Konfigurieren von SQL Server-Clustering

Lync Server 2010
 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2012-10-17

Microsoft Lync Server 2010 unterstützt Clustering für Microsoft SQL Server 2008, Microsoft SQL Server 2008 R2 und Microsoft SQL Server 2005 in einer Aktiv/Passiv-Konfiguration. Ausführliche Infrmationen zum SQL Server-Clustering finden Sie unter Unterstützte Back-End-Serverdatenbanken in der Unterstützungsdokumentation.

Sie sollten einen SQL Server-Cluster einrichten und konfigurieren, bevor Sie den Enterprise Edition-Front-End-Server und die Back-End-Datenbank installieren und bereitstellen. Verfahren zum Einrichten und Installieren der Clustering- und SQL Server-Software für SQL Server 2008 finden Sie unter "Vorgehensweise: Erstellen eines neuen SQL Server-Failoverclusters (Setup)" unter http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=202919&clcid=0x407. Verfahren zum Einrichten und Installieren der Clustering- und SQL Server-Software für SQL Server 2008 R2 finden Sie unter "Erste Schritte mit der SQL Server 2008 R2-Failover-Clusterunterstützung" unter http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=218032&clcid=0x407. Verfahren zum Installieren und Konfigurieren eines Clusters in SQL Server 2005 finden Sie unter "Vorgehensweise: Erstellen eines neuen SQL Server 2005-Failoverclusters (Setup)" unter http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=202920&clcid=0x407. Wenn Sie SQL Server installieren, sollten Sie auch SQL Server Management Studio installieren, um die Speicherorte für Datenbank und Protokolldateien zu verwalten. SQL Server Management Studio ist eine optionale Komponente bei der Installation von SQL Server.

importantWichtig:
Für die Installation und Bereitstellung der Datenbanken auf dem SQL Server-basierten Server müssen Sie Mitglied der SQL Server-Gruppe "sysadmin" für den SQL Server-basierten Server sein, auf dem die Datenbankdateien installiert werden. Wenn Sie kein Mitglied der SQL Server-Gruppe "sysadmin" sind, müssen Sie anfordern, dieser Gruppe hinzugefügt zu werden, bis die Datenbankdateien bereitgestellt wurden. Wenn Sie nicht zur Gruppe "sysadmin" hinzugefügt werden können, stellen Sie Ihrem SQL Server-Datenbankadministrator das Skript zur Konfiguration und Bereitstellung der Datenbanken bereit. Ausführliche Informationen zu den erforderlichen Benutzerrechten und Berechtigungen zum Ausführen dieser Verfahren finden Sie unter Bereitstellungsberechtigungen für SQL Server.

  1. Nachdem Sie das SQL Server-Clustering installiert und konfiguriert haben, definieren Sie den SQL Server-Speicher im Topologie-Generator mit dem virtuellen Clusternamen der SQL Server-Instanz (wie konfiguriert beim Einrichten des SQL Server-Clusters) und dem Instanzennamen der SQL Server-Datenbank. Anders als bei einem einzelnen SQL Server-basierten Server verwenden Sie für einen geclusterten SQL Server-basierten Server den vollqualifizierten Domänennamen (Fully Qualified Domain Name, FQDN) des virtuellen Knotens.

    noteHinweis:
    Die einzelnen Windows Server-Clusterknoten müssen für den Topologie-Generator nicht konfiguriert werden. Sie verwenden ausschließlich den virtuellen SQL Server-Clusternamen.
  2. Wenn Sie die Datenbanken mit dem Topologie-Generator bereitstellen, müssen Sie Mitglied der SQL Server-Gruppe "sysadmin" sein. Wenn Sie Mitglied der Gruppe "sysadmin" in SQL Server sind, aber keine Berechtigungen in der Domäne innehaben (z. B. die Rolle des SQL Server-Datenbankadministrators), haben Sie zwar Rechte zum Erstellen der Datenbanken, können jedoch die erforderlichen Informationen in Lync Server 2010 nicht lesen. Ausführliche Informationen über die Benutzerrechte und Berechtigungen, die zum Bereitstellen von Lync Server 2010 benötigt werden, finden Sie unter Bereitstellungsberechtigungen für SQL Server.

  3. Stellen Sie mithilfe von SQL Server Management Studio sicher, dass die Standardordner für Datenbank und Protokolldateien den richtigen Datenträgerfreigaben im SQL Server-Cluster zugeordnet sind. Dieses Verfahren ist erforderlich, wenn Sie Datenbanken mit dem Topologie-Generator erstellen.

    noteHinweis:
    Wenn Sie SQL Server Management Studio nicht installiert haben, können Sie die Installation nachholen, indem Sie die SQL Server-Installation erneut ausführen und das Verwaltungstool als zusätzliche Funktion für die vorhandene SQL Server-Bereitstellung auswählen.
  4. Installieren Sie die Datenbanken für den SQL Server-basierten Server entweder mit dem Topologie-Generator oder unter Verwendung von Windows PowerShell-Cmdlets.

  1. Starten des Topologie-Generators: Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Alle Programme und dann auf Microsoft Lync Server 2010, und klicken Sie anschließend auf Lync Server-Topologie-Generator.

    warningWarnung:
    Bei dem folgenden Verfahren wird davon ausgegangen, dass Sie die Topologie Topologie-Generator definiert und konfiguriert haben. Ausführliche Informationen zum Definieren einer Topologie finden Sie unter Definieren und Konfigurieren der Topologie. Um mit dem Topologie-Generator die Topologie zu veröffentlichen und die Datenbank zu konfigurieren, müssen Sie als ein Benutzer mit den geeigneten Benutzerrechten und Gruppenmitgliedschaften angemeldet sein. Ausführliche Informationen zu den erforderlichen Rechten und Gruppenmitgliedschaften finden Sie unter Bereitstellungsberechtigungen für SQL Server.
  2. Klicken Sie im Topologie-Generator bei Veröffentlichung der Topologie auf der Seite Datenbanken erstellen auf Erweitert.

  3. Auf der Seite Speicherort für Datenbankdateien auswählen stehen zwei Optionen zur Verfügung, mit denen festgelegt wird, wie Datenbankdateien im SQL Server-Cluster bereitgestellt werden. Wählen Sie eine der beiden Optionen aus:

    • Speicherort für Datenbankdateien automatisch bestimmen. Diese Option verwendet einen Algorithmus zur Festlegung der Speicherorte für Datenbankprotokoll und Datendateien, basierend auf der Laufwerkkonfiguration auf dem SQL Server-basierten Server. Die Dateien werden so verteilt, dass eine optimale Leistung erzielt wird.

    • Standardpfade der SQL Server-Instanz verwenden. Bei Auswahl dieser Option werden die Protokoll- und Datendateien gemäß den SQL Server-Instanzeneinstellungen installiert. Nach Bereitstellung der Datenbankdateien auf dem SQL Server-basierten Server kann der SQL Server-Datenbankadministrator die Dateien an einen anderen Speicherort verschieben, um gemäß den jeweiligen SQL Server-Konfigurationsanforderungen die Leistung zu optimieren.

  4. Schließen Sie die Veröffentlichung der Topologie ab, und stellen Sie sicher, dass während des Vorgangs keine Fehler aufgetreten sind.

  1. Öffnen Sie Lync Server-Verwaltungsshell.

    noteHinweis:
    Für in der Produktion eingesetzte SQL Server-Cluster ist es im Allgemeinen erforderlich, die Protokoll- und Datendateien aus Leistungsgründen strategisch zu platzieren.
  2. Verwenden Sie das Cmdlet Install-CsDatabase, um die mit dem Topologie-Generator konfigurierten Datenbanken zu installieren. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

    • Installieren Sie die Datenbankdateien auf dem geclusterten SQL Server-basierten Server, und beachten Sie hierbei die im Topologiedokument erstellten Definitionen. Das Topologiedokument definiert die Instanz des geclusterten SQL Server-basierten Servers, Sie müssen Datenbankdateien jedoch an bestimmten Datenträgerspeicherorten bereitstellen.

      Install-CsDatabase -ConfiguredDatabases -SqlServerFqdn <fully qualified domain name of SQL Server cluster> -DatabasePaths <logfile path>,<database file path> -Report <path to report file>
      
      Install-CsDatabase -ConfiguredDatabases -SqlServerFqdn sqlvirt.contoso.net -SqlInstanceName  RTC -DatabasePaths "g:\rtcdynlog","h:\rtclog","i:\dbs" -Report "C:\Reports\Install-SQL-Cluster-DBs.htm"
      
    • Alternativ können Sie den folgenden Befehl verwenden, um dem Cmdlet die Ermittlung des optimalen Speicherorts für die Protokoll- und Datendateien zu gestatten und die Definition im Topologiedokument außer Kraft zu setzen, um eine benannte Instanz auf dem geclusterten SQL Server-basierten Server zu verwenden.

      Install-CsDatabase -ConfiguredDatabases -SqlServerFqdn <fully qualified domain name of SQL Server cluster> -SqlInstanceName <named instance> -Report <path to report file>
      
      Install-CsDatabase -ConfiguredDatabases -SqlServerFqdn sqlvirt.contoso.net -SqlInstanceName  RTC -Report "C:\Reports\Install-SQL-Cluster-DBs.htm"
      
    tipTipp:
    Durch Auslassen des Parameters "DatabasePaths" kann das Cmdlet die optimale Platzierung der Protokoll- und Datendateien auf der benannten Instanz selbst festlegen.
 
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