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Ändern von Benutzerkonfigurationen nach der Installation von Office 2010

 

Gilt für: Office 2010

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2011-10-12

In diesem Artikel wird beschrieben, wie an einer vorhandenen Installation von Microsoft Office 2010 Änderungen vorgenommen werden.

Inhalt dieses Artikels:

Nach der Installation von Office 2010 auf den Computern der Benutzer können Sie mit demselben Tool wie bei der ursprünglichen Anpassung der Installation Änderungen an der Installation vornehmen. Durch Ausführen des Office-Anpassungstools (OAT) und Erstellen oder Ändern einer Setupanpassungsdatei (MSP-Datei) können Sie die Office-Installation anpassen, indem Sie z. B. Features hinzufügen oder entfernen, Benutzereinstellungen ändern oder Dateien oder Registrierungseinträge hinzufügen oder entfernen.

In Office 2010 sind zwei architekturspezifische Versionen des Office-Anpassungstools verfügbar: eine Version für die 32-Bit-Version von Office 2010 und eine Version für die 64-Bit-Version von Office 2010. Die 64-Bit-Version des OAT unterstützt 64-Bit-Clienteditionen von Office 2010 und weist dieselbe Benutzeroberfläche sowie dieselben Funktionen und konfigurierbaren Einstellungen wie die 32-Bit-Version auf. Zum Ausführen der 32-Bit- bzw. 64-Bit-Version des Office-Anpassungstools verwenden Sie denselben Befehl. Wenn Sie z. B. die 32-Bit-Version des Office-Anpassungstools ausführen möchten, führen Sie wie im folgenden Beispiel dargestellt die Befehlszeile setup.exe /admin im Ordner x86 (32 Bit) aus: \\Server\Freigabe\Office14\x86\setup.exe /admin. Zum Ausführen der 64-Bit-Version des Office-Anpassungstools führen Sie die Befehlszeile setup.exe /admin im Ordner x64 (64 Bit) aus. Weitere Informationen zur 64-Bit-Version von Office 2010 finden Sie unter 64-Bit-Editionen von Office 2010. Weitere Informationen zum Office-Anpassungstool finden Sie unter Office-Anpassungstool in Office 2010.

HinweisNote
Wenn Sie eine ursprüngliche Setupanpassungsdatei (MSP-Datei) für ein Office 2010-Produkt (z. B. Microsoft Office Professional Plus 2010) erstellt haben und die Installation später ändern möchten, indem Sie Language Packs hinzufügen, können Sie dazu das Importfeature des OAT verwenden. In solchen Fällen fügen Sie zunächst die Language Packs dem Netzwerkinstallationspfad hinzu, der die Quelldateien des Office-Produkts enthält. Anschließend führen Sie das OAT vom Stamm des Netzwerkinstallationspfads aus und erstellen eine neue Setupanpassungsdatei für das betreffende Produkt. Dann importieren Sie die ursprüngliche MSP-Datei, die zuvor für Office Professional Plus 2010 erstellt wurde. Weitere Informationen finden Sie unter So importieren Sie eine MSP-Anpassungsdatei zum Hinzufügen von Sprachen zu einer vorhandenen Installation in Importieren einer Office 2010-Setupanpassungsdatei. Weitere Informationen zum Netzwerkinstallationspfad finden Sie unter Erstellen eines Netzwerkinstallationspfads für Office 2010.

Sie können für Microsoft Outlook nicht nur mithilfe des Office-Anpassungstools Änderungen an der Installation vornehmen, sondern auch Outlook-Profile aktualisieren, indem Sie eine neue Outlook-Profildatei (PRF) verteilen. Wenn Sie beispielsweise bei der Installation von Microsoft Outlook 2010 eine PRF-Datei mit den Outlook-Profilkonfigurationen der Benutzer gespeichert haben und geringfügige Änderungen am Profil vornehmen, können Sie die Änderung in der PRF-Datei vornehmen und die Datei an Benutzer verteilen. Weitere Informationen zum Aktualisieren von Profilen mithilfe einer PRF-Datei finden Sie unter Anpassen von Outlook-Profilen mit einer Outlook-Profildatei (PRF).

Führen Sie den folgenden Vorgang aus, um eine vorhandene Installation von Office 2010 anzupassen.

So passen Sie die Installation an
  1. Führen Sie im Stammverzeichnis des Netzwerkinstallationspfads mit den Quelldateien die folgende Befehlszeile aus, um das OAT zu starten: \\Server\Freigabe\setup.exe /admin

  2. Wählen Sie im Dialogfeld Produkt auswählen das anzupassende Produkt aus, und klicken Sie auf OK.

  3. Wählen Sie im linken Bereich einen Anpassungsbereich aus, klicken Sie auf die anzupassende Option, und passen Sie anschließend die Option im rechten Bereich an.

    Wenn Sie beispielsweise Microsoft Access 2010 aus der Installation entfernen möchten, suchen Sie im rechten Bereich nach Features, und klicken Sie dann auf Featureinstallationstatus festlegen. Erweitern Sie im rechten Bereich Microsoft Office, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Microsoft Office Access, und wählen Sie Nicht verfügbar aus.

  4. Wenn Sie die Anpassung der Installation abgeschlossen haben, klicken Sie im Menü Datei auf Speichern unter.

  5. Geben Sie für die Anpassungsdatei einen eindeutigen Namen mit der Dateierweiterung .msp an, und klicken Sie auf Speichern.

  6. Stellen Sie die Setupanpassungsdatei (MSP) auf den Computern der Benutzer bereit, und wenden Sie sie an. Weitere Informationen finden Sie unter Anwenden von Setupanpassungsdateien (MSP) auf vorhandene Installationen.

Wenn Sie später weitere Änderungen an einer vorhandenen Installation vornehmen möchten, können Sie das Office-Anpassungstool verwenden, um eine neue Wartungsanpassungsdatei (MSP) zu erstellen. Möglicherweise möchten Sie z. B. vorhandene Featureinstallationsstatus ändern.

Als bewährte Methode zum Ändern von vorhandenen Featureinstallationsstatus in einer vorhandenen Installation von Office 2010 wird empfohlen, dass Sie eine neue Setupanpassungsdatei (MSP) erstellen, um nur die Änderungen vorzunehmen, die Sie implementieren möchten. Um unerwartete Ergebnisse zu vermeiden, müssen Sie nur die gewünschten Änderungen angeben. Beispielsweise können Sie eine Setupanpassungsdatei (MSP) erstellen, um das Access-Feature nach der Installation hinzuzufügen, indem Sie das Office-Anpassungstool starten und eine neue MSP-Datei für das Produkt erstellen. Wählen Sie im linken Bereich des Office-Anpassungstools unter Features die Option Featureinstallationsstatus festlegen aus. Erweitern Sie im rechten Bereich Microsoft Office, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Microsoft Office Access, und wählen Sie anschließend Von 'Arbeitsplatz' ausführen aus. Klicken Sie dann im Menü Datei auf Speichern unter, und geben Sie einen Pfad und einen Dateinamen für die MSP-Anpassungsdatei an.

Da die vom Office-Anpassungstool erstellte Setupanpassungsdatei ein Windows Installer-Paket (MSP) ist, können Sie die Datei auf Benutzercomputern genauso anwenden wie ein Softwareupdate. Die Office-Installation wird mithilfe der in der MSP-Datei definierten Anpassungen geändert. In den folgenden Abschnitten wird beschrieben, wie MSP-Anpassungsdateien in vorhandenen Office-Installationen bereitgestellt werden, und das Sequenzverhalten von Anpassungspatches wird erläutert.

Sie müssen die MSP-Datei direkt auf dem Computer des Benutzers anwenden, um sie auf vorhandene Installationen anwenden zu können. Es ist nicht möglich, die Setupanpassungsdatei auf vorhandene Installationen anzuwenden, indem Sie die MSP-Datei im Ordner Updates ablegen und Setup erneut auf dem Benutzercomputer ausführen oder Setup unter Angabe der Anpassungsdatei über die Befehlszeile ausführen.

Benutzer können die Setupanpassungsdatei (MSP) beispielsweise durch Doppelklicken auf die MSP-Datei oder durch Ausführen von msiexec mit der Option /p an einer Eingabeaufforderung anwenden, wie im folgenden Beispiel veranschaulicht:

msiexec.exe /p \\Server\Freigabe\custom.msp

Weitere Informationen zu Windows Installer-Befehlszeilenoptionen finden Sie unter Windows Installer-Befehlszeilenoptionen (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=162945&clcid=0x407).

Sie können auch ein Bereitstellungsverwaltungsprogramm, z. B. Microsoft System Center Configuration Manager 2007, zum Bereitstellen der Setupanpassungsdateien verwenden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des System Center Configuration Manager TechCenter (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=162933&clcid=0x407).

Windows Server Update Services (WSUS) kann zwar zum Bereitstellen von Softwareupdates verwendet werden, Sie können WSUS jedoch nicht zum Bereitstellten von MSP-Setupanpassungsdateien verwenden.

Bei jedem Speichern einer MSP-Anpassungsdatei im Office-Anpassungstool wird die Patchsequenznummer der Anpassungsdatei mit dem aktuellen Datums- und Zeitstempel des Computers aktualisiert, und für das Patch wird eine neue GUID (Globally Unique Identifier) generiert. Die MSP-Dateien des Office-Anpassungstools werden chronologisch gemäß ihrem jeweiligen Zeitstempel angewendet.

Stellen Sie sich das Verhalten beim Einreihen in die Verarbeitungsreihenfolge anhand des folgenden Beispiels vor: Angenommen, Sie haben die folgenden MSP-Wartungsdateien erstellt:

  1. Eine MSP-Datei des Office-Anpassungstools mit dem Namen access-deinstallieren.msp, in der Sie Microsoft Office Access auf Nicht verfügbar festgelegt haben. Diese Datei wird zuerst gespeichert, sodass sie eine niedrigere Patchsequenznummer und einen älteren Datums- und Zeitstempel besitzt. Diese MSP-Datei wird zuerst angewendet, und Access wird auf den Benutzercomputern auf Nicht verfügbar festgelegt.

  2. Eine MSP-Datei des Office-Anpassungstools mit dem Namen access-installieren.msp, in der Sie Microsoft Office Access auf Alle von 'Arbeitsplatz' ausführen festgelegt haben. Diese Datei wird zuletzt gespeichert, sodass sie eine höhere Patchsequenznummer und einen neueren Datums- und Zeitstempel besitzt. Diese MSP-Datei wird nach der ersten MSP-Datei des Office-Anpassungstools access-deinstallieren.msp angewendet. Daher wird Access auf den Benutzercomputern auf Alle von 'Arbeitsplatz' ausführen festgelegt.

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