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Erstellen und Verwalten von hoch verfügbaren virtuellen Maschinen in VMM 

Letzte Aktualisierung: Juni 2010

Betrifft: Virtual Machine Manager 2008, Virtual Machine Manager 2008 R2, Virtual Machine Manager 2008 R2 SP1

Hoch verfügbare virtuelle Maschinen (Highly Available Virtual Machines, HAVMs) können problemlos zu einem anderen Host für virtuelle Maschinen in einem Failovercluster migriert werden, um Downtime zu vermeiden, wenn auf dem aktuellen Host Wartungsarbeiten ausgeführt werden müssen. Tritt auf dem aktuellen Host ein Fehler auf, so wird die hoch verfügbare Maschine mithilfe eines als Failover bezeichneten Verfahrens automatisch zu einem anderen Host im Cluster migriert.

System Center Virtual Machine Manager (VMM) 2008 unterstützt hoch verfügbare virtuelle Maschinen, die in Windows Server 2008-Failoverclustern bereitgestellt werden. System Center Virtual Machine Manager 2008 R2 unterstützt hoch verfügbare virtuelle Maschinen, die auf Windows Server 2008- oder Windows Server 2008 R2-Failoverclustern bereitgestellt werden. In diesem Thema wird erklärt, wie die hoch verfügbaren virtuellen Maschinen in VMM erstellt, konfiguriert, migriert und entfernt werden. Weitere Informationen zum Konfigurieren und Verwalten der Hostcluster, auf denen sie bereitgestellt werden, finden Sie unter Konfigurieren von Hostclustern in VMM für die Unterstützung von hoch verfügbaren virtuellen Maschinen.

noteHinweis
Der Schwerpunkt dieses Themas liegt auf hoch verfügbaren virtuellen Hyper-V-Maschinen. Informationen zu hoch verfügbaren virtuellen Maschinen, die auf von VMM verwalteten VMware ESX Server-Hosts bereitgestellt werden, finden Sie unter Verwalten einer VMware Infrastructure in VMM.

Konfigurieren einer hoch verfügbaren virtuellen Maschine

Wenn Sie eine virtuelle Maschine als hoch verfügbare virtuelle Maschine konfigurieren, wird die virtuelle Maschine von VMM auf dem am besten geeigneten Host in einem Hostcluster platziert. Zeigen Sie in den erweiterten Einstellungen auf der Seite Hardware konfigurieren des Assistenten für neue virtuelle Maschinen die Einstellungen für Verfügbarkeit an, und wählen Sie Diese VM hoch verfügbar machen aus, um eine virtuelle Maschine als hoch verfügbare virtuelle Maschine zu konfigurieren.

Sie können eine virtuelle Maschine auch während der Platzierung zu einer hoch verfügbaren virtuellen Maschine machen. Wenn Sie eine virtuelle Maschine nicht als hoch verfügbar konfigurieren, stehen alle geeigneten Hosts einschließlich derjenigen in einem Hostcluster während der Platzierung zur Verfügung. Wenn Sie einen gruppierten Host für die virtuelle Maschine auswählen, werden Sie gefragt, ob Sie die virtuelle Maschine hoch verfügbar machen möchten. Wenn Sie auf Ja klicken, wird die virtuelle Maschine in einem Hostcluster bereitgestellt und hoch verfügbar.

Die hoch verfügbaren virtuellen Maschinen werden von Virtual Machine Manager nur auf Clusterhosts platziert, während virtuelle Maschinen, die nicht hoch verfügbar sind, nur auf eigenständigen Hosts platziert werden. Obwohl es möglich ist, nicht hoch verfügbare virtuelle Maschinen in Hostclustern zu erstellen, ist dies in VMM nicht zulässig. Wenn solche virtuellen Maschinen außerhalb von VMM erstellt werden, dann werden sie als nicht hoch verfügbare virtuelle Maschinen importiert und behandelt, wie dies auch bei virtuellen Maschinen auf eigenständigen Hosts der Fall ist.

noteHinweis
Allgemeine Informationen zum Erstellen von virtuellen Maschinen finden Sie unter Erstellen neuer virtueller Maschinen (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=162793).

Konfigurieren von Datenträgern

Auf hoch verfügbaren virtuellen Maschinen verwendete Clusterdatenträger müssen außerhalb von VMM konfiguriert, hinzugefügt oder entfernt werden. Nachdem Sie externe Änderungen an den Datenträgern vorgenommen haben, aktualisieren Sie den Hostcluster in VMM, um die Datenträgerkonfigurationen zu aktualisieren.

VMM 2008 R2 unterstützt das Feature "Freigegebene Clustervolumes" (Cluster Shared Volumes, CSV) von Windows Server 2008 R2. Mithilfe von CSV können mehrere hoch verfügbare virtuelle Maschinen die gleiche LUN verwenden und dennoch migrieren, ohne dass dies Auswirkungen auf andere hoch verfügbare virtuelle Maschinen hat, die die gleiche LUN verwenden. Da hoch verfügbare virtuelle Maschine von einem separaten Knoten Zugriff auf den Datenträger besitzen, wird die clusterinterne Migration mit CSV zusätzlich beschleunigt, da die Bereitstellung des Datenträgers nicht aufgehoben und dann wieder aktiviert werden muss.

Im Gegensatz zu VMM 2008 R2 bietet VMM 2008 keine Unterstützung für CSV. VMM 2008 bietet nur Unterstützung für eine hoch verfügbare virtuelle Maschine pro LUN. Damit lässt sich sicherstellen, dass hoch verfügbare virtuelle Maschinen zu anderen Hosts migriert werden können, ohne dass die Verfügbarkeit anderer hoch verfügbarer virtueller Maschinen beeinträchtigt wird.

Kunden, die zu VMM 2008 R2 migrieren und ihre vorhandenen virtuellen Maschinen in einer einzigen CSV-LUN konsolidieren möchten, können mithilfe der neuen schnellen Migration den Speicher einer gerade ausgeführten virtuellen Maschine bei minimaler Downtime und ohne Verlust des Status zu einem anderen Host oder einem anderen Speicherort auf demselben Host migrieren. Verwenden Sie dazu in der Ansicht Virtuelle Maschinen der VMM-Administratorkonsole die Aktion Speicher migrieren. Weitere Informationen finden Sie unter Vorgehensweise beim Migrieren des Speicherorts der Dateien einer virtuellen Maschine. In einer verwalteten VMware-Infrastruktur wird von VMM, falls verfügbar, VMware Storage VMotion verwendet.

VMM unterstützt Clusterdatenträger mit und ohne Laufwerkbuchstaben. Bei einem Cluster mit 8 oder 16 Knoten können den Datenträgern, die von den hoch verfügbaren virtuellen Maschinen verwendet werden, möglicherweise nicht in ausreichendem Umfang Laufwerkbuchstaben (im Bereich von A-Z) zugewiesen werden. Dieses Problem wird von VMM dadurch gelöst, dass die Verwendung von Datenträgern, die einen Volume-GUID-Pfad (im Format \\?\GUID\<VMname>) anstelle eines Laufwerkbuchstabens verwenden, unterstützt wird. Weitere Informationen zum Erstellen dieser Volumes auf einem Hyper-V-Host finden Sie unter Configuring Storage Using Volume GUIDs in Hyper-V (Konfigurieren von Speicher mithilfe von Volume-GUIDs in Hyper-V) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=182591).

Virtuelle Maschinen mit hoher Verfügbarkeit, die eine LUN ohne CSV gemeinsam nutzen, werden mit dem Status "Clusterkonfiguration nicht unterstützt" in VMM importiert. Verwenden Sie den Failovercluster-Manager, um die virtuellen Maschinen so neu zu konfigurieren, dass sie über eigene LUNs verfügen. Verwenden Sie dann in der VMM-Administratorkonsole die Aktion Reparieren mit der Option Ignorieren, um den Status aller virtuellen Maschinen in VMM zu aktualisieren.

Wenn Sie in VMM 2008 R2 eine virtuelle Maschine aus einem eigenständigen Host per SAN-Übertragung zu einem Cluster migrieren, werden in VMM alle Knoten im Cluster überprüft, um sicherzustellen, dass die LUN von jedem Knoten erkannt wird. Zusätzlich wird in VMM automatisch eine Clusterdatenträger-Ressource für die LUN erstellt. Die Clusterdatenträger-Ressource wird zwar automatisch von VMM konfiguriert, überprüft wird sie von VMM jedoch nicht. Sie müssen die neu erstellte Clusterdatenträger-Ressource mithilfe des Konfigurationsüberprüfungs-Assistenten der Failovercluster-Verwaltung überprüfen. Damit eine virtuelle Maschine von einem Cluster zu einem eigenständigen Host migriert werden kann, muss sie sich auf einer dedizierten LUN, die CSV nicht verwendet, befinden.

Vorgehensweise beim Status Clusterkonfiguration nicht unterstützt für eine hoch verfügbare virtuelle Maschine

Wechseln Sie zur Registerkarte Hardwarekonfiguration des Dialogfelds Eigenschaften der virtuellen Maschine, um den Grund anzuzeigen, weshalb für eine hoch verfügbare virtuelle Maschine der Status Clusterkonfiguration nicht unterstützt gilt. Klicken Sie dann in den Einstellungen Erweitert auf Verfügbarkeit. Wenn für die virtuelle Maschine der Status Clusterkonfiguration nicht unterstützt gilt, wird im Bereich Details der Fehler angezeigt, aufgrund dessen die virtuelle Maschine in diesen Zustand versetzt wurde.

Die folgenden Situationen können den Status Clusterkonfiguration nicht unterstützt hervorrufen:

  • Die virtuelle Maschine befindet sich auf einer LUN ohne CSV, auf der sich mehrere virtuelle Maschinen befinden.

    Wenn Sie hoch verfügbare virtuelle Maschinen in Hyper-V für die gemeinsame Verwendung einer LUN konfiguriert haben und die LUN sich nicht in einem Clusterdateisystem (Clustered File System, CSV) befindet, müssen Sie die Konfiguration der virtuellen Maschinen in der Failovercluster-Verwaltung und in Hyper-V so ändern, dass sich jede auf einer eigenen LUN, die nicht freigegeben ist, befindet.

  • Die virtuelle Maschine verwendet nicht gruppierten Speicher.

    Wenn die hoch verfügbare virtuelle Maschine auf Systemlaufwerk C: oder einem anderen nicht gruppierten Datenträger gespeichert ist, erhält sie den Status "Clusterkonfiguration nicht unterstützt". Stellen Sie zur Lösung dieses Problems sicher, dass alle Dateien und Pass-Through-Datenträger, die zur virtuellen Maschine gehören, auf Clusterdatenträgern gespeichert sind.

  • Mindestens ein virtueller Netzwerkadapter der virtuellen Maschine ist nicht mit einem gemeinsamen virtuellen Netzwerk verbunden.

    Wenn die virtuellen Netzwerke auf den Hosts im Hostcluster unterschiedliche Einstellungen aufweisen, verliert eine mit einem solchen virtuellen Netzwerk verbundene hoch verfügbare virtuelle Maschine möglicherweise die Verbindung, wenn sie zu einem anderen Clusterknoten migriert wird oder das Failover zu einem anderen Clusterknoten erfolgt. Virtuelle Netzwerke, die identische Einstellungen aufweisen, werden als gemeinsame virtuelle Netzwerke bezeichnet. Zeigen Sie in der VMM-Administratorkonsole die Registerkarte Netzwerke in den Hostclustereigenschaften an, um die gemeinsamen virtuellen Netzwerke für einen Hostcluster zu finden. Verwenden Sie die Registerkarte Netzwerk in den Hosteigenschaften, um virtuelle Netzwerke auf den Hosts zu konfigurieren. Weitere Informationen zum Konfigurieren virtueller Netzwerke finden Sie unter Vorgehensweise beim Hinzufügen oder Ändern von virtuellen Netzwerken auf einem Host (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=163453).

    Damit ein virtuelles Netzwerk in VMM als gemeinsames virtuelles Netzwerk gilt und hoch verfügbaren virtuellen Maschinen zur Verfügung steht, muss jedes virtuelle Netzwerk im Hostcluster die folgenden Anforderungen erfüllen:

    • Der Name des virtuellen Netzwerks muss auf jedem Host im Cluster identisch sein. In VMM 2008 werden virtuelle Netzwerke nur dann als gemeinsame virtuelle Netzwerke erkannt, wenn die Groß-/Kleinschreibung der Netzwerknamen exakt übereinstimmt. Diese Einschränkung wurde in VMM 2008 R2 aufgehoben. Wenn in VMM 2008 R2 gemeinsame virtuelle Netzwerke erkannt werden, wird die Groß-/Kleinschreibung der Netzwerknamen nicht bewertet.

    • Die Hostnetzwerkadapter, denen das virtuelle Netzwerk auf jedem Host im Cluster zugeordnet ist, müssen dieselbe Adresse aufweisen.

    • Das virtuelle Netzwerk muss auf jedem Host im Cluster dasselbe Tag aufweisen.

    Nachdem Sie die Konfigurationen des virtuellen Netzwerks auf allen Knoten aktualisiert haben, aktualisieren Sie den Cluster, um sicherzustellen, dass jedes virtuelle Netzwerk als gemeinsam erkannt wird. Überprüfen Sie dann die Registerkarte Netzwerke in den Hostclustereigenschaften, um sicherzustellen, dass die Netzwerke hinzugefügt wurden.

  • In VMM 2008 enthält die Ressourcengruppe für virtuelle Hyper-V-Maschinen in einem Windows Server 2008-Failovercluster neben den Ressourcen für die virtuelle Maschine, die VM-Konfiguration und die physischen Datenträger noch weitere Ressourcen.

    Bei diesen zusätzlichen Ressourcen handelt es sich in der Regel um Drittanbieterressourcen, mit denen Funktionen wie etwa die Speicherreplikation in einem Multisite-Cluster bereitgestellt werden. Für von VMM verwaltete virtuelle Hyper-V-Maschinen kann die Ressourcengruppe für die virtuelle Maschine in einem Windows Server 2008-Failovercluster nur die Ressourcen für die virtuelle Maschine, die VM-Konfiguration und die physischen Datenträger enthalten.

    Lösen Sie dieses Problem, indem Sie System Center Virtual Machine Manager 2008 Update (KB961983) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=182647) installieren. Eine Beschreibung dieser Updates finden Sie im Knowledge Base-Artikel 961983 Beschreibung des Hotfix-Rollup-Pakets für System Center Virtual Machine Manager 2008: 14. April 2009 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=182648).

  • Hoch verfügbaren virtuellen Maschinen ist in VMM 2008 ein ISO-Abbild zugeordnet. Dieses Problem wurde in VMM 2008 R2 gelöst.

    Häufig handelt es sich bei dem ISO-Abbild um C:\windows\system32\vmguest.iso. Entfernen Sie das ISO-Abbild mithilfe von Hyper-V Manager, um dieses Problem zu lösen. Aktualisieren Sie dann in VMM die virtuelle Maschine mit der Aktion Reparieren. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die virtuelle Maschine, klicken Sie auf Reparieren, und klicken Sie dann auf Ignorieren.

  • Eine hoch verfügbare virtuelle VMware-Maschine ist mit einer Portgruppe verbunden, die nicht auf allen Knoten des Hostclusters existiert.

    In den von VMM verwalteten Hostclustern muss jede Portgruppe auf allen ESX Server-Hosts im Cluster konfiguriert werden. Wurde eine virtuelle Maschine mit einer Portgruppe konfiguriert, die nicht auf allen Hosts vorhanden ist, erhält sie den Status Clusterkonfiguration nicht unterstützt.

Verwalten des Speichers für eine hoch verfügbare virtuelle Maschine

Alle Dateien und Pass-Through-Datenträger für virtuelle Maschinen müssen sich auf Clusterdatenträgern befinden. Weitere Informationen zum Einrichten von Speicher für einen Hyper-V-Failovercluster finden Sie unter Hinzufügen von Speicher zu einem Failovercluster (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=128068).

Wenn Sie in VMM 2008 R2 eine hoch verfügbare virtuelle Maschine aus einem eigenständigen Host per SAN-Übertragung zu einem Hostcluster migrieren, werden in VMM alle Knoten im Cluster überprüft, um sicherzustellen, dass die LUN von jedem Knoten erkannt wird. Zusätzlich wird in VMM automatisch eine Clusterdatenträger-Ressource für die LUN erstellt. Die Clusterdatenträger-Ressource wird zwar automatisch von VMM konfiguriert, überprüft wird sie von VMM jedoch nicht. Sie müssen die neu erstellte Clusterdatenträger-Ressource mithilfe des Konfigurationsüberprüfungs-Assistenten der Failovercluster-Verwaltung überprüfen.

Kunden, die VMM 2008 R2 migrieren und ihre vorhandenen virtuellen Maschinen in einer einzigen CSV (Single Cluster Shared Volume)-LUN konsolidieren möchten, können mithilfe der neuen schnellen Migration den Speicher einer gerade ausgeführten virtuellen Maschine bei minimaler Downtime und ohne Verlust des Status zu einem anderen Host oder einem anderen Speicherort auf demselben Host migrieren. Verwenden Sie dazu in der Ansicht "Virtuelle Maschinen" der VMM-Administratorkonsole die Aktion "Speicher migrieren". Weitere Informationen finden Sie unter Vorgehensweise beim Migrieren des Speicherorts der Dateien einer virtuellen Maschine. In einer verwalteten VMware-Infrastruktur wird von VMM, falls verfügbar, VMware Storage VMotion verwendet.

In VMM 2008 R2 können virtuelle Maschinen, die mit dem SAN verbundene Pass-Through-Datenträger enthalten, zu einem eigenständigen Host migriert oder mithilfe der SAN-Migration in der Bibliothek gespeichert werden, wenn vom Zielhost oder vom Bibliothekserver nicht auf die SAN-Pass-Through-Datenträger zugegriffen werden kann. Sie müssen jedoch die Pass-Through-Datenträger in virtuelle Festplatten (VHD-Dateien) konvertieren, wenn es sich um lokale Pass-Through-Datenträger handelt oder vom Zielhost oder vom Bibliothekserver nicht auf die Pass-Through-Datenträger zugegriffen werden kann. In VMM 2008 müsssen Sie vor dem Verschieben einer hochverfügbaren virtuellen Maschine auf einen Bibliothekserver oder auf einen eigenständigen Host alle Pass-Through-Datenträger konvertieren. Zum Konvertieren eines Pass-Through-Datenträgers in eine virtuelle Festplatte aktualisieren Sie die Datenträgerkonfiguration auf der Registerkarte Hardwarekonfiguration der Eigenschaften für virtuelle Maschinen.

Weitere Informationen zu den Speicheroptionen für von VMM 2008 R2 verwaltete Hyper-V-Hostcluster finden Sie unter Konfigurieren von Hostclustern in VMM für die Unterstützung von hoch verfügbaren virtuellen Maschinen. Informationen zu bestimmten SAN-Konfigurationsanforderungen für VMM finden Sie unter Konfigurieren einer SAN-Umgebung für VMM . Allgemeine Informationen zu den Speicheranforderungen für Failovercluster in Windows Server 2008 finden Sie unter Hinzufügen von Speicher zu einem Failovercluster (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=128068).

Migrieren von hoch verfügbaren virtuellen Maschinen

In diesem Abschnitt werden die Verarbeitung von Platzierungen und die Migrationsausführung für hoch verfügbare virtuelle Maschinen mit VMM behandelt.

Livemigration im Vergleich zur schnellen Migration

VMM 2008 R2 unterstützt die Livemigration virtueller Maschinen in Hostclustern, die in Windows Server 2008 R2 erstellt wurden, und die schnelle Migration virtueller Maschinen in Hostclustern, die in Windows Server 2008 oder Windows Server 2008 R2 erstellt wurden. Mithilfe der Hyper-V-Livemigration können Sie virtuelle Maschinen, die gerade ausgeführt werden, ohne jede Dienstunterbrechung bzw. ohne wahrgenommene Dienstunterbrechung, von einem Hyper-V-Clusterhost zu einem anderen migrieren. Bei der schnellen Hyper-V-Migration kommt es zu einer temporären Dienstunterbrechnung ohne Verlust des Status, wenn eine virtuelle Maschine, die gerade ausgeführt wird, von einem Hyper-V-Clusterhost zu einem anderen migriert wird. VMM 2008 unterstützt die schnelle Migration von virtuellen Maschinen in Windows Server 2008-Failovercluster.

noteHinweis
Wenn Sie eine schnelle Migration für eine virtuelle Maschine in einem Windows Server 2008 R2-Hostcluster durchführen möchten, verwenden Sie – selbst bei Verfügbarkeit der Livemigration – das Move-VM-Cmdlet mit dem –UseCluster-Parameter in Windows PowerShell – Virtual Machine Manager-Befehlsshell.

VMM 2008 unterstützt die schnelle Migration von virtuellen Maschinen in Windows Server 2008-Failovercluster.

Wenn Sie mit VMM 2008 oder VMM 2008 R2 eine VMware Infrastructure 3 (VI3)-Umgebung verwalten, in der VMware VMotion implementiert ist, wird die Livemigration für die Migration virtueller Maschinen zwischen ESX Server-Hostclustern innerhalb desselben Rechenzentrums unterstützt.

Zur Vermeidung fehlerhafter Migrationen bei einer zielgerichteten Platzierung einer virtuellen Maschine auf einem Windows Server 2008 R2-Failovercluster wird vor dem Migrieren der virtuellen Maschine in VMM 2008 R2 eine Hostkompatibilitätsprüfung durchgeführt, mit der ermittelt wird, ob die Hardware (z. B. CPU-Modelle) des Zielhosts mit der des Quellhosts kompatibel ist. Die Kompatibilitätsprüfung wird von VMM mithilfe der Hyper-V-Kompatibilitätsprüfung API in Windows Server 2008 R2 durchgeführt. Mithilfe einer API aus VMware wird in VMM 2008 R2 außerdem eine Hostkompatibilitätsprüfung beim Migrieren einer virtuellen VMware-Maschine zu einem VMware-Hostcluster durchgeführt.

Platzierung von hoch verfügbaren virtuellen Maschinen und Status Überbelegt

Beim Platzieren einer hoch verfügbaren virtuellen Maschine wird vom Platzierungsvorgang in VMM berechnet, ob durch das Hinzufügen einer neuen virtuellen Maschine zu einem Hostcluster dieser überbelegt wird. Hierzu wird die Clusterreserve herangezogen, die für den Hostcluster in VMM konfiguriert wurde. Die Clusterreserve gibt die von einem Cluster tolerierbare Anzahl von Knotenfehlern an, bei der alle derzeit auf den gruppierten Hosts bereitgestellten virtuellen Maschinen noch unterstützt werden. Wird die angegebene Knotenfehlerzahl erreicht, ohne dass die Ausführung aller virtuellen Maschinen vom Hostcluster weiterhin gewährleistet ist, erhält dieser den Status Überbelegt. Die Hosts stehen dann nicht für die Platzierung zur Verfügung. Ein Administrator kann dies außer Kraft setzen und während der manuellen Platzierung eine hoch verfügbare virtuelle Maschine auf einem Host in einem überbelegten Cluster platzieren. Clusterreserven stellen ein einzigartiges Feature von VMM dar.

Wenn Sie beispielsweise für einen Cluster mit 8 Knoten als Knotenausfallreserve den Wert 2 angeben, wird die Regel wie folgt angewendet:

  • Wenn alle 8 Knoten des Clusters fehlerfrei arbeiten, wird der Hostcluster als überlastet gekennzeichnet, falls bei einer beliebigen Kombination von 6 Knoten (8-2) des Clusters die Kapazität für vorhandene virtuelle Maschinen fehlt.

  • Wenn nur 5 Knoten des Clusters fehlerfrei arbeiten, wird der Cluster als überlastet gekennzeichnet, falls bei einer beliebigen Kombination von 3 Knoten (5-2) des Clusters die Kapazität für vorhandene virtuelle Maschinen fehlt.

Die Clusteraktualisierung von VMM aktualisiert den Status Überbelegt des Hostclusters nach jedem der folgenden Ereignisse:

  • Änderung am Wert der Clusterreserve

  • Ausfall oder Entfernen von Knoten aus dem Hostcluster

  • Hinzufügen von Knoten zum Hostcluster

  • Erkennung neuer virtueller Maschinen auf Knoten im Hostcluster

Die Clusterreserve wird auf der Registerkarte Allgemein der Hostclustereigenschaften festgelegt. Eine entsprechende Anleitung finden Sie unter Vorgehensweise beim Anzeigen und Ändern der Eigenschaften eines Hostclusters (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=162986).

Geplante und ungeplante Downtime

Die Umstände, unter denen eine hoch verfügbare virtuelle Maschine migriert wird, wirken sich unterschiedlich auf ihre Dienstverfügbarkeit aus. VMM unterstützt die geplante Downtime beim Ausführen von schnellen Migrationen oder Livemigrationen hoch verfügbarer virtueller Maschinen. Bei ungeplanter Downtime übernimmt der Clusterdienst.

  • Geplante Downtime – Wenn Sie eine virtuelle Maschine mit hoher Verfügbarkeit im Rahmen der geplanten Wartung (wie das Patchen auf dem Host in einem Windows Server 2008 R2-Failovercluster) wird eine Livemigration durchgeführt. Mithilfe der Hyper-V-Livemigration können Sie virtuelle Maschinen, die gerade ausgeführt werden, ohne jede Dienstunterbrechung bzw. ohne wahrgenommene Dienstunterbrechung, von einem gruppierten Hyper-V-Host zu einem anderen migrieren. Da es auf der virtuellen Maschine keine Downtime gibt, ist der Migrationsvorgang für die Benutzer, die mit der virtuellen Maschine verbunden sind, vollständig transparent.

    Beim Migrieren einer virtuellen Maschine in einem Windows Server 2008-Hostcluster wird in VMM eine schnelle Migration durchgeführt, in deren Verlauf es zu einer kurzen Serviceunterbrechung kommt, während die LUN, auf der die virtuelle Maschine gespeichert ist, für einen anderen Knoten auf dem Hostcluster unmaskiert ist. Der Zustand der virtuellen Maschine (beispielsweise der nicht gespeicherte Inhalt von Editor) bleibt während einer schnellen Migration erhalten.

  • Ungeplante Downtime – Wenn eine virtuelle Maschine beim Failover auf einen anderen Clusterknoten übertragen wird, weil ein unerwartetes Ereignis (beispielsweise ein Hostfehler aufgrund einer Hardware- oder Betriebssystemstörung) aufgetreten ist, entsprechen die Auswirkungen dem Ausschalten der virtuellen Maschine. Der Status der virtuellen Maschine geht verloren, da die virtuelle Maschine ausgeschaltet wird. Der Clusterdienst startet die virtuelle Maschine auf einem neuen Knoten im Cluster neu.

Platzieren eines Clusterhosts im Wartungsmodus in VMM 2008 R2

Sie können in VMM 2008 R2 einen Host im Wartungsmodus platzieren. In diesem Modus können Sie virtuelle Maschinen entweder per Livemigration auf einen anderen Host verschiebeb, oder Sie können alle virtuellen Maschinen auf dem Host in einen gespeicherten Zustand versetzen, bevor die geplante Wartung durchgeführt wird.

Wenn Sie den Wartungsmodus auf einem Clusterhost starten, können Sie eine der folgenden Optionen angeben:

  • Wenn alle in einem Windows Server 2008 R2-Hostcluster vorhandenen virtuellen Maschinen hoch verfügbar sind, evakuieren Sie alle virtuellen Maschinen mithilfe der Livemigration auf andere Hosts im selben Cluster. Wenn die Migration für eine virtuelle Maschine auf dem Host fehlschlägt, wird der Wartungsmodus auf diesem Host nicht gestartet, und die bereits migrierten virtuellen Maschinen werden nicht von VMM zurück migriert.

  • Auf einem Windows Server 2008-Hostcluster oder einem Windows Server 2008 R2-Cluster, auf dem sich keine virtuellen Maschinen mit hoher Verfügbarkeit befinden, platzieren Sie alle virtuellen Maschinen auf dem Host in einem gespeicherten Zustand.

Wenn Sie auf einem Host den Wartungsmodus starten, wird von VMM Folgendes veranlasst:

  • Alle Vorgänge zur Erstellung virtueller Maschinen auf dem Host werden blockiert.

  • Der Host wird während der Platzierung der virtuellen Maschine von der Hostbewertung ausgeschlossen, und die Bereitstellung und Migration virtueller Maschinen auf dem Host wird blockiert.

  • Der Hoststatus Wartungsmodus wird in der Ansicht Host der VMM-Administratorkonsole angezeigt.

Wenn Sie den Wartungsmodus auf einem Host stoppen, ermöglicht VMM Folgendes: die Wiederaufnahme der Vorgänge zum Erstellen virtueller Maschinen auf dem Host, das Einschließen des Hosts in die Hostbewertungen während der Platzierung und die Anzeige des Hoststatus OK in der Ansicht Hosts der VMM-Administratorkonsole. Folgendes wird von VMM jedoch nicht unterstützt:

  • Eine automatische Livemigration zum Verschieben von evakuierten virtuellen Maschinen mit hoher Verfügbarkeit von einem Host in einem Windows Server 2008 R2-Hostcluster zurück zum ursprünglichen Host.

  • Neustart virtueller Maschinen, die beim Aktivieren des Wartungsmodus in einem gespeicherten Zustand auf dem Host platziert wurden.

Zum Starten oder Beenden des Wartungsmodus klicken Sie in der Ansicht Hosts mit der rechten Maustaste auf einen Host, und klicken Sie anschließend auf den relevanten Befehl.

Migrieren einer hoch verfügbaren virtuellen Maschine aus einem Hostcluster

Sie können in VMM 2008 R2 per SAN-Übertragung hoch verfügbare virtuelle Maschinen aus einem Hostcluster zu einem eigenständigen Host migrieren, wenn die hoch verfügbare virtuelle Maschine keine LUN mit anderen virtuellen Maschinen gemeinsam nutzt. VMM 2008 unterstützt keine SAN-Übertragungen aus einem Hostcluster, selbst wenn sich die virtuelle Maschine auf einer CSV-LUN befindet, die nicht von anderen virtuellen Maschinen gemeinsam genutzt wird.

Sie können in VMM 2008 R2 eine virtuelle Maschine, die über Pass-Through-Datenträger verfügt, mithilfe der SAN-Migration migrieren oder speichern, wenn die Pass-Through-Datenträger mit dem SAN verbunden sind und vom Zielhost oder Bibliothekserver auf sie Zugriff besteht. Wenn es sich um lokale Pass-Through-Datenträger handelt oder vom Zielhost oder vom Bibliothekserver nicht auf die mit SAN verbundenen Datenträger zugegriffen werden kann, müssen die Pass-Through-Datenträger in virtuelle Festplatten konvertiert und die Dateien über ein LAN übertragen werden. In VMM 2008 müsssen Sie vor dem Verschieben einer hochverfügbaren virtuellen Maschine auf einen Bibliothekserver oder auf einen eigenständigen Host alle Pass-Through-Datenträger konvertieren.

Löschen einer virtuellen Maschine aus VMM

Wenn Sie eine hoch verfügbare virtuelle Maschine aus VMM entfernen, löscht VMM die Konfigurationsdateien und bereinigt die Clusterressourcen, die der virtuellen Maschine zugeordnet waren.

Siehe auch

 
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