Datenverkehrssteuerung

Lync Server 2010
 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2011-03-24

Datenverkehr vom Internet zu Ihrem Umkreisnetzwerk und vom Umkreisnetzwerk zu Ihrer internen Microsoft Lync Server 2010-Infrastruktur wird über genau die Pfade übermittelt, die Sie während der Konfiguration der einzelnen Serverrollen festgelegt haben. Entsprechend wird auch der Datenverkehr von Ihrem internen Netzwerk zum Internet präzise gesteuert.

Jede Edgeserverrolle und der Reverseproxy hat einen externen FQDN (vollqualifizierten Domänennamen). Außerdem hat jeder Edgeserver einen internen FQDN, der explizit für jeden Lync Server 2010-Edgeserver und jeden Edgeserverpool definiert ist. Jeder dieser FQDNs entspricht einem separaten Netzwerkadapter, der auf jedem Edgeserver und jedem Reverseproxy konfiguriert ist. Datenverkehr, der am externen Edge ankommt, kann nur zum konfigurierten internen FQDN des internen Servers gelangen.

Datenverkehr von einem internen Server oder Pool zum internen Edge eines Edgeservers folgt der Route, die Sie für diesen Server oder Pool definiert haben. Die globalen Einstellungen für die einzelnen Standard Edition-Server und Enterprise Edition-Front-End-Pools umfassen die Edgeserver, an die der ausgehende Datenverkehr von diesen internen Servern und Pools geleitet werden soll.

Datenverkehr von einer externen Quelle zu einem internen Server oder Pool fließt zum festgelegten nächsten Hop. Der empfohlene nächste Hop für einen Edgeserver ist ein Lync Server-Director.

Der Director hostet keine Benutzer, sondern hat als Mitglied einer Active Directory-Domäne Zugriff auf Active Directory-Domänendienste zum Zwecke der Authentifizierung von Remotebenutzern und der Weiterleitung von Datenverkehr zum betreffenden Server oder Enterprise-Pool. Durch das Authentifizieren des von Remotebenutzern eingehenden SIP-Datenverkehrs trägt der Director zur Isolierung der Homeserver und Enterprise-Pools von möglicherweise nicht authentifiziertem Datenverkehr bei. Gleichzeitig entfällt auf diesen Servern und Pools die erhöhte Last infolge der Authentifizierungsvorgänge.

Ein Director ist optional, wird jedoch für alle Topologien mit Internetverbindungen, insbesondere solche, die den Zugriff durch externe Benutzer unterstützen, dringend empfohlen.

Ausführliche Informationen zum Bereitstellen und Konfigurieren der Unterstützung des Zugriffs durch externe Benutzer, einschließlich Edgeservern und Directors, finden Sie unter Bereitstellen von Edgeservern.

noteHinweis:
Directors können hinter einem Lastenausgleichssystem konfiguriert werden, wenn in Ihrer Organisation hohe Verfügbarkeit gewährleistet sein muss.
 
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