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Windows-Systemressourcen-Manager (Übersicht)

 

Betrifft: Windows Server 2012

Sie können den Windows-Systemressourcen-Manager dazu verwenden, Anwendungen, Benutzern, Remotedesktopdienste-Sitzungen und IIS-Anwendungspools (Internet Information Services, Internetinformationsdienste) Prozessor- und Arbeitsspeicherressourcen zuzuweisen.

Mit dem Windows-Systemressourcen-Manager für das Betriebssystem Windows Server® 2012 können Sie die Serverprozessor- und Speicherauslastung mit standardmäßigen oder benutzerdefinierten Ressourcenrichtlinien verwalten. Durch die Verwaltung Ihrer Ressourcen können Sie sicherstellen, dass alle von einem Server bereitgestellten Dienste in gleichem Umfang zur Verfügung stehen oder dass für Anwendungen, Dienste oder Benutzer mit einer hohen Priorität immer Ressourcen verfügbar sind.

Der Windows-Systemressourcen-Manager verwaltet Prozessorressourcen nur dann, wenn die zusammengefasste Prozessorlast größer als 70 % ist. Dies bedeutet, dass die Ressourcen, die von jedem Consumer genutzt werden können, nicht aktiv beschränkt werden, wenn die Prozessorlast niedrig ist. Wenn es bei Prozessorressourcen Konflikte gibt, dienen Ressourcenzuordnungsrichtlinien dazu, eine Mindestverfügbarkeit von Ressourcen basierend auf dem Verwaltungsprofil sicherzustellen, das Sie definieren.

Sie können den Windows-Systemressourcen-Manager für folgende Zwecke nutzen:

  • Verwalten von Systemressourcen (Prozessor und Arbeitsspeicher) mit vorkonfigurierten Richtlinien oder Erstellen benutzerdefinierter Richtlinien, mit denen Ressourcen prozessbezogen, benutzerbezogen oder bezogen auf eine Remotedesktopdienste-Sitzung oder einen IIS-Anwendungspool (Internet Information Services, Internetinformationsdienste) zugeordnet werden.

  • Verwenden von Kalenderregeln, um verschiedene Richtlinien zu unterschiedlichen Zeiten ohne manuelle Eingriffe oder Neukonfiguration anzuwenden.

  • Automatisches Auswählen von Ressourcenrichtlinien, die auf Servereigenschaften und Ereignissen (z. B. Clusterereignissen oder Bedingungen) oder Änderungen am installierten Arbeitsspeicher oder der Anzahl der Prozessoren basieren.

  • Sammeln von Daten zur Ressourcennutzung, entweder lokal oder in einer benutzerdefinierten SQL-Datenbank. Daten zur Ressourcennutzung von mehreren Servern können mit dem Windows-Systemressourcen-Manager auf einem einzelnen Computer konsolidiert werden.

  • Erstellen einer Computergruppe zum Organisieren von Remotedesktop-Sitzungshostservern, die Sie verwalten möchten. Richtlinien können problemlos exportiert oder für eine gesamte Computergruppe geändert werden.

Da Windows Server 2008 R2 dafür ausgelegt ist, so viele Ressourcen wie möglich für nicht betriebssystembezogene Aufgaben bereitzustellen, benötigt ein Server mit einer einzigen Rolle in der Regel keine Ressourcenverwaltung. Wenn jedoch mehrere Anwendungen und Dienste auf einem einzelnen Server installiert sind, konkurrieren diese unbewusst um die Ressourcen. Nicht verwaltete Anwendungen oder Dienste verwenden in der Regel alle verfügbaren Ressourcen für ihre Aufgaben. Daher ist es wichtig, ein Tool wie z. B. den Windows-Systemressourcen-Manager zu verwenden, um Systemressourcen auf Mehrzweckservern zu verwalten. Der Windows-Systemressourcen-Manager bietet zwei wichtige Vorteile:

  • Auf einem einzelnen Server können mehr Dienste ausgeführt werden, da die Dienstverfügbarkeit über dynamisch verwaltete Ressourcen verbessert werden kann.

  • Benutzer mit hoher Priorität oder Systemadministratoren können selbst bei maximaler Ressourcenauslastung aus das System zugreifen.

Der Windows-Systemressourcen-Manager enthält fünf integrierte Ressourcenverwaltungsrichtlinien, mit denen Sie Ihre Verwaltung schnell und einfach implementieren können. Darüber hinaus können Sie benutzerdefinierte Ressourcenverwaltungsrichtlinien für Ihre speziellen Anforderungen erstellen.

Sie können die integrierten Ressourcenverwaltungsrichtlinien anhand des Typs der Richtlinie auswählen. Es ist keine weitere Konfiguration erforderlich.

Richtlinie

Beschreibung

Gleich pro Prozess

Wenn das System mit der Ressourcenzuordnungsrichtlinie Equal_Per_Process verwaltet wird, wird jeder laufende Prozess gleich behandelt. Wenn z. B. ein Server mit zehn Prozessen eine Prozessorauslastung von 70 % erreicht, beschränkt der Windows-Systemressourcen-Manager jeden Prozess auf 10 % der Prozessorressourcen, solange Konflikte bestehen. Ressourcen, die nicht von Prozessen mit geringer Auslastung verwendet werden, können an andere Prozesse vergeben werden.

Gleich pro Benutzer

Wenn das System mit der Ressourcenzuordnungsrichtlinie Equal_Per_User verwaltet wird, werden Prozesse nach dem Benutzerkonto gruppiert, das sie ausführt, und jede dieser Prozessgruppen wird gleich behandelt. Wenn z. B. vier Benutzer Prozesse auf dem Server ausführen, erhält jeder Benutzer 25 % der Systemressourcen zum Abschließen dieser Prozesse. Ein Benutzer mit einer einzigen Anwendung erhält die gleichen Ressourcen wie ein Benutzer mit mehreren Anwendungen. Diese Richtlinie ist besonders nützlich für Anwendungsserver.

Gleich pro Sitzung

Wenn das System mit der Ressourcenzuordnungsrichtlinie Equal_Per_Session verwaltet wird, werden die Ressourcen in gleichem Umfang für jede mit dem System verbundene Sitzung zugeordnet. Diese Richtlinie ist nützlich für RD-Sitzungshostserver.

Gleich pro IIS-Anwendungspool

Wenn das System mit der Ressourcenzuordnungsrichtlinie Equal_Per_IISAppPool verwaltet wird, wird jeder ausgeführte IIS-Anwendungspool gleich behandelt. Anwendungen, die nicht in einem IIS-Anwendungspool ausgeführt werden, können nur Ressourcen verwenden, die nicht von IIS-Anwendungspools belegt werden.

Gewichtete Remotesitzungen

Wenn das System mit der Ressourcenzuordnungsrichtlinie Weighted_Remote_Sessions System verwaltet wird, werden die Prozesse gemäß der Priorität des entsprechenden Benutzerkontos gruppiert. Wenn z. B. drei Benutzer per Remoteverbindung verbunden sind, erhält der Benutzer mit Premium-Priorität den höchsten Prioritätszugriff auf die CPU, der Benutzer mit Standard-Priorität die zweite CPU-Priorität und der Benutzer mit Basis-Priorität die niedrigste Priorität für die CPU. Diese Richtlinie ist nützlich für RD-Sitzungshostserver.

System_CAPS_noteHinweis

Wenn Weighted_Remote_Sessions als Verwaltungsrichtlinie festgelegt ist, wird die Systemverwaltung an die Windows Server 2012-Aufgabenplanung delegiert, und der Windows-Systemressourcen-Manager dient nur zur Erstellung von Profilen für das System. Das Festlegen oder Entfernen von Weighted_Remote_Sessions als Verwaltungsrichtlinie erfordert einen Neustart des Computers aufgrund einer Kernelanforderung.

Mit benutzerdefinierten Verwaltungsmethoden können Sie Ressourcennutzer identifizieren und Ressourcen auf Grundlage eigener Kriterien zuordnen.

Feature

Beschreibung

Prozessauswahlkriterien

Ermöglicht die Auswahl von Diensten oder Anwendungen, die von den Ressourcenzuordnungsrichtlinien verwaltet werden. Sie können Elemente per Dateiname oder Befehl auswählen oder Benutzer bzw. Gruppen angeben. Sie können z. B. ein Prozessauswahlkriterium erstellen, das die Verwaltung für die Anwendung iexplore.exe übernimmt, wenn diese vom Benutzer Administrator ausgeführt wird.

Ressourcenzuordnungsrichtlinien

Vergabe von Prozessor- und Speicherressourcen an Prozesse, die durch Ihre Prozessauswahlkriterien bestimmt werden.

Ausschlusslisten

Dienen zum Ausschließen von Anwendungen, Diensten, Benutzern oder Gruppen von der Verwaltung durch den Windows-Systemressourcen-Manager.

System_CAPS_noteHinweis

In Ressourcenzuordnungsrichtlinien können Sie auch Pfadübereinstimmungen per Befehlszeile verwenden, um Anwendungen von der Verwaltung durch diese Richtlinie auszuschließen.

Zeitplan

Auf einer Benutzeroberfläche mit Kalender können Sie einmalige Ereignisse oder wiederholte Änderungen an der Ressourcenzuordnung steuern. Sie können unterschiedliche Ressourcenzuordnungsrichtlinien für verschiedene Tageszeiten, Wochentage oder andere Planungskriterien definieren.

Bedingte Richtlinienanwendung

Automatische Umschaltung von Ressourcenzuordnungsrichtlinien als Reaktion auf bestimmte Systemereignisse (z. B. Installation von zusätzlichem Speicher oder zusätzlichen Prozessoren, Starten oder Beenden eines Knotens oder Änderung der Verfügbarkeit einer Ressourcengruppe in einem Cluster).

Der Windows-Systemressourcen-Manager (WSRM) ist ab Windows Server® 2012 veraltet. Beginnen Sie jetzt mit der Planung alternativer Methoden für Anwendungen, Code oder Szenarien, die von diesem Feature abhängen. Der Windows-Systemressourcen-Manager ist ein Verwaltungstool, das die Zuweisung von CPU-und Arbeitsspeicherressourcen steuert. Weitere Informationen finden Sie unter Veraltete Features für Windows 7 und Windows Server 2008 R2

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