Platzierung von SQL Server-Daten und Protokolldatei für Lync Server 2013

 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2015-03-09

Bei der Planung und Bereitstellung von Microsoft SQL Server 2012 oder Microsoft SQL Server 2008 R2 SP1 für Ihren Lync Server 2013- Front-End-Pool ist die Platzierung der Daten und Protokolldateien auf physischen Festplatten für die Leistung entscheidend. Die empfohlene Festplattenkonfiguration sieht die Implementierung eines 1+0-RAID-Satzes mit sechs Spindeln vor. Die Platzierung aller vom Front-End-Pool verwendeten Datenbank- und Protokolldateien sowie zugehöriger Serverrollen und -dienste (d. h. Archivierungs- und Monitoring Server, Lync Server-Reaktionsgruppendienst, Lync Server-Dienst zum Parken von Anrufen) auf dem RAID-Festplattensatz mithilfe des Lync Server-Bereitstellungs-Assistents sorgt für eine Konfiguration, deren gute Leistung in Tests nachgewiesen wurde. Die Datenbankdateien und deren Zwecke sind in der folgenden Tabelle erläutert.

noteHinweis:
Wenn Ihre Richtlinien und SQL Server-Konfigurationen eine speziellere Installation erfordern, können die Datenbank- und Protokolldateien mithilfe der Lync Server-Verwaltungsshell an einem beliebigen vordefinierten Speicherort installiert werden. Weitere Einzelheiten finden Sie unter Installieren von Datenbanken mithilfe der Lync Server-Verwaltungsshell in Lync Server 2013.

Daten- und Protokolldateien für den zentralen Verwaltungsspeicher

Datenbankdateien für zentralen Verwaltungsspeicher Zweck der Daten- oder Protokolldatei

Xds.ldf

Transaktionsprotokolldatei für zentralen Verwaltungsspeicher

Xds.mdf

Zur Verwaltung der Konfiguration der aktuellen Lync Server 2013-Topologie gemäß Definition und Veröffentlichung per Topologie-Generator

Lis.mdf

Datendatei des Standortinformationsdiensts

Lis.ldf

Transaktionsprotokoll für die Datendatei des Standortinformationsdiensts

Daten- und Protokolldateien für Benutzer, Konferenzen und Adressbuch

Die wichtigsten Lync Server 2013-Datenbankdateien Zweck der Daten- oder Protokolldatei

Rtc.mdf

Dauerhafte Benutzerdaten (beispielsweise Zugriffssteuerungslisten, Kontakte, geplante Konferenzen)

Rtc.ldf

Transaktionsprotokoll für Rtc-Daten

Rtcdyn.mdf

Zur Verwaltung temporärer Benutzerdaten (Anwesenheitslaufzeitdaten)

Rtcdyn.ldf

Transaktionsprotokoll für Rtcdyn-Daten.

Rtcab.mdf

Die RTC-Adressbuchdatenbank (Real-Time Communications) ist das SQL Server-Repository, in dem Informationen des Adressbuchdiensts gespeichert werden

Rtcab.ldf

Transaktionsprotokoll für den Adressbuchdienst

Rtclocal.mdb

Hostet das Konferenzverzeichnis

Rtcxds.mdf

Wartet die Sicherung für Benutzerdaten

Rtcxds.ldf

Transaktionsprotokoll für Rtcxds-Daten.

Daten- und Protokolldateien für das Parken von Anrufen und Reaktionsgruppen

Anwendungsdatenbank Zweck der Daten- oder Protokolldatei

Cpsdyn.mdf

Datenbank mit dynamischen Informationen für die Anwendung zum Parken von Anrufen

Cpsdyn.ldf

Transaktionsprotokoll für die Datendatei der Anwendung zum Parken von Anrufen

Rgsconfig.mdf

Datendatei für den Lync Server-Reaktionsgruppendienst zur Konfiguration der Dienste

Rgsconfig.ldf

Transaktionsprotokolldatei für die Konfiguration der Reaktionsgruppenanwendung

Rgsdyn.mdf

Datendatei des Reaktionsgruppendiensts für Laufzeitoperationen

Rgsdyn.ldf

Transaktionsprotokoll für die Laufzeitdatendatei des Reaktionsgruppendiensts

Daten- und Protokolldateien für den Archivierungs- und Monitoring Server

Datenbankdateien für Archivierung und Überwachung Zweck der Daten- oder Protokolldatei

LcsCdr.mdf

Datenspeicher für den Prozess zur Aufzeichnung von Kommunikationsdatensätzen (KDS) des Monitoring-Servers

LcsCdr.ldf

Transaktionsprotokoll für KDS-Daten

QoEMetrics.mdf

Gespeicherte Quality of Experience-Datendatei vom Monitoring-Server

QoEMetrics.ldf

Transaktionsprotokoll für Überwachungsdaten

Lcslog.mdf

Datendatei für die Aufbewahrung von Sofortnachrichten- und Konferenzdaten auf einem Archivierungsserver

Lcslog.ldf

Transaktionsprotokoll für Archivierungsdaten

In diesem Thema wird auf Datenträger und RAID-Sätze verwiesen. Bei der Konfiguration von SQL Server-Ressourcen bezieht sich der Begriff "Datenträger" auf ein einzelnes Hardwaregerät. Ein Festplattenlaufwerk mit zwei Partitionen (je eine Partition für Protokoll- und Datendateien) ist nicht dasselbe wie zwei Datenträger, die als zwei dedizierte Komponenten für Protokoll- bzw. Datendateien eingesetzt werden.

Bei RAID-Sätzen sind unterschiedliche RAID-Technologien von verschiedenen Anbietern verfügbar. Und mit dem verstärkten Einsatz von SANs (Storage Area Networks) werden dedizierte RAID-Sätze für ein einzelnes System seltener. Kontaktieren Sie Ihren RAID- oder SAN-Anbieter, um die beste Konfiguration für Ihr Datenträgerlayout zu ermitteln, wenn Sie Ihre Umgebung für eine hohe Leistung von SQL Server mit Lync Server 2013 konfigurieren.

Beachten Sie, dass nicht alle Festplattenlaufwerke identisch gefertigt werden, sodass einige Laufwerke eine bessere Leistung bieten als andere. Selbst bei Laufwerken eines Herstellers kann die Leistung aufgrund von Drehgeschwindigkeit, Größe des Hardwarezwischenspeichers und anderen Faktoren variieren.

 
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