Grundlegendes zu QoS (Quality of Service) in Unified Messaging

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP2, Exchange Server 2010 SP3

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2016-11-28

Microsoft Exchange Server 2010Unified Messaging (UM) unterstützt DiffServ über DSCP-Markierung (Differentiated Services Code Point).

In Windows Server 2008 wird die DiffServ-Markierung von TCP/IP ausgeführt, wenn Sie den QoS-Paketplaner (Quality of Service, Dienstqualität) installiert haben. Wenn Sie auf einem Computer mit Windows Server 2008, auf dem der QoS-Paketplaner installiert ist, die Unified Messaging-Serverrolle installieren, werden alle ausgehenden Unified Messaging-Pakete mit dem konfigurierten DSCP-Standardwert markiert. Diesen Wert für die Pakete können Sie jedoch mit dem Registrierungs-Editor oder durch Bearbeiten der Gruppenrichtlinien ändern. Weitere Informationen zur DSCP-Markierung finden Sie unter Differentiated Services Code Point (DSCP) (Übersicht). Der QoS-Paketplaner ist in Windows Server 2008 standardmäßig installiert.

Der Unified Messaging-Dienst von Microsoft Exchange führt keine Klassifizierung von Netzwerkpaketen aus. Allerdings wird der Microsoft Windows-Netzwerkstack durch die in Unified Messaging enthaltene Medienplattform angewiesen, alle Audiopakete als Garantierter Dienst zu markieren. Das Betriebssystem ermittelt dann anhand der Gruppenrichtlinieneinstellungen, wie die Datenpakete markiert werden sollen, und markiert das Feld TOS im IP-Header. Weitere Informationen zu QoS in Windows finden Sie unter Funktionsweise von QoS (möglicherweise in englischer Sprache).

HinweisHinweis:
Die Medienstack-QoS-Markierung wird nur für UDP-Datenverkehr ausgeführt, da TCP-Datenverkehr über eine eigene Flusskontrolle verfügt.

Sie können die IP-Adressen und IP-Adressbereiche im IPv4-Format (Internet Protocol Version 4), im IPv6-Format (Internet Protocol Version 6) oder in beiden Formaten eingeben. Wenn Sie die Unified Messaging-Serverrolle für Windows Server 2008 installieren, muss der IPv4-Protokollstack unabhängig davon aktiviert sein, ob der IPv6-Protokollstack aktiviert ist. Der Grund dafür ist, dass Einschränkungen für die Telefonie- und Sprachkomponenten gelten, die für Unified Messaging erforderlich sind und von Unified Messaging verwendet werden.

HinweisHinweis:
Netzwerkgeräte der Schicht 3, z. B. Router, müssen auch DiffServ unterstützen.
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