Aufgaben nach der Konfiguration für eine Exchange 2007-Hybridbereitstellung

 

Gilt für:Exchange Online, Office 365

Nach Abschluss der Konfigurationsschritte zur Bereitstellung einer Hybridorganisation sollten Sie die Aufgaben nach der Installation ausführen, um zusätzlich benötigte Funktionen zu aktivieren.

Nachdem Sie Ihre Hybridbereitstellung eingerichtet haben, müssen Sie sicherstellen, dass die Desktopcomputer Ihrer Benutzer aktualisiert und für die Verwendung mit Microsoft Office 365 konfiguriert sind. Ihre Benutzer können ihre Benutzer-ID für die Anmeldung bei Office 365 über ihre Desktopanwendungen verwenden, und die lokalen Computer müssen mit den erforderlichen Updates für die vorhandenen Office-Anwendungen konfiguriert werden, um direkt auf die Exchange Online-Konten zugreifen zu können. Um sicherzustellen, dass die Desktopcomputer Ihrer Benutzer für Office 365 eingerichtet sind, können Sie die Benutzer entweder auffordern, ihre Desktopcomputer selbst zu aktualisieren und zu konfigurieren (sofern die Benutzer zum Installieren von Anwendungen berechtigt sind), oder Sie können die Updates manuell für die Benutzer installieren. Nach dem Aktualisieren und Konfigurieren der lokalen Desktopcomputer können die Benutzer E-Mails über Outlook 2007 oder Outlook 2010 senden und Dateien direkt aus ihren Office-Desktopanwendungen in SharePoint Online speichern.

Weitere Informationen finden Sie unter Manuelles Aktualisieren und Konfigurieren von Desktopcomputern für Office 365

Das Testen der externen Konnektivität für kritische Exchange 2010- und Office 365-Funktionen ist ein wichtiger Schritt um sicherzustellen, dass die Funktionen für die hybride Bereitstellung ordnungsgemäß funktionieren. Die Remoteverbindungsuntersuchung ist ein kostenloser Onlinewebdienst von Microsoft, mit dem Sie verschiedene Exchange 2010- und Office 365-Dienste analysieren und testen können, u. a. die Konnektivität für Exchange-Webdienste, Outlook, Exchange ActiveSync und Internet-E-Mail.

Weitere Informationen finden Sie unter Microsoft-Remoteverbindungsuntersuchung

Um Konfigurationsänderungen in einer hybriden Bereitstellung vorzunehmen, müssen Sie möglicherweise die Sicherheitseinstellungen für Ihr lokales Netzwerk und Ihre Sicherheitslösungen ändern. Der Zugriff auf hybride Clientzugriffsserver muss über TCP-Port 443 möglich sein, der Zugriff auf hybride Hub-Transport-Server über TCP-Port 25. Für andere Office 365-Dienste, z. B. SharePoint Online und Lync Online, müssen möglicherweise weitere Konfigurationsänderungen bei der Netzwerksicherheit vorgenommen werden. Wenn Sie in Ihrer lokalen Organisation Microsoft Threat Management Gateway (TMG) verwenden, sind zusätzliche Konfigurationsschritte erforderlich, um eine vollständige Integration von Office 365 in der hybriden Bereitstellung zu ermöglichen.

Weitere Informationen zu den Office 365-Portanforderungen finden Sie hier: Office 365-Bereitstellungshandbuch für Unternehmen

Weitere Informationen zu hybriden Bereitstellungen und Microsoft Threat Management Gateway finden Sie hier: So konfigurieren Sie TMG für hybride Office 365-Bereitstellungen (Exchange)

Das Administratorkonto, das Sie beim Erstellen der Office 365-Mandantenorganisation angegeben haben, erhält standardmäßig Administratorrechte für die Exchange Online-Organisation. Über dieses Konto können sämtliche Aspekte der Exchange Online-Organisation konfiguriert und die in der Organisation befindlichen Empfänger verwaltet werden. Sie können bei Bedarf zusätzliche Administratoren hinzufügen.

Endbenutzern werden ebenfalls Berechtigungen erteilt, wenn ihre Postfächer in die Exchange Online-Organisation verschoben oder darin erstellt werden. Standardmäßig können sie beispielsweise ihre eigenen Kontaktinformationen, ihre Mitgliedschaft in Verteilergruppen, ihre E-Mail-Abonnements, ihre Telefonnummer usw. konfigurieren. Sie können die Standard-Rollenzuweisungsrichtlinie konfigurieren oder neue Rollenzuweisungsrichtlinien erstellen.

In der lokalen Organisation konfigurierte Administrator- und Endbenutzerberechtigungen werden nicht auf die Office 365-Mandantenorganisation übertragen. Sie müssen Ihre Berechtigungen in der Office 365-Mandantenorganisation neu erstellen.

Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu Berechtigungen für die Hybridbereitstellungen mit Exchange 2010 SP3

Der Bereitstellungs-Assistent hat Ihnen gezeigt, wie der Transport zwischen der lokalen Organisation und der Exchange Online-Organisation konfiguriert wird. Wenn Sie Remotedomänen zwischen Ihrer Organisation und anderen Organisationen so konfiguriert haben, dass Einstellungen wie der zu verwendende Codierungstyp, die Aktivierung von Unzustellbarkeitsberichten, der zu verwendende Zeichensatz usw. angepasst werden können, sollten Sie ähnliche benutzerdefinierte Remotedomänen in Ihrer Exchange Online-Organisation neu erstellen.

Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu Remotedomänen

Mit Outlook Web App-Postfachrichtlinien können Sie den Zugriff auf Funktionen in Outlook Web App verwalten. Beispielsweise können Sie steuern, ob Benutzer den Kalender oder andere Ordner in ihrem Posteingang öffnen, ihr Design anpassen, die Rechtschreibprüfung verwenden, auf Dateianhänge zugreifen und andere Funktionen ausführen können.

Standardmäßig wird jedes Postfach in der Exchange Online-Organisation der Outlook Web App-Standardpostfachrichtlinie zugewiesen. Die Standardrichtlinie ermöglicht den Zugriff auf alle Funktionen von Outlook Web App. Sie können die Outlook Web App-Standardpostfachrichtlinie konfigurieren oder zusätzliche Richtlinien erstellen und sie den Postfächern zuweisen.

Outlook Web App-Postfachrichtlinien, die Sie in der lokalen Organisation definiert haben, werden nicht auf die Exchange Online-Organisation übertragen. Sie müssen Ihre Outlook Web App-Postfachrichtlinien in der Exchange Online-Organisation neu erstellen.

Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu Web App-Postfachrichtlinien

Mithilfe von Exchange ActiveSync-Postfachrichtlinien können Sie eine allgemeine Zusammenstellung von Richtlinien- und Sicherheitseinstellungen auf einen Benutzer oder eine Benutzergruppe anwenden. Diese Richtlinien werden auf die mobilen Geräte angewendet, die mit dem Postfach eines Benutzers verbunden sind. Beispielsweise können Sie steuern, ob Benutzer die Kamera auf einem mobilen Gerät verwenden können, ob ein Kennwort erforderlich ist, sowie das maximale Kalenderalter festlegen und vieles mehr.

Standardmäßig wird jedes Postfach in der Exchange Online-Organisation einer Exchange ActiveSync-Standardpostfachrichtlinie zugewiesen. Die Standardrichtlinie legt keine Einschränkungen für mobile Geräte fest, die mit Exchange Online-Postfächern verbunden sind, und erfordert keine Verwendung von Kennwörtern auf dem Gerät. Sie können die Exchange ActiveSync-Standardpostfachrichtlinie konfigurieren oder zusätzliche Richtlinien erstellen und sie den Postfächern zuweisen.

Exchange ActiveSync-Postfachrichtlinien, die Sie in der lokalen Organisation definiert haben, werden nicht auf die Exchange Online-Organisation übertragen. Sie müssen Ihre Exchange ActiveSync-Postfachrichtlinien in der Exchange Online-Organisation neu erstellen.

Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu Exchange ActiveSync-Postfachrichtlinien

Benutzer, die Outlook 2013, Outlook 2010 oder Outlook 2007 ausführen und eine Verbindung über Outlook Anywhere herstellen, werden automatisch so neu konfiguriert, dass sie nach dem Verschieben ihres Postfachs mit der Exchange Online-Organisation verbunden werden.

Benutzer, die ein mobiles Gerät mit ihrem Postfach verbinden, müssen das Gerät möglicherweise manuell neu konfigurieren, je nach der Version von Exchange ActiveSync, die auf dem Gerät verwendet wird. Wenn das Gerät sich nicht automatisch neu konfiguriert, kann der Benutzer die Exchange ActiveSync-Zuweisung neu erstellen oder die POP- oder IMAP-Einstellungen ändern.

Weitere Informationen finden Sie unter Einrichten Ihres E-Mail-Kontos auf Ihrem Mobiltelefon

Wenn Ihre Benutzer einen anderen E-Mail-Client als Outlook 2013, Outlook 2010 oder Outlook 2007 verwenden, müssen sie POP oder IMAP verwenden, wenn das Postfach in die Exchange Online-Organisation verschoben wird.

WichtigWichtig:
Der Microsoft Office 365-Mandantendienst bietet keine Unterstützung für Clients vor Outlook 2007. Clients vor Outlook 2007, die eine direkte Verbindung mit dem Office 365-Dienst herstellen, und Clients, die sich mit lokalen Exchange-Servern in einem Koexistenzszenario mit Office 365 verbinden, müssen auf eine unterstützte Version aktualisiert werden.

Weitere Informationen finden Sie unter E-Mail-Einrichtung

In einer hybriden Bereitstellung verfügen Sie sowohl in Ihrer lokalen als auch in Ihrer Exchange Online-Organisation über Postfächer. Im Rahmen der laufenden Empfängerverwaltung müssen Postfächer häufig zwischen den beiden Organisationen verschoben werden. Ein möglicher Grund für diese Notwendigkeit ist, dass ein Benutzer die Abteilung wechselt oder einem Manager ein neuer Stellvertreter zugewiesen wird. Verwenden Sie den Assistenten für neue Remoteverschiebungsanforderungen, um Postfächer von der lokalen Organisation in die Exchange Online-Organisation zu verschieben. Um Postfächer von der Exchange Online-Organisation in die lokale Organisation zu verschieben, müssen jedoch zusätzliche Konfigurationsschritte ausgeführt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Verschieben von Exchange Onlinepostfächern in die lokale Organisation

Wenn Ihre lokalen Benutzer Aufbewahrungstags für persönliche E-Mails in benutzerdefinierten Ordnern in einem Archivpostfach verwenden, werden die Tags entfernt und in „Richtlinie des übergeordneten Ordners“ geändert, wenn ein lokales Postfach und Archiv nach Exchange Online verschoben wird. Sie müssen die lokalen Aufbewahrungstags aus der lokalen Organisation exportieren und in der Exchange Online-Organisation importieren.

Weitere Informationen finden Sie unter Exportieren und Importieren von Aufbewahrungstags

Die Verwaltung von Informationsrechten (Information Rights Management, IRM) ermöglicht es Benutzern, auf von ihnen gesendete Nachrichten Active Directory RMS-Vorlagen (Active Directory Rights Management Services, AD RMS) anzuwenden. AD RMS-Vorlagen helfen, Informationsverluste zu verhindern, da Benutzer kontrollieren können, wer eine mit Rechten geschützte Nachricht öffnen und was er mit dieser Nachricht nach dem Öffnen tun kann.

In einer Hybridbereitstellung erfordert IRM die Planung und die manuelle Konfiguration der Exchange Online-Organisation sowie Kenntnisse darüber, wie Clients AD RMS-Server abhängig davon verwenden, ob sich das Postfach in der lokalen oder Exchange Online-Organisation befindet.

Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegendes zu IRM in Exchange 2007-Hybridbereitstellungen

Durch die Konfiguration einer Hybridbereitstellung mit dem Assistenten für die Hybridkonfiguration wird das Risiko von Problemen bei der Hybridbereitstellung minimiert. Es gibt jedoch einige typische Bereiche, die den Rahmen des Assistenten für die Hybridkonfiguration übersteigen, und falls diese fehlerhaft konfiguriert sind, zu Problemen bei der Anzeige von Frei/Gebucht-Informationen im Kalender bei einer Hybridbereitstellung führen können.

Informationen zu Lösung häufig auftretender Probleme bei der Hybridbereitstellung finden Sie in den folgenden Ressourcen:

Bitten Sie in den Office 365-Foren um Hilfe. Für den Zugriff auf die Foren müssen Sie sich mit einem Konto anmelden, das über Administratorzugriff auf Ihren cloudbasierten Dienst verfügt. Besuchen Sie die Foren unter: Office 365-Foren

 
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