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Microsoft Windows Server 2003 Service Pack 1 Installations- und Bereitstellungshandbuch

Letzte Aktualisierung: Juni 2005

Betrifft: Windows Server 2003 R2

Einführung in Service Pack 1 (SP1)

In diesem Handbuch wird Folgendes erläutert:

  • Bereitstellen von Windows Server 2003 SP1 auf mehreren Computern, auf denen bereits die Betriebssysteme der Microsoft Windows Server 2003-Produktfamilie ausgeführt werden. Wenn nur ein Server aktualisiert werden soll, lesen Sie stattdessen die Informationen in der Infodatei für Windows Server 2003 Service Pack 1 (auf der Microsoft TechNet-Website).

  • Integrieren von SP1 in Windows Server 2003 zur Bereitstellung auf mehreren Computern, auf denen eine frühere Version von Windows ausgeführt wird oder auf denen kein Betriebssystem installiert ist.

  • Deinstallieren von SP1 von Computern.

In diesem Handbuch wird Folgendes nicht erläutert:

Hinweis

SP1 kann unter x64-basierten Versionen von Windows Server 2003 nicht installiert werden. Weitere Informationen zu diesen Versionen finden Sie unter Windows Server 2003 x64 auf der Microsoft-Website.

  • Bereitstellen von SP1 mithilfe von Software Update Services (SUS)

    Einzelheiten zum Verwenden von SUS finden Sie unter Windows Server System auf der Microsoft-Website.

Vor der Bereitstellung von SP1

Lesen Sie vor der Bereitstellung von SP1 die Informationen zum Service Pack auf der Microsoft TechNet-Website, damit Folgendes bekannt ist:

  • Funktionalitäts- und Sicherheitstechnologien in SP1 sowie Implementieren dieser Technologien in Ihrer Umgebung.

  • Planen, Vorbereiten, Testen und Problembehandlung der SP1-Bereitstellung.

  • Lesen Sie weitere wichtige Installationsinformationen, und überprüfen Sie die minimalen Festplattenspeicheranforderungen in der Infodatei für Windows Server 2003 Service Pack 1 (auf der Microsoft TechNet-Website).

Liste der Updates

Informationen zu den in Windows Server 2003 Service Pack 1 enthaltenen Updates und Fixes finden Sie in Artikel 824721 in der Microsoft Knowledge Base.

Anmerkungen zur Version

Lesen Sie vor der Installation von SP1 den Artikel 889101 mit Anmerkungen zur Version Windows Server 2003 Service Pack 1 in der Microsoft Knowledge Base.

Dateien und Programme in SP1

Die Installationsdateien zum Bereitstellen von SP1 auf mehreren Computern stehen auf der SP1-CD oder im Microsoft Download Center zur Verfügung.

Für 32-Bit-Versionen von Windows Server 2003 (die auf x86-basierten Computern ausgeführt werden) lautet der Name der SP1-Installationsdatei WindowsServer2003-KB889101-SP1-x86-LLL.exe, wobei LLL für die Sprachversion von SP1 steht. ENU steht z. B. für die englischsprachige Version.

Für Itanium-basierte Versionen von Windows Server 2003 lautet der Name der SP1-Installationsdatei WindowsServer2003-KB889101-SP1-ia64-LLL.exe.

Sie können Itanium-basierte Versionen nur für die Gebietsschemen Englisch, Deutsch, Japanisch und Französisch mit SP1 aktualisieren.

In den Anweisungen und Beispielen dieses Dokuments wird der 32-Bit-Name für die Installationsdatei verwendet (es sei denn, ein bestimmter Unterschied zwischen der 32-Bit- und der Itanium-basierten Installation soll herausgestellt werden).

Inhalt der SP1-CDs

Für jede Sprachversion stehen 2 CDs zum Aktualisieren von Betriebssystemen der Windows Server 2003-Produktfamilie mit SP1 zur Verfügung: eine für 32-Bit-Versionen von Windows Server 2003 und eine für Itanium-basierte Versionen. Die CD für Itanium-basierte Versionen sind entsprechend benannt.

Jede SP1-CD enthält die folgenden Dateien:

  • Eine Service Pack-Installationsdatei.

  • Die Datei Deploy.cab. Dies ist eine komprimierte Datei, die eine Toolsammlung und eine begleitende Onlinehilfe enthält. (Siehe Deploy.chm und Ref.chm beim Erweitern von Deploy.cab.) Sie befindet sich auf der SP1-CD im Ordner \Support\Tools. Deploy.cab wird beim Installieren von SP1 nicht automatisch geladen.

  • Die Datei Support.cab. Dies ist eine komprimierte Datei, die ebenfalls eine Toolsammlung und eine Onlinehilfe enthält. Sie befindet sich im Ordner \Support\Tools. Personal für technischen Support und Netzwerkadministratoren können die aktualisierten Supporttools in dieser Datei verwenden, um Netzwerke zu verwalten und Problembehandlungen auszuführen. Support.cab wird beim Installieren von SP1 nicht automatisch geladen.

Download Center

Sie können mehrere Server aktualisieren, indem Sie die SP1-Installationsdateien aus dem Microsoft Download Center downloaden. Es stehen Installationsdateien für 32-Bit-Versionen und für Itanium-basierte Versionen von Windows Server 2003 bereit.

Da das Downloaden der SP1-Installationsdateien einige Zeit in Anspruch nehmen kann, empfehlen wir Ihnen, die Datei auf dem Computer zu speichern. So müssen Sie die Datei nicht noch einmal downloaden, falls Sie die Installation von SP1 neu starten oder SP1 neu installieren müssen. Wenn der Computer mit mehreren Festplatten ausgestattet ist, sollten Sie die Installationsdatei nicht auf dem Systemdatenträger speichern, da diese Datei sehr groß ist.

Planen der Bereitstellung

Um eine erfolgreiche Bereitstellung sicherzustellen, überprüfen Sie die Informationen unter Vor der Bereitstellung von SP1.

Nach dem Überprüfen dieser Informationen müssen Sie folgende Planungsaufgaben abschließen:

  • Auswählen einer Installationsmethode.

  • Entfernen aller Vorabversionen von SP1 von den Servern.

  • Bestimmen, ob Antivirussoftware während der Installation von der CD deaktiviert werden soll.

  • Identifizieren der Bereitstellungstools und -dateien.

  • Bestimmen der Update- und Upgradeoptionen.

  • Überprüfen der Speicherplatzanforderungen.

  • Testen und Ausführen einer Problembehandlung der Bereitstellung in der Umgebung.

  • Überprüfen der Informationen für den Zeitraum nach der Installation weiter unten in diesem Handbuch.

Detaillierte Informationen zu Aufgaben und Strategien für die Bereitstellungsplanung finden Sie im Microsoft Windows Server 2003 Deployment Kit (auf der Microsoft TechNet-Website). Diese Informationen helfen bei den ersten Schritten, z. B. beim Erstellen eines Bereitstellungsplanes und beim Ausführen eines Pilotprojekts.

Auswählen einer Installationsmethode

Folgende Möglichkeiten stehen zur Verfügung:

  • Stellen Sie SP1 auf mehreren Servern in einem Netzwerk bereit, auf denen bereits Windows Server 2003 ausgeführt wird. (Eigenständige Installation)

  • Integrieren Sie SP1 in ein Windows Server 2003-Betriebssystem, und installieren Sie dann das Betriebssystem zusammen mit SP1 mit einem einheitlichen Verfahren auf mehreren Servern. Dieser Installationstyp wird auch als "Slipstreaminstallation" bezeichnet. Sie können entweder eine integrierte Version auf einem Server installieren, der kein Betriebssystem besitzt, oder Sie können die integrierte Version zum Aktualisieren von Computern mit früheren Versionen von Windows auf Windows Server 2003 mit SP1 verwenden. (Folgen Sie demselben Pfad, den Sie auch beim Aktualisieren dieser Computer auf Windows Server 2003 folgen.)

  • Folgen Sie den Anweisungen zur Installation und Bereitstellung von Updates für Windows Server 2003 Service Pack 1 (auf der Microsoft TechNet-Website), um SP1 mit einer Installation von Windows Server 2003, mit anderen Updates oder sowohl mit dem Betriebssystem als auch mit anderen Updates zu kombinieren. Und verwenden Sie für alles ein einheitliches Verfahren.

Sie können eine eigenständige oder eine integrierte Installation aus einem freigegebenen Distributionsordner in einem Netzwerk ausführen. Auch wenn Sie sich für dieses Verfahren entscheiden, wird das lokale Speichern der SP1-Quelldateien empfohlen.

Wenn Sie Speicherplatz sparen möchten, können Sie die Dateien aus der Service Pack-Installationsdatei extrahieren. Bei dieser Methode greift Windows immer dann auf den Distributionsordner zu, wenn für das Betriebssystem eine Service Pack-Datei erforderlich ist, z. B., wenn der Windows-Dateischutz eine beschädigte Datei wiederherstellen muss oder wenn eine optionale Komponente konfiguriert wird. Dies spart Speicherplatz auf lokalen Computern, da die Installation auf den Distributionsordner für Service Pack-Dateien zeigt, anstatt diesen Ordner lokal zu erstellen, wenn Quelldateien für das Service Pack erforderlich sind.

Wichtig

Da die Service Pack-Quelldateien im Remotemodus im Netzwerk gespeichert werden, eignet sich diese Installationsmethode nur für Computer, die permanent mit dem Netzwerk verbunden sind. Diese Methode eignet sich z. B. nicht für das Aktualisieren von Laptops.

Entfernen von Vorabversionen von SP1

Sie müssen sämtliche Vorabversionen von SP1 deinstallieren, bevor Sie den Vorgang fortsetzen, es sei denn, Sie haben mit Microsoft einen ergänzenden Supportvertrag abgeschlossen. Microsoft bietet keinen Support für die Installation dieser Version über die Release Candidate- oder die Betaversion von SP1.

Antivirussoftware und Installieren des Service Packs

Wichtig

Antivirussoftware spielt eine wichtige Rolle beim Schützen eines Computers. Das Überprüfen von Dateien auf dem System durch die Software kann jedoch den Zeitbedarf für das Installieren des Service Packs bedeutend erhöhen – auf langsameren Systemen um eine Stunde oder mehr. Das Deaktivieren der Antivirussoftware vor dem Installieren des Service Packs vermeidet diese zusätzliche Installationsdauer. Wenn Sie die Antivirussoftware vor dem Installieren des Service Packs deaktivieren, seien Sie sich der damit verbundenen Risiken bewusst, und achten Sie darauf, die Antivirussoftware nach der Installation des Service Packs zu aktivieren.

Überprüfen der Speicherplatzanforderungen

Überprüfen Sie vor der Installation von SP1 die Speicherplatzanforderungen für Windows Server 2003 Service Pack 1 in Artikel 892807 in der Microsoft Knowledge Base.

Übersicht über die Bereitstellungstools und -dateien

Nach Auswahl der Installationsmethode überprüfen Sie das entsprechende Szenario in Die eigenständige Installation oder Die integrierte Installation weiter unten in diesem Handbuch. Dies hilft Ihnen beim Identifizieren der Tools und Dateien, die Sie für die Bereitstellung benötigen.

Abhängig von der Umgebung benötigen Sie möglicherweise eines oder mehrere der folgenden Bereitstellungstools und -dateien:

  • Microsoft Windows Installer

    Windows Installer ist eine Windows-Komponente, die das Installieren und Verwalten von Softwareprogrammen (z. B. des Service Packs) auf mehreren Computern standardisiert und vereinfacht. Sie können diesen Installationsdienst zum Verwalten der Installation, Änderung, Reparatur und Entfernung von Programmen verwenden. Da Windows Installer die Konsistenz der Bereitstellungen erleichtert, ermöglicht das Programm das Verwalten freigegebener Ressourcen, das Anpassen von Installationsprozessen, das Treffen von Entscheidungen zur Verwendung von Anwendungen und das Lösen von Konfigurationsproblemen.

  • Die Antwortdatei "Unattend.txt" (nur für integrierte Installationen)

    Die Antwortdatei Unattend.txt identifiziert, wie Windows Server 2003 Setup mit den erstellten Distributionsordnern und -dateien interagiert, und stellt Informationen zu den Vorinstallationsanforderungen bereit. Zudem stellt die Antwortdatei alle Informationen bereit, die Sie während einer typischer Installation von Windows Server 2003 angeben müssen.

    Sie können die Datei Unattend.txt mithilfe eines Text-Editors oder des Installations-Managers erstellen oder ändern. Stellen Sie sicher, dass nur der Systemadministrator über Schreibzugriff auf diese Datei verfügt.

    Weitere Informationen finden Sie im Thema "Unattend.txt" der Microsoft Windows Preinstallation Reference Help ("Ref.chm") unter "Deploy.cab" im Ordner "\Support\Tools" auf der SP1-CD.

  • Microsoft Systems Management Server

    Microsoft Systems Management Server (SMS) stellt eine Vielzahl von Tools bereit, die beim Bereitstellen des Service Packs in der Organisation helfen. Mithilfe von SMS 2003 können Sie Server in Ihrer Organisation automatisch mit dem neusten Service Pack aktualisieren.

    Sie können Administratoren das Ausführen der Service Pack-Installation zu einem beliebigen Zeitpunkt ermöglichen, oder Sie können planen, dass die Service Pack-Installation zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgeführt wird.

Die folgenden Ressourcen stellen detailliertere Informationen zu bestimmten Bereitstellungstools und -dateien bereit.

  • Windows Server 2003 Deployment Kit (auf der Microsoft TechNet-Website).

  • Artikel 892778 zur aktualisierten Version des Systemvorbereitungsprogramms für Windows Server 2003 Service Pack 1 in der Microsoft Knowledge Base.

  • Microsoft Windows Corporate Deployment Tools-Benutzerhandbuch ("Deploy.chm") und Microsoft Windows Preinstallation Reference Help ("Ref.chm") in "Deploy.cab" im Ordner "\Support\Tools" auf der CD.

  • Windows Support Tools Help ("Suptools.chm") in "Support.cab" im Ordner "\Support\Tools" auf der CD. Diese Hilfedatei beschreibt die Supporttools und gibt Beispiele für ihre Verwendung.

  • Anmerkungen zu dieser Version ("Readme.htm") für Windows-Supporttools für Microsoft Windows Server 2003, die sich im Ordner "\Support\Tools" auf der CD befinden.

  • Artikel 892777 zu Supporttools für Windows Server 2003 Service Pack 1 in der Microsoft Knowledge Base.

Testen der Bereitstellung in der Computerumgebung

Obwohl Microsoft großes Vertrauen in SP1 hat, ist es nicht möglich, alle Hardwarekonfigurationen und Anwendungen zu testen, die in allen Umgebungen, in denen Sie möglicherweise SP1 installieren, vorhanden sein können.

Wir empfehlen daher, das Service Pack in Ihrer Computerumgebung zu testen, bevor Sie es auf allen Servern bereitstellen.

Das Testen des Service Packs kann die im folgenden Verfahren beschriebenen Schritte enthalten, abhängig von der Umgebung können jedoch auch mehr Schritte erforderlich sein.

So testen Sie das Service Pack in der Umgebung

  1. Die Testumgebung sollte einen Querschnitt der Computertypen enthalten, auf denen Sie das Service Pack bereitstellen möchten. Stellen Sie sicher, dass die Testcomputer mit der Software und den Hardwaregeräten ausgestattet sind, die normalerweise in der Organisation verwendet werden.

  2. Installieren Sie das Service Pack auf den einzelnen Testcomputern, so wie Sie es in der Umgebung machen, in der das Service Pack verwendet werden soll. Stellen Sie sicher, dass Sie jede der folgenden Aufgaben abschließen, die auf Ihre Umgebung zutreffen:

    • Aktualisieren von Testcomputern unter Windows Server 2003 auf Windows Server 2003 mit SP1.

    • Aktualisieren von Testcomputern unter Windows NT Server 4.0 und Windows 2000 Server auf Windows Server 2003 mit SP1.

    • Installieren von Windows Server 2003 mit SP1 auf Testcomputern, auf denen kein anderes Betriebssystem installiert ist (d. h. Ausführen einer "Neuinstallation").

  3. Überprüfen, ob die Software und Hardware in verschiedenen Szenarien weiterhin erwartungsgemäß funktionsfähig sind.

Wenn Sie Windows Server 2003 zum ersten Mal in Ihrer Organisation installieren, können Sie eine Pilotgruppe einrichten, um die Bereitstellung zu testen und zu überprüfen, ob sie wie erwartet in Ihrer Umgebung funktioniert.

Die eigenständige Installation

Während der eigenständigen Installation wird das Service Pack auf einem Computer installiert, auf dem bereits Windows Server 2003 ausgeführt wird. Wenn Sie das Programm Update.exe zum Installieren von SP1 ausführen, installiert es die aktualisierten Systemdateien und nimmt die notwendigen Registrierungsänderungen vor. Nach dem Neustart des Computers und der nachfolgenden Prozesse ist die Installation abgeschlossen, und das Betriebssystem wird mit aktualisierten Dateien ausgeführt.

In diesem Abschnitt werden vier verschiedene Szenarien für das Installieren des Service Packs beschrieben.

  • Szenario 1: Installieren des Service Packs, sodass Computer lokale Service Pack-Quelldateien verwenden (empfohlen)

  • Szenario 2: Installieren des Service Packs, sodass Computer die Service Pack-Quelldateien im Remotemodus verwenden

  • Szenario 3: Verwenden von Systems Management Server (SMS) zum Installieren des Service Packs

  • Szenario 4: Verwenden von Windows Installer und Gruppenrichtlinien zum Installieren des Service Packs

Wichtig

Wenn eine Systemdatei auf einem Computer beschädigt wird oder aus einem anderen Grund ersetzt werden muss, müssen Sie die Service Pack-Quelldateien besitzen, um diese Systemdatei zu ersetzen.

Sie können das Service Pack über verschiedene Medientypen verteilen, z. B. CD-ROMs, freigegebene Ordner in Netzwerke und Webdownloads. Da dieses Handbuch für Benutzer in Unternehmen gedacht ist, konzentriert es sich auf die Verwendung freigegebener Distributionsordner in Netzwerke. Dies ist für diese Zielgruppe das gebräuchlichste Verteilungsmedium.

Erstellung der Datei "Svcpack.log"

Wenn Sie eine eigenständige Installation ausführen, erstellt das Programm Update.exe eine Protokolldatei namens Svcpack.log im Systemstamm. Diese Protokolldatei enthält die folgenden Informationen:

  • Die Befehlszeile, die das Programm Update.exe initiiert hat.

  • Eine Liste der Dateien, die das Programm Update.exe auf den Computer kopiert hat.

  • Fehlermeldungen, falls Fehler aufgetreten sind.

  • Die Befehlszeilenoptionen, die zum Installieren des Service Packs verwendet wurden.

Szenario 1: Installieren des Service Packs, sodass Computer lokale Service Pack-Quelldateien verwenden (empfohlen)

Mithilfe dieser Methode können Sie einen freigegebenen Distributionsordner in einem Netzwerk für die Service Pack-Installationsdatei erstellen. (Die 32-Bit-Version dieser Datei besitzt den Namen WindowsServer2003-KB889101-SP1-x86-LLL.exe.) Wenn Sie eine freigegebene Distributionsmethode einrichten, können Sie die Service Pack-Installation von einem zentralen Speicherort ausführen und die Quelldateien für das Service Pack anschließend lokal speichern.

Kopieren Sie zum Installieren von SP1 aus einem freigegebenen Ordner die Service Pack-Installationsdatei in den Ordner, aus dem Sie SP1 installieren möchten. Die SP1-Installationsdatei steht im Microsoft Download Center zum Download bereit. Sie können sie auch von der SP1-CD kopieren:

  • WindowsServer2003-KB889101-SP1-x86-LLL.exe.

  • WindowsServer2003-KB889101-SP1-ia64-LLL.exe.

Wenn Sie WindowsServer2003-KB889101-SP1-x86-LLL.exe ausführen, werden die aktualisierten Systemdateien auf den lokalen Computer extrahiert. Standardmäßig werden von Update.exe die aktualisierten Systemdateien automatisch installiert und erforderliche Änderungen in der Registrierung vorgenommen. Nach dem Neustart des Computers ist die Installation abgeschlossen, und Windows Server 2003 wird mit aktualisierten Dateien ausgeführt.

Sie müssen sämtliche Vorabversionen von SP1 deinstallieren, bevor Sie den Vorgang fortsetzen, es sei denn, Sie haben mit Microsoft einen ergänzenden Supportvertrag abgeschlossen. Microsoft bietet keinen Support für die Installation dieser Version über die Release Candidate- oder die Betaversion von SP1.

Hinweis

Im folgenden Verfahren stellt Laufwerk: den Laufwerksbuchstaben des Netzwerks oder Computers dar, in bzw. auf dem sich der Distributionsordner befindet.

So aktualisieren Sie Server durch das Installieren von SP1, sodass Computer lokale Service Pack-Quelldateien verwenden (empfohlen)

  1. Stellen Sie eine Verbindung mit dem Netzwerk oder Computer her, in bzw. auf dem Sie den Distributionsordner erstellen möchten.

  2. Erstellen Sie in dem freigegebenen Ordner im Netzwerk einen Distributionsordner für das Service Pack.

    Beispiel:

    Erstellen Sie einen Distributionsordner mit dem Namen WS2003SP1, um SP1 für ein Betriebssystem der Windows Server 2003-Produktfamilie zu installieren, indem Sie Folgendes eingeben:

    mkdir Laufwerk:\WS2003SP1

    (In diesem Beispiel stellt Laufwerk: das Laufwerk dar, in dem der Distributionsordner platziert werden soll.)

  3. Kopieren Sie WindowsServer2003-KB889101-SP1-x86-LLL.exe von der SP1-CD, oder downloaden Sie sie vom Microsoft Download Center in den Distributionsordner.

  4. Führen Sie folgende Aktionen aus, um zu überprüfen, ob Sie Benutzern, die das Service Pack installieren, entsprechende Berechtigungen zugewiesen haben:

    1. Gehen Sie zu dem entsprechenden Ordner, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

    2. Klicken Sie auf die Registerkarte Freigabe, und klicken Sie dann auf Diesen Ordner freigeben.

    3. Geben Sie im Feld Freigabename einen Namen für den Ordner ein.

    4. Klicken Sie auf Berechtigungen, und weisen Sie dann Berechtigungen zu, die Benutzern das Installieren des Service Packs aus diesem Ordner erlauben.

    5. Wenn Sie eine NTFS-Partition verwenden, klicken Sie auf die Registerkarte Sicherheit, überprüfen Sie, ob die dort aufgeführten Berechtigungen mit denen auf der Registerkarte Freigabe nicht in Konflikt stehen, und klicken Sie dann auf OK.

  5. Zum Installieren des Service Packs aus dem Distributionsordner (in diesem Beispiel besitzt der Ordner den Namen WS2003SP1) geben Sie Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:

    \\Servername\WS2003SP1\WindowsServer2003-KB889101-SP1-x86-LLL.exe

    Sie können nach Bedarf Befehlszeilenoptionen einschließen. Wenn Sie z. B. sofort nach der Installation von SP1 Updates installieren möchten, geben Sie die Option /Z im Installationsbefehl an. Durch diese Option wird der automatische Neustart des Computers nach der Installation von SP1 verhindert.

  6. Folgen Sie den Anweisungen des Installations-Assistenten.

  7. Führen Sie nach Abschluss der Installation folgende Aktionen aus:

    • Führen Sie sofort einen Neustart des Computers aus, wenn Sie direkt nach der Service Pack-Installation keine weiteren Updates installieren möchten.

    • Andernfalls installieren Sie weitere Updates, bevor Sie den Computer neu starten. Bei Verwendung dieser Methode sind SP1 und die Updates zur gleichen Zeit vollständig funktionsfähig.

  8. Nach dem Neustart des Computers müssen Sie die Antivirussoftware neu starten, falls Sie sie deaktiviert haben.

Wichtig

SP1 ist erst nach dem Neustarten des Computers vollständig funktionsfähig.

Szenario 2: Installieren des Service Packs, sodass Computer die Service Pack-Quelldateien im Remotemodus verwenden

Mithilfe dieser Methode richten Sie einen freigegebenen Distributionsordner in einem Netzwerk ein und installieren anschließend das Service Pack aus dem freigegebenen Ordner auf Computern, auf denen bereits Windows Server 2003 ausgeführt wird.

Bei dieser Methode werden die Service Pack-Quelldateien nicht auf lokalen Computern sondern im freigegebenen Distributionsordner gespeichert.

Wichtig

Da die Service Pack-Quelldateien im Remotemodus im Netzwerk gespeichert werden, eignet sich diese Methode nur für Computer, die permanent mit dem Netzwerk verbunden sind. Diese Methode eignet sich z. B. nicht für das Aktualisieren von Laptops.

Sie müssen einen freigegebenen Distributionsordner verwenden, der speziell für SP1 erstellt wurde. Verwenden Sie einen Ordner nicht erneut, der für ein vorheriges Service Pack eingerichtet wurde. Freigegebene Distributionsordner für Service Pack-Quelldateien müssen permanent sein, um sicherzustellen, dass alle Dateien, die ein Computer möglicherweise ersetzen muss, zur Verfügung stehen.

Wenn bei der Installation die Quelldateien aus einem Distributionsordner verwendet werden sollen, müssen Sie diese zunächst aus der Installationsdatei extrahieren. Dies spart Speicherplatz auf lokalen Computern, da die Installation auf den Distributionsordner für Service Pack-Dateien zeigt, anstatt diesen Ordner lokal zu erstellen, wenn Quelldateien für das Service Pack erforderlich sind. Der Ordner ServicePackFiles wird immer dann benötigt, wenn für das Betriebssystem eine Service Pack-Datei erforderlich ist, z. B., wenn der Windows-Dateischutz eine beschädigte Datei wiederherstellen muss oder wenn eine optionale Komponente konfiguriert wird.

Weitere Informationen zum Verschieben des freigegebenen Distributionsordners finden Sie in Artikel 271484 zum Hinzufügen von Dateien und Ordnern zum System nach der Installation des Service Packs in der Microsoft Knowledge Base.

Hinweis

Im folgenden Verfahren stellt Laufwerk: den Laufwerksbuchstaben des Netzwerks oder Computers dar, in bzw. auf dem sich der Distributionsordner befindet.

So installieren Sie das Service Pack, sodass Computer die Service Pack-Quelldateien im Remotemodus verwenden

  1. Stellen Sie eine Verbindung mit dem Netzwerk oder Computer her, in bzw. auf dem Sie den Distributionsordner erstellen möchten.

  2. Erstellen Sie in dem freigegebenen Ordner im Netzwerk einen Distributionsordner für das Service Pack. Zum Erstellen eines Distributionsordners namens WS2003SP1 geben Sie z. B. Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:

    mkdir Laufwerk:\WS2003SP1

  3. Zum Extrahieren von Dateien in den Distributionsordner geben Sie Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:

    WindowsServer2003-KB889101-SP1-x86-LLL.exe /X:Pfad

    wobei Pfad der Speicherort des freigegebenen Distributionsordners ist.

    Falls Sie die Option /U (für unbeaufsichtigt) verwenden, wird nach dem Extrahieren der Dateien kein Bestätigungsdialogfeld angezeigt.

  4. Sichern Sie für jeden Computer, den Sie aktualisieren möchten, die Dateien, und schließen Sie die Programme, bevor Sie den Vorgang fortsetzen (sofern Sie nicht planen, das Schließen von Programmen während der Installation zu erzwingen).

  5. Führen Sie zum Installieren des Service Packs aus dem freigegebenen Distributionsordner Update.exe an Stelle der Installationsdatei aus (z. B. WindowsServer2003-KB889101-SP1-x86-LLL.exe). Zum Installieren des Service Packs aus einem Distributionsordner namens WS2003SP1 geben Sie z. B. Folgendes an der Eingabeaufforderung ein:

    Laufwerk:\WS2003SP1\i386\Update\Update.exe.

    Für Update.exe können dieselben Befehlszeilenoptionen wie für die Installationsdatei verwendet werden.

  6. Die Installation wird wie in Szenario 1 weiter oben in diesem Abschnitt beschrieben fortgesetzt.

Wir empfehlen, den Computer sofort nach Abschluss der Ausführung von Update.exe neu zu starten.

Wenn Sie Updates, kritische Updates und Sicherheitsupdates installieren möchten, lesen Sie das Handbuch zum Installieren und Bereitstellen von Updates für Microsoft Windows Server 2003 Service Pack 1 (auf der Microsoft TechNet-Website).

Wenn Sie die Antivirussoftware deaktiviert haben, aktivieren Sie sie nach dem Neustarten des Computers wieder.

Wichtig

SP1 ist erst nach dem Neustarten des Computers vollständig installiert.

Szenario 3: Verwenden von SMS zum Installieren des Service Packs

Dieses Szenario erklärt das Verwenden von Microsoft Systems Management Server (SMS) zum Installieren des Service Packs aus einem freigegebenen Distributionsordner in einem Netzwerk. Mit dieser Installationsmethode wird das Service Pack auf Servern mit SMS installiert, auf denen Windows Server 2003 bereits ausgeführt wird.

Dieses Szenario geht davon aus, dass Sie SMS kennen und über Kenntnisse in Verbindung mit Softwareverteilung verfügen.

Wichtig

Zum Ausführen dieses Installationstypes muss auf dem Computer SMS 2.0 mit Service Pack 5, SMS 2003 oder SMS 2003 mit Service Pack 1 ausgeführt werden.

So verwenden Sie SMS zum Installieren des Service Packs

  1. Erstellen Sie das SMS-Paket, indem Sie die Paketdefinitionsdatei für das Service Pack importieren. Stellen Sie im Paket den Pfad zu den Service Pack-Quelldateien bereit.

  2. Verteilen Sie das SMS-Paket an die Verteilungspunkte.

  3. Erstellen Sie die Ankündigung, um Server mit SMS zu benachrichtigen, dass das Service Pack zur Verfügung steht.

Details zum Bereitstellen von SP1 mithilfe von SMS finden Sie in Artikel 894712 zum Installieren von Windows Server 2003 Service Pack 1 (SP1) mithilfe von Systems Management Server in der Microsoft Knowledge Base.

Szenario 4: Verwenden von Windows Installer und Gruppenrichtlinien zum Installieren des Service Packs

Dieses Szenario erklärt das Verwenden von Windows Installer zum Installieren des Service Packs aus einem freigegebenen Distributionsordner in einem Netzwerk. Mit dieser Methode wird das Service Pack auf Servern installiert, auf denen bereits Windows Server 2003 ausgeführt wird.

Zum Verwenden dieser Methode sollten Sie sich gut mit Windows Installer auskennen und über Kenntnisse in Verbindung mit Gruppenrichtlinien und Active Directory verfügen. Weitere Informationen zu Windows Installer, Gruppenrichtlinien und Active Directory finden Sie im Microsoft Windows Server 2003 Deployment Kit (auf der Microsoft TechNet-Website).

Verwenden von Windows Installer

Die Windows Installer-Paketdatei (Update.msi) enthält alle Informationen, die für Windows Installer zum Installieren oder Entfernen des Service Packs und zum Ausführen des Setupprogramms erforderlich sind.

Diese Paketdatei beschreibt die Beziehungen zwischen Service Pack-Komponenten und -Ressourcen. Sie enthält außerdem eine Installationsdatenbank, aus der Sie eine Zusammenfassung (die als Zusammenfassungsinformationsstrom bezeichnet wird) der vom Installationsprogramm verwendeten Eigenschaften anzeigen können. Zum Anzeigen dieser Zusammenfassung klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Installationsdatenbank, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

Sie müssen mit Update.msi die vom Computer zugewiesene Verteilungsmethode verwenden. Andere Methoden stehen nicht zur Verfügung.

Wichtig

Wir empfehlen die Verwendung der Installationsdatei WindowsServer2003-KB889101-SP1-x86-LLL.exe oder WindowsServer2003-KB889101-SP1-ia64-LLL.exe beim Bereitstellen von SP1 an der Eingabeaufforderung. (LLL stellt den Sprachcode dar, ENU steht z. B. für die englischsprachige Version). Wenn Sie Update.msi zum Verteilen von Service Packs verwenden, können Sie nur ein serverbasiertes (vom Computer zugewiesenes) Gruppenrichtlinienobjekt (GPO) verwenden. Benutzerbasierte Gruppenrichtlinienbereitstellungen mit Update.msi werden nicht unterstützt. Weitere Informationen finden Sie in Artikel 278503 zu Empfehlungen für das Verwenden von "Update.msi" zum Bereitstellen von Service Packs in der Microsoft Knowledge Base.

Wenn Server auf SP1 aktualisiert werden sollen, müssen diese derselben Domäne angehören wie der Server, auf dem sich die Windows Installer-Datei (MSI-Datei) befindet. Nachdem Sie das Paket zugewiesen haben, installiert Windows Installer das Service Pack automatisch beim nächsten Start des Servers (sofern eine Verbindung mit dem Netzwerk besteht).

Hinweis

Nur ein Netzwerkadministrator oder eine Person, die als Administrator an einem lokalen Server angemeldet ist, kann die zugewiesene Software entfernen.

Zuweisen von Service Pack 1 zu Servern

In dem Verfahren dieses Abschnitts wird erläutert, wie das Service Pack Servern zugewiesen wird, die von einem Gruppenrichtlinienobjekt verwaltet werden. Für die Installation sollten Sie das Gruppenrichtlinienobjekt einem neuen Active Directory-Container zuordnen.

So verwenden Sie Gruppenrichtlinien zum Zuweisen des Service Packs

  1. Erstellen Sie einen freigegebenen Netzwerkdistributionsordner.

  2. Erstellen Sie ein Gruppenrichtlinienobjekt für SP1-Bereitstellungen.

  3. Stellen Sie die Datei Update.msi für SP1 aus dem freigegebenen Distributionsordner als vom Computer zugewiesen bereit. Stellen Sie sie nicht als Benutzerbereitstellung bereit.

    Beim Neustarten der Server werden sie auf SP1 aktualisiert.

    Wichtig Überprüfen Sie die Eigenschaften der einzelnen Server, um sicherzustellen, dass das Update abgeschlossen wurde. Möglicherweise müssen Sie jeden Server mehrmals neu starten, um das Update abzuschließen.

    Allgemeine Informationen zum Anwenden der Softwarebereitstellungsrichtlinie für Benutzer außerhalb von Organisationseinheiten finden Sie in Artikel 324750 zum Zuweisen von Software zu einer spezifischen Gruppe durch Verwendung einer Gruppenrichtlinie in der Windows Server 2003-Produktfamilie in der Microsoft Knowledge Base.

Die integrierte Installation

Die integrierte Installation von Windows Server 2003 mit SP1 muss auf Computern ausgeführt werden, die kein Betriebssystem besitzen oder auf denen eine frühere Version von Windows wie z. B. Windows 2000 ausgeführt wird. Diese Methode wird verwendet, wenn Sie bereits Windows Server 2003 erworben haben und das Service Pack und das Betriebssystem gleichzeitig anwenden möchten.

Wenn Sie eine integrierte Installation ausführen, installieren Sie das Betriebssystem und das Service Pack gleichzeitig. Dies bedeutet, dass Sie keine separaten Installationen des Betriebssystems und des Service Packs ausführen müssen.

Zum Ausführen einer integrierten Installation verwenden Sie zuerst die Option /integrate, um Windows Server 2003 mit SP1 in einem freigegebenen Distributionsordner zu aktualisieren. Anschließend führen Sie Windows Server 2003 Setup aus. Während des Prozesses der integrierten Installation installiert das Windows Server 2003-Setupprogramm das Betriebssystem mit dem bereits angewendeten Service Pack.

Der Pfad, den Sie zum Aktualisieren vorheriger Versionen von Windows auf Windows Server 2003 mit SP1 verwenden, ist der gleiche Pfad wie bei der Aktualisierung auf Windows Server 2003.

Zum Abschluss des Verfahrens zum Integrieren von Windows Server 2003 mit SP1 müssen Sie einen Computer verwenden, auf dem bereits ein Windows Server 2003- oder Windows XP-Betriebssystem ausgeführt wird.

Hinweis

Im folgenden Verfahren stellt Laufwerk: den Laufwerkbuchstaben des Netzwerks oder Computers dar, in bzw. auf dem sich der Distributionsordner befindet.

Erstellung der Datei "Spslpsrm.log"

Vom Programm Update.exe wird für integrierte Installationen eine Protokolldatei namens Spslpsrm.log erstellt. Diese Protokolldatei wird in Systemstamm erstellt und enthält folgende Informationen:

  • Die Befehlszeile, die das Programm Update.exe initiiert hat.

  • Eine Liste der Dateien, die das Programm Update.exe auf den Computer kopiert hat.

  • Fehlermeldungen, falls Fehler aufgetreten sind.

  • Die Befehlszeilenoptionen, die zum Installieren des Service Packs verwendet wurden.

So erstellen Sie eine integrierte Installation des Service Packs mit Windows Server 2003

  1. Stellen Sie eine Verbindung mit dem Netzwerk oder Computer her, in bzw. auf dem Sie den Distributionsordner erstellen möchten.

  2. Erstellen Sie in dem freigegebenen Ordner im Netzwerk einen Distributionsordner für die Windows Server 2003-Installationsdateien.

    Beispiel:

    • Zur Installation von SP1 mit einer 32-Bit-Version von Windows Server 2003 erstellen Sie einen Distributionsordner mit dem Namen WS2003\i386, indem Sie Folgendes eingeben:

      mkdir Laufwerk:\WS2003\i386

    • Zur Installation von SP1 mit einer 64-Bit-Version von Windows Server 2003 erstellen Sie einen Distributionsordner mit dem Namen WS2003\ia64, indem Sie Folgendes eingeben:

      mkdir Laufwerk:\WS2003\ia64

      Wichtig Stellen Sie sicher, dass nur Systemadministratoren über vollen Zugriff auf diesen Ordner verfügen. Andere Benutzer sollten nur über Berechtigungen zum Lesen und Ausführen verfügen.

  3. Führen Sie folgende Aktionen aus, um zu überprüfen, ob Sie Benutzern, die das Service Pack installieren, entsprechende Berechtigungen zugewiesen haben:

    1. Gehen Sie zu dem entsprechenden Ordner, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

    2. Klicken Sie auf die Registerkarte Freigabe, und klicken Sie dann auf Diesen Ordner freigeben.

    3. Geben Sie im Feld Freigabename einen Namen für den Ordner ein.

    4. Klicken Sie auf Berechtigungen, und weisen Sie dann Berechtigungen zu, die Benutzern das Installieren des Service Packs aus diesem Ordner erlauben.

    5. Wenn Sie eine NTFS-Partition verwenden, klicken Sie auf die Registerkarte Sicherheit, überprüfen Sie, ob die dort aufgeführten Berechtigungen mit denen auf der Registerkarte Freigabe nicht in Konflikt stehen, und klicken Sie dann auf OK.

  4. Legen Sie die Windows Server 2003-Produkt-CD oder -DVD in das CD-ROM-Laufwerk ein, und kopieren Sie dann den Inhalt der CD in den Distributionsordner, den Sie in Schritt 2 erstellt haben.

    Um z. B. die Installationsdateien und -ordner von der Windows Server 2003-Produkt-CD im CD-ROM-Laufwerk (D:) in den Distributionsordner namens WS2003\i386 auf Laufwerk E: zu kopieren, geben Sie Folgendes ein:

    xcopy /E D:\i386 E:\WS2003\i386

  5. Entfernen Sie die Produkt-CD aus dem CD-ROM-Laufwerk, und legen Sie dann die SP1-CD ein. Stellen Sie sicher, dass Sie die richtige SP1-CD verwenden (entweder für die 32-Bit- oder die Itanium-basierte Version von Windows Server 2003).

  6. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:

    • Geben Sie zum Anwenden der Quelldateien für das Service Pack auf die Installationsdateien für eine 32-Bit-Version von Windows Server 2003 im Ordner WS2003\i386 Folgendes ein:

      WindowsServer2003-KB889101-SP1-x86-LLL.exe /integrate:Laufwerk:\WS2003

    • Geben Sie zum Anwenden der Quelldateien für das Service Pack auf die Installationsdateien für eine Itanium-basierte Version von Windows Server 2003 im Ordner WS2003\ia64 Folgendes ein:

      WindowsServer2003-KB889101-SP1-ia64-LLL.exe /integrate:Laufwerk:\WS2003

    Eine Liste der zusätzlichen Befehlszeilenoptionen finden Sie unter Befehlszeilenoptionen für das Installieren von SP1.

  7. Die Service Pack-Dateien werden extrahiert und dann auf die Betriebssystemdateien angewendet, um den freigegebenen Distributionsordner zu aktualisieren. Sie können entweder die Dateien aus diesem freigegebenen Netzwerkordner zum Erstellen einer CD (nur 32-Bit-Versionen) zum Aktualisieren der Server verwenden, oder Sie können Setup für Windows Server 2003 bei Bedarf entsprechend anpassen. Weitere Informationen zum Anpassen von Setup finden Sie in der Hilfe, wenn Sie aus dem freigegebenen Distributionsordner folgenden Befehl eingeben:

    \i386\winnt32.exe /?

  8. Sie können nun Windows Server 2003 mit SP1 aus dem freigegebenen Distributionsordner im beaufsichtigten oder unbeaufsichtigten Setupmodus auf mehreren Computern bereitstellen. Während des Standardinstallationsprozesses wird vom Windows Server 2003-Setupprogramm (Winnt.exe oder Winnt32.exe) das aktualisierte Betriebssystem mit dem bereits angewendeten Service Pack installiert.

Wichtig

Wenn Sie den in Schritt 6 aufgeführten Befehl ausführen, wird von Update.exe automatisch eine Datei mit dem Namen Svcpack.log in Systemstamm auf dem Computer erstellt, auf dem das Programm Update.exe ausgeführt wird. Wenn Sie mehrere Betriebssysteme von diesem Computer aus aktualisieren möchten, benennen Sie die Datei Svcpack.log nach der Aktualisierung jeder einzelnen Version um. Dadurch wird sichergestellt, dass Sie die aktuelle Protokolldatei nicht überschreiben, wenn Sie weitere Betriebssysteme aktualisieren.

Szenario 2: Verwenden der Remoteinstallationsdienste zum Installieren von Windows Server 2003 mit integriertem Service Pack

In diesem Abschnitt wird das Verwenden der Remoteinstallationsdienste (Remote Installation Services, RIS) zum Installieren von Windows Server 2003 mit integriertem Service Pack erklärt. Dieser Abschnitt erklärt jedoch nicht das Einrichten der Remoteinstallationsdienste. Weitere Informationen zu RIS finden Sie unter Remote Installation Services (auf der Microsoft-TechNet-Website).

RIS-Abbildtypen

Die Remoteinstallationsdienste unterstützen zwei Betriebssystem-Abbildtypen: CD-basierte Abbilder (mithilfe von RISetup erstellte Abbilder) und Remoteinstallationsvorbereitungs-Abbilder (RIPrep-Abbilder).

Das Verwenden der CD-basierten Option ähnelt dem Einrichten eines Serverbetriebssystems direkt von der Windows Server 2003-Produkt-CD, jedoch befinden sich in diesem Fall die Quelldateien auf einem RIS-Server. Sie können ein RIPrep-Abbild eines Servers erstellen, auf dem Windows Server 2003 mit SP1 ausgeführt wird und der mit den von Ihnen angegebenen Anwendungen und Einstellungen konfiguriert ist. Dieses Abbild kann dann auf ähnlichen Servern bereitgestellt werden, die mit dem Netzwerk verbunden sind.

Hinzufügen eines CD-basierten Abbildes für ein Betriebssystem mit integriertem Service Pack zu einem RIS-Server

Führen Sie nach der Installation von RIS die folgenden Schritte aus, um dem RIS-Server ein Abbild von Windows Server 2003 mit SP1 hinzuzufügen.

So kopieren Sie Windows Server 2003 mit SP1 auf den RIS-Server

  1. Erstellen Sie eine integrierte Installation von Windows Server 2003 mit SP1. Weitere Informationen finden Sie unter Szenario 1: Installieren des Service Packs, sodass Computer lokale Service Pack-Quelldateien verwenden (empfohlen) weiter oben in diesem Handbuch.

  2. Zum Erstellen eines Abbildes klicken Sie im Startmenü auf Ausführen, und geben Sie dann Folgendes ein:

    risetup.exe -add

  3. Der Assistent zur Installation der Remoteinstallationsdienste wird angezeigt. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten. Wenn Sie auf der Seite Pfad der Installationsquelldateien nach der Abbildquelle gefragt werden, geben Sie den Pfad zu dem freigegebenen Ordner ein, der die in Schritt 1 integrierte Installation enthält.

  4. Es wird ein Feld angezeigt, das den Fortschritt der Installation zeigt. Nach Abschluss des RISetup-Abbildes können Sie das Abbild wie in Remote Installation Services (auf der Microsoft TechNet-Website) beschrieben auf jedem Server installieren.

Aktualisieren vorhandener RIPrep-Abbilder auf SP1

Wenn Sie zusätzliche Programme oder Einstellungen dem integrierten Installationsabbild hinzufügen möchten, muss sich auf dem RIS-Server ein CD-basiertes Abbild von Windows Server 2003 mit SP1 befinden. (Weitere Informationen finden Sie im vorherigen Abschnitt, Hinzufügen eines CD-basierten Abbildes für ein Betriebssystem mit integriertem Service Pack zu einem RIS-Server.)

So aktualisieren Sie vorhandene RIPrep-Abbilder

  1. Verwenden Sie die Remoteinstallationsdienste, um das RISetup-Abbild auf dem Computer zu installieren.

  2. Fügen Sie die zusätzlichen Programme und Einstellungen hinzu, die Sie in das Abbild einschließen möchten.

  3. Führen Sie RIPrep aus, um ein Abbild auf dem RIS-Server zu erstellen.

    Anweisungen zum Ausführen von RIPrep auf RIS-Servern unter Windows Server 2003 finden Sie unter Remote Installation Services und Automating and Customizing Installations (auf der Microsoft TechNet-Website).

  4. Nun können Sie das RIPrep-Abbild auf anderen Servern bereitstellen. Weitere Informationen zum Ausführen dieser Aufgabe finden Sie unter Remote Installation Services (auf der Microsoft-TechNet-Website).

Hinweis

Sie können die Option /integrate nicht verwenden, um SP1 direkt in ein vorhandenes CD-basiertes Abbild oder RIPrep-Abbild zu integrieren.

Befehlszeilenoptionen für das Installieren von SP1

Sie können das Verfahren für die Installation von SP1 definieren, indem Sie mindestens eine der folgenden Befehlszeilenoptionen beim Ausführen der Installationsdatei (z. B. WindowsServer2003-KB889101-SP1-x86-LLL.exe) oder Update.exe angeben. Vor die Optionen können Sie einen Schrägstrich (/) oder einen Bindestrich (-) setzen. Bei den Optionen wird zwischen Groß- und Kleinschreibung nicht unterschieden.

 

Befehlszeilenoption Beschreibung

/?

- oder -

/Help

Zeigt Hilfetext an.

/D: Ordnername

Sichert die Dateien, die zum Entfernen des Service Packs erforderlich sind, in einen angegebenen Ordner.

Falls Sie die Dateien sichern, ohne einen Ordner anzugeben, wird folgender Standardspeicherort verwendet:

$ntservicepackuninstall$

Der angegebene Speicherort muss sich auf dem lokalen Laufwerk befinden.

/ER

Aktiviert erweiterte Rückgabecodes, die eine detaillierte Fehlermeldung zurückgeben, wenn die Updateinstallation fehlschlägt. Weitere Informationen finden Sie im Whitepaper The Package Installer (Formerly Called Update.exe) for Microsoft Windows Operating Systems and Windows Components auf der Microsoft-Website.

/F

Nach Abschluss der Installation müssen Sie alle geöffneten Anwendungen schließen, bevor Sie den Computer neu starten. Mit dieser Option wird das Schließen der Anwendungen erzwungen, ohne dass die Dateien gespeichert werden. Sie können diese Option in Verbindung mit anderen Befehlszeilenoptionen außer /integrate, /L und /Z verwenden.

/Forcerestart

Startet den Computer nach Abschluss der Updateinstallation neu. Diese Option richtet sich beim Herunterfahren nach dem Standardverhalten. Das Schließen von Anwendungen wird nicht erzwungen.

/integrate: Pfad

Integriert das Softwareupdate in den von Ihnen angegebenen Pfad. Sie müssen den absoluten Pfad zu den Installationsdateien des Betriebssystems angeben.

/L

Listet installierte Updates auf.

/N

Diese Option wird nicht empfohlen.

Sichert keine Dateien für das Entfernen von SP1. Wenn Sie diese Option verwenden, wird unter Software kein Eintrag für SP1 angezeigt.

/O

Überschreibt OEM-Dateien ohne Nachfrage.

/Q

- oder -

/Quiet

Verwendet den stillen Modus. Zeigt während der SP1-Installation keine Benutzeroberfläche an. Der Modus entspricht dem unbeaufsichtigten Modus, mit der Ausnahme, dass die Benutzeroberfläche ausgeblendet ist. Während des Installationsvorgangs werden keine Eingabeaufforderungen angezeigt.

/U

- oder -

/Passive

Verwendet den unbeaufsichtigten Setupmodus und SP1-Standardoptionen. Erfordert während der Updateinstallation keinen Benutzereingriff und zeigt nur kritische Fehler sowie eine Statusanzeige an.

/Z

- oder -

/Norestart

Startet den Computer nach Abschluss der Installation nicht neu.

Befehlszeilenoptionen nur für das Installieren des Service Packs

Die folgende Tabelle enthält weitere Befehlszeilenoptionen, die nur vom Installationsprogramm für das Service Pack unterstützt werden.

 

Befehlszeilenoption Beschreibung

/X

Extrahiert Service Pack-Dateien ohne Starten von Update.exe. Sie werden aufgefordert, den Pfad für den Ordner bereitzustellen, in dem Sie die extrahierten Service Pack-Installationsdateien platzieren möchten.

/U /X: Ordnername

Extrahiert Service Pack-Dateien und platziert sie im Ordner Ordnername ohne Nachfrage und ohne Starten von Update.exe.

Wichtig

SP1 ist erst nach dem Neustarten des Computers vollständig funktionsfähig.

Qfecheck.exe

Weitere Informationen zum Programm Qfecheck.exe finden Sie in den folgenden Microsoft Knowledge Base-Artikeln:

  • 282784 zur Überprüfung der Installation von Windows 2000- und Windows XP-Updates durch "Qfecheck.exe"

  • 304864 zur fälschlich gemeldeten Notwendigkeit der erneuten Installation neu installierter Updates durch das Hotfixtool "Qfecheck"

Diese Artikel wurden zwar für andere Windows-Betriebssysteme verfasst, sie gelten jedoch auch für die Updates für Windows Server 2003.

Deinstallieren von SP1

Wenn Sie sich bei der Installation von SP1 für die Erstellung von Sicherungskopien entschieden haben, können Sie SP1 mithilfe der Option Software oder der Eingabeaufforderung jederzeit entfernen und den vorherigen Status des Computers wiederherstellen.

SP1 kann nur dann deinstalliert werden, wenn es als Update für ein vorhandenes Betriebssystem installiert wurde. SP1 kann nicht entfernt werden, wenn Sie es als Teil einer integrierten Installation installiert haben. In diesem Fall müssen Sie das gesamte Betriebssystem zusammen mit SP1 deinstallieren.

So entfernen Sie SP1 mithilfe einer Eingabeaufforderung

  1. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung, und geben Sie Folgendes ein:

    %systemroot%\$NtServicePackUninstall$\spuninst\

  2. Geben Sie Spuninst.exe /Option ein. Ersetzen Sie Option durch eine der in der folgenden Tabelle aufgeführten Optionen.

  3. Drücken Sie die EINGABETASTE, um den Vorgang fortzusetzen, und folgen Sie dann den Anweisungen auf dem Bildschirm.

 

Option Beschreibung

/U

Das Service Pack wird im unbeaufsichtigtem Modus entfernt. Bei Verwendung dieser Option werden bei der Deinstallation von SP1 nur kritische Fehlermeldungen angezeigt.

/Q

Das SP1 wird im stillen Modus entfernt. Dabei ist die Benutzeroberfläche, anders als beim unbeaufsichtigten Modus, ausgeblendet. Bei Verwendung dieser Option werden bei der Deinstallation von SP1 keine Meldungen angezeigt.

/Z

Führt nach der Deinstallation von SP1 keinen Neustart des Computers aus.

/F

Andere Anwendungen werden geschlossen, wenn der Computer nach der Deinstallation von SP1 neu gestartet wird.

Wichtig

Wenn Sie SP1 entfernen, wird in einem Dialogfeld eine Liste der Anwendungen angezeigt, die Sie nach der Installation von SP1 installiert haben. Wenn Sie mit dem Entfernen von SP1 fortfahren, sind diese Anwendungen möglicherweise nicht voll funktionsfähig.

Anstelle einer allgemeinen Einzelbeschreibung werden möglicherweise mehrere Beschreibungen zu verschiedenen Anwendungen angezeigt. Sie können diese zusätzlichen Beschreibungen ignorieren.

Symbole für das Debuggen von Service Packs

Wenn Sie Systemadministrator sind (und Probleme auf Computern unter Windows Server 2003 diagnostizieren), empfehlen wir Ihnen den Download der Symboldateien für das Debuggen von Service Packs. Die Installation dieser Dateien ist jedoch für die Funktionsfähigkeit des Computers nicht erforderlich.

Wenn Sie Windows Server 2003 mit SP1 debuggen möchten, müssen Sie zunächst die Symbole zum Debuggen von Windows Server 2003 von der Downloadseite im Internet downloaden und installieren. Anschließend müssen Sie die Symbole für das Debuggen von SP1 demselben Ordner hinzufügen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Debugging Tools for Windows — Overview auf der Microsoft-Website.

Die Symbole zum Debuggen von SP1 können vom Internetsymbolserver gedownloadet werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter How to Use the Microsoft Symbol Server auf der Microsoft-Website. Falls Sie eine englische Version von Windows Server 2003 verwenden, finden Sie die Symbole (Symbols.exe) im Ordner \Support\Symbols auf der SP1-CD.

Hinweis

Bei der Installation von SP1 überschreiben die aktuellen Versionen der Symboldateien die vorherigen Versionen im Symbolinstallationsordner.

Weitere Ressourcen

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