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iSCSI-Zielblockspeicher: Übersicht

 

Betrifft: Windows Storage Server 2012, Windows Server 2012 R2, Windows Server 2012

In Windows Server 2012 ist der iSCSI-Zielserver als Rollendienst unter der Rolle „Datei-/Speicherdienste“ im Server-Manager verfügbar. Wenn Sie nach Möglichkeiten zum Automatisieren von Verwaltungsaufgaben suchen, steht Ihnen auch ein kompletter Satz von Windows PowerShell-Cmdlets zur Verfügung.

Der iSCSI-Zielserver eignet sich ideal für folgende Aufgaben:

  1. Netzwerkstart und Start ohne Datenträger: Mit startfähigen Netzwerkadaptern oder einem Softwareladeprogramm können Sie Hunderte von Servern ohne Datenträger bereitstellen. Der iSCSI-Zielserver ermöglicht eine schnelle Bereitstellung. Bei internen Tests von Microsoft konnten auf diese Weise 256 Computer innerhalb von 34 Minuten bereitgestellt werden. Mithilfe differenzierender virtueller Festplatten können Sie bis zu 90 % des Speicherplatzes für die Betriebssystemabbilder sparen. Dies ist ideal für große Bereitstellungen identischer Betriebssystemabbilder, z. B. auf virtuellen Computern, auf denen Hyper-V ausgeführt wird, oder in High Performance Computing (HPC)-Clustern.

  2. Serveranwendungsspeicher: Einige Anwendungen erfordern Blockspeicher. Der iSCSI-Zielserver kann diesen Anwendungen fortlaufend verfügbaren Blockspeicher zur Verfügung stellen. Da der Speicher remote zugänglich ist, kann Blockspeicher auch für zentrale Standorte oder Filialen konsolidiert werden.

  3. Heterogener Speicher: Der iSCSI-Zielserver unterstützt nicht von Microsoft stammende iSCSI-Initiatoren und vereinfacht dadurch das Freigeben von Speicher auf Servern in einer gemischten Softwareumgebung.

  4. Entwicklungs-, Test-, Demo- und Laborumgebungen: Wenn der iSCSI-Zielserver aktiviert ist, wird ein Computer mit dem Windows Server-Betriebssystem zu einem über das Netzwerk zugänglichen Blockspeichergerät. Dies ist hilfreich, um Anwendungen zu testen, bevor sie in einem SAN (Storage Area Network) bereitgestellt werden.

Wenn Sie mit dem iSCSI-Zielserver Blockspeicher bereitstellen, können Sie Ihr vorhandenes Ethernet-Netzwerk nutzen. Es ist keine zusätzliche Hardware erforderlich. Falls hohe Verfügbarkeit ein wichtiges Kriterium ist, sollten Sie einen Hochverfügbarkeitscluster einrichten. Für einen Hochverfügbarkeitscluster benötigen Sie freigegebenen Speicher – entweder Hardware für Fibre Channel-Speicher oder ein SAS (Serial Attached SCSI)-Speicherarray.

Wenn Sie Gast-Clustering aktivieren, müssen Sie Blockspeicher bereitstellen. Alle Server, auf denen Windows Server-Software mit dem iSCSI-Zielserver ausgeführt wird, können Blockspeicher bereitstellen.

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