Befehlszeilenoptionen von Oscdimg

Betrifft: Windows Vista

Oscdimg ist ein Befehlszeilentool für die Erstellung einer Abbilddatei (.iso) einer angepassten 32-Bit- oder 64-Bit-Version von Windows PE. Diese ISO-Datei kann anschließend auf eine CD-ROM oder DVD-ROM gebrannt werden. Oscdimg unterstützt die Dateisysteme ISO 9660, Joliet und Universal Disk Format (UDF).

noteHinweis
Es genügt nicht, die ISO-Datei einfach auf die CD-ROM zu kopieren. Zum Erstellen einer startfähigen CD-ROM müssen Sie CD-Aufnahmesoftware verwenden, die die ISO-Datei entpackt und auf eine CD-ROM brennt.

Befehlszeilenoptionen von Oscdimg

Für Oscimg sind die folgenden Befehlszeilenoptionen verfügbar:

oscdimg [Optionen] QuellverzeichnisZieldatei

 

Option Beschreibung

-a

Zeigt die Zuordnungszusammenfassung für Dateien und Verzeichnisse an.

-b Speicherort

Gibt den Ort der El Torito-Startsektordatei an. Verwenden Sie keine Leerzeichen, beispielsweise -bC:\Directory\Etfsboot.com.

-c

Gibt an, dass ANSI- anstelle von OEM-Dateinamen zu verwenden sind.

-d

Erzwingt keine Konvertierung von in Kleinschreibung angegebenen Dateinamen in Großschreibung.

-e

Mit dieser Option wird bestimmt, dass im El Torito-Katalog keine Diskettenemulation verwendet wird. Diese Option ist nur für Abbilder von Einzelstarteinträgen verfügbar und kann nicht mit Optionen für Multiboot-Einträge kombiniert werden.

-g

Verwendet statt der lokalen Uhrzeit für alle Dateien das Format UTC (Universal Coordinated Time).

-h

Schließt ausgeblendete Dateien und Verzeichnisse ein.

-j1

Codiert Joliet-Unicode-Dateinamen und erstellt DOS-kompatible 8.3 -Dateinamen im ISO 9660-Namespace. Diese Dateinamen können entweder mit Joliet-Systemen oder herkömmlichen ISO 9660-Systemen gelesen werden, doch mit Oscdimg werden möglicherweise einige der Dateinamen im ISO 9660-Namespace geändert, damit sie DOS 8.3 und/oder ISO 9660-Benennungseinschränkungen entsprechen.

Bei Verwendung der Optionen -j1, -j2 oder -js sind die Optionen -d, -n und -nt nicht gültig und nicht verfügbar.

-j2

Codiert Joliet-Unicode-Dateinamen ohne standardmäßige ISO 9660-Namen. (Erfordert ein Joliet-Betriebssystem zum Lesen der Dateien von der CD-ROM.)

Bei Verwendung der Optionen -j1, -j2 oder -js sind die Optionen -d, -n und -nt nicht gültig und nicht verfügbar.

-js

Die Standardtextdatei wird außer Kraft gesetzt, die mit der Option -j2 verwendet wird, beispielsweise -jsc:\Readme.txt.

Bei Verwendung der Optionen -j1, -j2 oder -js sind die Optionen -d, -n und -nt nicht gültig und nicht verfügbar.

-k

Erstellt ein Abbild, auch wenn einige der Quelldateien nicht geöffnet werden können.

-l Bezeichnung

Gibt die Volumebezeichnung an. Verwenden Sie keine Leerzeichen zwischen der Option l und Bezeichnung.

Beispiel: -lMYLABEL

-m

Ignoriert die maximal zulässige Größe eines Abbilds.

-maxsize: Beschränkung

Die standardmäßige maximale Abbildgröße wird außer Kraft gesetzt. Als Standard wird eine 74-Minuten-CD angenommen. Bei Verwendung von UDF hingegen gilt standardmäßig keine Größenbeschränkung. Der zulässige Maximalwert wird in Megabyte (MB) angegeben. Beispielsweise wird die Abbildgröße durch -maxsize:4096 auf 4096 MB beschränkt.

Die Option -m ist nicht in Kombination mit dieser Option verfügbar.

-n

Ermöglicht lange Dateinamen.

-nt

Aktiviert lange Dateinamen, die mit Windows NT 3.51 kompatibel sind.

-o

Optimiert die Speicherung durch lediglich einmaliges Codieren doppelter Dateien mithilfe eines MD5-Hashalgorithmus für Dateivergleiche.

-oc

Optimiert die Speicherung durch lediglich einmaliges Codieren von doppelten Dateien durch einen binären Vergleich jeder Datei. Diese Option ist langsamer als -o.

-oi

Optimiert den Speicher, indem doppelte Dateien nur ein Mal codiert werden. Beim Vergleichen von Dateien werden die Zeitstempel der Diamond-Komprimierung ignoriert.

-os

Optimiert den Speicher, indem doppelte Dateien nur ein Mal codiert werden. Beim Erstellen des Abbilds werden doppelte Dateien angezeigt.

-ois

Optimiert den Speicher, indem doppelte Dateien nur ein Mal codiert werden. Beim Vergleichen von Dateien werden die Zeitstempel der Diamond-Komprimierung ignoriert. Beim Erstellen des Abbilds werden doppelte Dateien angezeigt.

-p

Gibt den Wert für die Plattform-ID im El Torito-Katalog an. Der Standard lautet 0x00 und stellt die x86-Plattform dar. Diese Option ist nur für Abbilder von Einzelstarteinträgen verfügbar und kann nicht mit Optionen für Multiboot-Einträge kombiniert werden.

-q

Durchsucht nur die Quelldateien; ein Abbild wird nicht erstellt.

-t mm/tt/jjjj, hh:mm:ss

Gibt den Zeitstempel für alle Dateien und Verzeichnisse an. Verwenden Sie keine Leerzeichen. Verwenden Sie das US-Datumsformat und ein 24-Stunden-Zeitformat. Sie können zwischen den Elementen beliebige Trennzeichen verwenden.

Beispiel:

-t12/31/2000,15:01:00

-u1

Erstellt ein Abbild, das sowohl über das UDF- als auch über das ISO 9660-Dateisystem verfügt. Das ISO 9660-Dateisystem wird mit DOS 8.3-kompatiblen Dateinamen geschrieben. Das UDF-Dateisystem wird mit Unicode-Dateinamen geschrieben. Diese Option ist nicht mit den Optionen -n, -nt oder -d kombinierbar.

-u2

Erstellt ein Abbild, auf dem sich lediglich das UDF-Dateisystem befindet. In jedem System, mit dem UDF nicht gelesen werden kann, wird der Benutzer in einer Standardtextdatei benachrichtigt, dass dieses Abbild nur auf Computern mit UDF-Untersützung verfügbar ist. Diese Option ist nicht mit den Optionen -n, -nt oder -d kombinierbar.

-ur

Die Standardtextdatei wird außer Kraft gesetzt, die mit der Option -u2 verwendet wird. Beispiel: -urc:\Readme.txt

Diese Option ist nicht mit den Optionen -n, -nt oder -d kombinierbar.

-us

Erstellt Dateien mit geringer Datendichte (wenn verfügbar). Diese Option kann nur in Kombination mit -u2 verwendet werden. Diese Option ist nicht mit den Optionen -n, -nt oder -d kombinierbar.

-ue

Erstellt eingebettete Dateien. Diese Option kann nur in Kombination mit -u2 verwendet werden. Diese Option ist nicht mit den Optionen -n, -nt oder -d kombinierbar.

-uf

Bettet Einträge für UDF-Dateikennungen ein. Diese Option kann nur in Kombination mit -u2 verwendet werden. Diese Option ist nicht mit den Optionen -n, -nt oder -d kombinierbar.

-uv

Gibt die Kompatibilität der UDF-Videozone während der Erstellung einer Video- oder Audio-DVD an. UDF 1.02 und ISO 9660 werden demzufolge auf den Datenträger geschrieben. Zudem werden alle Dateien in den Verzeichnissen VIDEO_TS, AUDIO_TS und JACKET_P zuerst geschrieben. Diese Verzeichnisse besitzen Vorrang vor allen anderen Sortierregeln für dieses Abbild. Diese Option ist nicht mit den Optionen -n, -nt, -d, -j1, -j2, -js, -u1, -u2, -ur, -us, -ue, -uf oder -yl kombinierbar.

-ut

Verkürzt den ISO 9660-Bereich des Abbilds während der Erstellung einer Video- oder Audio-DVD. Bei Verwendung dieser Option werden im ISO 9660-Dateisystem nur die Verzeichnisse VIDEO_TS, AUDIO_TS und JACKET_P angezeigt. Diese Option ist nicht mit den Optionen -n, -nt, -d, -j1, -j2, -js, -u1, -u2, -ur, -us, -ue, -uf oder -yl kombinierbar.

-w1

Zeigt alle Dateinamen oder -tiefen an, die nicht ISO- oder Joliet-kompatibel sind.

-w2

Zeigt alle Dateinamen an, die nicht mit DOS kompatibel sind.

-w3

Zeigt alle Dateien mit einer Länge von null an.

-w4

Zeigt jeden Dateinamen an, der in das Abbild kopiert wird.

-x

Berechnet und codiert den automatischen CRC-Wert im Abbild.

-yd

Unterdrückt Warnungen aufgrund nicht identischer Dateien mit derselben ursprünglichen Größe von 64.000 Byte.

-yl

Gibt lange anstelle von kurzen Zuordnungsbeschreibungen an. Diese Option ist nicht mit den Optionen -n, -nt oder -d kombinierbar.

-y5

Gibt das Dateilayout auf dem Datenträger an. Mit dieser Option werden alle Dateien zuerst und in umgekehrter Sortierreihenfolge in ein i386-Verzeichnis geschrieben.

-y6

Gibt an, dass die Verzeichniseinträge am Ende der Sektoren genau ausgerichtet werden müssen.

-yo

Gibt das Dateilayout auf dem Datenträger an. Mit dieser Option wird eine Textdatei angegeben, die ein Layout für die in das Abbild einzufügenden Dateien besitzt. Die Regeln für diese Datei werden unten aufgeführt.

  1. Für die Sortierdatei gilt ANSI.

  2. Die Sortierdatei muss in einer neuen Zeile enden.

  3. Die Sortierdatei muss eine Datei pro Zeile enthalten.

  4. Jede Datei muss relativ zum Stamm des Abbilds angegeben werden.

  5. Jede Datei muss mit einem langen Dateinamen angegeben werden. Kurze Namen sind nicht zulässig.

  6. Jeder Dateipfad darf einschließlich des Volumenamens maximal MAX_PATH lang sein.

Unter Umständen sind nicht alle Dateien in der Sortierdatei aufgeführt. Alle in dieser Datei nicht aufgeführten Dateien sind so zu sortieren, als wäre keine Sortierdatei vorhanden.

ImportantWichtig
Die Option -yo besitzt Vorrang vor der Option -y5.

-yw

Öffnet Quelldateien mit Schreibfreigabe.

Quellverzeichnis

Erforderlich. Gibt den Speicherort der Dateien an, die in eine ISO-Datei eingefügt werden sollen.

Zieldatei

Gibt den Namen der ISO-Abbilddatei an.

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