Allgemeine Leistungsindikatoren

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP2, Exchange Server 2010 SP3

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2016-11-28

In diesem Thema sind Informationen zu Indikatoren enthalten, die allen Serverrollen in Microsoft Exchange Server 2010 gemein sind. Sie können den Systemmonitor (perfmon.exe) verwenden, um diese Indikatoren zu überwachen. Weitere Informationen finden Sie unter Erste Schritte mit der Leistungsüberwachung. Informationen zu anderen Indikatoren, die für Exchange 2010 relevant sind, finden Sie unter Leistungs- und Skalierbarkeitsindikatoren und -schwellenwerte.

In der folgenden Tabelle sind Informationen zu Indikatoren für Prozessoren und Prozesse enthalten.

 

Leistungsindikator Beschreibung Schwellenw. Problembehandlung

Prozessor(_Total)\Prozessorzeit (%)

Zeigt den Prozentsatz des Zeitraums an, in dem der Prozessor Anwendungs- oder Betriebssystemprozesse ausführt. In dieser Zeit ist der Prozessor nicht im Leerlauf.

Sollte im Durchschnitt unter 75 % liegen.

 

Prozessor(_Total)\Benutzerzeit (%)

Zeigt den Prozentsatz der Prozessorzeit an, die im Benutzermodus absolviert wird. Der Benutzermodus ist ein eingeschränkter Verarbeitungsmodus, der auf Anwendungen, Subsysteme der Umgebung und integrierte Subsysteme ausgelegt ist.

Sollte unter 75 % bleiben.

 

Prozessor(_Total)\% privilegierte Zeit

Zeigt den Prozentsatz der Prozessorzeit an, die im privilegierten Modus absolviert wird. Der privilegierte Modus ist ein Verarbeitungsmodus, der auf Betriebssystemkomponenten und hardwaremanipulierende Treiber ausgelegt ist. Er ermöglicht den direkten Zugriff auf Hardware und den gesamten Arbeitsspeicher.

Sollte unter 75 % bleiben.

Wenn die Prozessorgesamtzeit hoch ist, können Sie mit diesem Indikator ermitteln, welcher Prozess die hohe CPU-Auslastung verursacht.

Prozess(*)\Prozessorzeit (%)

Zeigt den Prozentsatz der verstrichenen Prozessorzeit an, der von allen Prozessthreads zur Ausführung von Anweisungen verwendet wurde. Eine Anweisung ist die grundlegende Ausführungseinheit eines Computers. Ein Thread ist das Objekt, das Anweisungen ausführt, und ein Prozess ist das Objekt, das bei der Ausführung eines Programms erstellt wird. Dieser Indikator erfasst auch Code, der zur Verarbeitung einiger Hardwareunterbrechungen und Trapzustände ausgeführt wird.

 

Wenn die Prozessorgesamtzeit hoch ist, können Sie mit diesem Indikator ermitteln, welcher Prozess die hohe CPU-Auslastung verursacht.

System\Prozessor-Warteschlangenlänge (alle Instanzen)

Gibt die Anzahl der Threads an, die von jedem Prozessor verarbeitet wird. Mithilfe der Prozessor-Warteschlangenlänge können Sie identifizieren, ob Prozessorkonflikte oder hohe CPU-Auslastung dadurch verursacht werden, dass die Prozessorkapazität für die Verarbeitung der zugewiesenen Arbeitslast nicht ausreichend ist. Die Prozessor-Warteschlangenlänge zeigt die Anzahl der Threads an, die in der Prozessorbereitschafts-Warteschlange verzögert sind und auf ihre Ausführung warten. Der aufgeführte Wert ist der zuletzt erfasste Wert zum Zeitpunkt der Messung.

Sollte nicht höher als 5 pro Prozessor sein.

Auf einem Computer mit einem Einzelprozessor stellen Messungen, bei denen die Warteschlangenlänge den Wert von 5 übersteigt, eine Warnung dar, dass häufig mehr Arbeit verfügbar ist, als vom Prozessor problemlos verarbeitet werden kann. Steigt dieser Wert auf über 10 an, ist dies ein starker Indikator dafür, dass der Prozessor die Kapazitätsgrenze erreicht hat, insbesondere, wenn dies mit hoher CPU-Auslastung einhergeht.

Auf Systemen mit mehreren Prozessoren ist die Warteschlangenlänge durch die Anzahl der physikalischen Prozessoren zu dividieren. Wenn ein Mehrprozessorsystem, das mit fester Prozessorzugehörigkeit (Prozesse sind bestimmten CPU-Kernen zugewiesen) konfiguriert ist, hohe Werte für die Warteschlangenlänge aufweist, kann dies darauf hindeuten, dass die Konfiguration nicht ausgeglichen ist.

Obgleich die Prozessor-Warteschlangenlänge normalerweise nicht für die Kapazitätsplanung eingesetzt wird, kann mit ihrer Hilfe identifiziert werden, ob Systeme innerhalb der Umgebung in der Lage sind, die Arbeitslasten auszuführen, oder ob zusätzliche bzw. schnellere Prozessoren für zukünftige Server angeschafft werden sollten.

Die folgende Tabelle zeigt die allgemeinen Indikatoren für den Arbeitsspeicher.

 

Leistungsindikator Beschreibung Schwellenw. Problembehandlung

Speicher\Verfügbare MB

Zeigt die Menge des physikalischen Arbeitsspeichers in MB an, der sofort für die Zuweisung zu einem Prozess bzw. für die Systemverwendung verfügbar ist. Ist gleich der Summe des Arbeitsspeichers, der Standby (zwischengespeichert)-, Frei- und Nullseitenlisten zugewiesen sind. Eine genaue Beschreibung des Speicher-Managers finden Sie unter MSDN (Microsoft Developer Network) oder im Windows Server 2003 Resource Kit unter "Systemleistung und Problembehandlung".

Sollte zu jeder Zeit über 100 MB bleiben.

 

Speicher\Nicht-Auslagerungsseiten (Bytes)

Besteht aus virtuellen Systemadressen, deren Residenz im physikalischen Arbeitsspeicher jederzeit garantiert ist und auf die somit aus beliebigen Adressräumen zugegriffen werden kann, ohne Auslagerungsein-/-ausgaben (E/A) zu erzeugen. Wie der ausgelagerte Pool wird auch der nicht ausgelagerte Pool während der Systeminitialisierung erstellt und von Kernelmoduskomponenten zum Zuweisen von Systemspeicher verwendet.

Nicht verfügbar.

 

Speicher\Auslagerungsseiten (Bytes)

Zeigt den Anteil des freigegebenen Systemspeichers an, der in die Auslagerungsdatei auf dem Datenträger ausgelagert werden kann. Der ausgelagerte Pool wird während der Systeminitialisierung erstellt und von Kernelmoduskomponenten zum Zuweisen von Systemspeicher verwendet.

Nicht verfügbar.

Überwachen Sie auf eine Zunahme der "Auslagerungsseiten (Bytes)". Dies könnte auf Speicherverluste hindeuten.

Speicher\Cachebytes

Zeigt die aktuelle Größe des Dateisystemcache in Byte an. Standardmäßig verwendet der Cache bis zu 50 % des verfügbaren physikalischen Arbeitsspeichers. Der Indikatorwert ergibt sich aus der Summe der Indikatoren "Speicher\Systemcache: Residente Bytes", "Systemtreiber: Residente Bytes", "Speicher\Systemcode: Residente Bytes" und "Speicher\Auslagerungsseiten: Residente Bytes".

Nicht verfügbar.

Sollte konstant bleiben, nachdem Anwendungen ihre Speichernutzung zwischengespeichert haben. Überprüfen Sie auf große Einbrüche bei diesem Indikator. Dies könnte auf das Abschneiden von Arbeitsseiten und auf übermäßige Auslagerungsaktivitäten hindeuten.

Wird vom Inhaltsindexkatalog und dem Kopiervorgang für Protokolle der fortlaufenden Replikation verwendet.

Arbeitsspeicher\Zugesicherte Bytes

Zeigt die zugesicherte Menge des virtuellen Arbeitsspeichers in Byte an. Zugesicherter Speicher ist physikalischer Speicher, für den in Auslagerungsdateien Speicherplatz reserviert wurde. Es können eine oder mehrere Auslagerungsdateien auf jedem physikalischen Laufwerk vorhanden sein. Dieser Indikator zeigt nur den letzten erfassten Wert an, keinen Durchschnittswert.

Nicht verfügbar.

Ermittelt die Menge zugesicherter Bytes, die in Verwendung sind.

Arbeitsspeicher\Zugesicherte verwendete Bytes (%)

Zeigt das Verhältnis von "Arbeitsspeicher\Zugesicherte Bytes" zu "Arbeitsspeicher\Zusicherungslimit" an. Zugesicherter Speicher ist belegter physikalischer Speicher, für den in der Auslagerungsdatei Speicherplatz reserviert wurde, damit er auf den Datenträger geschrieben werden kann. Das Zusicherungslimit wird durch die Größe der Auslagerungsdatei bestimmt. Wenn die Auslagerungsdatei vergrößert wird, wird das Zusicherungslimit erhöht und das Verhältnis reduziert. Dieser Indikator zeigt nur den aktuellen Prozentwert an, keinen Durchschnittswert.

Nicht verfügbar.

Wenn dieser Wert hoch ist (über 90 %), kann es zum Auftreten von Zusicherungsfehlern kommen. Dies ist ein deutlicher Indikator dafür, dass das System unter hoher Belastung des Arbeitsspeichers leidet.

Die folgende Tabelle zeigt die allgemeinen Indikatoren für die Arbeitsspeicherauslagerung.

 

Leistungsindikator Beschreibung Schwellenw. Problembehandlung

Speicher->Übergangsseiten mit neuem Zweck/s

Zeigt hohe Belastung des Systemcache an.

Sollte im Durchschnitt unter 100 liegen. Spitzen sollten kleiner als 1.000 sein.

 

Speicher\Seitenlesevorgänge/s

Zeigt an, dass Daten vom Datenträger gelesen werden müssen, statt aus dem Arbeitsspeicher. Zeigt weiterhin an, dass nicht genügend Arbeitsspeicher verfügbar ist und dass der Auslagerungsvorgang beginnt. Ein Wert über 30 pro Sekunde bedeutet, dass der Server mit der Belastung nicht mehr Schritt hält.

Sollte im Durchschnitt unter 100 liegen.

 

Speicher\Seiten/s

Zeigt die Rate an, mit der Seiten vom Datenträger gelesen bzw. auf den Datenträger geschrieben werden, um harte Seitenfehler zu beheben. Dieser Indikator ist hauptsächlich für das Anzeigen von Fehlern, die das ganze System verlangsamen, zuständig. Dieser Wert ist die Summe aus "Speicher\Seiteneingabe/s" und "Speicher\Seitenausgabe/s". Er wird anhand der Anzahl von Seiten angegeben und kann somit ohne Konvertierung mit anderen Seitenanzahlen verglichen werden, z. B. mit "Speicher\Seitenfehler/s". Der Indikator bezieht Seiten, die zum Beheben von Fehlern im Dateisystemcache (diese werden normalerweise von Anwendungen angefordert) und in nicht zwischengespeicherten zugeordneten Speicherdateien abgerufen werden, mit ein.

Sollte im Durchschnitt unter 1.000 liegen.

Die von diesem Indikator zurückgegebenen Werte können höher liegen, als Sie erwarten. Diese Werte müssen nicht im Zusammenhang mit Auslagerungsdateiaktivitäten oder Cacheaktivitäten stehen. Sie können stattdessen von einer Anwendung verursacht werden, die eine im Arbeitsspeicher zugeordnete Datei sequenziell liest.

Mithilfe von "Speicher\Seiteneingabe/s" und "Speicher\Seitenausgabe/s" können Sie die Auslagerungsdatei-E/A-Aktivität ermitteln.

Speicher\Seiteneingabe/s

Zeigt die Rate an, mit der Seiten vom Datenträger gelesen werden, um harte Seitenfehler zu beheben. Harte Seitenfehler treten auf, wenn sich ein Prozess auf eine Seite im virtuellen Speicher bezieht, die sich nicht in seinem Arbeitssatz oder an anderer Stelle im physikalischen Speicher befindet und deshalb vom Datenträger abgerufen werden muss. Wenn eine Seite fehlerhaft ist, versucht das System, mehrere aufeinander folgende Seiten in den Speicher zu lesen, um den Nutzen des Lesevorgangs zu optimieren. Vergleichen Sie den Wert von "Speicher\Seiteneingabe/s" mit dem Wert von "Speicher\Seitenlesevorgänge/s", um die durchschnittliche Anzahl der während jedes Lesevorgangs gelesenen Seite zu ermitteln.

Sollte im Durchschnitt unter 1.000 liegen.

 

Speicher\Seitenausgabe/s

Zeigt die Rate an, zu der Seiten auf den Datenträger geschrieben werden, um Speicherplatz im physikalischen Speicher freizugeben. Seiten werden nur auf den Datenträger zurückgeschrieben, wenn sie im physikalischen Speicher geändert wurden und somit vermutlich Daten und keinen Code enthalten. Eine hohe Rate von Seitenausgaben kann auf knappen Arbeitsspeicher hindeuten. Microsoft Windows schreibt mehr Seiten zurück auf den Datenträger, um Speicherplatz freizugeben, wenn zu wenig physikalischer Speicher verfügbar ist. Dieser Indikator zeigt die Anzahl der Seiten an und kann mit anderen Seitenzählungen ohne Konvertierung verglichen werden.

Sollte im Durchschnitt unter 1.000 liegen.

 

Die folgende Tabelle zeigt die allgemeinen Indikatoren für die Prozessspeicherauslastung.

 

Leistungsindikator Beschreibung Schwellenw. Problembehandlung

Prozess(*)\Private Bytes

Zeigt die Größe (in Byte) des aktuell für diesen Prozess reservierten Speichers an, der nicht von anderen Prozessen verwendet werden kann.

Nicht verfügbar.

Mithilfe dieses Indikators können Speicherverluste durch Prozesse bestimmt werden.

Wenn Sie ermitteln möchten, ob es beim Informationsspeicherprozess zu Speicherverlusten kommt, vergleichen Sie diesen Indikatorwert mit der Datenbankcachegröße. Eine Zunahme der privaten Bytes beim Informationsspeicherprozess bei gleichzeitiger Zunahme des Datenbankcache um denselben Wert stellt ein ordnungsgemäßes Verhalten dar (kein Speicherverlust).

Prozess(*)\Virtuelle Bytes

Gibt an (in Byte), wie viel virtueller Adressraum zurzeit von dem Prozess verbraucht wird.

Nicht verfügbar.

Mithilfe dieses Indikators wird ermittelt, ob Prozesse große Mengen virtuellen Arbeitsspeichers verbrauchen.

Die folgende Tabelle zeigt einen allgemeinen Indikator für den Prozessarbeitssatz.

 

Leistungsindikator Beschreibung Schwellenw. Problembehandlung

Prozess(_Total)\Arbeitssatz

Zeigt die aktuelle Größe der Arbeitssatzes dieses Prozesses in Byte an. Der Arbeitssatz ist ein Satz von Speicherseiten, die vor Kurzem von den Threads eines Prozesses verwendet wurden. Wenn der freie Speicher auf dem Computer über einem bestimmten Schwellenwert liegt, verbleiben Seiten in dem Arbeitssatz eines Prozesses, auch wenn sie nicht verwendet werden. Wenn der freie Speicher einen bestimmten Schwellenwert unterschreitet, werden Seiten aus dem Arbeitssatz abgeschnitten. Bei Bedarf werden Sie mit einem nebensächlichen Fehler zurück in den Arbeitssatz gebracht, bevor sie den Hauptspeicher verlassen.

Nicht verfügbar.

Starke Zunahme oder Abnahme in Arbeitssätzen verursacht Auslagerungsaktivitäten.

Stellen Sie sicher, dass die Auslagerungsdatei auf den empfohlenen Wert von "RAM+10" festgelegt wurde. Wenn Arbeitssätze abgeschnitten werden, fügen Sie "Prozess(*)\Arbeitssatz" hinzu, um zu ermitteln, welche Prozesse betroffen sind. Dieser Indikator kann systemweite oder prozessweite Probleme anzeigen. Betrachten Sie diesen Indikator in Verbindung mit "Speicher\Systemcache: Residente Bytes", um herauszufinden, ob es systemweit zum Abschneiden von Arbeitssätzen kommt.

Die folgende Tabelle zeigt einen allgemeinen Indikator für Prozesshandle.

 

Leistungsindikator Beschreibung Schwellenw. Problembehandlung

Prozess(*)\Handleanzahl

Zeigt die Gesamtanzahl von zurzeit durch diesen Prozess geöffneten Handles an. Bei dieser Zahl handelt es ich um die Summe aller Handles, die zurzeit von allen Threads in diesem Prozess geöffnet sind.

Nicht verfügbar.

Ein Ansteigen der Handleanzahl für einen bestimmten Prozess kann ein Symptom für einen fehlerhaften Prozess mit Handleverlusten sein, wodurch auf dem Server Leistungsprobleme verursacht werden. Dies ist nicht notwendigerweise ein Problem, sollte aber eine Zeit lang überwacht werden, um zu ermitteln, ob es zu Handleverlusten kommt.

Die folgende Tabelle zeigt die Microsoft .NET Framework-Indikatoren.

 

Leistungsindikator Beschreibung Schwellenw. Problembehandlung

.NET CLR-Speicher(*)\GC-Zeitdauer in Prozent

Zeigt an, wenn Garbage Collection aufgetreten ist. Wenn der Indikator den Schwellenwert überschreitet, weist dies darauf hin, dass die CPU eine Bereinigung durchführt und nicht effizient für Arbeitslasten verwendet wird. Durch Hinzufügen von Arbeitsspeicher auf dem Server kann diese Situation verbessert werden.

Sollte im Durchschnitt unter 10 % liegen.

Steigt dieser Indikator auf einen hohen Wert an, kann es einige Objekte geben, die die Garbage Collection der Generation 1 überstehen. Garbage Collection-Vorgänge der Generation 2 erfordern einen vollständigen globalen Katalog zur Bereinigung. Fügen Sie weitere Speicherindikatoren für .NET Framework hinzu, um zu ermitteln, ob dies tatsächlich der Fall ist.

.NET CLR-Ausnahmen(*)\Anzahl ausgelöster Ausnahmen/s

Zeigt die Anzahl der pro Sekunde ausgelösten Ausnahmen an. Hierzu gehören sowohl .NET Framework-Ausnahmen als auch nicht verwaltete Ausnahmen, die in .NET Framework-Ausnahmen konvertiert werden. So wird beispielsweise die Nullzeigerverweis-Ausnahme in nicht verwaltetem Code erneut im verwalteten Code als eine ".NET Framework System.NullReferenceException" ausgelöst. Dieser Indikator erfasst sowohl behandelte als auch nicht behandelte Ausnahmen.

Sollte niedriger als 5 % der Gesamtanforderungen pro Sekunde sein (Webserver(_Total)\Verbindungsversuche/s * 0,05).

Ausnahmen sollten nur selten und nicht im normalen Programmablauf auftreten. Dieser Indikator wurde als Indikator für potenzielle Leistungsprobleme aufgrund einer hohen Rate (>100 s) von ausgelösten Ausnahmen angelegt. Dieser Indikator ist kein für einen Zeitraum ermittelter Durchschnittswert. Er gibt die Differenz zwischen den Werten in den letzten beiden Abtastintervallen dividiert durch die Intervalldauer an.

.NET CLR-Speicher(*)\Anzahl der Bytes in den Heaps

Zeigt die Summe aus vier anderen Indikatoren an: "Heapgröße der Generation 0", "Heapgröße der Generation 1", "Heapgröße der Generation 2" und die "Objektheapgröße". Dieser Indikator zeigt den aktuell in den GC-Heaps zugeordneten Speicher in Byte an.

Nicht verfügbar.

Diese Arbeitsspeicherbereiche sind vom Typ MEM_COMMIT. Der Wert dieses Indikators ist immer niedriger als der Wert von "Prozess\Private Bytes", der alle MEM_COMMI-Bereiche für den Prozess erfasst. "Private Bytes" minus "Anzahl der Bytes in den Heaps" ergibt die Anzahl der von nicht verwalteten Objekten zugesicherten Bytes.

Wird zur Überwachung möglicher Speicherverluste oder übermäßiger Speichernutzung durch verwaltete oder nicht verwaltete Objekte verwendet.

Die folgende Tabelle zeigt die allgemeinen Indikatoren für das Netzwerk.

 

Leistungsindikator Beschreibung Schwellenw. Problembehandlung

Netzwerkschnittstelle(*)\Gesamtanzahl Bytes/s

Gibt die Rate an, mit der die Netzwerkkarte Datenbytes verarbeitet. Dieser Indikator berücksichtigt sämtliche Anwendungs- und Dateidaten sowie Protokollinformationen, z. B. Paketheader.

Für einen 100-MBit/s-Netzwerkadapter sollte der Wert unter 6-7 MBit/s liegen.

Für einen 1000-MBit/s-Netzwerkadapter sollte der Wert unter 60-70 MBit/s liegen.

 

Netzwerkschnittstelle(*)\Ausgehende Pakete, Fehler

Die Anzahl ausgehender Pakete, die aufgrund von Fehlern nicht übertragen werden konnte.

Sollte zu jeder Zeit 0 sein.

 

TCPv4\Erstellte Verbindungen

Zeigt die Anzahl der TCP-Verbindungen an, deren aktueller Zustand ESTABLISHED oder CLOSE-WAIT ist. Die Anzahl der TCP-Verbindungen, die erstellt werden können, wird von der Größe des nicht ausgelagerten Pools eingeschränkt. Wenn der nicht ausgelagerte Pool ausgeschöpft ist, können keine neuen Verbindungen erstellt werden.

Nicht verfügbar.

Ermittelt die aktuelle Benutzerlast.

TCPv6\Verbindungsfehler

Zeigt die Anzahl der TCP-Verbindungen an, deren aktueller Zustand ESTABLISHED oder CLOSE-WAIT ist. Die Anzahl der TCP-Verbindungen, die erstellt werden können, wird von der Größe des nicht ausgelagerten Pools eingeschränkt. Wenn der nicht ausgelagerte Pool ausgeschöpft ist, können keine neuen Verbindungen erstellt werden.

Nicht verfügbar.

Ermittelt die aktuelle Benutzerlast.

TCPv4\Zurückgesetzte Verbindungen

Zeigt an, wie oft TCP-Verbindungen direkt vom Zustand ESTABLISHED oder CLOSE-WAIT in CLOSED übergegangen sind.

Eine zunehmende Anzahl von Zurücksetzungsvorgängen oder eine konsistent steigende Rate von Zurücksetzungsvorgängen kann auf einen Bandbreitenengpass hinweisen.

Einige Browser senden TCP-Zurücksetzungspakete (RST). Gehen Sie also vorsichtig vor, wenn Sie diesen Indikator zur Bestimmung der Zurücksetzungsrate verwenden.

TCPv6\Zurückgesetzte Verbindungen

Zeigt an, wie oft TCP-Verbindungen direkt vom Zustand ESTABLISHED oder CLOSE-WAIT in CLOSED übergegangen sind.

Eine zunehmende Anzahl von Zurücksetzungsvorgängen oder eine konsistent steigende Rate von Zurücksetzungsvorgängen kann auf einen Bandbreitenengpass hinweisen.

Einige Browser senden TCP-Zurücksetzungspakete (RST). Gehen Sie also vorsichtig vor, wenn Sie diesen Indikator zur Bestimmung der Zurücksetzungsrate verwenden.

Die folgende Tabelle zeigt Indikatoren für Exchange-Domänencontrollerverbindungen.

 

Leistungsindikator Beschreibung Schwellenw. Problembehandlung

MSExchange ADAccess-Caches(*)\LDAP-Suchen/Sek.

Zeigt die Anzahl von pro Sekunde gesendeten LDAP-Suchanforderungen an.

Nicht verfügbar.

Wird zum Ermitteln der aktuellen LDAP-Suchrate verwendet.

MSExchange ADAccess-Domänencontroller(*)\LDAP-Lesedauer

Zeigt die Zeit in Millisekunden (ms) an, die benötigt wird, um eine LDAP-Leseanforderung an den angegebenen Domänencontroller zu senden und eine Antwort zu erhalten.

Dieser Wert sollte im Durchschnitt unter 50 ms liegen. Spitzen (Maximalwerte) sollten 100 ms nicht überschreiten.

 

MSExchange ADAccess-Domänencontroller(*)\LDAP-Suchdauer

Zeigt die Zeit in Millisekunden (ms) an, die benötigt wird, um eine LDAP-Suchanforderung zu senden und eine Antwort zu erhalten.

Dieser Wert sollte im Durchschnitt unter 50 ms liegen. Spitzen (Maximalwerte) sollten 100 ms nicht überschreiten.

 

MSExchange ADAccess-Prozesse(*)\LDAP-Lesedauer

Zeigt die Zeit in Millisekunden (ms) an, die benötigt wird, um eine LDAP-Leseanforderung an den angegebenen Domänencontroller zu senden und eine Antwort zu erhalten.

Dieser Wert sollte im Durchschnitt unter 50 ms liegen. Spitzen (Maximalwerte) sollten 100 ms nicht überschreiten.

 

MSExchange ADAccess-Prozesse(*)\LDAP-Suchdauer

Zeigt die Zeit in Millisekunden (ms) an, die benötigt wird, um eine LDAP-Suchanforderung zu senden und eine Antwort zu erhalten.

Dieser Wert sollte im Durchschnitt unter 50 ms liegen. Spitzen (Maximalwerte) sollten 100 ms nicht überschreiten.

 

MSExchange ADAccess-Domänencontroller(*)\Zeitüberschreitungen bei LDAP-Suchvorgängen pro Minute

Zeigt die Anzahl der LDAP-Suchen an, die innerhalb der letzten Minute LDAP_Timeout zurückgegeben haben.

Sollte zu jeder Zeit für alle Funktionen unter 10 liegen. Höhere Werte können auf Probleme mit Active Directory-Ressourcen hindeuten.

 

MSExchange ADAccess-Domänencontroller(*)\LDAP-Operationen mit langer Ausführungsdauer/Min.

Zeigt die Anzahl der LDAP-Vorgänge auf diesem Domänencontroller pro Minute an, die länger gedauert haben, als der angegebene Schwellenwert. (Der Standardschwellenwert ist 15 Sekunden.)

Sollte zu jeder Zeit unter 50 liegen.

Höhere Werte können auf Probleme mit Active Directory-Ressourcen hindeuten.

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