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Plan für Enterprise-VoIP in Skype for Business Server 2015

 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2015-03-26

Der Bereitstellungsprozess für Enterprise-VoIP richtet sich nach der vorhandenen Topologie und Infrastruktur sowie nach den Enterprise-VoIP-Funktionen, die Sie unterstützen möchten. Die erforderlichen Verfahren hängen von den von Ihnen ausgewählten Funktionen ab, aber Sie müssen weitere allgemeine Planungsentscheidungen treffen.

Sie müssen entscheiden, welche Art und Anzahl von Standorten Sie bereitstellen möchten, wo diese geografisch liegen sollen, welches Anrufvolumen an jedem Standort zu erwarten ist, welche Arten von Netzwerkleitungen die Standorte verbinden sollen, ob Sie Redundanz und Failover für die VoIP-Funktionen an jedem Standort bereitstellen möchten und ob Sie die vorhandene Nebenstellenanlage weiter einsetzen möchten. Bestimmte Überlegungen, etwa zur Hochverfügbarkeit, sollten Sie bei der Planung von Skype for Business Server insgesamt berücksichtigen. Diese werden ggf. in den relevanten Themen dieses Abschnitts angesprochen.

Zunächst identifizieren Sie die Standorte in Ihrer Topologie, an denen Sie Enterprise-VoIP bereitstellen, sowie die Netzwerkregionen, denen diese Standorte angehören. Insbesondere müssen Sie überlegen, wie die PSTN-Anbindung (Public Switched Telephone Network) für jeden Standort implementiert wird. Die Zuweisung von Standorten zu Regionen kann aus verwaltungstechnischer und logistischer Sicht ein entscheidender Faktor sein. Sie müssen entscheiden, wo Gateways lokal bereitgestellt werden, wo Survivable Branch-Anwendungen (SBAs) bereitgestellt werden und wo Sie SIP-Trunks (entweder lokal oder am zentralen Standort) für einen Anbieter von Internettelefoniediensten (Internet Telephony Service Provider, ITSP) konfigurieren können.

Außerdem müssen Sie die Bandbreitennutzung berücksichtigen, die Sie für die Netzwerkverbindungen zwischen Ihrem zentraler Standort und den Zweigstellen erwarten. Wenn Sie die Bereitstellung ausfallsicherer WAN-Verbindungen zwischen Standorten planen, wird die Bereitstellung eines Gateways in jeder Zweigstelle empfohlen, um eine lokale DID-Terminierung (Direct Inward Dialing) für Benutzer an diesen Standorten bereitzustellen. Wenn Sie über ausfallsichere WAN-Verbindungen verfügen, aber die Bandbreite einer WAN-Verbindung wahrscheinlich eingeschränkt ist, konfigurieren Sie die Anrufsteuerung für diese Verbindung. Wenn keine ausfallsicheren WAN-Verbindungen vorhanden sind, weniger als 1.000 Benutzer in der Zweigstelle verwaltet werden und lokal keine geschulten Skype for Business Server-Administratoren verfügbar sind, wird die Bereitstellung einer Survivable Branch-Anwendung in der Zweigstelle empfohlen. Wenn in der Zweigstelle zwischen 1.000 und 5.000 Benutzer verwaltet werden, keine ausfallsichere WAN-Verbindung vorhanden ist und geschulte Skype for Business Server-Administratoren verfügbar sind, wird die Bereitstellung eines Survivable Branch-Servers mit einem kleinen Gateway in der Zweigstelle empfohlen. Erwägen Sie auch die Aktivierung der Medienumgehung für Verbindungen mit eingeschränkter Bandbreite, wenn Sie über ein Gatewaypeer mit Unterstützung der Medienumgehung verfügen.

Das Microsoft Lync Server 2013, Planungstool verwendet die folgenden Metriken zur Schätzung des Benutzerdatenverkehrs an den einzelnen Standorten und der Anzahl von Ports, die zur Verarbeitung dieses Datenverkehrs erforderlich sind.

Für geringes Datenverkehrsaufkommen (ein Festnetzanruf pro Benutzer und Stunde) gehen Sie von 15 Benutzern pro Anschluss aus.

Für mittleres Datenverkehrsaufkommen (zwei Festnetzanrufe pro Benutzer und Stunde) gehen Sie von 10 Benutzern pro Anschluss aus.

Für hohes Datenverkehrsaufkommen (drei oder mehr Festnetzanrufe pro Benutzer und Stunde) gehen Sie von 5 Benutzern pro Anschluss aus.

Die Anzahl von Ports wiederum bestimmt die Anzahl der erforderlichen Vermittlungsserver und Gateways. Die Größe der PSTN-Gateways, deren Bereitstellung für die meisten Organisationen in Betracht kommt, liegt im Bereich von 2 bis 960 Ports (es gibt sogar größere Gateways, diese werden jedoch hauptsächlich von Telefoniedienstanbietern verwendet).

Eine Organisation mit 10.000 Benutzern und mittlerem Datenverkehrsaufkommen würde z. B. 1000 Ports benötigen. Die Anzahl der erforderlichen Gateways entspricht der Gesamtzahl der erforderlichen Ports, die durch die Gesamtkapazität der Gateways bestimmt ist.

 
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