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Lync Server 2010
 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2012-10-18

Die in diesem Abschnitt beschriebene Ausfallsicherheitslösung für innerstädtische Standorte beinhaltet folgendes:

  • Aufteilen des Front-End-Pools zwischen zwei physischen Standorten, die hier Nord und Süd genannt werden. Im Topologie-Generator werden diese zwei geografischen Standorte als ein einzelner Lync Server 2010-Standort konfiguriert.

  • Erstellen getrennter, geografisch verteilter Cluster (physisch getrennte Windows Server 2008 R2-Failovercluster) für die folgenden Server:

    • Back-End-Server

    • Gruppenchat-Datenbankserver

    • Dateiserver

  • Bereitstellen eines Windows Server 2008 R2-Dateifreigabenzeugen, mit dem alle Servercluster verbunden sind. Hinweise zur Standortwahl für den Dateifreigabenzeugen finden Sie in der Dokumentation zu Windows Server 2008 R2-Failoverclustern unter http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=211216&clcid=0x407.

  • Aktivieren der synchronen Datenreplikation zwischen geografisch verteilten Clustern.

  • Bereitstellen von Servern, die bestimmte Serverrollen an beiden Standorten ausführen. Zu diesen Rollen gehören Front-End-Server, A/V-Konferenzserver, Director, Edgeserver und Gruppenchatserver. Ein über beide Standorte übergreifender Pool für jeden dieser Servertypen enthält jeweils die entsprechenden Servertypen beider Standorte. Eine Ausnahme stellt der Gruppenchatserver dar. Alle Server der verschiedenen Typen sind an beiden Standorten aktiv. Gruppenchatserver können allerdings immer nur an einem der beiden Standorte aktiv sein. Die Gruppenchatserver am anderen Standort müssen deaktiviert sein.

    Darüber hinaus können Monitoring Server und Archivierungsserver an beiden Standorten bereitgestellt werden. Dabei werden jedoch nur der Monitoring Server und der Archivierungsserver an einem Standort den anderen Servern in Ihrer Bereitstellung zugeordnet. Monitoring Server und Archivierungsserver am anderen Standort werden zwar bereitgestellt, sind aber keinem Pool zugeordnet und dienen als Sicherung im laufenden Betrieb.


Die folgende Abbildung bietet einen Überblick über die sich ergebende Topologie.

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Mit der in der vorherigen Abbildung dargestellten Topologie können Benutzer auch dann innerhalb kürzester Zeit wieder Unified Communications-Dienste nutzen, wenn ein Standort aus irgendeinem Grund ausfallen sollte. Zusätzliche Informationen zu der dargestellten Topologie, die zum Testen der in diesem Abschnitt beschriebenen Lösung verwendet wurde, finden Sie unter Topologie mit Ausfallsicherheit für Standorte.

Diese Standortausfallsicherheitslösung wurde von Microsoft für die folgende Arbeitslast getestet und unterstützt:

  • Instant Messaging und Anwesenheit

  • Peer-to-Peer-Szenarien wie etwa Peer-to-Peer-Audio/Video-Sitzungen

  • Instant Messaging-Konferenzen

  • Webkonferenzen

  • A/V-Konferenzen

  • Anwendungsfreigabe

  • Enterprise-VoIP und Telefonieintegration

  • Enterprise-VoIP-Anwendungen, einschließlich Konferenzzentrale, Konferenzankündigungsdienst, externer Lautstärkeregler und Reaktionsgruppendienst

  • Unterstützte Unified Communications-Geräte

  • Einfache URLs

  • Gruppenchat

  • Exchange UM

Die folgenden Szenarien können in der Ausfallsicherheitslösung für innerstädtische Standorte bereitgestellt werden, wobei das automatische Failover für diese Arbeitslasten jedoch nicht entworfen wurde oder nicht unterstützt wird:

  • Verbund und Verbindung mit öffentlichen Instant Messaging-Diensten

  • Remoteanrufsteuerung

  • Microsoft Lync Web App

  • XMPP-Gateway

 
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