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Behandlung von Problemen bei der Konvertierung virtueller Maschinen

Letzte Aktualisierung: März 2009

Betrifft: Virtual Machine Manager 2008, Virtual Machine Manager 2008 R2, Virtual Machine Manager 2008 R2 SP1

Dieses Thema enthält Anweisungen zur Fehlerbehebung bei Problemen während der Physical-to-Virtual-Konvertierung (P2V) und der Virtual-to-Virtual-Konvertierung (V2V) in Virtual Machine Manager (VMM) 2008 und VMM 2008 R2.

Bevor Sie mit der formalen Problembehandlung beginnen, stellen Sie sicher, dass der Quellcomputer den unter P2V: Anforderungen für physische Quellcomputer bzw. V2V: Anforderungen für virtuelle Maschinen aufgeführten Anforderungen genügt.

Mögliche Ursache(n)

Während einer P2V-Offlinekonvertierung kann keine Verbindung zwischen Virtual Machine Manager und dem Quellcomputer hergestellt werden, nachdem dieser in Windows Preinstallation Environment (Windows PE) neu gestartet wurde.

Lösung(en)

Prüfen Sie, ob Windows PE über Speicher-/Netzwerktreiber verfügt. Sehen Sie dazu, während sich der Quellcomputer in Windows PE befindet, in den folgenden Protokolldateien nach: X:\Windows\inf\setupapi.app.log und X:\Windows\inf\setupapi.dev.log. Sie können außerdem das Protokoll scvmm_winpe_setupapi.log im Startvolume des Quellcomputers prüfen, nachdem dieser von Windows PE aus wieder im ursprünglichen Betriebssystem gestartet wurde. Sehen Sie nach, welche Treiber benötigt werden, und kopieren Sie die Treiberpakete in den Ordner Driver Import des VMM-Installationsstammverzeichnisses: für VMM 2008, %SYSTEMDRIVE%:\Programme\Microsoft System Center Virtual Machine Manager 2008\Driver Import und für VMM 2008 R2, %SYSTEMDRIVE%:\Programme\Microsoft System Center Virtual Machine Manager 2008 R2\Driver Import.

Mögliche Ursache(n)

Der Volumeschattenkopie-Dienst (Volume Shadow Copy Service, VSS) erzeugt keinen Snapshot vom Inhalt der Datenträger auf dem Quellcomputer.

Lösung(en)

Überprüfen Sie Anwendungs- und Systemereignisprotokolle auf VSS-Fehler auf dem Quellcomputer. Wenn Sie diese Fehler nicht beseitigen können, versuchen Sie es mit einer P2V-Offlinekonvertierung. Bei dieser wird VSS nicht eingesetzt.

Mögliche Ursache(n)

Die Installation des VMM-Agents auf dem Quellcomputer schlägt fehl.

Lösung(en)

Überprüfen Sie das Protokoll VMM*.log auf dem Quellcomputer, um weitere Informationen zu erhalten. Die Protokolldateien befinden sich bei Windows 2000 Server, Windows XP sowie Windows Server 2003 unter C:\Dokumente und Einstellungen\Alle Benutzer\Anwendungsdaten\VMMLogs und bei Windows Vista sowie Windows Server 2008 unter C:\Benutzer\Alle Benutzer\VMMLogs.

Mögliche Ursache(n)

Eine für die Aufbereitung erforderliche Patch- oder Treiberdatei fehlt.

Lösung(en)

Laden Sie die angeforderten Patch-/Treiberdateien in den Ordner Patch Import auf dem VMM-Server (Standardpfad ist <C>:\Programme\Microsoft System Center Virtual Machine Manager 2008\Patch Import), und extrahieren Sie die Dateien mithilfe des Cmdlets Add-Patch.

Mögliche Ursache(n)

Auf dem Quellcomputer stehen weniger als 512 MB RAM zur Verfügung.

Lösung(en)

Fügen Sie auf dem Quellcomputer ausreichend RAM hinzu, sodass mindestens 512 MB zur Verfügung stehen.

Mögliche Ursache(n)

Eine Problembehandlung ist bei der P2V-Offlinekonvertierung nicht möglich.

Lösung(en)

Erstellen Sie zur Ermöglichung einer Ablaufverfolgung bei der P2V-Offlinekonvertierung auf dem Quellcomputer eine Datei mit der Bezeichnung scvmm_enable_winpe_tracing.txt, und speichern Sie diese im Stammverzeichnis des Startvolumes auf dem Quellcomputer. Diese Datei muss keine Daten/Informationen enthalten. Auf dem Quellcomputer wird eine Ablaufverfolgungsdatei unter dem Namen scvmm_winpe.etl erstellt und gespeichert.

Mögliche Ursache(n)

Die Firewall gestattet keine Ausnahme für die Remoteverwaltung (RemoteAdmin-Dienst) und blockiert daher die P2V-Konvertierung.

Lösung(en)

Wird die Firewall über eine Gruppenrichtlinie gesteuert, erstellen Sie mithilfe von GPEDIT.msc eine Ausnahme für die IP-Adresse des VMM-Hosts, für offene Ports und für autorisierte Anwendungen. Pfad: GPEDIT.msc->Computerkonfiguration->Administrative Vorlagen->Netzwerk->Netzwerkverbindungen->Windows-Firewall.

Im Rahmen der P2V-Konvertierung tritt bei der Übertragung mit dem intelligenten Hintergrundübertragungsdienst (BITS) ein Fehler (ERROR_NO_TRACKING_SERVICE) auf.

Mögliche Ursache(n)

Möglicherweise ist der HTTP-SSL-Dienst gerade nicht verfügbar.

Lösung(en)

Stellen Sie sicher, dass der HTTP-SSL-Dienst ausgeführt wird, und wiederholen Sie dann die P2V-Konvertierung.

Mögliche Ursache(n)

Wird als Zielhost einer V2V-Konvertierung ein Hyper-V-Host ausgewählt, wird im Assistenten zum Migrieren virtueller Maschinen folgende Warnung angezeigt: Die virtuelle Maschine <VMName> kann nicht vom Host <Quellhost> migriert werden, da sich der Host in einem Zustand mit eingeschränkter Verwaltungsfunktionalität befindet. Wenn der Host den Status OK (Begrenzt) hat, können virtuelle Maschinen nur auf demselben VirtualCenter-Server migriert werden.

Lösung(en)

Fahren Sie mit der Konvertierung normal fort. Dieser Fehler ist bei einer V2V-Konvertierung irrelevant.

Mögliche Ursache(n)

Im Assistenten zum Migrieren virtueller Maschinen werden nur ESX Server-Hosts angezeigt. Wie wird eine V2V-Konvertierung zu einem Hyper-V-Host (oder einem anderen nicht aufgeführten Host) ermöglicht?

Lösung(en)

Erweitern Sie den Standardfilter auf Alle Hosts.

Mögliche Ursache(n)

Während der V2V-Konvertierung schlägt die Kommunikation zwischen dem VMM-Server oder dem Zielhost und dem ESX Server-Host, der VMM-Bibliothek oder dem freigegebenen Windows-Ordner mit den VMware-Konfigurations- und Datendateien fehl.

Lösung(en)

Die Lösung hängt vom vorliegenden Szenario ab:

  • Befindet sich die virtuelle VMware-Maschine auf einem ESX Server-Host, überprüfen Sie Secure Shell (SSH) und HTTPS.

  • Befindet sich die virtuelle VMware-Maschine in der VMM-Bibliothek, überprüfen Sie die Berechtigungen und Einstellungen für WSMan sowie die Windows-Firewallausnahmen für den BITS- (Intelligenter Hintergrundübertragungsdienst) und den HTTPS-Port.

  • Befindet sich die virtuelle VMware-Maschine in einem freigegebenen Windows- oder NFS-Ordner, überprüfen Sie WSMan auf dem Zielhost oder Server Message Block (SMB).

Mögliche Ursache(n)

Eine für die Aufbereitung des Betriebssystems erforderliche Patch- oder Treiberdatei fehlt.

Lösung(en)

Laden Sie die erforderlichen Patch-/Treiberdateien in den Ordner Patch Import auf dem VMM-Server (Standardpfad ist %SYSTEMDRIVE%\Programme\Microsoft System Center Virtual Machine Manager 2008\Patch Import), und extrahieren Sie die Dateien anschließend mithilfe des Cmdlets Add-Patch.

Mögliche Ursache(n)

VMM hat keinen Zugriff auf eine oder mehrere Dateien, die bei der V2V-Konvertierung von der Befehlszeile aus benötigt werden.

Lösung(en)

Die Wahl der Lösung hängt vom Speicherort der virtuellen VMware-Quellmaschine ab. Befinden sich die virtuelle Maschine und die zugehörige Konfigurationsdatei in einem freigegebenen Windows- oder NFS-Ordner, stellen Sie sicher, dass das Computerkonto für den Zielhost (sowie das Konto, unter dem der VMM-Dienst auf dem VMM-Server ausgeführt wird) Zugriff auf die Freigabe haben. Befindet sich die virtuelle Maschine auf einem ESX Server-Host, stellen Sie sicher, dass dieser den Status OK hat.

Mögliche Ursache(n)

Eine V2V-Konvertierung erfolgte unter Einsatz einer Konfigurationsdatei mit einem nicht unterstützten oder nicht erkannten VMX- oder VMDK-Format.

Lösung(en)

Wird das VMX- oder VMDK-Format der virtuellen Quellmaschine nicht erkannt, ist eine V2V-Konvertierung dieser virtuellen Maschine in der vorliegenden VMM-Version nicht möglich.

Mögliche Ursache(n)

VMM findet kein unterstütztes Betriebssystem oder erkennt das Layout des physischen Datenträgers der neuen VHD-Datei nicht, und die Konvertierung kann nicht abgeschlossen werden.

Lösung(en)

Unterstützt VMM das Datenträgerlayout oder Betriebssystem der virtuellen VMware-Maschine nicht, werden die VMDK-Dateien in das VHD-Format konvertiert, und es wird eine virtuelle Maschine erstellt, die Aufbereitung des Betriebssystems findet jedoch nicht statt. Aus diesem Grund ist es möglich, dass die virtuelle Maschine nicht startet oder nicht einwandfrei funktioniert.

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