Konfigurieren des Hardwarelastenausgleichs für Hub-Transport-Server

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP2, Exchange Server 2010 SP3

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2016-11-28

Sie können eine Lösung für den Hardwarelastenausgleich konfigurieren, um Nachrichten, die keine Exchange-Nachrichten sind, auf Ihre Hub-Transport- oder Edge Transport-Server zu verteilen. Weitere Informationen zum Lastenausgleich für den SMTP-Datenverkehr finden Sie unter Grundlegendes zu SMTP-Failover und Lastenausgleich im Transport.

VorsichtAchtung:
Die Verwendung einer Lastenausgleichslösung für die Verarbeitung von Nachrichtenverkehr zwischen den Exchange-Servern in Ihrer Organisation wird nicht unterstützt. Der Nachrichtenverkehr zwischen den Exchange-Servern muss von jeder in Ihrer Umgebung bereitgestellten Lastenausgleichslösung ausgeschlossen werden.

Möchten Sie wissen, welche anderen Verwaltungsaufgaben es im Zusammenhang mit der Verarbeitung von SMTP-Verkehr gibt? Weitere Informationen finden Sie hier: Verwalten von Nachrichtenrouting.

Zuerst müssen Sie einen SMTP-Namespace zur Verwendung für den Windows-Netzwerklastenausgleich (Network Load Balancing, NLB) erstellen. Die folgenden Schritte gelten für das in Active Directory integrierte Windows-DNS (Domain Name System). Wenn Sie einen DNS-Server von einem Drittanbieter verwenden, sehen Sie in der Dokumentation des Anbieters nach, wie Sie die erforderlichen DNS-Datensätze mit den in diesem Verfahren gezeigten Attributen erstellen.

Damit Sie diesen Schritt ausführen können, muss die Mitgliedschaft in der DSN-Administratorengruppe oder in der Gruppe der Domänenadministratoren an das verwendete Konto delegiert worden sein.

  1. Melden Sie sich an einem Computer an, auf dem die DNS-Verwaltungskonsole installiert ist, klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Verwaltung, und klicken Sie dann auf DNS, um den DNS-Manager zu öffnen.

  2. Wenn Sie nicht mit einem DNS-Server Ihrer Domäne verbunden sind, führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine Verbindung zu einem DNS-Server herzustellen. Wenn Sie mit dem richtigen Server verbunden sind, fahren Sie mit Schritt 3 fort.

    1. Klicken Sie im Menü Aktion auf Verbindung mit DNS-Server herstellen.

    2. Klicken Sie auf Folgenden Computer, geben Sie den Namen des DNS-Servers ein, zu dem eine Verbindung hergestellt werden soll, und klicken Sie dann auf OK.

  3. Klicken Sie im Menü auf Ansicht, und aktivieren Sie Erweiterter Modus, sofern er nicht bereits aktiviert ist.

  4. Erweitern Sie den Servernamen, und erweitern Sie dann den Knoten Forward-Lookupzonen.

  5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Zone, in der der SMTP-Namespace erstellt werden soll, und wählen Sie dann Neuer Host (A) aus.

  6. Geben Sie den Hostnamen für den SMTP-Namespace und die zugeordnete IP-Adresse an, und legen Sie dann die Gültigkeitsdauer (TTL) auf 5 Minuten fest. Beispiel:

    • Name   E-Mail   

    • IP-Adresse   10.0.0.10

      HinweisHinweis:
      Wenn Sie den Hostnamen eingeben, sehen Sie, dass das Feld Vollqualifizierter Domänenname (FQDN) automatisch aktualisiert wird. Vergewissern Sie sich, dass das Feld Vollqualifizierter Domänenname (FQDN) genau den Namen enthält, der für den SMTP-Namespace verwendet werden soll.
  7. Klicken Sie auf Host hinzufügen.

  8. Klicken Sie im Bestätigungsfenster auf OK, und klicken Sie dann auf Fertig.

  9. Schließen Sie den DNS-Manager.

Informationen zu den erforderlichen Schritten zum Erstellen und Konfigurieren des virtuellen SMTP-Diensts der Lösung für den Hardwarelastenausgleich finden Sie in der Dokumentation des Anbieters zum Hardwarelastenausgleich. Die meisten Anbieter, die einen Hardwarelastenausgleich anbieten, stellen detaillierte Dokumentation dazu bereit, wie ihr Produkt mit Exchange 2010 verwendet werden kann. Dazu gehören Schritte für die Erstellung eines virtuellen SMTP-Diensts, der eingehenden SMTP-Datenverkehr auf die Hub-Transport-Server in Ihrer Organisation verteilen kann.

Weitere Informationen zu Lastenausgleichslösungen für Exchange 2010-Server finden Sie unter Microsoft Unified Communications Hardware Load Balancer Deployment (möglicherweise in englischer Sprache).

Führen Sie diesen Schritt für jeden Hub-Transport-Server durch, der an der Lösung für den Hardwarelastenausgleich teilnimmt.

Damit Sie diesen Schritt ausführen können, muss die Mitgliedschaft in der Gruppe der Serveroperatoren oder in der lokalen Administratorgruppe an das verwendete Konto delegiert worden sein.

  1. Klicken Sie auf Start und auf Systemsteuerung, und doppelklicken Sie dann auf Netzwerk- und Freigabecenter.

  2. Klicken Sie auf Netzwerkverbindungen verwalten.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verbindung für das interne Netzwerk, und wählen Sie dann Eigenschaften aus.

  4. Doppelklicken Sie auf Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4).

  5. Klicken Sie auf die Schaltfläche Erweitert.

  6. Klicken Sie unter IP-Adressen auf Hinzufügen.

  7. Geben Sie die IP-Adresse und die Subnetzmaske ein, an die der Hardwarelastenausgleich SMTP-Datenverkehr weiterleiten soll.

  8. Klicken Sie auf Hinzufügen, und klicken Sie dann zweimal auf OK, um die Eigenschaftenseite für Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) zu schließen.

  9. Klicken Sie auf Schließen, um die Eigenschaftenseite für die Verbindung zu schließen.

Führen Sie diesen Schritt für jeden Hub-Transport-Server aus, der an der Lösung für den Hardwarelastenausgleich teilnimmt.

Bevor Sie dieses Verfahren ausführen können, müssen Ihnen die entsprechenden Berechtigungen zugewiesen werden. Informationen zu den von Ihnen benötigten Berechtigungen finden Sie unter "Empfangsconnectors" oder "Empfangsconnectors – Edge-Transport" im Thema Transportberechtigungen.

  1. Navigieren Sie in der Konsolenstruktur zu Serverkonfiguration > Hub-Transport.

  2. Wählen Sie im Ergebnisbereich den Server aus, auf dem der Connector erstellt werden soll, und klicken Sie dann auf die Registerkarte Empfangsconnectors.

  3. Klicken Sie im Aktionsbereich auf Neuer Empfangsconnector. Der Assistent für neue SMTP-Empfangsconnectors wird geöffnet.

  4. Geben Sie auf der Seite Einführung einen Namen für den Connector ein, und wählen Sie dann im Feld Wählen Sie die vorgesehene Verwendung für diesen Empfangsconnector aus den Eintrag Benutzerdefiniert aus. Klicken Sie auf Weiter.

  5. Wählen Sie auf der Seite Lokale Netzwerkeinstellungen den Eintrag (Alle verfügbaren IPv4) aus, und klicken Sie dann auf Bearbeiten.

  6. Wählen Sie im Fenster Empfangsconnectorbindung bearbeiten den Eintrag Eine IP-Adresse angeben aus, und geben Sie dann die virtuelle IP-Adresse des Hub-Transport-Servers ein, den Sie diesem Hub-Transport-Server in Schritt 3 hinzugefügt haben. Klicken Sie auf OK.

  7. Geben Sie auf der Seite Lokale Netzwerkeinstellungen im Feld Geben Sie den FQDN an, den dieser Connector als Antwort auf HELO oder EHLO bereitstellen soll den SMTP-Namespace ein, den Sie in Schritt 1 erstellt haben, und klicken Sie dann auf Weiter.

  8. Übernehmen Sie auf der Seite Remote-Netzwerkeinstellungen die Standardeinstellungen, und klicken Sie dann auf Weiter.

  9. Klicken Sie auf der Seite Neuer Connector auf Neu.

  10. Klicken Sie auf Fertig stellen, um den Assistenten zu beenden.

Nachdem Sie den Hardwarelastenausgleich für Hub-Transport-Server konfiguriert haben, können Sie die folgenden Aufgaben ausführen:

  • Wenn der Hub-Transport-Server Nachrichten von nicht authentifizierten Quellen empfangen soll, muss auf dem neuen Empfangsconnector die Option Anonyme Benutzer aktiviert sein. Weitere Informationen finden Sie unter Schritt 6 in Konfigurieren der Eigenschaften von Empfangsconnectors.

  • Wenn der Empfangsconnector auch für Relayingzwecke verwendet werden muss, müssen Sie zusätzliche Konfigurationsschritte durchführen. Beispielsweise verfügen Sie möglicherweise über Branchenanwendungen, für die ein Relay von Nachrichten über die lokale Exchange-Organisation zur Zustellung an externe Empfänger erforderlich ist. Weitere Informationen finden Sie unter Zulassen von anonymem Relay für einen Empfangsconnector. Lesen Sie außerdem den Exchange Server Team Blog-Artikel Relay über Anwendungsserver an Empfänger außerhalb der Exchange Server-Organisation zulassen (möglicherweise in englischer Sprache).

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