Grundlegendes zu den Voraussetzungen für Exchange 2007-Hybridbereitstellungen

Exchange 2010
 

Gilt für: Exchange Server 2010 SP2, Exchange Server 2010 SP3

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2016-11-28

Bevor Sie den Bereitstellungs-Assistenten einsetzen können, müssen Ihr System und Ihre Server bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Andernfalls können Sie die Schritte des Assistenten nicht ausführen und keine Hybridbereitstellung zwischen der lokalen Exchange 2007- und der Exchange Online-Organisation konfigurieren. In diesem Thema werden folgende Informationen bereitgestellt:

  • Tool zur Analyse vor der Exchange-Bereitstellung (Exchange Pre-Deployment Analyzer, ExPDA)

  • Für das Installieren und Verwalten von Exchange 2010 erforderliche Berechtigungen

  • Anforderungen für Verzeichnisserver, Hardware, Software, Clients und andere Elemente, einschließlich:

    • Windows Server 2008 Service Pack 2 (SP2) oder höher bzw. Voraussetzungen für das Windows Server 2008 R2-Betriebssystem, die für alle Exchange 2010-Serverrollen gelten

  • Sprachunterstützung für Exchange 2010

  • Die Exchange-Verwaltungsshell, die Befehlszeilenschnittstelle für Exchange 2010, und die Exchange-Verwaltungskonsole, das GUI-Verwaltungstool für Exchange 2010

    HinweisHinweis:
    Es empfiehlt sich, vor der Installation von Exchange 2010 zunächst alle kritischen oder empfohlenen Updates von Microsoft Update zu installieren.

You can use the Exchange Pre-Deployment Analyzer (ExPDA) to perform an overall topology readiness scan of your environment. This scan focuses on overall topology readiness and not the ability to run Exchange 2010 on the local computer. ExPDA erstellt einen detaillierten Bericht, der Sie vor der Installation von Exchange 2010 auf eventuelle Probleme innerhalb der Organisation aufmerksam macht. ExPDA benachrichtigt Sie zum Beispiel, wenn das erforderliche Exchange-Service Pack nicht auf allen Exchange-Servern bereitgestellt wurde. Wenn Ihre Organisation die ExPDA-Überprüfung besteht, können Sie mit der Verwendung des Exchange-Bereitstellungs-Assistenten fortfahren.

ExPDA kann über den folgenden Link aus dem Microsoft Download Center heruntergeladen werden: Exchange Pre-Deployment Analyzer

Exchange 2010 erfordert unterschiedliche Berechtigungen zum Installieren und Verwalten der Serverrollen. Wenn Sie Exchange 2010-Server in Ihrer Organisation installieren, verwenden Sie möglicherweise ein anderes Konto als zur Verwaltung Ihrer Serverrollen. Die Verwaltung der Serverrollen erfolgt in Exchange 2010 mithilfe des Berechtigungsmodells für die rollenbasierte Zugriffssteuerung (Role Based Access Control, RBAC).

In Exchange 2010 wird RBAC zum Verwalten von Berechtigungen auf dem Exchange 2010-Hybridserver verwendet. Mit RBAC können Sie steuern, welche Ressourcen Administratoren konfigurieren und auf welche Funktionen Benutzer zugreifen können. Das RBAC-Modell in Exchange 2010 ist flexibel und bietet Ihnen verschiedene Möglichkeiten zum Anpassen der Standardberechtigungen.

Bei der rollenbasierten Zugriffssteuerung gibt es zwei Hauptmethoden zum Zuordnen von Berechtigungen zu Benutzern in einer Organisation, die davon abhängen, ob es sich bei dem Benutzer um einen Administrator oder spezialisierten Benutzer oder um einen Endbenutzer handelt: Verwaltungsrollengruppen und Richtlinien für die Zuweisung von Verwaltungsrollen. Jede Methode ordnet Benutzern Berechtigungen zu, die sie für ihre Tätigkeit benötigen. In den folgenden Abschnitten werden die im Bereitstellungs-Assistenten enthaltenen Aufgaben und die zum Ausführen der jeweiligen Aufgabe erforderlichen Berechtigungen aufgeführt.

HinweisHinweis:
Einige Funktionen erfordern möglicherweise lokale Administratorberechtigungen auf dem Server, den Sie verwalten möchten. Zum Verwalten dieser Funktionen müssen Sie Mitglied der lokalen Administratorengruppe auf dem Server sein.

Standardmäßig wird das Konto, mit dem Exchange 2010 in der Organisation installiert wird, als Mitglied der Rollengruppe "Organisationsverwaltung" hinzugefügt.

Wenn Sie den ersten Hybridserver in Ihrer Exchange 2007-Organisation installieren, bereitet Exchange-Setup das Active Directory-Schema vor, sofern Sie über die entsprechenden Berechtigungen verfügen. Wenn die Vorbereitung des Active Directory-Schemas getrennt von der Installation eines Hybridservers erfolgen soll, lesen Sie die Informationen unter Vorbereiten von Active Directory und Domänen

Informationen zum Hinzufügen von Berechtigungen finden Sie unter Hinzufügen von Mitgliedern zu einer Rollengruppe

Zum Installieren des Hybridservers in der Organisation sind die folgenden Berechtigungen erforderlich:

  • Lokaler Administrator auf dem Server, auf dem Exchange 2010 installiert wird

  • Organisationsadministrator der Active Directory-Gesamtstruktur, in der Exchange 2010 installiert wird

  • Schema-Admin der Active Directory-Gesamtstruktur, in der Exchange 2010 installiert wird

In der nachstehenden Tabelle sind die Konfigurationsberechtigungen aufgeführt, die zur erfolgreichen Verwendung des Bereitstellungs-Assistenten und des Assistenten für die Hybridkonfiguration erforderlich sind. Einige Aufgaben müssen nur in der lokalen Organisation ausgeführt werden, während andere Aufgaben auch in der Office 365-Mandantenorganisation ausgeführt müssen. Wenn eine Aufgabe in der Office 365-Mandantenorganisation auszuführen ist, müssen Sie sicherstellen, dass Sie in dieser Organisation über die erforderlichen Berechtigungen verfügen. Die für die lokale Organisation geltenden Berechtigungen werden nicht für die Office 365-Mandantenorganisation repliziert.

HinweisHinweis:
Das zum Erstellen der Office 365-Mandantenorganisation verwendete Benutzerkonto verfügt über alle Berechtigungen, die zum Ausführen der Aufgaben in dieser Prüfliste erforderlich sind.

Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu Berechtigungen für die Hybridbereitstellung mit Exchange 2010 SP3

Bei einigen Verfahren müssen Sie Aufgaben auf den Exchange 2007-Servern ausführen. Informationen zum Verwalten von Berechtigungen in einer Organisation, in der Exchange 2007 und Exchange 2010 installiert sind, finden Sie unter Grundlegendes zu Berechtigungen bei Koexistenz mit Exchange 2007

 

Aufgabe Erforderliche Berechtigungen Lokale oder Office 365-Mandantenorganisation

Importieren digitaler Zertifikate

Lokaler Administrator

Lokale Organisation

Konfigurieren von Einstellungen für virtuelle Verzeichnisse

Serververwaltung

Lokale Organisation

Konfigurieren virtueller Verzeichnisse

Organisationsverwaltung

Serververwaltung

Lokale Organisation

Erstellen von akzeptierten Domänen

Organisationsverwaltung

Lokale und Office 365-Mandantenorganisation

Erstellen und Ändern von Sende- und Empfangsconnectors

Organisationsverwaltung

Lokale Organisation

Erstellen von Routinggruppenconnectors

Organisationsverwaltung

Serververwaltung

Lokale Organisation

Erstellen einer Verbundvertrauensstellung

Organisationsverwaltung

Lokale Organisation

Erstellen von Organisationsbeziehungen

Organisationsverwaltung

Lokale und Exchange Online-Organisation

Konfigurieren des Proxys für den Postfachreplikationsdienst (Mailbox Replication Service, MRS)

Lokaler Administrator

Lokale Organisation

Verschieben von Postfächern

Organisationsverwaltung

Empfängerverwaltung

Lokale und Exchange Online-Organisation

Konfigurieren der Exchange 2007-Authentifizierung

Lokaler Administrator

Lokale Organisation

Konfigurieren von Exchange 2007-E-Mail-Adressrichtlinien

Exchange-Administrator

Lokale Organisation

Im Folgenden sind die Anforderungen für die Verzeichnisserver in der Organisation zusammengefasst:

  • Schemamaster   Die aktuelle 32- oder 64-Bit-Edition von Windows Server 2003 SP2 Standard oder Enterprise oder Windows Server 2008 Standard oder Enterprise ist erforderlich.

  • Globaler Katalogserver   An jedem Active Directory-Standort, an dem Exchange 2010 installiert werden soll, muss mindestens ein globaler Katalogserver mit der aktuellen 32-Bit- oder 64-Bit-Version eines der folgenden Betriebssysteme verfügbar sein: Windows Server 2003 SP2 Standard oder Enterprise; Windows Server 2008 Standard oder Enterprise; oder Windows Server 2008 R2 Standard oder Enterprise.

  • Active Directory-Gesamtstruktur   Die Active Directory-Gesamtstruktur muss mindestens die Windows Server 2003-Gesamtstrukturfunktionsebene verwenden.

  • Domänencontroller   Sie benötigen die aktuelle 32-Bit oder 64-Bit-Version der Windows Server 2003 Standard Edition oder Enterprise Edition mit Service Pack 2 (SP2), die aktuelle 32-Bit- oder 64-Bit-Version des Betriebssystems Windows Server 2008 Standard oder Enterprise oder das Betriebssystem Windows Server 2008 R2 Standard oder Enterprise.

Die empfohlenen Hardwareanforderungen für Exchange 2010-Server hängen von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise von den installierten Serverrollen und der erwarteten Serverlast.

  • Prozessor   Ein auf der x64-Architektur basierender Computer mit einem Prozessor, der die 64-Bit-Architektur unterstützt.

  • Arbeitsspeicher   Mindestens 4 GB bei einem empfohlenen Maximum von 2 GB pro Kern (mindestens 8 GB). Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu Speicherkonfigurationen und Exchange-Leistung

  • Speicherplatz   Mindestens 1,2 GB auf dem Laufwerk, auf dem Exchange installiert wird, weitere 200 MB verfügbarer Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk.

  • Laufwerk   DVD-ROM-Laufwerk (lokal oder mit Netzwerkzugriff).

  • Dateiformat   Als NTFS-Dateisystem formatierte Datenträgerpartitionen.

Im Folgenden sind die unterstützten Betriebssysteme für Exchange 2010 zusammengefasst:

  • 64-Bit-Version von Windows Server 2008 Standard, Service Pack 2

  • 64-Bit-Version von Windows Server 2008 Enterprise, Service Pack 2

  • 64-Bit-Version von Windows Server 2008 Standard R2

  • 64-Bit-Version von Windows Server 2008 Enterprise R2

Exchange 2010-Verwaltungstools können die genannten Betriebssysteme sowie folgende Betriebssysteme verwenden:

  • 64-Bit-Version von Windows Vista

  • 64-Bit-Edition von Windows 7

Die folgenden Hotfixes sind für Windows Server 2008 SP2 erforderlich:

Die folgenden Hotfixes sind für Windows Server 2008 R2 erforderlich:

WichtigWichtig:
Die folgenden Hotfixes gelten nur für Windows Server 2008 R2 RTM. Wenn Sie Exchange unter Windows Server 2008 R2 SP1 installieren, müssen Sie diese Hotfixes nicht anwenden.

Die folgenden Hotfixes sind für Computer unter Windows 7 und Windows Vista erforderlich, auf denen Sie die Exchange-Verwaltungskonsole installieren:

  1. Installieren Sie Microsoft Filter Pack. Ausführliche Informationen finden Sie unter: 2007 Office System Converter: Microsoft Filter Pack.

  2. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten, navigieren Sie zum Ordner "Scripts" auf dem Exchange 2010-Installationsmedium, und installieren Sie mithilfe des folgenden Befehls die erforderlichen Betriebssystemkomponenten:

    sc config NetTcpPortSharing start= auto
    ServerManagerCmd -ip Exchange-Typical.xml -Restart
    

Der folgende Hotfix ist für Windows Server 2008 SP2 erforderlich und muss nach den erforderlichen Betriebssystemkomponenten installiert werden:

Nach der Installation der oben genannten vorausgesetzten Komponenten und des Hotfixes und vor der Installation von Exchange 2010 empfiehlt es sich, die unter Microsoft Update aufgeführten kritischen oder empfohlenen Updates zu installieren.

  1. Installieren Sie Microsoft Filter Pack. Ausführliche Informationen finden Sie unter: 2007 Office System Converter: Microsoft Filter Pack.

  2. Navigieren Sie im Startmenü zu Alle Programme, und wählen Sie Zubehör und anschließend Windows PowerShell aus. Öffnen Sie eine Windows PowerShell-Konsole mit erhöhten Rechten, und führen Sie den folgenden Befehl aus:

    Import-Module ServerManager
    
  3. Verwenden Sie das Cmdlet Add-WindowsFeature, um mithilfe des folgenden Befehls die erforderlichen Betriebssystemkomponenten zu installieren:

    Add-WindowsFeature NET-Framework,RSAT-ADDS,Web-Server,Web-Basic-Auth,Web-Windows-Auth,Web-Metabase,Web-Net-Ext,Web-Lgcy-Mgmt-Console,WAS-Process-Model,RSAT-Web-Server,Web-ISAPI-Ext,Web-Digest-Auth,Web-Dyn-Compression,NET-HTTP-Activation,RPC-Over-HTTP-Proxy,Web-Asp-Net,Web-Client-Auth,Web-Dir-Browsing,Web-Http-Errors,Web-Http-Logging,Web-Http-Redirect,Web-Http-Tracing,Web-ISAPI-Filter,Web-Request-Monitor,Web-Static-Content,Web-WMI -Restart
    
  4. Melden Sie sich nach dem Systemneustart als Administrator an, öffnen Sie eine Windows PowerShell-Konsole mit erhöhten Rechten, und konfigurieren Sie durch Ausführen des folgenden Befehls den Net.Tcp-Portfreigabedienst für den automatischen Start:

    Set-Service NetTcpPortSharing -StartupType Automatic
    

Der folgende Hotfix ist für Windows Server 2008 R2 erforderlich und muss nach den erforderlichen Betriebssystemkomponenten installiert werden:

Nach der Installation der oben genannten vorausgesetzten Komponenten und des Hotfixes und vor der Installation von Exchange 2010 empfiehlt es sich, die unter Microsoft Update aufgeführten kritischen oder empfohlenen Updates zu installieren.

  • Windows PowerShell V2.0

  • Windows Remote Management V2.0

  • .NET Framework 3.5 SP1

  • Internetinformationsdienste (IIS)

Ein Exchange 2010 SP2-Sprachpaket enthält die erforderlichen Ressourcen für eine von Exchange unterstützte Sprache. Sprachpakete werden automatisch während der Bereitstellung von Exchange 2010 SP2 installiert. Client- und Serversprachpakete sind in einem Paket zusammengefasst, das Ressourcen- und Unterstützungsdateien für Clients und Server enthält. Die Installation aller Sprachen führt nicht zu Leistungsproblemen, da sie nur gespeichert werden, wenn sie nicht verwendet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Exchange 2010-Sprachunterstützung

Die Exchange-Verwaltungsshell, die auf der Windows PowerShell-Technologie basiert, bietet eine leistungsstarke Befehlszeilenschnittstelle für Exchange 2010, die die Automatisierung von Verwaltungsaufgaben ermöglicht.

Mit der Shell können Sie jeden Aspekt von Exchange 2010 verwalten und alle über die Exchange-Verwaltungskonsole und die Exchange-Systemsteuerung ausführbaren Aufgaben sowie die nicht über diese Schnittstellen ausführbaren Aufgaben ausführen. Beim Ausführen einer Aufgabe über die Exchange-Verwaltungskonsole oder die Exchange-Systemsteuerung wird von diesen Schnittstellen faktisch die Shell zur Ausführung der Aufgabe verwendet.

Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über die Exchange-Verwaltungsshell

Die Exchange-Verwaltungskonsole ist ein MMC 3.0-basiertes Tool (Microsoft Management Console), das eine grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung stellt, mit der Sie die Konfiguration Ihrer Microsoft Exchange 2010-Organisation verwalten können. Sie können außerdem das Snap-In für die Exchange-Verwaltungskonsole zu benutzerdefinierten MMC-basierten Tools hinzufügen.

Weitere Informationen finden Sie unter Exchange-Verwaltungskonsole

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