Server in der Ausfallsicherheitstopologie für innerstädtische Standorte

Lync Server 2010
 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2011-10-18

Die Ausfallsicherheitstopologie für innerstädtische Standorte kann verschiedene Arten von Serverrollen umfassen, wie im Folgenden dargestellt.

Dieser Pool hostet alle Lync Server-Benutzer. Jeder Standort, Nord und Süd, enthält vier identisch konfigurierte Front-End-Server. Die Back-End-Datenbank wird in Form von zwei geografisch verteilten SQL Server 2008-Aktiv/Passiv-Clusterknoten bereitgestellt, auf denen der Windows Server 2008 R2-Failoverclusterdienst ausgeführt wird. Zwischen den beiden Back-End-Datenbankservern ist synchrone Datenreplikation erforderlich.

In der Testtopologie wird der Vermittlungsserver mit dem Front-End-Server gemeinsam ausgeführt. Topologien mit eigenständigem Vermittlungsserver werden ebenfalls unterstützt.

In der Testtopologie wird DNS-Lastenausgleich für den SIP-Datenverkehr im Pool verwendet, während für den HTTP-Datenverkehr Hardwaregeräte zum Lastenausgleich eingesetzt werden.

Topologien, in denen für alle Arten von Datenverkehr nur Hardwaregeräte zum Lastenausgleich eingesetzt werden, werden für die Ausfallsicherheit des Standorts ebenfalls unterstützt.

Wir haben einen einzelnen A/V-Konferenzpool mit vier A/V-Konferenzservern – zwei an jedem Standort – bereitgestellt.

Wir haben einen einzelnen Director-Pool mit vier Directors – zwei an jedem Standort – bereitgestellt.

Auf den Edgeservern wurden alle Dienste (Zugriffs-Edgedienst, A/V-Konferenzedgedienst und Webkonferenz-Edgedienst) ausgeführt. Sie wurden jedoch nur für Szenarien mit Remotebenutzern getestet. Der Partnerverbund und die Verbindung mit öffentlichen Sofortnachrichtendiensten liegen außerhalb des Themas dieses Dokuments.

Wir empfehlen DNS-Lastenausgleich für den Edgepool, aber auch die Verwendung von Hardwaregeräten zum Lastenausgleich wird unterstützt. Für die interne Edgeschnittstelle und die externe Edgeschnittstelle muss derselbe Typ von Lastenausgleich verwendet werden. Es ist nicht möglich, für eine Edgeschnittstelle den DNS-Lastenausgleich und für die andere Edgeschnittstelle ein Hardwaregerät zum Lastenausgleich zu verwenden. Wenn Sie Hardwarelastenausgleich für den Edgepool verwenden, dient das Hardwaregerät zum Lastenausgleich an einem Standort als primäres Lastenausgleichsmodul und antwortet auf Anforderungen mit der virtuellen IP-Adresse des entsprechenden Edgediensts. Wenn das primäre Lastenausgleichsmodul nicht verfügbar ist, wird das sekundäre Lastenausgleichsmodul am anderen Standort aktiv. Jeder Standort verfügt über ein eigenes IP-Subnetz; die Standorte Nord und Süd wurden nicht in Umkreisnetzwerke eingeschlossen.

Jeder Standort hostet einen Kanaldienst und einen Suchdienst. Diese Dienste können jedoch nur jeweils an einem Standort aktiv sein. Der Kanaldienst und der Suchdienst am anderen Standort müssen beendet oder deaktiviert werden. Bei einem Standortfailover müssen diese Dienste am Failoverstandort durch manuelle Interaktion gestartet werden.

Jeder Standort hostet darüber hinaus einen Kompatibilitätsserver, nur einer dieser Server kann jedoch zu einem bestimmten Zeitpunkt aktiv sein. Bei einem Standortfailover und Failback muss der Dienst durch manuelle Interaktion wiederhergestellt werden. Ausführliche Informationen finden Sie unter Sichern des Kompatibilitätsservers in der Betriebsdokumentation.

Die Gruppenchat-Back-End-Datenbank wurde in Form von zwei geografisch verteilten SQL Server 2008-Aktiv/Passiv-Clusterknoten bereitgestellt, die unter der Windows Server 2008 R2-Failover-Clusterunterstützung ausgeführt werden. Die Datenreplikation zwischen den beiden Back-End-Datenbankservern muss synchron sein. Eine einzelne Datenbankinstanz wird für Gruppenchat- und Kompatibilitätsdaten verwendet.

Für den Monitoring Server und den Archivierungsserver empfehlen wir eine Bereitstellung mit unmittelbar betriebsbereitem Standby. Stellen Sie diese Serverrollen an beiden Standorten bereit, und zwar auf einem einzelnen Server an jedem Standort. Nur einer dieser Server ist aktiv, und alle Pools in der Bereitstellung sind diesem aktiven Server zugeordnet. Der andere Server wird bereitgestellt und installiert, aber keinem Pool zugeordnet.

Wenn der primäre Server nicht mehr verfügbar ist, ordnen Sie die Pools mithilfe des Topologie-Generators manuell dem Standbyserver zu, der dann zum primären Server wird.

Wir haben einen Dateiserver in Form einer aus zwei Knoten bestehenden geografisch verteilten Clusterressource mithilfe der Windows Server 2008 R2-Failover-Clusterunterstützung bereitgestellt. Synchrone Datenreplikation war erforderlich. Jede Lync Server-Funktion, die eine Dateifreigabe erfordert und auf die beiden Standorte verteilt ist, muss diesen Dateifreigabecluster verwenden. Er umfasst Folgendes:

  • Speicherort für Besprechungsinhalte

  • Speicherort für Besprechungsmetadaten

  • Speicherort für Besprechungsarchive

  • Adressbuchserver-Dateispeicher

  • Anwendungsdatenspeicher

  • Datenspeicher für Clientaktualisierung

  • Dateirepository für Gruppenchat-Kompatibilitätsdaten

  • Speicherort für Gruppenchat-Uploaddateien

An jedem Standort wird ein Reverseproxyserver bereitgestellt. In der Testtopologie wurde auf diesen Servern Microsoft Forefront Threat Management Gateway ausgeführt. Die Server mit Microsoft Forefront Threat Management Gateway wurden unabhängig voneinander ausgeführt. An jedem Standort wurde ein Hardwaregerät zum Lastenausgleich bereitgestellt.

 
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