Exportieren (0) Drucken
Alle erweitern

Windows-Bereitstellungsdiensterolle

Letzte Aktualisierung: Januar 2008

Betrifft: Windows Server 2008

Bei der Rolle Windows-Bereitstellungsdienste im Betriebssystem Windows Server® 2008 handelt es sich um die aktualisierte und neu entwickelte Version der Remoteinstallationsdienste (Remote Installation Services, RIS). Mit den Windows-Bereitstellungsdiensten können Sie Windows®-Betriebssysteme bereitstellen, insbesondere Windows Vista® und Windows Server 2008. Die Komponenten der Windows-Bereitstellungsdienste sind in die folgenden drei Kategorien unterteilt:

  • Serverkomponenten Diese Komponenten umfassen einen PXE-Server (Pre-Boot Execution Environment) und einen TFTP-Server (Trivial File Transfer-Protokoll) zum Starten eines Clients über das Netzwerk, um ein Betriebssystem zu laden und zu installieren. Zudem schließen sie ein Repository für freigegebene Ordner und Abbilder ein, das Startabbilder, Installationsabbilder und Dateien enthält, die insbesondere für den Netzwerkstart erforderlich sind. Außerdem umfassen sie eine Netzwerkschicht, eine Multicastkomponente und eine Diagnosekomponente.

  • Clientkomponenten Diese Komponenten schließen eine grafische Benutzeroberfläche ein, die in der Microsoft® Windows Preinstallation Environment (Windows PE) ausgeführt wird. Wenn ein Benutzer ein Betriebssystemabbild auswählt, kommunizieren die Clientkomponenten zum Installieren des Abbilds mit den Serverkomponenten.

  • Verwaltungskomponenten Diese Komponenten umfassen eine Gruppe von Tools, mit denen Sie den Server, Betriebssystemabbilder und Clientcomputerkonten verwalten.

    ImportantWichtig
    In diesem Handbuch wird hauptsächlich auf die Funktionen des Bereitstellungsserver-Rollendiensts eingegangen. Weitere Informationen zum Konfigurieren und Verwenden des Transportserver-Rollendiensts finden Sie unter Verwenden des Transportservers zum Aktivieren von Multicastdownloads von Daten.

Wozu dienen die Windows-Bereitstellungsdienste?

Die Windows-Bereitstellungsdienste unterstützen die schnelle Übernahme und Bereitstellung von Windows-Betriebssystemen. Sie können sie verwenden, um neue Computer mithilfe einer netzwerkbasierten Installation einzurichten. Daher müssen Sie nicht selbst an jedem Computer anwesend sein und die einzelnen Betriebssysteme auch nicht direkt von einer Produkt-CD oder -DVD installieren.

Für wen ist diese Rolle von Interesse?

Die Windows-Bereitstellungsdienste sind für Bereitstellungsspezialisten gedacht, die für die Bereitstellung von Windows-Betriebssystemen in einer Organisation zuständig sind. Sie können die Windows-Bereitstellungsdienste in jeder Organisation verwenden, die Bereitstellungen vereinfachen und die Konsistenz ihrer Windows-basierten Computer erhöhen möchte. Zielgruppe:

  • IT-Planer oder -Analytiker, die Windows Vista oder Windows Server 2008 bewerten

  • IT-Planer oder -Designer in Unternehmen

  • Bereitstellungsspezialisten, die Abbilder auf Computern ohne Betriebssystem bereitstellen möchten

Gibt es spezielle Überlegungen?

Während der Installation der Rolle Windows-Bereitstellungsdienst können Sie auswählen, ob Sie nur den Transportserver-Rollendienst oder den Transportserver- und Bereitstellungsserver-Rollendienst installieren möchten. Weitere Informationen zu einem detaillierten Vergleich dieser Optionen finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=89222 (möglicherweise in englischer Sprache).

  • Transportserver Diese Option stellt einen Teil der Funktionalität der Windows-Bereitstellungsdienste bereit. Er beinhaltet lediglich die zentralen Netzwerkkomponenten. Mit dem Transportserver können Sie Multicastnamespaces erstellen, mit denen Daten (einschließlich Betriebssystemabbildern) von einem eigenständigen Server übertragen werden.

  • Bereitstellungsserver Diese Option bietet die vollständigen Funktionen der Windows-Bereitstellungsdienste, die der Konfiguration und Remoteinstallation von Windows-Betriebssystemen dienen.

Für die Transportserverinstallation gibt es keine Anforderungen. Beim Installieren des Bereitstellungsservers muss die Umgebung die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Active Directory®-Domänendienste. Ein Windows-Bereitstellungsdiensteserver muss entweder ein Mitglied einer Active Directory-Domänendienste-Domäne (Active Directory Domain Services, AD DS) oder ein Domänencontroller für eine Active Directory-Domänendienste-Domäne sein. Die Versionen der Domänen und Gesamtstrukturen der Active Directory-Domänendienste sind irrelevant, da die Windows-Bereitstellungsdienste von allen Domänen- und Gesamtstrukturkonfigurationen unterstützt werden.

  • DHCP-Server Sie müssen über einen funktionsfähigen DHCP-Server (Dynamic Host Configuration-Protokoll) mit einem aktiven Bereich im Netzwerk verfügen, da von den Windows-Bereitstellungsdiensten PXE (Pre-Boot Execution Environment) verwendet wird, das für die IP-Adressierung DHCP erfordert.

  • DNS-Server Sie müssen im Netzwerk über einen funktionsfähigen DNS-Server (Dynamic Name Services) verfügen, damit die Windows-Bereitstellungsdienste ausgeführt werden können.

  • NTFS-Volume Für den Server, auf dem die Windows-Bereitstellungsdienste ausgeführt werden, ist ein NTFS-Dateisystemvolume für den Abbildspeicher erforderlich.

  • Anmeldeinformationen Zum Installieren der Rolle müssen Sie Mitglied der Gruppe Lokale Administratoren auf dem Windows-Bereitstellungsdiensteserver sein. Zum Starten des Windows-Bereitstellungsdiensteclients müssen Sie Mitglied der Gruppe Domänen-Benutzer sein.

Welche neue Funktionalität wird mit diesem Feature bereitgestellt?

Die Windows-Bereitstellungsdienste für Windows Server 2008 enthalten viele Änderungen bezüglich der Features der Remoteinstallationsdienste (Remote Installation Services, RIS). Einige Änderungen der Windows-Bereitstellungsdienste können auch auf Computern unter dem Betriebssystem Windows Server 2003 installiert werden.

 

Änderungen der Remoteinstallationsdienste Änderungen der Windows-Bereitstellungsdienste unter Windows Server 2003
  • Möglichkeit zum Bereitstellen von Windows Vista und Windows Server 2008

  • Windows PE ist das Startbetriebssystem.

  • Abbildbasierte Installation mithilfe von Windows-Abbilddateien (WIM)

  • Möglichkeit zum Erstellen von Multicastübertragungen für Daten und Abbilder.

  • Möglichkeit zum Übertragen von Daten und Abbildern mithilfe von Multicast auf einem eigenständigen Server (wenn der Transportserver installiert wird).

  • Ein erweiterbarer und leistungsfähigerer PXE-Server

  • Ein neues Startmenüformat zum Auswählen von Startabbildern

  • Eine neue grafische Benutzeroberfläche zum Auswählen und Bereitstellen von Abbildern sowie zum Verwalten von Windows-Bereitstellungsdiensteservern und -clients

  • Möglichkeit zum Erstellen von Multicastübertragungen für Daten und Abbilder.

  • Möglichkeit zum Übertragen von Daten und Abbildern mithilfe von Multicast auf einem eigenständigen Server (wenn der Transportserver installiert wird).

  • Keine Unterstützung für RISETUP-Abbilder oder OSChooser-Bildschirme

  • Verbesserter TFTP-Server

  • Unterstützung für Netzwerkstarts von x64-basieren Computern mit Extensible Firmware Interface (EFI)

  • Metrische Berichterstattung für Installationen

Schlüsselszenarien

Mit den Windows-Bereitstellungsdiensten stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

Erstellen und Hinzufügen von Startabbildern

Startabbilder sind die Abbilder, mit denen Sie einen Clientcomputer vor dem Installieren des Betriebssystemabbilds starten. Das Startabbild stellt ein Startmenü bereit, das die Abbilder enthält, die Benutzer auf ihren Computern installieren können. Windows PE 2.0 ist das neue Startabbildformat für die Windows-Bereitstellungsdienste. Windows-Bereitstellungsdienste können sowohl Standardstartabbilder als auch benutzerdefinierte Startabbilder starten, so lange diese beiden Bedingungen eingehalten werden:

  • Das Windows PE 2.0-Abbild muss im WIM-Format gespeichert werden.

  • Das Windows PE 2.0-Abbild mit der WIM-Datei muss so markiert sein, um von RAMDISK aus gestartet zu werden (mithilfe der Option /boot in der Datei ImageX.exe).

Sie können die standardmäßigen Startabbilder verwenden, die in den Installationsmedien von Windows Vista oder Windows Server 2008 ohne Änderungen vorhanden sind. (Sie befinden sich unter \Sources\boot.wim.) Die verwendete Datei Boot.wim muss mit dem Betriebssystem des installierten Abbilds übereinstimmen (oder neuer sein). Wenn Sie beispielsweise Windows Server 2008 installiert haben, müssen Sie das Startabbild von den Windows Server 2008-Medien für dieses Szenario verwenden. Sie können nicht die Datei Boot.wim von den Windows Vista-Medien verwenden. Das Abbild Boot.wim stimmt mit den beiden oben angegebenen Bedingungen überein, und es enthält auch den Windows-Bereitstellungsdiensteclient (der grundlegend für die Datei Setup.exe und für die unterstützenden Dateien von Windows Vista ist). Diese Datei muss nur in erweiterten Szenarien (beispielsweise wenn Sie dem Abbild Treiber hinzufügen müssen) geändert werden. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel zum Arbeiten mit Abbildern unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=88439 (möglicherweise in englischer Sprache).

Es gibt außerdem zwei Abbildtypen, die Sie aus Startabbildern erstellen können: Aufzeichnungsabbilder und Suchabbilder.

Wieso ist diese Funktionalität wichtig?

Wenn Sie das Startabbild ändern müssen, ist dies einfacher als in der Vergangenheit. Vorher mussten Sie zum Ändern des Startmenüs den Code direkt ändern. Bei Startabbildern verwenden Sie die Standardtools im Windows AIK (Windows Automated Installation Kit). Da bei Startabbildern Windows PE anstelle von OSChooser verwendet wird, haben Sie mehr Freiheit bei den Änderungsmöglichkeiten (Sie können beispielsweise Visual Basic- und HTML-Anwendungsskripts ausführen). Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Windows PE anstelle von OSChooser besteht darin, dass Sie die gleichen Windows PE-Startabbilder verwenden können, unabhängig davon, von wo Sie starten (beispielsweise über das Netzwerk, von einem USB-Laufwerk oder einem Datenträger). OSChooser-Anpassungen galten nur für Installationen, bei denen die Remoteinstallationsdienste verwendet wurden.

Erstellen eines Aufzeichnungsabbilds

Aufzeichnungsabbilder sind Startabbilder, mit denen das Dienstprogramm zum Aufzeichnen der Windows-Bereitstellungsdienste anstelle des Setups gestartet wird. Wenn Sie einen Referenzcomputer (der mit Sysprep vorbereitet wurde) mit einem Aufzeichnungsabbild starten, erstellt ein Assistent ein Installationsabbild des Referenzcomputers und speichert es als WIM-Datei. Sie können auch ein Medium (CD, DVD oder USB-Laufwerk usw.) erstellen, das ein Aufzeichnungsabbild enthält, und dann einen Computer von dem Medium starten. Nach dem Erstellen des Installationsabbilds können Sie das Abbild zur PXE-Startbereitstellung dem Server hinzufügen. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel zum Arbeiten mit Abbildern unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=88439 (möglicherweise in englischer Sprache).

Wieso ist diese Funktionalität wichtig?

Sie können Aufzeichnungsabbilder als Alternative zum Befehlszeilentool ImageX verwenden, wenn Sie ein Abbild von einem mit Sysprep vorbereiteten Computer erstellen. Vorher mussten beim Aufzeichnen von Abbildern komplexe Befehlszeilenverfahren ausgeführt werden. Mit dem Dienstprogramm zum Aufzeichnen der Windows-Bereitstellungsdienste können Administratoren, die möglicherweise nicht mit dem Arbeiten an einer Eingabeaufforderung vertraut sind, Abbilder aufzeichnen.

Erstellen eines Suchabbilds

Suchabbilder sind Startabbilder, mit denen erzwungen wird, dass das Setup im Windows-Bereitstellungsdienstemodus gestartet wird. Anschließend wird ein Windows-Bereitstellungsdiensteserver gesucht. Diese Abbilder werden in der Regel verwendet, um Abbilder für Computer bereitzustellen, die für PXE nicht eingerichtet sind oder die sich in Netzwerken befinden, in denen PXE nicht zugelassen ist. Wenn Sie ein Suchabbild erstellen und es auf dem Medium (CD, DVD oder USB-Laufwerk usw.) speichern, können Sie anschließend einen Computer mit dem Medium starten. Mit dem Suchabbild auf dem Medium wird der Windows-Bereitstellungsdiensteserver gesucht. Das Installationsabbild wird vom Server für den Computer bereitgestellt. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel zum Arbeiten mit Abbildern unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=88439 (möglicherweise in englischer Sprache).

Wieso ist diese Funktionalität wichtig?

Sie können ein Suchabbild von einem Computer, auf dem der PXE-Start nicht unterstützt wird, verwenden, um ein Installationsabbild von einem Windows-Bereitstellungsdiensteserver bereitzustellen. Ohne diese Funktionalität können keine neuen Abbilder für Computer, auf denen der PXE-Start nicht unterstützt wird, mithilfe von Windows-Bereitstellungsdiensteressourcen erstellt werden.

Erstellen eines Installationsabbilds

Sie können benutzerdefinierte Installationsabbilder von Referenzcomputern erstellen und sie für Clientcomputer bereitstellen. Ein Referenzcomputer kann ein Computer mit einer Windows-Standardinstallation oder einer für eine bestimmte Umgebung konfigurierten Windows-Installation sein. Sie starten einen Computer (der mit Sysprep vorbereitet wurde) mit einem Aufzeichnungsabbild. Dann wird vom Aufzeichnungsabbild ein Installationsabbild des Computers erstellt. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel zum Arbeiten mit Abbildern unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=88439 (möglicherweise in englischer Sprache).

Wieso ist diese Funktionalität wichtig?

Sie können das Dienstprogramm zum Aufzeichnen der Windows-Bereitstellungsdienste anstelle von Befehlszeilentools verwenden, die von der Version des Betriebssystems abhängen. Mithilfe dieses Befehlszeilentools können Sie jedes unterstützte Betriebssystem starten, um ein Installationsabbild des Computers zu erstellen. Der verwendete Prozess ähnelt dem Prozess beim Installieren des Betriebssystems.

Zuordnen einer Datei für die unbeaufsichtigte Installation zu einem Abbild

Mit den Windows-Bereitstellungsdiensten können der Windows-Bereitstellungsdiensteclient sowie die letzten Schritte von Windows Setup automatisiert werden. Dieser zweistufige Ansatz wird mithilfe von zwei Dateien für die unbeaufsichtigte Installation ermöglicht:

  • Datei für die unbeaufsichtigte Installation des Windows-Bereitstellungsdiensteclients Für diese Datei, die auf dem Windows-Bereitstellungsdiensteserver im Ordner \WDSClientUnattend gespeichert ist, wird das Format Unattend.xml verwendet. Sie wird verwendet, um die Benutzeroberflächen-Bildschirme der Windows-Bereitstellungsdiensteclients zu automatisieren (beispielsweise das Eingeben von Anmeldeinformationen, Auswählen eines Installationsabbilds und Konfigurieren des Datenträgers).

  • Datei für die unbeaufsichtigte Installation von Abbildern Für diese Datei wird das Format Unattend.xml oder Sysprep.inf verwendet (je nach Version des Betriebssystems im Abbild). Sie ist in einem Unterordner ($OEM$-Struktur oder \Unattend) des Ordners für das jeweilige Abbild gespeichert. Sie wird verwendet, um die verbleibenden Phasen von Setup (beispielsweise Offline-Bereitstellung von Servicediensten, Spezialisierung von Sysprep und Mini-Setup) zu automatisieren.

Zum Automatisieren der Installation erstellen Sie die entsprechende Datei für die unbeaufsichtigte Installation, und zwar abhängig davon, ob der Windows-Bereitstellungsdiensteclient oder Windows Setup konfiguriert wird. Es wird empfohlen, Windows System Image Manager (als Teil des Windows AIK enthalten) zum Erstellen der Dateien für die unbeaufsichtigte Installation zu verwenden. Kopieren Sie dann die Datei für die unbeaufsichtigte Installation an den entsprechenden Speicherort, und weisen Sie sie zum Verwenden zu. Sie kann auf Server- oder Clientebene zugewiesen werden. Die Zuweisung auf Serverebene kann weiter nach der Architektur unterteilt werden, wodurch unterschiedliche Einstellungen für x86-basierte und x64-basierte Clients ermöglicht werden. Durch die Zuweisung auf Clientebene werden die Einstellungen auf Serverebene außer Kraft gesetzt. Weitere Informationen zu unbeaufsichtigten Installationen finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=89226 (möglicherweise in englischer Sprache).

Wieso ist diese Funktionalität wichtig?

Sie können Dateien für die unbeaufsichtigte Installation verwenden, um allgemeine Installationsaufgaben zu automatisieren und Einstellungen für die Organisation zu standardisieren. Die Windows-Bereitstellungsdienste enthalten mehrere Optionen für das Zuordnen von Dateien für die unbeaufsichtigte Installation zu Start- und Installationsabbildern.

Erstellen einer Multicastübertragung eines Abbilds

Mit Multicastübertragungen kann ein Abbild für eine große Anzahl von Clientcomputern bereitgestellt werden, ohne dass dabei das Netzwerk überlastet wird. Dieses Feature ist standardmäßig deaktiviert. Wenn Sie eine Übertragung erstellen, gibt es zwei Optionen für den Multicasttyp:

  • Automatische Umwandlung Mit dieser Option wird angegeben, dass eine Multicastübertragung des ausgewählten Abbilds beginnt, sobald von einem entsprechenden Client ein Installationsabbild angefordert wird. Wenn das gleiche Abbild dann auch von anderen Clients angefordert wird, werden auch diese in die bereits gestartete Übertragung eingebunden.

  • Geplante Umwandlung Mit dieser Option werden die Kriterien zum Starten der Übertragung festgelegt, und zwar basierend auf der Anzahl der Clients, die ein Abbild und/oder einen bestimmten Tag und eine bestimmte Uhrzeit anfordern.

Weitere Informationen zu Multicasting mit dem Bereitstellungsserver finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=89225 (möglicherweise in englischer Sprache).

Wieso ist diese Funktionalität wichtig?

Beim Erstellen einer Multicastübertragung für ein Abbild werden die Daten nur einmal über das Netzwerk gesendet, wodurch eine deutliche Verringerung der verwendeten Netzwerkbandbreite eintreten kann.

Verwenden des Transportservers zum Aktivieren von Multicastdownloads von Daten

Diese Transportserverrolle bietet einen Teil der Funktionalität der Windows-Bereitstellungsdienste. Er beinhaltet lediglich die zentralen Netzwerkkomponenten. Mit dem Transportserver können Sie Multicastnamespaces erstellen, mit denen Daten (einschließlich Betriebssystemabbildern) von einem eigenständigen Server übertragen werden. Für den eigenständigen Server sind weder AD DS- noch DHCP- oder DNS-Serverrollen erforderlich.

Wieso ist diese Funktionalität wichtig?

Sie können den Transportserver in erweiterten Szenarien als Teil einer benutzerdefinierten Bereitstellungslösung verwenden. Sie sollten diese installieren und konfigurieren, wenn Sie Multicastnamespaces erstellen möchten, ohne alle Windows-Bereitstellungsdienste zu integrieren.

Weitere Informationen zum Implementieren dieser Szenarios finden Sie im Kapitel zu den Transportservern unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=88439 (möglicherweise in englischer Sprache).

Welche vorhandene Funktionalität der Remoteinstallationsdienste wurde geändert?

RISETUP-Abbilder und OSChooser-Bildschirme werden von der Windows-Bereitstellungsdiensterolle nicht unterstützt. Außerdem müssen Sie RIPREP-Abbilder in das WIM-Format konvertieren oder sie zurückziehen. Um sie zurückzuziehen, müssen Sie nur einfach die Abbilder löschen. Wenn Sie sie konvertieren möchten, haben Sie zwei Optionen:

  • Konvertierung im Offlinemodus (nur für RIPREP-Abbilder)

  • Bereitstellen und erneut erfassen (RIPREP- oder RISETUP-Abbilder)

Weitere Informationen zu diesen Optionen finden Sie im Kapitel zum Arbeiten mit Abbildern unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=88439 (möglicherweise in englischer Sprache).

Wie sollte die Bereitstellung dieses Features vorbereitet werden?

Es gibt viele Dinge zu beachten, bevor Sie die Windows-Bereitstellungsdiensterolle installieren können. Sie sollten sich über die Transportserver- und Bereitstellungsserver-Rollendienste und deren Voraussetzungen zur Installation informieren. Wenn Sie einen Server aktualisieren, der RIS oder das Windows-Bereitstellungsdienste-Update ausführt, beachten Sie, dass nur Server im einheitlichen Modus auf Windows Server 2008 aktualisiert werden können. Das Upgrade wird dann blockiert, wenn RIS konfiguriert wird oder wenn sich die Windows-Bereitstellungsdienste in einem Legacymodus oder einem gemischten Modus befinden. Um das verwendete Betriebssystem zu überprüfen, führen Sie den folgenden Befehl aus: WDSUTIL /get-server /show:config

Weitere Informationen zum Installieren und zum Aktualisieren finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=89222 (möglicherweise in englischer Sprache).

Ist dieses Feature in allen Editionen von Windows Server 2008 verfügbar?

Die Windows-Bereitstellungsdienste sind nicht in Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme integriert.

Weitere Verweise

Weitere Informationen zur Windows-Bereitstellungsdiensterolle finden Sie in den folgenden Ressourcen:

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.

Community-Beiträge

HINZUFÜGEN
Anzeigen:
© 2015 Microsoft