedoch mehrere Versionen derselben Anwendung benötigen, müssen Sie eine neue sequenzierte Anwendung erstellen und diese in Configuration Manager 2007 importieren. Beim Aktualisieren eines virtuellen Anwendungspakets bewertet Configuration Manager 2007 die Datenquelle für das Paket und nimmt die erforderlichen Dateiupdates für die angekündigte Anwendung vor. Configuration Manager 2007-Clients müssen die virtuelle Anwendung neu starten, damit die aktualisierte Version zur Verfügung steht. Weitere Informationen zum Aktualisieren virtueller Anwendungspakete finden Sie unter Aktualisieren eines vorhandenen virtuellen Anwendungspakets.

Löschen eines virtuellen Anwendungspakets

Zum Löschen eines virtuellen Anwendungspakets müssen Sie im Assistenten zum Erstellen eines neuen virtuellen Anwendungspakets auf der Seite Allgemein die Option Dieses virtuelle Anwendungspaket entfernen, wenn es nicht mehr angekündigt wird auswählen. Danach können Sie ein virtuelles Anwendungspaket aus Configuration Manager 2007-Clients löschen, indem Sie die zugeordnete Ankündigung löschen. Durch Entfernen der Ankündigung aus der ihr zugeordneten Sammlung wird das virtuelle Anwendungspaket aus allen Computern in der Sammlung entfernt, die die Ankündigung erhalten haben.

noteHinweis
Wenn Sie Configuration Manager 2007 R2 deinstallieren, werden die vorhandenen virtuellen Anwendungspakete nicht von den Zielcomputern und Verteilungspunkten entfernt.

Wenn Sie das Paket von einem Computer entfernen wollen, müssen Sie den Computer aus der Sammlung entfernen, die die Ankündigung erhält. Weitere Informationen zum Entfernen virtueller Anwendungspakete finden Sie unter Löschen eines virtuellen Anwendungspakets aus einem Configuration Manager-Client.

Tools für virtuelle Anwendungspakete

In der folgenden Liste werden die Namen und eine kurze Beschreibung der Tools aufgeführt, die zum Verwalten der virtuellen Anwendungspakete in Ihrer Configuration Manager 2007-Umgebung zur Verfügung stehen. Standardmäßig befinden sich diese Dateien im folgenden Verzeichnis: <ConfigMgr-Installationspfad>\SMS\Tools\Virtuelle Anwendungen.

  • ManageVAppPackage.vbs: Mit der Datei ManageVAppPackage.vbs können Sie ein vorhandenes virtuelles Anwendungspaket aktualisieren oder eine neue virtuelle Anwendung importieren.

  • SetRetensionRules.vbs: Mit der Datei SetRetensionRules.vbs können Sie die Beibehaltungsrichtlinie für virtuelle Anwendungspakete in Configuration Manager 2007 konfigurieren.

  • AppVirtMgmtClient.sms: Mit der Datei AppVirtMgmtClient.sms können Sie ein Configuration Manager 2007-Paket für die Installation des App-V-Clients erstellen.

  • AppVirtMgmtSequencer.sms: Mit der Datei AppVirtMgmtSequencer.sms können Sie den App-V Sequencer in Ihrer Configuration Manager 2007-Umgebung installieren.

Weitere Informationen zur Verwendung dieser Tools finden Sie in der Configuration Manager 2007-Infodatei zu Tools für virtuelle Anwendungspakete. Diese Infodatei wird angezeigt, wenn Sie die Datei im Verzeichnis <ConfigMgr-Installationspfad>\SMS\Tools\Virtuelle Anwendungen die Datei VAppPackageToolsReadme.htm öffnen.

Berichte zu virtuellen Anwendungspaketen

Es gibt sieben unterschiedliche Berichttypen, die Daten über virtuelle Anwendungspakete in Configuration Manager 2007 abrufen. In der folgenden Liste werden der Name und die zugehörige Kategorie für jeden einzelnen Bericht aufgeführt:

  • Computer mit einem bestimmten virtuellen Anwendungspaket – Virtuelle Anwendungen

  • Anzahl aller Instanzen von virtuellen Anwendungspaketen – Virtuelle Anwendungen

  • Computer mit einer bestimmten virtuellen Anwendung – Virtuelle Anwendungen

  • Anzahl aller Instanzen virtueller Anwendungen – Virtuelle Anwendungen

  • Alle Verteilungspunkte mit aktiviertem Streaming virtueller Anwendungen – Softwareverteilung – Pakete

  • Alle virtuellen Anwendungspakete im Streamingspeicher eines Verteilungspunkts – Softwareverteilung – Pakete

  • Verteilungsstatus des Streamingspeichers eines bestimmten virtuellen Anwendungspakets – Softwareverteilung – Pakete

Diese Berichte liefern Ihnen Informationen zur Nutzung und Verteilung der virtuellen Anwendungspakete in einer Configuration Manager 2007-Umgebung. Weitere Informationen zu Berichten zu virtuellen Anwendungspaketen finden Sie unter Informationen zu Featureberichten für die Softwareverteilung.

Siehe auch

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com
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