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Verwenden der Befehlsshell von Operations Manager

Letzte Aktualisierung: Mai 2009

Betrifft: Operations Manager 2007 R2, Operations Manager 2007 SP1

Die Microsoft System Center Operations Manager 2007-Befehlsshell wird mit der Operations Manager-Konsole installiert. Sie stellt eine Befehlszeilenumgebung und taskbasierte Skripttechnologie bereit, die Sie verwenden können, um die meisten Operations Manager-Verwaltungsaufgaben zu automatisieren.

Funktionsweise der Befehlsshell von Operations Manager

Die Operations Manager-Befehlsshell basiert auf Windows PowerShell. Die Befehlsshell von Operations Manager erweitert die Windows-Befehlsshell um über 80 zusätzliche kleine Hilfsprogramme, so genannte Cmdlets, die entweder direkt an der Eingabeaufforderung der Befehlsshell ausgeführt oder über eine Batchdatei bzw. ein Skript aufgerufen werden können. Cmdlets können einzeln verwendet oder mit anderen Cmdlets zu komplexen administrativen Tasks kombiniert werden. Im Gegensatz zu traditionellen Befehlszeilenumgebungen, die Textergebnisse für den Endbenutzer zurückgeben oder Text an andere Befehlszeilentools weiterleiten ("Piping"), bearbeitet PowerShell Microsoft .NET Framework-Objekte direkt. Dadurch entsteht ein robusterer und effizienterer Mechanismus für die Interaktion mit dem System.

Dieses Thema dient als Überblick über die Operations Manager-Befehlsshell. Weitere Informationen zur PowerShell finden Sie unter Windows PowerShell 1.0 Documentation Pack (Dokumentation zu Windows PowerShell 1.0) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=128867).

Verwenden der Befehlsshell von Operations Manager

In diesem Abschnitt lernen Sie einige allgemeine Aufgaben mit der Operations Manager 2007-Befehlsshell kennen.

Starten der Operations Manager 2007-Befehlsshell und Liste der verfügbaren Befehle

  1. Um die Operations Manager 2007-Befehlsshell zu starten, klicken Sie auf Start und auf Programme. Wählen Sie dann aus dem Menü System Center Operations Manager 2007 die Option Befehlsshell aus.

  2. Geben Sie an der Eingabeaufforderung der Befehlsshell Get-OperationsManagerCommand ein, um eine Liste aller verfügbaren Operations Manager 2007-Cmdlets abzurufen.

  3. Um Hilfe zu einem bestimmten Cmdlet anzuzeigen, geben Sie get-help gefolgt vom Namen des Cmdlets ein. Geben Sie beispielsweise

    get-help Get-State ein, um Hilfeinformationen zum Cmdlet Get-State abzurufen.

Beispiele für die Verwendung der Befehlsshell

Dieser Abschnitt enthält eine Reihe von Beispielen für die Verwendung der Befehlsshell. Geben Sie die Befehle an der Eingabeaufforderung der Befehlsshell ein, oder verwenden Sie sie in einer Batchdatei oder einem Skript.

ImportantWichtig
Bei den von der Befehlsshell verwendeten Parametern –name und –criteria wird zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

Exportieren von Management Packs

  1. Zum Exportieren eines Management Packs führen Sie den folgenden Befehl aus:

    get-managementPack -name Microsoft.SQLServer.2005.Monitoring | export-managementPack -path c:\mp
    
  2. Zum Exportieren aller Management Packs in einer Verwaltungsgruppe führen Sie den folgenden Befehl aus:

    get-managementPack | export-managementPack -path c:\mp
    
  3. Zum Exportieren aller Management Packs, die eine bestimmte Zeichenfolge im Namen enthalten, führen Sie den folgenden Befehl aus:

    get-managementPack | where {$_.name –match 'SQL'}
    

Untersuchen der Management Pack-Elemente

  1. Zum Auflisten aller Regeln nach Management Pack führen Sie den folgenden Befehl aus:

    get-rule | select @{name="MP";expression={foreach-Object {$_.GetManagementPack().DisplayName}}},DisplayName | sort mp,displayName
    
  2. Zum Auflisten aller Monitore in einem bestimmten Management Pack führen Sie den folgenden Befehl aus:

    (get-managementPack -name Microsoft.SQLServer.2005.Monitoring) | get-monitor | sort displayName | ft displayName
    
  3. Zum Auflisten aller deaktivierten Ermittlungen führen Sie den folgenden Befehl aus:

    get-discovery | where {$_.enabled -eq 'false'} | ft displayName
    

Anzeigen von Warnungsdaten

  1. Zum Anzeigen aller nicht aufgelösten Warnungen führen Sie den folgenden Befehl aus:

    get-alert -criteria "ResolutionState <> 255"
    
  2. Zum Anzeigen aller Warnungen, gruppiert nach Schweregrad und Name, führen Sie den folgenden Befehl aus:

    get-alert -criteria "ResolutionState <> 255" | sort severity,name | group severity,name
    
  3. Zum Auflösen aller von Regeln generierten Warnungen führen Sie den folgenden Befehl aus:

    get-alert -criteria "ResolutionState <> 255 and IsMonitorAlert = 'False'" | resolve-Alert
    

Abrufen von Leistungsdaten

  1. Im unten stehenden Beispiel werden Prozessornutzungsdaten für alle Computer für den Monat Oktober 2008 in eine durch Trennzeichen getrennte Datei extrahiert:

    
    > $startTime = get-date '10/1/2008' > $endTime = get-date '10/31/2008' > $pc = get-performanceCounter -criteria: "ObjectName='Processor' and CounterName='% Processor Time' and MonitoringObjectPath='web.contoso.com'" > get-performanceCounterValue -startTime $startTime -endTime $endTime - performanceCounter $pc | export-csv c:\scripts\mom\perf.csv
    
    

Weitere Ressourcen

Weitere Informationen zu Windows PowerShell finden Sie in den folgenden Ressourcen:

 
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