Exportieren (0) Drucken
Alle erweitern

Anzeige von Remotedesktopverbindung

Letzte Aktualisierung: Juli 2008

Betrifft: Windows Server 2008

Remotedesktopverbindung (RDC) 6.0 und RDC 6.1 enthalten Unterstützung für die Verwendung von Desktops mit hoher Auflösung und die horizontale Verteilung auf mehrere Monitore, um einen einzigen großen Desktop zu bilden. Außerdem wurden die Einstellungen für das Feature Desktopdarstellung und für die Priorisierung der Anzeigedaten so entworfen, dass der Benutzer mehr Möglichkeiten hat, wenn er eine Remoteverbindung mit einem Windows Server 2008-Terminalserver herstellt.

Benutzerdefinierte Bildschirmauflösung

Durch die benutzerdefinierte Bildschirmauflösung werden zusätzliche Seitenverhältnisse auf dem Bildschirm unterstützt, z. B. 16:9 oder 16:10. Beispielsweise werden jetzt neuere Monitore mit den Auflösungen 1680 x 1050 oder 1920 x 1200 unterstützt. Die maximale unterstützte Auflösung ist 4096 x 2048.

noteHinweis
Bisher wurde nur das Seitenverhältnis 4:3 unterstützt, und die maximale unterstützte Auflösung war 1600 x 1200.

Sie können eine benutzerdefinierte Bildschirmauflösung in einer RDP-Datei oder über eine Eingabeaufforderung festlegen.

So legen Sie eine benutzerdefinierte Auflösung in einer RDP-Datei fest

  • Öffnen Sie die RDP-Datei in einem Text-Editor. Fügen Sie die folgenden Einstellungen hinzu bzw. ändern Sie die Einstellungen wie folgt:

    desktopwidth:i:< Wert >

    desktopheight:i:< Wert >

    Dabei ist <Wert> die Auflösung, z. B. 1680 oder 1050.

Weitere Informationen zu RDP-Dateieinstellungen finden Sie im Artikel 885187 in der Microsoft Knowledge Base (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=66168, möglicherweise in englischer Sprache).

So legen Sie eine benutzerdefinierte Bildschirmauflösung über eine Eingabeaufforderung fest

  • Verwenden Sie an einer Eingabeaufforderung den Befehl mstsc.exe mit der folgenden Syntax, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

    mstsc.exe /w:<width> /h:<height>

Verteilung auf mehrere Monitore

Die Verteilung auf mehrere Monitore ermöglicht das Anzeigen einer Remotedesktopsitzung über mehrere Monitore hinweg.

Die für die Verteilung auf mehrere Monitore verwendeten Monitore müssen die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Alle Monitore müssen die gleiche Auflösung verwenden. Beispielsweise ist die Verteilung bei zwei Monitoren mit der Auflösung 1024 x 768 möglich. Bei einem Monitor mit 1024 x 768 und einem Monitor mit 800 x 600 ist die Verteilung nicht möglich.

  • Alle Monitore müssen horizontal ausgerichtet sein (d. h. nebeneinander). Die vertikale Verteilung auf mehrere Monitore auf dem Clientsystem wird zurzeit nicht unterstützt.

  • Die Gesamtauflösung aller Monitore kann 4096 x 2048 nicht überschreiten.

Sie können die Verteilung auf mehrere Monitore in einer RDP-Datei oder über eine Eingabeaufforderung aktivieren.

So aktivieren Sie die Verteilung auf mehrere Monitore in einer RDP-Datei

  • Öffnen Sie die RDP-Datei in einem Text-Editor. Fügen Sie die folgende Einstellung hinzu bzw. ändern Sie die Einstellung wie folgt:

    Span:i:< Wert >

    • Bei <Wert> = 0 ist die Verteilung auf mehrere Monitore deaktiviert.

    • Bei <Wert> = 1 ist die Verteilung auf mehrere Monitore aktiviert.

Weitere Informationen zu RDP-Dateieinstellungen finden Sie im Artikel 885187 in der Microsoft Knowledge Base (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=66168, möglicherweise in englischer Sprache).

So aktivieren Sie die Verteilung auf mehrere Monitore über eine Eingabeaufforderung

  • Geben Sie an einer Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein, und drücken Sie dann die EINGABETASTE.

    mstsc.exe /span

Desktopdarstellung

Mit Remotedesktopverbindung (RDC) 6.0 und RDC 6.1 wird der auf dem Remotecomputer vorhandene Desktop auf dem Clientcomputer des Benutzers reproduziert. Installieren Sie das Feature Desktopdarstellung auf einem Windows Server 2008-Terminalserver, damit die Remotesitzung mehr der lokalen Windows Vista-Desktopdarstellung des Benutzers ähnelt. Im Lieferumfang der Desktopdarstellung sind Features von Windows Vista enthalten, z. B. Windows Media® Player 11, Desktopdesigns und Fotoverwaltung.

So installieren Sie Desktopdarstellung auf dem Terminalserver

  1. Öffnen Sie „Server-Manager“. Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf Server-Manager.

  2. Klicken Sie unter Featureübersicht auf Features hinzufügen.

  3. Aktivieren Sie auf der Seite Features auswählen das Kontrollkästchen Desktopdarstellung, und klicken Sie dann auf Weiter.

  4. Stellen Sie auf der Seite Installationsauswahl bestätigen sicher, dass das Feature Desktopdarstellung installiert wird, und klicken Sie dann auf Installieren.

  5. Auf der Seite Installationsergebnisse werden Sie aufgefordert, den Server neu zu starten, um den Installationsvorgang abzuschließen. Klicken Sie auf Schließen, und klicken Sie dann auf Ja, um den Server neu zu starten.

  6. Vergewissern Sie sich nach dem Neustart des Servers, dass Desktopdarstellung installiert ist.

    1. Starten Sie den Server-Manager.

    2. Überprüfen Sie unter Featureübersicht, ob Desktopdarstellung als installiert aufgelistet ist.

Schriftartglättung

Unter Windows Server 2008 wird ClearType® unterstützt, eine Technologie zum Anzeigen von Computerschriftarten, mit der diese deutlich und glatt angezeigt werden, insbesondere bei Verwendung eines LCD-Monitors.

Ein Windows Server 2008-Terminalserver kann so konfiguriert werden, dass die ClearType-Funktionalität bereitgestellt wird, wenn ein Clientcomputer mithilfe von Remotedesktopverbindung eine Verbindung mit dem Windows Server 2008-Terminalserver herstellt. Diese Funktionalität wird als Schriftartglättung bezeichnet. Die Schriftartglättung ist verfügbar, wenn auf dem Clientcomputer eines der folgenden Betriebssysteme ausgeführt wird:

  • Windows Vista

  • Windows Server 2003 mit SP1 oder SP2 und Remotedesktopverbindung 6.0

  • Windows XP mit SP2 und Remotedesktopverbindung 6.0

In Windows Server 2008 ist ClearType standardmäßig aktiviert. Gehen Sie folgendermaßen vor, um sicherzustellen, dass ClearType auf dem Windows Server 2008-Terminalserver aktiviert ist.

So stellen Sie sicher, dass ClearType aktiviert ist

  1. Klicken Sie auf Start, klicken Sie auf Systemsteuerung, und klicken Sie dann auf Darstellung und Anpassung.

  2. Klicken Sie auf Anpassung, und klicken Sie dann auf Fensterfarbe und -darstellung.

  3. Klicken Sie auf der Registerkarte Darstellung auf Effekte. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Folgende Methode zum Kantenglätten von Bildschirmschriftarten verwenden, wählen Sie ClearType aus, und klicken Sie dann auf OK.

Führen Sie dieses Verfahren auf dem Clientcomputer aus, um die Schriftartglättung für eine Remotedesktopverbindung verfügbar zu machen.

So machen Sie die Schriftartglättung verfügbar

  1. Öffnen Sie Remotedesktopverbindung. Klicken Sie zum Öffnen von Remotedesktopverbindung unter Windows Vista auf Start, zeigen Sie auf Alle Programme, klicken Sie auf Zubehör, und klicken Sie dann auf Remotedesktopverbindung.

  2. Klicken Sie im Dialogfeld Remotedesktopverbindung auf Optionen.

  3. Aktivieren Sie auf der Registerkarte Erweitert das Kontrollkästchen Schriftartglättung.

  4. Konfigurieren Sie alle übrigen Verbindungseinstellungen, und klicken Sie dann auf Verbinden.

Wenn Sie die Schriftartglättung zulassen, geben Sie an, dass die lokalen Einstellungen auf dem Clientcomputer dazu beitragen, den Eindruck des Benutzers während der Remotedesktopverbindung zu bestimmen. Beachten Sie, dass durch das Zulassen der Schriftartglättung die Einstellungen auf dem Windows Server 2008-Terminalserver nicht geändert werden.

Durch das Verwenden der Schriftartglättung in einer Remotedesktopverbindung wird die zwischen dem Clientcomputer und dem Windows Server 2008-Terminalserver verwendete Bandbreite erhöht.

Priorisierung der Anzeigedaten

Durch die Priorisierung der Anzeigedaten wird der Verkehr über virtuelle Kanäle gesteuert, sodass Anzeige, Tastatur und Maus eine höhere Priorität erhalten als anderer Verkehr über virtuelle Kanäle, z. B. Druckvorgänge oder Dateiübertragungen. Durch diese Priorisierung soll sichergestellt werden, dass die Bildschirmleistung nicht durch bandbreitenintensive Aktionen, z. B. große Druckaufträge, nachteilig beeinflusst wird.

Das standardmäßige Bandbreitenverhältnis ist 70:30. Anzeige- und Eingabedaten werden 70 Prozent der Bandbreite zugewiesen, und dem gesamten sonstigen Verkehr, z. B. Zwischenablage, Dateiübertragungen oder Druckaufträge, werden 30 Prozent der Bandbreite zugewiesen.

Sie können die Einstellungen für die Priorisierung der Anzeigedaten anpassen, indem Sie Änderungen an der Registrierung des Terminalservers vornehmen. Sie können den Wert der folgenden Einträge unter dem Unterschlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\TermDD ändern:

  • FlowControlDisable

  • FlowControlDisplayBandwidth

  • FlowControlChannelBandwidth

  • FlowControlChargePostCompression

Wenn diese Einträge nicht angezeigt werden, können Sie sie hinzufügen. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf TermDD, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie dann auf DWORD-Wert (32-Bit).

Sie können die Priorisierung der Anzeigedaten deaktivieren, indem Sie den Wert von FlowControlDisable auf 1 festlegen. Wenn die Priorisierung der Anzeigedaten deaktiviert ist, werden alle Anforderungen nach dem FIFO-Prinzip (First In First Out) behandelt. Der Standardwert für FlowControlDisable ist 0.

Sie können die relative Bandbreitenpriorität für die Anzeige (und für Eingabedaten) festlegen, indem Sie den FlowControlDisplayBandwidth-Wert festlegen. Der Standardwert ist 70; der maximal zulässige Wert ist 255.

Sie können die relative Bandbreitenpriorität für andere virtuelle Kanäle (z. B. Zwischenablage, Dateiübertragungen oder Druckaufträge) festlegen, indem Sie den FlowControlChannelBandwidth-Wert festlegen. Der Standardwert ist 30; der maximal zulässige Wert ist 255.

Das Bandbreitenverhältnis für die Priorisierung der Anzeigedaten basiert auf den Werten von FlowControlDisplayBandwidth und FlowControlChannelBandwidth. Wenn z. B. FlowControlDisplayBandwidth auf 150 und FlowControlChannelBandwidth auf 50 festgelegt ist, beträgt das Verhältnis 150:50. Das heißt, den Anzeige- und Eingabedaten werden 75 Prozent der Bandbreite zugewiesen.

Der FlowControlChargePostCompression-Wert bestimmt, ob die Bandbreitenzuweisung von der Datenflusssteuerung basierend auf der Byteanzahl vor oder nach der Komprimierung berechnet wird. Der Standardwert ist 0, d. h., die Berechnung wird für die Byteanzahl vor der Komprimierung ausgeführt.

Wenn Sie Änderungen an den Registrierungswerten vornehmen, müssen Sie den Terminalserver neu starten, damit die Änderungen wirksam werden.

Weitere Verweise

Weitere Informationen zu anderen Features in den Terminaldiensten finden Sie unter Neues bei den Terminaldiensten für Windows Server 2008 (möglicherweise in englischer Sprache).

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.

Community-Beiträge

Anzeigen:
© 2015 Microsoft