Exemplarische Vorgehensweise: Erstellen eines startbaren Windows PE-RAM-Datenträgers auf CD-ROM

Betrifft: Windows Vista

In diesem Verfahren wird exemplarisch beschrieben, wie Sie mithilfe des Skripts Copype.cmd einen startbaren Windows PE-RAM-Datenträger auf CD-ROM erstellen. Mit einem Windows PE-RAM-Datenträger können Sie einen Computer zu Bereitstellungs- und Wiederherstellungszwecken starten. Windows PE RAM-Datenträger werden beim Starten direkt in den Arbeitsspeicher geladen, was Ihnen ermöglicht, das Windows PE-Medium nach dem Starten des Computers zu entfernen.

noteHinweis
Bei dieser Methode können Sie direkt im Speicher starten, und es wird der Laufwerkbuchstabe X zugewiesen, der nicht dem Medium (USB-Flashlaufwerk oder CD-ROM) entspricht, von dem Sie gestartet haben. Stellen Sie sicher, dass ausreichend Speicher zur Unterstützung der Größe des Windows PE-Abbilds plus aller zusätzlichen Speicheranforderungen vorhanden ist (beispielsweise zum Ausführen von benutzerdefinierten Anwendungen, für die zusätzlicher Arbeitsspeicher benötigt wird).

Voraussetzungen

Zum Ausführen dieser exemplarischen Vorgehensweise ist Folgendes erforderlich:

  • Ein Referenzcomputer, auf dem alle Tools und die Quelldateien bereitgestellt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen eines Referenzcomputers.

  • CD-ROM-Brennsoftware. Das Windows OPK, das Windows AIK und das Windows PE Kit enthalten keine Brennsoftware für CD-ROMs oder DVD-ROMs. Sie können jedoch Brennsoftware aus dem Windows 2003 Resource Kit (cdburn und dvdburn) beziehen oder eine beliebige Drittanbietersoftware verwenden.

  • Eine leere CD-ROM.

Schritt 1: Einrichten einer Windows PE-Erstellungsumgebung

In diesem Schritt erstellen Sie eine erforderliche Verzeichnisstruktur, die die Erstellung eines Windows PE-Abbilds unterstützt.

  1. Klicken Sie auf dem Referenzcomputer auf Start, zeigen Sie auf Alle Programme, zeigen Sie auf Windows OPK oder Windows AIK, und klicken Sie dann auf Eingabeaufforderung der Windows PE-Tools.

    Über die Menüverknüpfung wird ein Eingabeaufforderungsfenster geöffnet, und die Umgebungsvariablen werden automatisch so festgelegt, dass sie auf die benötigten Tools zeigen. Standardmäßig sind alle Tools unter C:\Programme\<version>\Tools installiert. Dabei kann <version> entweder Windows OPK oder Windows AIK entsprechen.

  2. Führen Sie an der Eingabeaufforderung das Skript Copype.cmd aus.

    Für das Skript müssen zwei Argumente angegeben werden: Hardwarearchitektur und Zielspeicherort. Beispiel:

    copype.cmd <architecture> <destination>

    Dabei kann <architecture> entweder x86, amd64 oder ia64 entsprechen, und <destination> ist ein Pfad zu einem lokalen Verzeichnis. Beispiel:

    copype.cmd x86 c:\winpe_x86

    Dieses Skript bewirkt, dass die folgende Verzeichnisstruktur erstellt wird und die notwendigen Dateien für diese Architektur kopiert werden. Beispiel:

    \winpe_x86

    \winpe_x86\ISO

    \winpe_x86\mount

Schritt 2: (Optional) Hinzufügen zusätzlicher Anpassungen

Dieser Schritt ist optional, wird jedoch empfohlen. Sie können dem Windows PE-Abbild Anwendungen und Skripts hinzufügen, die Sie möglicherweise beim Arbeiten in Windows PE benötigen. Die folgende Liste enthält allgemeine Tools, die Sie in das Windows PE-Abbild einschließen können.

  • ImageX - Ein Tool zum Erfassen und Anwenden von Abbildern in Bereitstellungsszenarios. Geben Sie an der Eingabeaufforderung beispielsweise Folgendes ein:

    copy “c:\program files\<version>\Tools\x86\imagex.exe” c:\winpe_x86\iso\

  • Paket-Manager (Pkgmgr.exe) - Ein Tool für die Offlinewartung von Windows-Abbildern (WIM-Dateien). Sie müssen den gesamten Ordner \Servicing kopieren. Für die Offlinewartung ist ImageX erforderlich. Beispiel:

    xcopy “c:\program files\<version>\Tools\<architecture>\Servicing” c:\winpe_x86\iso\Servicing /s

    copy %windir%\system32\msxml6*.dll c:\winpe_x86\iso\Servicing

Dabei kann <Version> entweder Windows OPK oder Windows AIK entsprechen, und <Architektur> kann x86, amd64 oder ia64 entsprechen. In beiden vorherigen Beispielen werden die Tools beim Start von einem Windows PE-RAM-Datenträger nicht geladen. Das Medium muss verfügbar sein, damit der Zugriff auf die Tools möglich ist.

Schritt 3: (Optional) Erstellen einer Ausschlussliste

Dieser Schritt ist optional, empfiehlt sich jedoch, wenn Sie ImageX in das Windows PE-Abbild einschließen. Während eines ImageX-Erfassungsvorgangs sind möglicherweise manche Dateien gesperrt, sodass ImageX fehlschlägt. Sie können bestimmte Dateien von der Erfassung ausschließen, indem Sie eine Konfigurationsdatei namens Wimscript.ini erstellen. Eine Konfigurationsdatei ist eine Textdatei. Die folgende Beispielkonfigurationsdatei enthält allgemeine Dateien, die Sie während eines Erfassungsvorgangs ausschließen müssen.

  1. Erstellen Sie die Konfigurationsdatei Wimscript.ini mithilfe eines beliebigen Texteditors.

    [ExclusionList]
    ntfs.log
    hiberfil.sys
    pagefile.sys
    "System Volume Information"
    RECYCLER
    Windows\CSC
    
    [CompressionExclusionList]
    *.mp3
    *.zip
    *.cab
    \WINDOWS\inf\*.pnf
    
    Sie können weitere Dateien oder Verzeichnisse hinzufügen, die Sie bei einer Aufzeichnung ausschließen möchten. Weitere Informationen zu Konfigurationsdateien finden Sie unter Erstellen einer ImageX-Konfigurationsdatei.

  2. Speichern Sie die Konfigurationsdatei im gleichen, wie in Schritt 2 angegebenen, Speicherort wie ImageX. Beispiel:

    c:\winpe_x86\iso\
    
    Wimscript.ini wird von ImageX nur dann automatisch erkannt, wenn sich die Datei im selben Verzeichnis befindet.

Schritt 4: Erstellen einer startbaren CD-ROM

In diesem Schritt wird das Speichern eines Windows PE-RAM-Datenträgers auf einer CD-ROM beschrieben. Für diese Option müssen Sie mithilfe des Oscdimg-Tools eine ISO-Datei erstellen.

  1. Erstellen Sie mit Oscdimg eine ISO-Datei auf dem Referenzcomputer. Geben Sie an einer Eingabeaufforderung Folgendes ein:

    oscdimg -n -bc:\winpe_x86\etfsboot.com c:\winpe_x86\ISO c:\winpe_x86\winpe_x86.iso
    
    Für eine IA-64-Architektur ersetzen Sie Etfsboot.com durch Efisys.bin.

  2. Brennen Sie das Abbild (Winpe_x86.iso) auf eine CD-ROM.

Weitere Schritte

Sie können den Windows PE-RAM-Datenträger auch auf einem anderen startbaren Medium speichern, beispielsweise auf einem USB-Flashlaufwerk oder einer Festplatte. Weitere Informationen finden Sie unter Windows PE - Exemplarische Vorgehensweisen.

Wenn Sie eine Anwendung oder ein Skript mit Windows PE in den Speicher laden möchten, müssen Sie ein benutzerdefiniertes Windows PE-Abbild erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Exemplarische Vorgehensweise: Erstellen eines benutzerdefinierten Windows PE-Abbilds.

Siehe auch

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