Installationshandbuchvorlage – DAG-Mitglied

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP2, Exchange Server 2010 SP3

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2016-11-28

In diesem Thema wird eine Installationshandbuchvorlage vorgestellt, die als Ausgangspunkt für die formale Dokumentation der Serverkonfigurationsverfahren Ihrer Organisation für Microsoft Exchange Server 2010-Server verwendet werden kann, auf denen die Postfachserverrolle in einer DAG-Konfiguration (Database Availability Group, Datenbankverfügbarkeitsgruppe) installiert wird.

Die Vorlage umfasst die folgenden Hauptabschnitte:

Für die innerhalb der Vorlage verwendeten Beispiele wird der fiktive Unternehmensname "Contoso" verwendet. Sie können diese Vorlage gemeinsam mit Vorlagen für andere Serverrollen als ZIP-Downloadpaket unter Microsoft Exchange Server 2010 Install Guide Templates (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=187961) herunterladen.

Der Zweck dieses Dokuments besteht darin, die erforderlichen Installations- und Konfigurationsverfahren zum Installieren der Exchange 2010-Postfachserverrolle und Erstellen einer Datenbankverfügbarkeitsgruppe auf der Windows Server 2008-Plattform zu erläutern.

Durch die Bereitstellung eines Installationshandbuchs kann Contoso eine Standardisierung für das gesamte Unternehmen sicherstellen und die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) verringern sowie die Problembehandlungsschritte vereinfachen.

Der Geltungsbereich dieses Dokuments beschränkt sich auf die Installation eines Exchange 2010-Postfachservers und die Erstellung einer Datenbankverfügbarkeitsgruppe für Contoso unter der x64-Version des Windows Server 2008-Betriebssystems (SP2 oder R2).

Der Administrator sollte über Kenntnisse hinsichtlich der Konzepte von Windows Server 2008 und Exchange 2010, der Exchange-Verwaltungskonsole und der Exchange-Verwaltungsshell, der Befehlszeile und sowie verschiedener Systemhilfsprogramme verfügen. Dieses Dokument erläutert die Einzelheiten von Systemdienstprogrammen nur insofern, als diese für die Ausführung der betreffenden Aufgaben erforderlich sind.

Außerdem sollte der Administrator vor der Implementierung der Serverrolle das Thema Übersicht über die Postfachserverrolle in der Exchange Server 2010-Bibliothek (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187526) lesen.

In diesem Dokument wird davon ausgegangen, dass Windows Server 2008 x64 Edition gemäß den Unternehmensbasisvorschriften einschließlich der aktuellen genehmigten Service Packs und Hotfixes auf dem Clientzugriffsserver installiert ist. Darüber hinaus wurden die folgenden erforderlichen Systemkomponenten installiert:

  • Microsoft .NET Framework 3.5 SP1 und das Update für .NET Framework 3.5 SP1. Weitere Informationen finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 959209, Ist ein Update für .NET Framework 3.5 Service Pack 1 verfügbar (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=3052&kbid=959209) (maschinelle Übersetzung).

  • Windows Management Framework (Windows Remote Management 2.0 und Windows PowerShell 2.0).

In diesem Dokument wird davon ausgegangen, dass die Vorbereitungsschritte für die Gesamtstruktur und die Domänen wie im Thema Vorbereiten von Active Directory und Domänen in der Exchange Server 2010-Bibliothek (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187262) beschrieben ausgeführt wurden.

In diesem Dokument wird davon ausgegangen, dass dem für die Exchange-Aufgaben zu verwendenden Konto die Verwaltungsrolle Serververwaltung zugewiesen wurde, wie im Thema Serververwaltung in der Exchange Server 2010-Bibliothek (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187265) beschrieben.

In diesem Dokument wird ferner davon ausgegangen, dass sowohl Exchange 2010Windows Server 2008 als auch Windows Server 2008 gemäß den im Sicherheitshandbuch zu Windows Server 2008 (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=122593) beschriebenen bewährten Methoden gesichert wird.

WichtigWichtig:
Die in diesem Dokument beschriebenen Verfahren sollten in der angegebenen Reihenfolge ausgeführt werden. Wenn diese Reihenfolge nicht beachtet wird, können unerwartete Ergebnisse auftreten.

Für diesen Abschnitt sind die folgenden Medien erforderlich.

  • Windows Server 2008-Installationsdateien

In diesem Abschnitt werden die folgenden Verfahren behandelt:

  1. Überprüfen zusätzlicher Software

  2. Konfigurieren der Netzwerkschnittstellen – MAPI-Netzwerk

  3. Konfigurieren der Netzwerkschnittstellen – Replikationsnetzwerk

  4. Konfigurieren von Laufwerken

  5. Installieren von Windows Server 2008-Hotfixes

  6. Konfigurieren der Domänenmitgliedschaft

  7. Überprüfen der lokalen Administratoren

  8. Zurücksetzen des Kennworts des lokalen Administratorkontos

  9. Installieren von Debugtools

  10. Änderungen für die Auslagerungsdatei

  11. Laufwerkberechtigungen

  1. Vergewissern Sie sich, dass Remotedesktop aktiviert ist.

  2. Als optionalen Vorgang können Sie Microsoft Network Monitor (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=86611) installieren.

Stellen Sie sicher, dass das IP-Adressschema für das MAPI-Netzwerk nicht das gleiche Subnetz oder Netzwerk wie einer der Adapter des Replikationsnetzwerks verwendet. Das MAPI-Netzwerk muss das Subnetz oder Netzwerk verwenden, das zum Weiterleiten des Netzwerkverkehrs in Ihrem Intranet verwendet wird.

Die Verwendung von Teaming für das MAPI-Netzwerk kann im Redundanzmodus erfolgen, nicht jedoch im Lastenausgleichsmodus. Doch selbst mit Teaming wird nicht verhindert, dass das Netzwerk selbst eine einzelne Fehlerquelle darstellen kann. Wenn durch das Teaming Probleme auftreten, werden Sie von den Mitarbeitern des Microsoft-Kundensupports zudem möglicherweise zur Deaktivierung des Teamings aufgefordert. Wenn das Problem auf diese Weise behoben wird, müssen Sie sich für weitere Unterstützung an den Hardwarehersteller wenden. Weitere Informationen zum Teaming finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 254101, Gruppieren von Netzwerkkarten und Server-Clustering (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=3052&kbid=254101).

  1. Verbinden Sie sich über Remotedesktop mit dem Server, der als erstes Mitglied der Datenbankverfügbarkeitsgruppe festgelegt werden soll, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Klicken Sie auf Start > Systemsteuerung, und doppelklicken Sie auf Netzwerk- und Freigabecenter.

  3. Klicken Sie auf Netzwerkverbindungen verwalten.

  4. Ermitteln Sie die Verbindung für das MAPI-Netzwerk, und benennen Sie sie entsprechend um.

  5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verbindung, und wählen Sie Eigenschaften.

  6. Stellen Sie in den Netzwerkverbindungseigenschaften auf der Registerkarte Allgemein unter Diese Verbindung verwendet folgende Elemente sicher, dass die Kontrollkästchen Client für Microsoft-Netzwerke, Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) und Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft-Netzwerke aktiviert sind.

  7. Klicken Sie auf Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4), und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.

  8. Klicken Sie unter Eigenschaften von Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) auf Erweitert.

  9. Überprüfen Sie im Dialogfeld Erweiterte TCP/IP-Einstellungen auf der Registerkarte DNS die folgenden Informationen:

    1. Stellen Sie sicher, dass unter DNS-Serveradressen in Verwendungsreihenfolge alle erforderlichen Adressen angegeben werden.

    2. Stellen Sie sicher, dass unter Diese DNS-Suffixe anhängen (in Reihenfolge) die richtigen Suffixe aufgeführt werden.

  10. Stellen Sie auf der Registerkarte WINS sicher, dass NetBIOS über TCP/IP deaktivieren nicht aktiviert ist.

  11. Klicken Sie zweimal auf OK, um die Änderungen zu speichern, und klicken Sie dann auf Schließen, um das Dialogfeld Eigenschaften zu schließen.

  12. Bei Verwendung von Internetprotokollversion 6 (TCP/IPv6) konfigurieren Sie die IPv6-Einstellungen gemäß den Netzwerkstandards Ihrer Organisation.

Stellen Sie für optionale Replikationsnetzwerke sicher, dass das IP-Adressschema nicht das gleiche Subnetz oder Netzwerk wie das MAPI-Netzwerk oder ein Adapter des Replikationsnetzwerks verwendet.

  1. Verbinden Sie sich über Remotedesktop mit dem Server, der als erstes Mitglied der Datenbankverfügbarkeitsgruppe festgelegt werden soll, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Klicken Sie auf Start > Systemsteuerung, und doppelklicken Sie auf Netzwerk- und Freigabecenter.

  3. Klicken Sie auf Netzwerkverbindungen verwalten.

  4. Ermitteln Sie die Verbindung für das Replikationsnetzwerk, und benennen Sie sie entsprechend um.

  5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verbindung, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  6. Stellen Sie in den Netzwerkverbindungseigenschaften auf der Registerkarte Allgemein unter Diese Verbindung verwendet folgende Elemente sicher, dass das Kontrollkästchen Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) aktiviert ist und die Kontrollkästchen Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft-Netzwerke und Client für Microsoft-Netzwerke nicht aktiviert sind.

  7. Klicken Sie auf Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4), und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.

  8. Klicken Sie unter Eigenschaften von Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) auf Erweitert.

  9. Überprüfen Sie im Dialogfeld Erweiterte TCP/IP-Einstellungen auf der Registerkarte DNS die folgenden Informationen:

    1. Stellen Sie sicher, dass im Bereich DNS-Serveradressen in Verwendungsreihenfolge keine Adressen aufgelistet werden, wenn es sich um ein privates Netzwerk handelt.

    2. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Adressen dieser Verbindung in DNS registrieren deaktiviert ist.

  10. Stellen Sie auf der Registerkarte WINS sicher, dass NetBIOS über TCP/IP deaktivieren nicht aktiviert ist.

  11. Klicken Sie zweimal auf OK, um die Änderungen zu speichern, und klicken Sie dann auf Schließen, um das Dialogfeld Eigenschaften zu schließen.

  12. Wenn Sie Internetprotokoll Version 6 (TCP/IPv6) verwenden, konfigurieren Sie die IPv6-Einstellungen gemäß den Netzwerkstandards Ihrer Organisation.

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Klicken Sie auf Start > Verwaltung, und wählen Sie Computerverwaltung.

  3. Erweitern Sie Speicher, und klicken Sie auf Datenträgerverwaltung.

  4. Öffnen Sie in der MMC (Microsoft Management Console) Datenträgerverwaltung, und führen Sie die Schritte zur Formatierung, Umbenennung und Zuweisung der entsprechenden Laufwerkbuchstaben so aus, dass die Volumes und das DVD-Laufwerk mit der entsprechenden Serverkonfiguration übereinstimmen. Im Anhang "Datenbank-/Protokoll-LUN" am Ende dieses Dokuments finden Sie Informationen zur tatsächlichen Laufwerkkonfiguration, die verwendet werden sollte.

    Konfigurieren von Laufwerken

    LUN Laufwerkbuchstabe Verwendung

    1

    C

    Betriebssystem, Exchange-Binärdateien und Nachverfolgungsprotokolle

    2

    E

    Exchange-Datenbanken

    4

    L

    Exchange-Transaktionsprotokolle

    5-x

    --

    Zusätzliche Laufwerke für Datenbanken und Protokolle

    6

    Z

    DVD-Laufwerk

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Rufen Sie die aktuellen von Ihrem Unternehmen genehmigten Hotfixes für Ihre Version von Windows Server 2008 x64 (SP2 oder R2) ab, und kopieren Sie sie auf den Server. Microsoft empfiehlt ausdrücklich die Installation des Hotfixes, der im Microsoft Knowledge Base-Artikel 2550886 - Ein vorübergehende Kommunikationsfehler bewirkt, dass ein Windows Server 2008 R2-Failovercluster nicht mehr funktioniert (maschinelle Übersetzung) dokumentiert ist. Dieser Hotfix behebt eine potenzielle Racebedingung und Clusterdatenbanksperre, die auftreten kann, wenn in einem Windows-Failovercluster ein vorübergehender Kommunikationsfehler auftritt. In dieser Situation reagiert die Clusterdatenbank nicht mehr, was einen Quorumverlust im Failovercluster nach sich zieht und dazu führt, dass die Bereitstellung aller Datenbanken in der DAG aufgehoben wird.

  3. Starten Sie die Hotfixinstallation über eine der folgenden Methoden:

    1. Doppelklicken Sie auf die Datei, und befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm.

    2. Führen Sie eine unbeaufsichtigte Installation aus, indem Sie an einer Eingabeaufforderung den folgenden Befehl eingeben:

      <hotfix>.msu /quiet /norestart
      
  4. Klicken Sie in den gegebenenfalls angezeigten Dialogfeldern zu nicht gefundenen digitalen Signaturen auf Ja.

    HinweisHinweis:
    In Umgebungen, in denen die Windows-Sicherheitsvorlagen nicht bereitgestellt wurden, werden diese Dialogfelder nicht angezeigt.
  5. Warten Sie, bis alle Dateikopiervorgänge abgeschlossen sind, und starten Sie den Server neu. Der Fortschritt der Hotfixinstallation kann auf der Registerkarte Prozesse im Windows-Task-Manager überwacht werden. Wenn der Prozess wusa.exe beendet wurde, ist die Hotfixinstallation abgeschlossen.

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Klicken Sie auf Start, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Arbeitsplatz, und wählen Sie dann Eigenschaften.

  3. Klicken Sie unter Einstellungen für Computernamen, Domäne und Arbeitsgruppe auf Einstellungen ändern.

  4. Klicken Sie auf Ändern.

  5. Wählen Sie das Optionsfeld Domäne, und geben Sie den entsprechenden Domänennamen ein.

  6. Geben Sie die entsprechenden Anmeldeinformationen ein.

  7. Klicken Sie auf OK und dann nochmals auf OK.

  8. Klicken Sie auf OK, um das Fenster Systemeigenschaften zu schließen.

  9. Starten Sie den Server neu.

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Stellen Sie sicher, dass das Konto Domänen-Admins und das für die Exchange-Installation verwendete Benutzerkonto Mitglied der lokalen Administratorengruppe auf diesem Server ist (fügen Sie die Konten gegebenenfalls hinzu).

  3. Stellen Sie sicher, dass Ihr Benutzerkonto Mitglied einer Gruppe ist, die Mitglied der lokalen Administratorengruppe auf dem Server mit Windows Server 2008 ist. Wenn dies nicht der Fall ist, verwenden Sie ein Konto, das Mitglied der lokalen Administratorengruppe ist, bevor Sie den Vorgang fortsetzen.

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Klicken Sie auf Start, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Computer,und wählen Sie Verwalten.

  3. Erweitern Sie die Knoten, um Konfiguration\Lokale Benutzer und Gruppen\Benutzer anzuzeigen.

  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Administrator, und wählen Sie Kennwort festlegen. Ändern Sie das Kennwort so, dass es hohe Komplexitätsanforderungen erfüllt.

In diesem Abschnitt werden verschiedene nützliche Tools beschrieben, die Administratoren bei der Exchange-Verwaltung sowie bei der Problembehandlung unterstützen.

Debugtools für Windows ermöglichen Administratoren das Debuggen von Prozessen, die sich negativ auf den Dienst auswirken, sowie das Ermitteln von Problemursachen.

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Laden Sie unter Install Debugging Tools for Windows 64-bit Version (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=123594) das aktuelle 64-Bit-Debugtool herunter, und installieren Sie es.

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Klicken Sie auf Start, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Computer, und wählen Sie Eigenschaften.

  3. Wählen Sie Erweiterte Systemeinstellungen.

  4. Klicken Sie unter Starten und Wiederherstellen auf Einstellungen.

    1. Wählen Sie unter Debuginformationen speichern aus der Speicherabbild-Dropdownliste die Option Kernelspeicherabbild.

    2. Klicken Sie auf OK.

  5. Klicken Sie unter Leistung auf Einstellungen.

  6. Klicken Sie auf die Registerkarte Erweitert.

  7. Klicken Sie unter Virtueller Arbeitsspeicher auf Ändern.

  8. Auf Servern mit einem reservierten Laufwerk für Auslagerungsdateien führen Sie die folgenden Schritte aus:

    1. Klicken Sie in der Liste Laufwerk auf C:, und klicken Sie dann auf Benutzerdefinierte Größe.

    2. Legen Sie für das Laufwerk "C:" die Angabe Anfangsgröße (MB) auf mindestens 200 MB fest. (Windows erfordert zwischen 150 MB und 2 GB Speicherplatz für die Auslagerungsdatei. Die Speicherplatzgröße hängt von der Serverauslastung und der verfügbaren Größe des physischen Arbeitsspeichers für Auslagerungsdateien auf dem Startvolume ab, wenn Windows für ein Kernelspeicherabbild konfiguriert ist. Aus diesem Grund müssen Sie ggf. die Größe erhöhen.)

    3. Legen Sie für das Laufwerk "C:" die Angabe Maximale Größe (MB) auf den Wert von Anfangsgröße fest.

    4. Wählen Sie in der Liste Laufwerk das Laufwerk für die Auslagerungsdatei aus (z. B. das Laufwerk "P:"), und klicken Sie dann auf Benutzerdefinierte Größe.

    5. Geben Sie das Ergebnis einer der folgenden Berechnungen in das Feld Anfangsgröße (MB) ein:

      Wenn der Server über weniger als 8 GB RAM verfügt, multiplizieren Sie die RAM-Größe mit 1,5.

      Wenn der Server über 8 GB RAM oder mehr verfügt, addieren Sie die RAM-Größe und 10 MB.

    6. Geben Sie in das Feld Maximale Größe (MB) den gleichen Wert ein, den Sie für Anfangsgröße (MB) eingegeben haben.

    7. Löschen Sie alle anderen Auslagerungsdateien.

    8. Klicken Sie auf OK.

  9. Auf Servern, die kein reserviertes Laufwerk für Auslagerungsdateien besitzen, führen Sie die folgenden Schritte aus:

    1. Klicken Sie in der Liste Laufwerk auf C:, und klicken Sie dann auf Benutzerdefinierte Größe.

    2. Legen Sie für das Laufwerk "C:" das Ergebnis einer der folgenden Berechnungen für das Feld Anfangsgröße (MB) fest:

      Wenn der Server über weniger als 8 GB RAM verfügt, multiplizieren Sie die RAM-Größe mit 1,5.

      Wenn der Server über 8 GB RAM oder mehr verfügt, addieren Sie die RAM-Größe und 10 MB.

    3. Löschen Sie alle anderen Auslagerungsdateien.

    4. Klicken Sie auf OK.

  10. Klicken Sie zweimal auf OK, um das Dialogfeld Systemeigenschaften zu schließen.

  11. Klicken Sie auf Nein, wenn Sie zum Neustart des Systems aufgefordert werden.

    HinweisHinweis:
    Weitere Informationen zu Empfehlungen für Auslagerungsdateien finden Sie in den folgenden Microsoft Knowledge Base-Artikeln: Bestimmen der geeigneten Auslagerungsdateigröße für 64-Bit-Versionen von Windows (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=3052&kbid=889654) und Überblick über Optionen für Speicherabbilddateien in Windows Server 2003, Windows XP und Windows 2000 (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=3052&kbid=254649).

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Klicken Sie auf Start, und wählen Sie Computer.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Laufwerk D:, und wählen Sie Eigenschaften.

  4. Klicken Sie auf die Registerkarte Sicherheit.

  5. Klicken Sie auf Bearbeiten.

  6. Klicken Sie auf Hinzufügen, und wählen Sie unter Standorte den lokalen Server aus.

  7. Weisen Sie anhand der Erläuterungen in der folgenden Tabelle die folgenden Rechte zu.

    Laufwerkberechtigungen

    Konto Berechtigungen

    Administratoren

    Vollzugriff

    SYSTEM

    Vollzugriff

    Authentifizierte Benutzer

    Lesen und Ausführen, Liste, Lesen

    ERSTELLER-BESITZER

    Vollzugriff

  8. Klicken Sie auf die Schaltfläche Erweitert.

  9. Wählen Sie den Berechtigungseintrag ERSTELLER-BESITZER aus, und klicken Sie auf Anzeigen/Bearbeiten.

  10. Wählen Sie Nur Unterordner und Dateien aus der Dropdownliste aus.

  11. Klicken Sie zweimal auf OK.

  12. Klicken Sie auf OK, um die Laufwerkeigenschaften zu schließen.

  13. Wiederholen Sie die Schritte 3 bis 12 für jedes weitere Laufwerk (neben Laufwerk C:).

In diesem Abschnitt werden die folgenden Verfahren behandelt:

  1. Überprüfen der Organisationseinheit

  2. Überprüfen des Active Directory-Standorts

  3. Überprüfen der Domänencontrollerdiagnose

  4. Überprüfung von Exchange Best Practices Analyzer

WichtigWichtig:
Die in diesem Dokument beschriebenen Verfahren sollten in der angegebenen Reihenfolge ausgeführt werden. Wenn diese Reihenfolge nicht beachtet wird, können unerwartete Ergebnisse auftreten.

Übermitteln Sie eine Änderungsanforderung an die verantwortlichen Teams, und lassen Sie das Computerobjekt in die entsprechende Organisationseinheit verschieben.

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung.

  3. Stellen Sie sicher, dass sich der Server in der richtigen Domäne und am richtigen Active Directory-Standort befindet. Geben Sie in der Befehlszeile Folgendes ein:

    NLTEST /server:%COMPUTERNAME% /dsgetsite
    
  4. Der Name des Active Directory-Standorts, zu dem der Server gehört, wird angezeigt. Wenn sich der Server nicht am richtigen Active Directory-Standort befindet, übermitteln Sie eine Änderungsanforderung an das verantwortliche Team, und lassen Sie den Server an den richtigen Active Directory-Standort verschieben.

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung, und ändern Sie den Pfad zum Laufwerk C:.

  3. Führen Sie den folgenden Befehl aus:

    dcdiag /s:<Domain Controller> /f:c:\dcdiag.log
    
    HinweisHinweis:
    Ändern Sie <Domänencontroller> in einen Domänencontroller am gleichen Active Directory-Standort wie der Exchange-Server.
  4. Überprüfen Sie die Ausgabe der Datei C:\dcdiag.log, und vergewissern Sie sich, dass keine Verbindungsprobleme mit dem lokalen Domänencontroller vorliegen.

  5. Wiederholen Sie die Schritte 3 und 4 für jeden Domänencontroller am lokalen Active Directory-Standort.

    HinweisHinweis:
    Die Domänencontrollerdiagnose (DCDiag) ist ein Windows-Supporttool zum Testen der Netzwerkkonnektivität und DNS-Auflösung. Wenn das verwendete Konto nicht über Administratorberechtigungen verfügt, können mehrere Tests unter Primäre Tests durchführen möglicherweise nicht erfolgreich ausgeführt werden. Diese Tests können ignoriert werden, wenn die Konnektivitätstests erfolgreich sind. Zudem wird in der Protokolldatei möglicherweise angezeigt, dass einige Dienstüberprüfungstests nicht erfolgreich waren. Diese Meldungen können ignoriert werden, wenn die Dienste nicht auf dem Domänencontroller vorhanden sind.

Microsoft Exchange Analyzer unterstützt Administratoren bei der Behandlung verschiedener Betriebssupportprobleme. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit einem Server in der Umgebung her, in der mindestens die Exchange 2010 SP1-Verwaltungstools installiert sind, und melden Sie sich mit einem Konto an, das über lokalen Verwaltungszugriff verfügt.

  1. Klicken Sie auf Start > Alle Programme > Microsoft Exchange Server 2010, und wählen Sie Exchange-Verwaltungskonsole aus.

  2. Öffnen Sie den Knoten Toolbox.

  3. Doppelklicken Sie auf Best Practices Analyzer.

  4. Überprüfen Sie, ob Updates für das Best Practices Analyzer-Modul verfügbar sind, und spielen Sie diese ggf. ein.

  5. Stellen Sie die entsprechenden Informationen zum Herstellen einer Verbindung mit Active Directory zur Verfügung, und klicken Sie dann auf Mit Active Directory-Server verbinden.

  6. Wählen Sie in Neue Bewährte Methoden-Überprüfung starten die Option Systemdiagnose aus, und klicken Sie dann auf Überprüfung starten.

  7. Überprüfen Sie den Bericht, und ergreifen Sie Maßnahmen gegen gemeldete Fehler oder Warnungen, indem Sie die Lösungsartikel verwenden, die in Best Practices Analyzer zur Verfügung gestellt werden.

Für diesen Abschnitt sind die folgenden Medien erforderlich.

  • Microsoft Exchange Server 2010-Installationsdateien

In diesem Abschnitt werden die folgenden Verfahren behandelt:

  1. Installation der erforderlichen Komponenten für Exchange 2010 unter den folgenden Betriebssystemen:

    • Windows Server 2008 SP2

      – oder –

    • Windows Server 2008 R2

  2. Exchange 2010-Installation

  3. Installieren von Exchange 2010-Updaterollups

  4. Product Key-Konfiguration

  5. Konfigurieren der Exchange-Suche

  6. Überprüfen der Systemleistung

  7. Erstellen von Testpostfächern

WichtigWichtig:
Die in diesem Dokument beschriebenen Verfahren sollten in der angegebenen Reihenfolge ausgeführt werden. Wenn diese Reihenfolge nicht beachtet wird, können unerwartete Ergebnisse auftreten.

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung.

  3. Installieren Sie Microsoft Filter Pack. Weitere Informationen finden Sie unter 2007 Office System-Konverter: Microsoft Filter Pack (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=137042).

  4. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten, navigieren Sie zum Ordner \Setup\ServerRoles\Common auf dem Exchange 2010-Installationsmedium, und installieren Sie die erforderlichen Betriebssystemkomponenten mithilfe des folgenden Befehls:

    ServerManagerCmd -ip Exchange-MBX.xml -Restart
    

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich mit einem Konto an, das über lokalen Administratorzugriff verfügt.

  2. Installieren Sie Microsoft Filter Pack. Weitere Informationen finden Sie unter 2007 Office System-Konverter: Microsoft Filter Pack (http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=137042).

  3. Navigieren Sie im Startmenü zu Alle Programme > Zubehör >Windows PowerShell. Öffnen Sie eine Windows PowerShell-Konsole mit erhöhten Rechten, und führen Sie den folgenden Befehl aus:

    Import-Module ServerManager
    
  4. Verwenden Sie das Cmdlet Add-WindowsFeature, um die erforderlichen Betriebssystemkomponenten zu installieren:

    Add-WindowsFeature NET-Framework,RSAT-ADDS,Web-Server,Web-Basic-Auth,Web-Windows-Auth,Web-Metabase,Web-Net-Ext,Web-Lgcy-Mgmt-Console,WAS-Process-Model,RSAT-Web-Server -Restart
    

In diesem Dokument wird für die Installation der Exchange 2010-Serverrollen die Befehlszeilenmethode verwendet. Sie können jedoch auch den Setup-Assistenten verwenden. Weitere Informationen zum Installieren einer Exchange 2010-Serverrolle mithilfe des Setup-Assistenten finden Sie im Thema Durchführen einer benutzerdefinierten Exchange 2010-Installation in der Exchange Server 2010-Bibliothek (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187220).

WichtigWichtig:
Wenn es sich um die erste Postfachserverrolle handelt, die in einer Organisation ohne Microsoft Exchange installiert wird, und Sie über Clientcomputer mit Microsoft Office Outlook 2003 verfügen, muss der optionale Setupparameter /EnableLegacyOutlook verwendet werden. Wenn es sich zudem um die erste Exchange 2010-Serverrolle handelt, die in einer Umgebung ohne Microsoft Exchange installiert wird, muss auch der Setupparameter /OrganizationName angegeben werden.
  1. Verbinden Sie sich über Remotedesktop mit dem Server, und melden Sie sich über ein Konto an, das über lokalen Administratorzugriff sowie die Rolle Serververwaltung oder Delegiertes Setup verfügt, wenn der Server vorab erstellt wurde.

  2. Führen Sie die im Thema Installieren von Exchange 2010 im unbeaufsichtigten Modus in der Exchange Server 2010-Bibliothek (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187229) beschriebenen Schritte aus. Über den folgenden Befehl wird beispielsweise die Postfachserverrolle installiert und ein benutzerdefinierter Datenbankname, ein Datenbankpfad sowie ein Speicherort für die Transaktionsprotokolldatei angegeben.

    setup.com /r:MB /mdbName: "<DAGName> MBX Store 1" /dbfilepath: e:\mdb1\priv01.edb /logfolderpath: l:\log01 
    
  3. Starten Sie den Server auch dann nicht neu, wenn Sie dazu aufgefordert werden.

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Rufen Sie das aktuelle vom Unternehmen genehmigte Rollup ab, und kopieren Sie es auf den Server.

  3. Starten Sie Setup für das Windows Installer-Patch (die MSP-Datei) über eine der folgenden Methoden:

    1. Doppelklicken Sie auf die MSP-Datei, und befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm.

    2. Führen Sie eine unbeaufsichtigte Installation aus, indem Sie an einer Eingabeaufforderung den folgenden Befehl eingeben:

      msiexec /i <Path and filename of MSP file> /q
      
  4. Klicken Sie in den gegebenenfalls angezeigten Dialogfeldern zu nicht gefundenen digitalen Signaturen auf Ja.

    HinweisHinweis:
    Diese Dialogfelder werden nur in Umgebungen angezeigt, in denen die Windows-Sicherheitsvorlagen bereitgestellt wurden.

  1. Starten Sie die Exchange-Verwaltungskonsole über ein Konto mit der Rolle Serververwaltung.

  2. Führen Sie die im Thema Product Key eingeben in der Exchange Server 2010-Bibliothek (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187234) beschriebenen Schritte aus.

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Führen Sie die im Thema Registrieren von Filterpaket-IFiltern für Exchange 2010 in der Exchange Server 2010-Bibliothek (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187516) beschriebenen Schritte aus.

  3. Optional: Um PDF-Dateien durchsuchen zu können, installieren Sie Adobe PDF iFilter (https://www.adobe.com/support/downloads/detail.jsp?ftpID=5542), und führen Sie die unter Configuring PDF iFilter for MS Exchange Server 2007 (http://www.adobe.com/special/acrobat/configuring_pdf_ifilter_for_ms_exchange_server_2007.pdf) beschriebenen Schritte aus.

HinweisHinweis:
Die Angaben zu den Websites von Drittanbietern in diesem Thema sollen Ihnen dabei helfen, die benötigten technischen Informationen zu finden. Die URLs können ohne vorherige Ankündigung geändert werden.

Die Verwaltung der Prozessorzeitplanung für Hintergrunddienste des Servers wird von Exchange 2010 standardmäßig optimiert.

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Server her, und melden Sie sich über ein Konto mit lokalem Administratorzugriff an.

  2. Klicken Sie auf Start, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Computer, und wählen Sie Eigenschaften aus.

  3. Wählen Sie Erweiterte Systemeinstellungen aus.

  4. Klicken Sie unter Leistung auf Einstellungen.

    1. Klicken Sie auf die Registerkarte Erweitert.

    2. Stellen Sie sicher, dass Prozessorzeitplanung auf Hintergrunddienste festgelegt ist.

  5. Klicken Sie auf OK.

Für mehrere der Diagnosetasks, die zum Überwachen von Exchange verwendet werden, müssen auf den Postfachservern Testpostfächer erstellt werden.

  1. Stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung mit dem Exchange 2010-Postfachserver her, und melden Sie sich über ein Konto an, das über lokalen Administratorzugriff und die Rolle Serververwaltung (oder höher) verfügt.

  2. Klicken Sie auf Start > Alle Programme > Microsoft Exchange Server 2010, und wählen Sie Exchange-Verwaltungsshell.

  3. Ändern Sie den Verzeichnispfad in <Exchange_Server_Installationspfad>\Scripts.

  4. Geben Sie New-TestCasConnectivityUser.ps1 ein, und drücken Sie die EINGABETASTE.

  5. Geben Sie ein temporäres Kennwort ein, und befolgen Sie die Aufforderungen, um die Testpostfächer zu erstellen.

In diesem Abschnitt werden die folgenden Verfahren behandelt:

  1. Erstellen von Datenbankverfügbarkeitsgruppen

  2. Hinzufügen von Mitgliedservern zu Datenbankverfügbarkeitsgruppen

  3. Netzwerkkonfiguration für Datenbankverfügbarkeitsgruppen

  4. Konfigurieren der ersten Datenbank

  5. Konfigurieren der Öffentliche Ordner-Datenbank

  6. Hinzufügen von Postfachdatenbankkopien

  7. Konfigurieren der Datensatzverwaltung

  8. Serverkonfiguration für die Nachrichtenverfolgung

  9. Zusätzliche Datenbanken

WichtigWichtig:
Die in diesem Dokument beschriebenen Verfahren sollten in der angegebenen Reihenfolge ausgeführt werden. Wenn diese Reihenfolge nicht beachtet wird, können unerwartete Ergebnisse auftreten.

Wenn bereits eine Datenbankverfügbarkeitsgruppe erstellt wurde, können Sie diesen Abschnitt überspringen.

  1. Stellen Sie sicher, dass auf dem Server keine Neustartvorgänge ausstehen, bevor Sie den Server zu einer DAG hinzufügen.

  2. Starten Sie die Exchange-Verwaltungskonsole über ein Konto mit der Rolle Organisationsverwaltung.

  3. In Umgebungen, in denen die Erstellung von Computerkonten eingeschränkt ist oder in denen Computerkonten nicht im Standardcomputercontainer, sondern in einem anderen Container erstellt werden, muss das Clusternetzwerkobjekt (CNO) zuerst provisorisch und anschließend durch Zuweisen von Berechtigungen endgültig bereitgestellt werden. Führen Sie die im Thema Vorabbereitstellung des Clusternetzwerkobjekts für eine Datenbankverfügbarkeitsgruppe in der Exchange Server 2010-Bibliothek (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187665) beschriebenen Schritte aus.

  4. Erstellen Sie über die im Thema Erstellen einer Datenbankverfügbarkeitsgruppe in der Exchange Server 2010-Bibliothek (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187666) beschriebenen Schritte eine Datenbankverfügbarkeitsgruppe.

  5. Konfigurieren Sie die Eigenschaften der Datenbankverfügbarkeitsgruppe (z. B. Zeugeneinstellungen, Replikationsbericht, Komprimierung und Verschlüsselung) über die im Thema Konfigurieren der Eigenschaften der Datenbankverfügbarkeitsgruppe in der Exchange Server 2010-Bibliothek (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187667) beschriebenen Schritte.

  1. Starten Sie die Exchange-Verwaltungskonsole über ein Konto mit der Rolle Organisationsverwaltung.

  2. Fügen Sie der Datenbankverfügbarkeitsgruppe über die im Thema Verwalten der Mitgliedschaft in einer Datenbankverfügbarkeitsgruppe in der Exchange Server 2010-Bibliothek (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187669) beschriebenen Schritte einen Postfachserver hinzu.

  1. Starten Sie die Exchange-Verwaltungskonsole über ein Konto mit der Rolle Organisationsverwaltung.

  2. Beim Erstellen des Windows-Failoverclusters wird für jedes innerhalb des Failoverclusters ermittelte Subnetz ein vom Cluster verwaltetes Netzwerk erstellt. Beim Erstellen der Datenbankverfügbarkeitsgruppe basiert die anfängliche Netzwerkkonfiguration der Datenbankverfügbarkeitsgruppe auf der Enumeration der Clusternetzwerke. Wenn die Datenbankverfügbarkeitsgruppe Subnetze umfasst, sollten die Netzwerke der Datenbankverfügbarkeitsgruppe in einem einzigen MAPI-Netzwerk und einem einzigen Replikationsnetzwerk zusammengeführt werden. Zu diesem Zweck können Sie die zusätzlichen Subnetze zu den entsprechenden Netzwerken der Datenbankverfügbarkeitsgruppe hinzufügen und nicht verwendete Netzwerke löschen. Gehen wir beispielsweise von der folgenden Umgebung aus:

    Standorte

    • Zwei Active Directory-Standorte: "Exchange-1" und "Exchange-2"

    DAG-Mitglieder

    • DAG-Mitglieder "MBX-1" und "MBX-2" in "Exchange-1"

    • DAG-Mitglieder "MBX-3" und "MBX-4" in "Exchange-2"

    MAPI-Netzwerke

    • "MBX-1" und "MBX-2" verfügen über MAPI-Netzwerke im Netz 192.168.0.0/24

    • "MBX-3" und "MBX-4" verfügen über MAPI-Netzwerke im Netz 192.168.1.0/24

    Replikationsnetzwerke

    • "MBX-1" und "MBX-2" verfügen über Replikationsnetzwerke im Netz 10.0.0.0/24

    • "MBX-3" und "MBX-4" verfügen über Replikationsnetzwerke im Netz 10.0.1.0/24

    Die Netzwerke der Datenbankverfügbarkeitsgruppe sind wie folgt konfiguriert:

     

    Netzwerk Subnetze

    DAGNetwork01

    192.168.0.0/24

    DAGNetwork02

    10.0.0.0/24

    DAGNetwork03

    192.168.1.0/24

    DAGNetwork04

    10.0.1.0/24

  3. Führen Sie die folgenden Befehle aus, um diese Netzwerke zusammenzuführen:

    Set-DatabaseAvailabilityGroupNetwork <DAGName>\DAGNetwork01 -Subnets 192.168.0.0/24,192.168.1.0/24
    Set-DatabaseAvailabilityGroupNetwork <DAGName>\DAGNetwork02 -Subnets 10.0.0.0/24,10.0.1.0/24
    Remove-DatabaseAvailabilityGroupNetwork <DAGName>\DAGNetwork03
    Remove-DatabaseAvailabilityGroupNetwork <DAGName>\DAGNetwork04
    
  4. Zum Umbenennen der Netzwerke gemäß ihres Verhaltens führen Sie die folgenden Befehle aus.

    Set-DatabaseAvailabilityGroupNetwork <DAGName>\DAGNetwork01 -Name MAPINetwork
    Set-DatabaseAvailabilityGroupNetwork <DAGName>\DAGNetwork02 -Name ReplicationNetwork
    
  5. Wenn sowohl ein MAPI- als auch Replikationsnetzwerk bereitgestellt wird, führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Replikation und das Seeding von Datenverkehr im Replikationsnetzwerk zu aktivieren (sofern verfügbar).

    Set-DatabaseAvailabilityGroupNetwork <DAGName\MAPINetworkName> -ReplicationEnabled $false
    

Wenn Sie bei der Installation des Postfachservers die Parameter /mdbname, /dbfilepath und /logfolderpath angegeben haben, können Sie diesen Abschnitt überspringen.

  1. Starten Sie die Exchange-Verwaltungskonsole über ein Konto mit der Rolle "Serververwaltung".

    WichtigWichtig:
    Die Werte in der folgenden Tabelle sind Beispielwerte und keine empfohlenen Werte. Diese Werte müssen so angepasst werden, dass sie den tatsächlichen Werten für Ihre Organisation entsprechen.

    Konfigurieren der ersten Datenbank für Contoso

    Datenbankparameter Alt Neues Beispiel

    Name

    Postfachdatenbank <GUID>

    <DAGName> MBX-Informationsspeicher 1

    Protokollpfad

    %Program Files%\Microsoft\Exchange Server\v14\Mailbox\Postfachdatenbank <GUID>

    E:\LOG01

    Pfad und Dateiname

    %Program Files%\Microsoft\Exchange Server\v14\Mailbox\Postfachdatenbank <GUID>\Postfachdatenbank <GUID>.edb

    E:\MDB01\Priv01.edb

  2. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Einbindung der Datenbank aufzuheben:

    Dismount-Database "Mailbox Database <GUID>"
    
  3. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um den Namen der Postfachdatenbank von "Postfachdatenbank <GUID>" in "<DAGName> MBX-Informationsspeicher 1" zu ändern:

    Set-MailboxDatabase "<Old DB Name>" -Name "<New DB Name>"
    
  4. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um den Speicherort der Transaktionsprotokolle der Datenbank und der Datenbankdatei zu ändern:

    Move-DatabasePath "<Database Name>" -LogFolderPath:<New Log Location> -EdbFilePath:<New DB Path and FileName>
    
  5. Führen Sie zum Einbinden der Datenbank den folgenden Befehl aus:

    Mount-Database "<New DB Name>"
    
  6. Fügen Sie eine Datenbankkopie für eine bestimmte Postfachdatenbank über die im Thema Hinzufügen einer Kopie einer Postfachdatenbank in der Exchange Server 2010-Bibliothek (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187673) beschriebenen Schritte hinzu.

Wenn während der Installation der Postfachserverrolle eine Öffentliche Ordner-Datenbank erstellt wurde, wird die Öffentliche Ordner-Datenbank im Standardverzeichnis gespeichert. Wenn keine Öffentliche Ordner-Datenbank vorhanden ist, können Sie diesen Abschnitt überspringen.

  1. Starten Sie die Exchange-Verwaltungskonsole über ein Konto mit der Rolle "Serververwaltung".

    WichtigWichtig:
    Die Werte in der folgenden Tabelle sind Beispielwerte und keine empfohlenen Werte. Diese Werte müssen so angepasst werden, dass sie den tatsächlichen Werten für Ihre Organisation entsprechen.

    Konfigurieren der Öffentliche Ordner-Datenbank für Contoso

    Datenbankparameter Alt Neues Beispiel

    Name

    Öffentliche Ordner-Datenbank <GUID>

    <DAGName> Öffentlicher Informationsspeicher 2

    Protokollpfad

    %Program Files%\Microsoft\Exchange Server\Mailbox\Öffentliche Ordner-Datenbank <GUID>

    E:\LOG02

    Pfad und Dateiname

    %Program Files%\Microsoft\Exchange Server\Mailbox\Öffentliche Ordner-Datenbank <GUID>\Öffentliche Ordner-Datenbank <GUID>.edb

    E:\MDB02\Pub02.edb

  2. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Einbindung der Datenbank aufzuheben:

    Dismount-Database "Public Folder Database <GUID>"
    
  3. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um den Namen der Postfachdatenbank von "Postfachdatenbank <GUID>" in "<ServerName> MBX-Informationsspeicher 1" zu ändern:

    Set-PublicFolderDatabase "<Old DB Name>" -Name "<New DB Name>"
    
  4. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um den Speicherort der Transaktionsprotokolle der Datenbank und der Datenbankdatei zu ändern:

    Move-DatabasePath "<Database Name>" -LogFolderPath:<New Log Location> -EdbFilePath:<New DB Path and FileName>
    
  5. Führen Sie zum Einbinden der Datenbank den folgenden Befehl aus:

    Mount-Database "<New DB Name>"
    

Wenn innerhalb der Datenbankverfügbarkeitsgruppe bereits Postfachdatenbanken vorhanden sind, führen Sie zum Hinzufügen von Postfachdatenbankkopien zum Postfachserver die folgenden Schritte aus.

  1. Starten Sie die Exchange-Verwaltungskonsole über ein Konto mit der Rolle "Serververwaltung".

  2. Stellen Sie sicher, dass die Verzeichnis- und Pfadstruktur auf dem Zielserver für die Datenbank vorhanden ist. Fügen Sie anschließend über die im Thema ExchangeHinzufügen einer Kopie einer Postfachdatenbank in der-Bibliothek (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187673) beschriebenen Schritte in der Exchange Server 2010-Verwaltungsshell eine Datenbankkopie für eine bestimmte Postfachdatenbank hinzu.

Wenn der Standardzeitplan des Assistenten für verwaltete Ordner zum Anwenden der Einstellungen für die Messaging-Datensatzverwaltung nicht geändert werden muss, können Sie diesen Abschnitt überspringen.

  1. Starten Sie die Exchange-Verwaltungskonsole über ein Konto mit der Rolle "Serververwaltung".

  2. Führen Sie zum Aktivieren des Assistenten für verwaltete Ordner den folgenden Befehl aus:

    Set-MailboxServer <MailboxServerName> -ManagedFolderAssistantSchedule <AssistantSchedule>
    
    HinweisHinweis:
    Informationen zu diesen Befehlen finden Sie in der Tabelle "Konfigurieren der Datensatzverwaltung für Contoso" im Anhang "Serverkonfiguration" am Ende dieses Dokuments.

Wenn die Standardparameter für die Nachrichtenverfolgung für die Umgebung geeignet sind, können Sie diesen Abschnitt überspringen.

  1. Starten Sie die Exchange-Verwaltungskonsole über ein Konto mit der Rolle "Serververwaltung".

  2. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Einstellungen für die Nachrichtenverfolgung zu konfigurieren:

    Set-MailboxServer <MailboxServerName> -MessageTrackingLogPath <LogPath> -MessageTrackingLogMaxAge <MaxAge> -MessageTrackingLogMaxDirectorySize <LogDirSize> -MessageTrackingLogMaxFileSize <LogFileSize> -MessageTrackingLogSubjectLoggingEnabled <SubjectLogEnabled>
    
    HinweisHinweis:
    Informationen zu diesen Befehlen finden Sie in der Tabelle "Konfigurieren der Nachrichtenverfolgung für Contoso" im Anhang "Serverkonfiguration" am Ende dieses Dokuments.

  1. Starten Sie die Exchange-Verwaltungsshell über ein Konto mit der Rolle Serververwaltung.

  2. Entnehmen Sie der entsprechende Tabelle aus den Anhängen "Datenbank-/Protokoll-LUN" und "Datenbankkonfiguration" am Ende dieses Dokuments die Informationen, die für die Befehle erforderlich sind.

  3. Führen Sie zum Erstellen der Datenbank den folgenden Befehl aus:

    New-MailboxDatabase -Name "<DB Name>" -LogFolderPath <Transaction Log Location> -EdbFilePath:<FullPathIncludingDatabaseFileName> -OfflineAddressBook <OfflineAddressBook> -PublicFolderDatabase <PFDatabase> | Set-MailboxDatabase -IssueWarningQuota <WarningQuota> -ProhibitSendQuota <SendQuota> -ProhibitSendReceiveQuota <SendReceiveQuota> -MailboxRetention <dd.hh:mm:ss> -DeletedItemRetention <dd.hh:mm:ss> -MaintenanceSchedule <MaintenanceSchedule> -QuotaNotificationSchedule <QuotaSchedule> -RetainDeletedItemsUntilBackup <RetainDeletedItemsUntilBackup> 
    
  4. Führen Sie zum Einbinden der Datenbank den folgenden Befehl aus:

    Mount-Database "<Database Name>"
    
  5. Zum Hinzufügen von Kopien für diese Postfachdatenbank führen Sie die im Thema Hinzufügen einer Kopie einer Postfachdatenbank in der Exchange Server 2010-Bibliothek (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187673) beschriebenen Schritte aus, nachdem Sie sichergestellt haben, dass die Verzeichnis- und Pfadstruktur auf dem Zielserver für die Datenbank vorhanden ist.

  6. Wiederholen Sie die Schritte 3, 4 und 5 für jede Datenbank, die erstellt werden muss.

Dieser Abschnitt umfasst die folgenden Informationen:

  • Konfigurieren der Datensatzverwaltung

  • Konfigurieren der Nachrichtenverfolgung

  • Anhang "Datenbank-/Protokoll-LUN"

  • Zwei LUNs pro Datenbank/LUN-Layout

  • Eine LUN pro Datenbank/LUN-Layout

  • Anhang "Datenbankkonfiguration"

Die folgende Tabelle ist eine Beispielkonfiguration, die abhängig von den Anforderungen auf den Postfachserver angewendet werden kann.

WichtigWichtig:
Die Werte in der folgenden Tabelle sind Beispielwerte und keine empfohlenen Werte. Diese Werte müssen so angepasst werden, dass sie den tatsächlichen Werten für Ihre Organisation entsprechen.

Konfigurieren der Datensatzverwaltung für Contoso

 

Parameter

Standardwert

Contoso-Wert

Servername

<ServerName>

<ServerName>

Zeitplan für den Assistenten für verwaltete Ordner

So.1:00-So.9:00, Mo.1:00-Mo.9:00, Di.1:00-Di.9:00, Mi.1:00-Mi.9:00, Do.1:00-Do.9:00, Fr.1:00-Fr. 9:00, Sa.1:00-Sa.9:00

"So.18:00-So.19:45", "Mo.18:00-Mo.19:45", "Di.18:00-Di.19:45", "Mi.18:00-Mi.19:45", "Do.18:00-Do.19:45", "Fr.18:00-Fr.19:45", "Sa.18:00-Sa.19:45"

Die folgende Tabelle ist eine Beispielkonfiguration, die abhängig von den Anforderungen auf den Postfachserver angewendet werden kann.

WichtigWichtig:
Die Werte in der folgenden Tabelle sind Beispielwerte und keine empfohlenen Werte. Diese Werte müssen so angepasst werden, dass sie den tatsächlichen Werten für Ihre Organisation entsprechen.

Konfigurieren der Nachrichtenverfolgung für Contoso

 

Parameter

Standardwert

Beispielwert

Servername

<ServerName>

<ServerName>

Nachrichtenverfolgungsprotokoll-Pfad

<Exchange-Installationspfad>\TransportRoles\MessageTracking

L:\exchsrvr\MessageTracking

Nachrichtenverfolgungsprotokoll aktiviert

True

True

Maximales Alter (Verfallszeit) für Nachrichtenverfolgungsprotokolle

30.00:00:00

45.00:00:00

Maximale Verzeichnisgröße für Nachrichtenverfolgungsprotokolle

1 GB

20 GB

Maximale Dateigröße für Nachrichtenverfolgungsprotokolle

10 MB

10 MB

Betreffprotokollierung im Nachrichtenverfolgungsprotokoll aktiviert

True

True

Wenn Ausfallsicherheit von Postfächern implementiert ist, ist es nicht erforderlich, täglich vollständige Sicherungen auszuführen, da die Postfachdatenbankkopie die erste Schutzmaßnahme gegen Datenbeschädigungen und -verluste darstellt. In Umgebungen, die für die Ausfallsicherheit von Postfächern aktiviert sind, sind daher zwei Ansätze für das Ausführen von Sicherungen möglich.

  • Verwenden einer Exchange-fähigen VSS-Anwendung (Volume ShadowCopy Service, Volumeschattenkopie-Dienst) zum Ausführen der Sicherungen.

  • Verwenden der systemeigenen Exchange-Datenschutzfunktionen als Sicherungsmethode. Weitere Informationen zum systemeigenen Exchange-Datenschutz finden Sie im Thema Grundlegendes zu Sicherung, Wiederherstellung und Notfallwiederherstellung in der Exchange Server 2010-Bibliothek (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=187541).

Als Folge der ausgewählten Sicherungsmethode muss das LUN-Layout geändert werden. Exchange 2010 unterstützt die folgenden LUN-Layoutarchitekturen:

  • Eine LUN pro Datenbank   Bei einer Architektur mit einer LUN pro Datenbank werden sowohl die Datenbank als auch ihre entsprechenden Protokolldateien in derselben LUN abgelegt. Zur Bereitstellung dieser Architektur müssen Sie über mindestens zwei Kopien Ihrer Datenbank verfügen, und Sie dürfen keine hardwarebasierte VSS-Lösung verwenden.

  • Zwei LUNs pro Datenbank    Bei Verwendung von Exchange 2010 und maximal 100 Datenbanken hängt die Anzahl von bereitgestellten LUNs von Ihrer Sicherungsstrategie ab. Wenn die angestrebte Wiederherstellungsdauer sehr kurz ist oder Sie VSS-Klone (Volume Shadow Copy Service, Volumeschattenkopie-Dienst) für eine schnelle Wiederherstellung verwenden, ist es ggf. am besten, jede Datenbank ihrer eigenen Transaktionsprotokoll-LUN und Datenbank-LUN zuzuordnen. Da dabei die Anzahl verfügbarer Laufwerkbuchstaben überschritten wird, muss der Volumebereitstellungsdienst verwendet werden.

  • Zwei LUNs pro Sicherungssatz   Ein Sicherungssatz entspricht der Anzahl von Datenbanken, die pro Nacht vollständig gesichert werden. Eine Lösung, die pro Nacht eine vollständige Sicherung von 1/7 der Datenbanken durchführt (z. B. bei Verwenden einer wöchentlichen oder zweimonatlichen vollständigen Sicherung mit täglichen inkrementellen oder differenziellen Sicherungen), kann die Komplexität reduzieren, indem alle zu sichernden Datenbanken derselben Protokoll- und Datenbank-LUN zugeordnet werden. Mit diesem Ansatz kann die Anzahl von LUNs auf dem Server verringert werden.

Exchange 2010 verwendet den Volumeschattenkopie-Dienst von Windows Server 2008, um Volumeschattenkopien von Exchange 2010-Datenbanken und Transaktionsprotokolldateien zu erstellen. Grundlegende Informationen zu VSS (einschließlich Methoden für Klone und Momentaufnahmen) finden Sie im Whitepaper Bewährte Methoden für die Verwendung des Volumeschattenkopie-Diensts mit Exchange Server 2003 (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=122556).

Mit Exchange 2010 können softwarebasierte VSS-Momentaufnahmen der aktiven und passiven Datenbankkopien erstellt werden. Wenn eine VSS-Momentaufnahme der passiven Kopie erstellt wird, wird die Datenträger-E/A von der aktiven LUN während der Prüfsummenintegrität (ESEUTIL) und der nachfolgenden Kopie auf ein Band oder einen Datenträger verschoben.

Das Erstellen von zwei LUNs (für Protokoll und Datenbank) für eine Datenbank war die bewährte Standardmethode für Exchange 2003. Bei Verwendung von Exchange 2010 und maximal 100 Datenbanken hängt die Anzahl von bereitgestellten LUNs von Ihrer Sicherungsstrategie ab. Wenn die angestrebte Wiederherstellungsdauer sehr kurz ist oder Sie VSS-Klone (Volume Shadow Copy Service, Volumeschattenkopie-Dienst) für eine schnelle Wiederherstellung verwenden, ist es ggf. am besten, jede Datenbank ihrer eigenen Transaktionsprotokoll-LUN und Datenbank-LUN zuzuordnen. Abhängig von der Anzahl von erforderlichen LUNs müssen möglicherweise die Volumebereitstellungspunkte verwendet werden.

Diese Strategie bietet u. a. die folgenden Vorteile:

  • Möglichkeit zur Implementierung einer hardwarebasierten VSS-Lösung zur Sicherung und Wiederherstellung einzelner Datenbanken.

  • Flexibilität zum Isolieren der Leistung zwischen Datenbanken, wenn Spindeln nicht gemeinsam von LUNs verwendet werden.

  • Höhere Zuverlässigkeit: Ein Kapazitäts- oder Datenbeschädigungsproblem einer einzelnen LUN wirkt sich nur auf eine Datenbank aus.

  • Dies ist zudem die empfohlene Strategie für Datenbanken, für die keine Ausfallsicherheit von Postfächern implementiert wird.

Für diese Strategie müssen u. a. die folgenden Nachteile berücksichtigt werden:

  • Wenn bei 100 Datenbanken Ausfallsicherheit von Postfächern implementiert wird, könnten 400 LUNs erforderlich werden, sodass die maximale Kapazität einiger Speicherarrays überschritten würde. Bei 100 Datenbanken ohne Ausfallsicherheit von Postfächern könnten 200 LUNs erforderlich werden, sodass die maximale Kapazität einiger Speicherarrays überschritten würde.

  • Eine separate LUN für jede Datenbank führt zu einer höheren Anzahl von LUNs pro Server, sodass Verwaltungskosten und -komplexität erhöht werden.

HinweisHinweis:
In der folgenden Tabelle bedeutet "MP" Bereitstellungspunkt (Mount Point). X und Y können auf eindeutige Datenbanken verweisen.

LUN-Design: Zwei LUNs pro Datenbank

 

DB

Datenbankname

Datenbankpfad

Datenbankdateiname

Pfad des Transaktionsprotokolls

Anker-LUN

--

E:\

--

L:\

DBx

<DAGName> MBX-DB x

MP:\MDB0x

Priv0x.edb

MP:\LOG0x

DBy

<DAGName> MBX-DB y

MP:\MDB0y

Priv0y.edb

MP:\LOG0y

Bei einer Architektur mit einer LUN pro Datenbank werden sowohl die Datenbank als auch ihre entsprechenden Protokolldateien in derselben LUN abgelegt. Zur Bereitstellung dieser Architektur müssen Sie über mindestens zwei Kopien verfügen, und Sie dürfen keine hardwarebasierte VSS-Lösung verwenden.

Diese Strategie hat u. a. folgende Vorteile:

  • Vereinfachung der Speicherverwaltung durch eine kleinere Anzahl von zu verwaltenden LUNs

  • (Potenzielle) Reduzierung der Anzahl von Sicherungsaufträgen

  • Flexibilität zum Isolieren der Leistung zwischen Datenbanken, wenn Spindeln nicht zwischen LUNs gemeinsam verwendet werden

Ein Nachteil dieser Strategie ist, dass die Möglichkeit hardwarebasierter VSS-Sicherungs- und -Wiederherstellungsvorgänge (z. B. das Klonen von Momentaufnahmen) eingeschränkt wird. Einzelheiten zu VSS finden Sie im Whitepaper Bewährte Methoden für die Verwendung des Volumeschattenkopie-Diensts mit Exchange Server 2003 (https://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=122556).

HinweisHinweis:
In der folgenden Tabelle bedeutet "MP" Bereitstellungspunkt (Mount Point). X und Y verweisen auf eindeutige Datenbanken.

LUN-Design: Eine LUN pro Datenbank

 

DB

Datenbankname

Datenbankpfad

Datenbankdateiname

Anker-LUN

--

E:\

--

DBx

<DAGName> MBX-Informationsspeicher X

MP:\

\MDBx

\LOGx

PrivX.edb

DBy

<DAGName> MBX-Informationsspeicher Y

MP:\

\MDBy

\LOGy

PrivY.edb

Die folgende Tabelle zeigt eine Beispielkonfiguration, die abhängig von den Anforderungen entweder auf jede erstellte Datenbank angewendet oder für jede Datenbank auf dem Server angepasst werden kann.

WichtigWichtig:
Die Werte in der folgenden Tabelle sind Beispielwerte und keine empfohlenen Werte. Diese Werte müssen so angepasst werden, dass sie den tatsächlichen Werten für Ihre Organisation entsprechen.

Datenbankkonfiguration für Contoso

 

Parameter

Standardwert

Contoso-Wert

Datenbankname

Postfachdatenbank <GUID>

<DAGName> MBX-DB xx

Offlineadressbuch

[None]

Standard-Offlineadressliste

Öffentliche Ordner-Datenbank

Öffentliche Ordner-Datenbank <GUID>

<ServerName> Öffentliche DB xx

Warnungskontingent

1991680 KB

1700000 KB

Sendekontingent

2097152 KB

1900000 KB

Sende-/Empfangskontingent

2411520 KB

2090000 KB

Wartungszeitplan

So.1:00-So.5:00, Mo.1:00-Mo.5:00, Di.1:00-Di.5:00, Mi.1:00-Mi.5:00, Do.1:00-Do.5:00, Fr.1:00-Fr.5:00, Sa.1:00-Sa.5:00

"So.12:00-So.4:00", "Mo.12:00-Mo.4:00", "Di.12:00-Di.4:00", "Mi.12:00-Mi.4:00", "Do.12:00-Do.4:00", "Fr.12:00-Fr.4:00", "Sa.12:00-Sa.4:00"

Zeitplan für die Kontingentbenachrichtigung

So.1:00-So.1:15, Mo.1:00-Mo.1:15, Di.1:00-Di.1:15, Mi.1:00-Mi.1:15, Do.1:00-Do.1:15, Fr.1:00-Fr.1:15, Sa.1:00-Sa.1:15

"So.12:00-So.12:15", "Mo.12:00-Mo.12:15", "Di.12:00-Di.12:15", "Mi.12:00-Mi.12: 15", "Do.12:00-Do.12:15", "Fr.12:00-Fr.12:15", "Sa.12:00-Sa.12:15"

Aufbewahrungszeit für Postfächer

30.00:00:00

30.00:00:00

Aufbewahrungszeit für gelöschte Elemente

14.00:00:00

14.00:00:00

Gelöschte Elemente bis zur Sicherung aufbewahren

False

True

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