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Hyper-V-Replikat bereitstellen

Letzte Aktualisierung: April 2015

Betrifft: Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2



Dieser Artikel führt Sie schrittweise durch die Bereitstellung von Hyper-V-Replikat.

  • Vorbereitungen

  • Schritt 1: Einrichten des Hyper-V-Servers

  • Schritt 2: Einrichten der Replikation

  • Schritt 3: Testen der Bereitstellung

  • Schritt 4: Ausführen eines geplanten Failovers

  • Schritt 5: Antworten auf ein ungeplantes Failover

  • Schritt 6: Einrichten eines erweiterten Replikats

Überprüfen Sie die Anforderungen:

  1. Werden sich sowohl der primäre als auch der Replikatserver hinter derselben Firewall befinden? Da sich die Replikatwebsite mit Wahrscheinlichkeit remote von der primären Website befindet, sollten Sie Ihre Firewall so konfigurieren, dass Daten durch die Replikation durchgeleitet werden können. Sind der primäre Server und der Replikatserver durch eine Firewall voneinander getrennt, fügen Sie Ihrer To-Do-Liste den Schritt 1.3 hinzu.

  2. Soll der primäre oder der Replikatserver Teil eines Failoverclusters sein? Wenn dem so ist, ist für das Replikat ein NetBIOS-Name und eine IP-Adresse erforderlich, die als Verbindungspunkt zum Cluster verwendet wird. Installieren Sie hierzu auf jedem Knoten des Clusters Hyper-V, und konfigurieren Sie eine Hyper-V-Replikatbrokerrolle für den Cluster. Ist ein Failovercluster an der Replikation beteiligt, fügen Sie Ihrer To-Do-Liste den Schritt 1.4 hinzu.

  3. Müssen die zwischen dem primären und dem Replikatserver übertragenen Replikationsdaten verschlüsselt werden? Zum Bereitstellen einer verschlüsselten Replikationsdatenübertragung verwendet das Replikat eine zertifikatbasierte Authentifizierung, sodass Sie ein entsprechendes Sicherheitszertifikat haben oder erstellen müssen. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich, Daten beispielsweise in Szenarien mit Remotebüro sowie in anderen standortübergreifenden Szenarien zu verschlüsseln. Befinden sich primärer Server und Replikatserver jedoch am gleichen Standort oder hinter der gleichen Firewall, kann ggf. auch die integrierte Kerberos-Authentifizierung verwendet werden.

    noteHinweis
    Die Kerberos-Authentifizierung ist nur verfügbar, wenn der primäre Server und der Replikatserver der gleichen Domäne angehören oder sich in Domänen mit gegenseitiger Vertrauensstellung befinden. In anderen Szenarien muss die zertifikatbasierte Authentifizierung verwendet werden.

    Ist eine Verschlüsselung der übertragenen Replikationsdaten erforderlich, fügen Sie Ihrer Aufgabenliste Schritt 1.5 hinzu.

  4. Welche virtuellen Festplatten müssen repliziert werden? Virtuelle Festplatten mit Daten, die sich schnell ändern und nach dem Failover nicht vom Replikatserver verwendet werden, wie z. B. Datenträger mit Auslagerungsdateien, sollten zum Einsparen von Netzwerkbandbreite aus der Replikation ausgeschlossen werden. Notieren Sie sich, welche virtuellen Festplatten von der Replikation ausgeschlossen werden können.

  5. Wie viele Wiederherstellungspunkte benötigen Sie? Sie können das Replikat so konfigurieren, dass nur die zuletzt empfangenen Replikationsdaten gespeichert werden. Die Daten auf dem Replikatserver werden gemäß der von Ihnen konfigurierten Replikationsfrequenz aktualisiert. Das Replikat kann auch für die Erstellung zusätzlicher Wiederherstellungspunkte (ungefähr jeweils einer pro Stunde) konfiguriert werden. Mithilfe zusätzlicher Wiederherstellungspunkte können Sie bei einem Failover einen früheren Zustand der Vorgänge für virtuelle Computer wiederherstellen. Maximal sind 15 (24 in Windows Server 2012 R2) solcher Wiederherstellungspunkte möglich Notieren Sie sich die Anzahl der benötigten Wiederherstellungspunkte.

  6. Müssen Ihre Anwendungen konsistent bleiben? Bei der standardmäßigen Replikationskonfiguration wird nach einem Failover die Konsistenz des Betriebssystemzustands der replizierten virtuellen Computer gewahrt, nicht aber der Zustand von Anwendungen, die unter Umständen auf dem virtuellen Computer ausgeführt werden. Soll der Zustand von Anwendungen erhalten bleiben, können Sie festlegen, dass vom Replikat zusätzliche anwendungskonsistente Wiederherstellungspunkte erstellt werden sollen, die VSS gemäß einem festgelegten Zeitplan verwenden. Notieren Sie sich, ob Sie anwendungskonsistente Wiederherstellungspunkte benötigen.

  7. Entscheiden Sie sich für eine Methode für die erste Replikation. Zum Starten der Datenreplikation muss der aktuelle Zustand der virtuellen Computer vom Replikat übertragen werden. Dieser anfängliche Zustand kann direkt über das vorhandene Netzwerk übermittelt werden – entweder sofort oder zu einem konfigurierbaren späteren Zeitpunkt. Als Erstkopie kann auch ein bereits vorhandener wiederhergestellter virtueller Computer auf dem Replikatserver verwendet werden (beispielsweise, wenn Sie eine frühere Sicherung des virtuellen Computers auf dem Replikatserver wiederhergestellt haben). Alternativ können Sie Netzwerkbandbreite einsparen, indem Sie die Erstkopie auf externe Medien kopieren und diese physisch an den Replikatstandort senden. Notieren Sie sich die gewünschte Methode für die erste Replikation.

    noteHinweis
    Wenn Sie als Quelle für die erste Replikation einen bereits vorhandenen virtuellen Computer verwenden möchten, der auf der Grundlage einer Sicherung wiederhergestellt wurde, löschen Sie alle älteren Momentaufnahmen im Zusammenhang mit dem virtuellen Computer, bevor Sie die Replikation aktivieren und die Erstreplikation starten.

  8. (Für Windows Server 2012 R2) Verwenden Sie die erweiterte Replikation? Bei der erweiterten Replikation leitet der Replikatserver Änderungen, die auf dem primären virtuellen Computer auftreten, an einen dritten Server (den erweiterten Replikatserver) weiter. Nach einem geplanten oder ungeplanten Failover vom primären Server zum Replikatserver bietet der erweiterte Replikatserver zusätzlichen Schutz der Geschäftskontinuität. Nach Abschluss der Schritte 1 bis 5 zum Aktivieren, Konfigurieren und Testen der Replikation zwischen dem primären und dem Replikatserver finden Sie in Schritt 6 Informationen zur Konfiguration und Verwendung der erweiterten Replikation.

  9. Möchten Sie die Kapazität zu planen? Laden Sie in diesem Fall den Capacity Planner for Hyper-V Replica von http://www.microsoft.com/download/details.aspx?id=39057 herunter.

Das Hyper-V-Replikat ist ein Feature von Hyper-V. Daher müssen Sie die Hyper-V-Serverrolle aktivieren, sofern Sie sie nicht bereits verwenden. Da für das Replikat virtuelle Computer benötigt werden, müssen Sie mindestens einen virtuellen Computer erstellen, sofern noch keiner vorhanden ist. Informationen zum Aktivieren der Hyper-V-Serverrolle und zum Erstellen von virtuellen Computern finden Sie unter Installieren der Hyper-V-Rolle und Konfigurieren eines virtuellen Computers.

Das Hyper-V-Replikat beinhaltet zwar bereits Firewallregeln, die das Passieren der Replikationsdaten ermöglichen, Sie müssen jedoch die erforderlichen Ausnahmen aktivieren. Führen Sie die folgenden Schritte aus (je nachdem, ob Sie die Kerberos-Authentifizierung oder die zertifikatbasierte Authentifizierung auf eigenständigen (nicht gruppierten) Servern verwenden möchten). Sind Ihre Server Teil eines Failoverclusters, führen Sie für jeden Knoten im Cluster die Windows PowerShell-Cmdlets im Anschluss an die Verfahren aus, um die Firewallregeln für alle Knoten im Cluster zu aktivieren. Diese Anweisungen gelten nur für die Windows-Firewall. Bei Verwendung einer Microsoft-fremden Firewall müssen unter Umständen andere Schritte ausgeführt werden.

  1. Öffnen Sie Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit, und klicken Sie auf Eingehende Regeln.

  2. Klicken Sie zum Aktivieren der Kerberos-Authentifizierung mit der rechten Maustaste auf Hyper-V-Replikat - HTTP-Listener (TCP eingehend) > Regel aktivieren.

  3. Klicken Sie zum Aktivieren der zertifikatbasierten Authentifizierung mit der rechten Maustaste auf Hyper-V-Replikat - HTTP-Listener (TCP eingehend) > Regel aktivieren.

  4. Bei Servern, die Teil eines Failoverclusters sind, müssen Sie dieses Cmdlet, wenn Sie die Kerberos-Authentifizierung verwenden möchten, mit Administratorrechten auf einem beliebigen Knoten des Clusters ausführen.

    get-clusternode | ForEach-Object  {Invoke-command -computername $_.name -scriptblock {Enable-Netfirewallrule -displayname "Hyper-V Replica HTTP Listener (TCP-In)"}}
    
    
  5. Bei Servern, die Teil eines Failoverclusters sind, müssen Sie dieses Cmdlet, wenn Sie die zertifikatbasierte Authentifizierung verwenden möchten, mit Administratorrechten auf einem beliebigen Knoten des Clusters ausführen.

    get-clusternode | ForEach-Object  {Invoke-command -computername $_.name -scriptblock {Enable-Netfirewallrule -displayname "Hyper-V Replica HTTPS Listener (TCP-In)"}}
    
    

Wenn Sie einen Failovercluster mit Hyper-V-Replikat verwenden möchten und den Cluster noch nicht eingerichtet haben, finden Sie weitere Informationen unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=253006.

Auf jedem Knoten des Failoverclusters, der Teil des Replikats ist, muss die Hyper-V-Serverrolle installiert sein. Lesen Sie ggf. unter Schritt 1.2 dieses Themas nach, und installieren Sie die Hyper-V-Rolle auf allen Clusterknoten.

Konfigurieren Sie abschließend den Hyper-V-Replikatbroker für den Cluster. Gehen Sie dabei wie folgt vor.

  1. Öffnen Sie im Server-Manager den Failovercluster-Manager.

  2. Stellen Sie im linken Bereich eine Verbindung mit dem Cluster her, und klicken Sie bei markiertem Clusternamen im Aktionsbereich auf Rolle konfigurieren. Der Assistent für hohe Verfügbarkeit wird geöffnet.

  3. Wählen Sie im Bildschirm Rolle auswählen die Option Hyper-V-Replikatbroker aus.

  4. Schließen Sie den Assistenten ab, und geben Sie dabei einen NetBIOS-Namen und eine IP-Adresse als Verbindungspunkt mit dem Cluster (Clientzugriffspunkt genannt) an. Der Hyper-V-Replikatbroker wird konfiguriert. Das Ergebnis ist ein Name für den Clientzugriffspunkt. Notieren Sie sich den Namen des Clientzugriffspunkts für die spätere Replikatkonfiguration.

  5. Vergewissern Sie sich, dass die Hyper-V-Replikatbrokerrolle erfolgreich online geschaltet wird und ein Failover zwischen allen Knoten des Clusters möglich ist. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf die Rolle, zeigen Sie auf Verschieben, und klicken Sie anschließend auf Knoten auswählen. Wählen Sie einen Knoten aus, und klicken Sie anschließend auf OK.

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Mithilfe dieser Cmdlet-Beispielsequenz wird ein Hyper-V-Replikatbroker mit der Bezeichnung „HVR-Broker“ und der statischen IP-Adresse 192.168.1.5 erstellt. Alle Schritte müssen von einem Benutzer mit Administratorrechten ausgeführt werden.

$BrokerName = “HVR-Broker”
Add-ClusterServerRole -Name $BrokerName –StaticAddress 192.168.1.5
Add-ClusterResource -Name “Virtual Machine Replication Broker” -Type "Virtual Machine Replication Broker" -Group $BrokerName
Add-ClusterResourceDependency “Virtual Machine Replication Broker” $BrokerName
Start-ClusterGroup $BrokerName

Wenn Sie für das Replikat die Verwendung der Kerberos-Authentifizierung konfigurieren, werden die Daten, die vom primären Server an den Replikatserver übermittelt werden, nicht verschlüsselt. Sollen die Daten verschlüsselt werden, muss die zertifikatbasierte Authentifizierung verwendet werden. Sie können entweder ein vorhandenes X.509v3-Zertifikat bereitstellen oder ein selbstsigniertes Zertifikat erstellen.

Falls Sie bereits einen Zertifikatserver oder ein System mit Public Key-Infrastruktur (PKI) verwenden, können Sie ein vorhandenes Zertifikat verwenden, sofern dieses die folgenden Kriterien erfüllt:

  • Das Zertifikat darf nicht abgelaufen oder gesperrt sein.

  • Das Zertifikat muss Client- und Serverauthentifizierungserweiterungen für die erweiterte Schlüsselverwendung (Enhanced Key Usage, EKU) sowie einen zugeordneten privaten Schlüssel enthalten.

  • Das Zertifikat muss an einem gültigen Stammzertifikat im Speicher vertrauenswürdiger Stammzertifizierungsstellen auf dem Replikatserver enden.

  • Wird der virtuelle Computer von einem eigenständigen Server gehostet, muss der allgemeine Name (Common Name, CN) des Antragstellers gleich sein, oder der alternative Antragstellername (DNS-Name) muss den FQDN des Hosts enthalten. Wird der virtuelle Computer von einem Failovercluster gehostet, muss der allgemeine Name (Common Name, CN) des Antragstellers gleich sein, oder der alternative Antragstellername (DNS-Name) muss den FQDN des Hyper-V-Replikatbrokers enthalten.

Weitere Informationen zur Verwendung von Zertifikaten mit dem Hyper-V-Replikat finden Sie unter .

Auch wenn das Hyper-V-Replikat funktioniert, wenn Sie nur den Replikatserver (um die Replikation von den primären Servern zu empfangen) konfigurieren, empfiehlt es sich, auch die primären Servern zum Empfangen der Replikation zu konfigurieren. Dadurch können Sie die Replikationsrichtung nach einem Failover umkehren, was wiederum einen Replikationsschutz für den neuen aktiven Replikatserver bereitstellt.

Sie können einen Server konfigurieren, um die Replikation mit dem Hyper-V-Manager zu empfangen, die auf jedem Server lokal verfügbar ist, auf denen Hyper-V installiert oder separat als Bestandteil der Remoteserver-Verwaltungstools (Remote Server Administration Tools, RSAT) installierbar ist. Server, die Bestandteil der Failovercluster sind, verwenden den Failovercluster-Manager, um auch die Hyper-V-Replikation zu konfigurieren. Mit einem dieser Tools können Sie eine Remoteverbindung zum Replikatserver herstellen, um die Replikation für ihn zu aktivieren.

  1. Klicken Sie im Hyper-V-Manager auf Hyper-V-Einstellungen im Bereich Aktionen.

  2. Klicken Sie im Dialogfeld Hyper-V-Einstellungen auf Replikationskonfiguration.

  3. Wählen Sie Diesen Computer aktivieren als Replikatserver im Bereich „Details“ aus.

  4. Wählen Sie im Abschnitt Authentifizierung und Ports die passende Authentifizierungsmethode aus. Geben Sie für beide Authentifizierungsmethoden den zu verwendenden Port (die Standardports sind 80 für Kerberos über HTTP und 443 für die zertifikatsbasierte Authentifizierung über HTTPS) an.

  5. Wenn Sie die zertifikatsbasierte Authentifizierung verwenden, klicken Sie auf Zertifikat auswählen, und stellen Sie die erforderlichen Zertifikatsinformationen bereit.

  6. Verwenden Sie im Abschnitt Autorisierung und Speicherung die Optionsfelder, um anzugeben, ob es zulässig ist, dass ein beliebiger authentifizierter (primärer) Server Replikationsdaten an diesen Replikatserver senden kann, oder u, die Akzeptanz für Daten von bestimmten primären Servern zu begrenzen. Sie können Platzhalterzeichen verwenden, um die Akzeptanz zu Servern von einer bestimmten Domäne zu begrenzen, ohne sie alle einzeln (beispielsweise *.contoso.com) angeben zu müssen. Wenn Sie einzelne primäre Server angeben, können Sie einen separaten Speicherort für Replikatdaten für jeden einzelnen festlegen und sie mit dem Kennzeichen Vertrauensgruppe gruppieren.

  7. Klicken Sie auf OK oder Übernehmen, wenn Sie fertig sind.

Set-VMReplicationServer -ReplicationEnabled $true -AllowedAuthenticationType Certificate -ReplicationAllowedFromAnyServer $true -CertificateThumbprint "<CertThumbprint>” -DefaultStorageLocation “<Storage Location>” -CertificateAuthenticationPort <Listenerport>

Stellen Sie sicher, dass der HTTPS-Listener mit ausgeführt wird.

Stellen Sie sicher, dass die Windows-Firewall Datenverkehr über den Port mit dem folgenden Cmdlet ermöglicht:

Enable-Netfirewallrule -displayname "Hyper-V Replica HTTPS Listener (TCP-In)"

Wenn der Replikatserver Bestandteil eines Failoverclusters ist, stellen Sie sicher, dass die Windows-Firewall mithilfe dieses Cmdlets den Datenverkehr zulässt:

Get-ClusterNode | ForEach-Object  {Invoke-command -computername $_.name -scriptblock {Enable-Netfirewallrule -displayname "Hyper-V Replica HTTPS Listener (TCP-In)"}}

Nach der Konfiguration des Hyper-V-Replikatbrokers aktivieren Sie die Replikation direkt vom Failovercluster-Manager. Wenn Sie den Hyper-V-Replikatbroker nicht konfiguriert haben, folgen Sie den Anweisungen in Schritt 1.4. Wenn Sie diese Schritte abschließen, wird das Replikat für alle Knoten des Clusters konfiguriert.

noteHinweis
Wenn Sie die zertifikatsbasierte Authentifizierung verwenden, stellen Sie sicher, dass jeder Clusterknoten und der Clientzugriffspunkt des Hyper-V-Replikatbrokers über entsprechende Computerzertifikate verfügen.

noteHinweis
Wenn Sie die Netzwerkadressenübersetzung (Network Address Translation, NAT) verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass die eingehenden und ausgehenden Port so konfiguriert sind, dass sie dieselbe Portnummer verwenden. Das Replikat lauscht nur auf einem Port.

  1. Öffnen Sie im Server-Manager den Failovercluster-Manager.

  2. Stellen Sie im linken Bereich eine Verbindung zum Cluster her, und klicken Sie, während der Clustername hervorgehoben ist, auf Rollen in der Kategorie Navigieren des Bereichs Details.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Rolle, und wählen Sie Replikationseinstellungen aus.

  4. Wählen Sie Diesen Cluster als Replikatserver aktivieren im Bereich „Details“ aus.

  5. Wählen Sie im Abschnitt Authentifizierung und Ports die Authentifizierungsmethode aus. Geben Sie für beide Authentifizierungsmethoden den zu verwendenden Port (die Standardports sind 80 für Kerberos über HTTP und 443 für die zertifikatsbasierte Authentifizierung über HTTPS) an.

  6. Wenn Sie die zertifikatsbasierte Authentifizierung verwenden, klicken Sie auf Zertifikat auswählen, und stellen Sie die erforderlichen Zertifikatsinformationen bereit.

  7. Verwenden Sie im Abschnitt Autorisierung und Speicherung die Optionsfelder, um anzugeben, ob es zulässig ist, dass ein beliebiger authentifizierter (primärer) Server Replikationsdaten an diesen Replikatserver senden kann, oder u, die Akzeptanz für Daten von bestimmten primären Servern zu begrenzen. Sie können Platzhalterzeichen verwenden, um die Akzeptanz zu Servern von einer bestimmten Domäne zu begrenzen, ohne sie alle einzeln (beispielsweise *.contoso.com) angeben zu müssen. Wenn Sie einzelne primäre Server angeben, können Sie einen separaten Speicherort für Replikatdaten für jeden einzelnen festlegen und sie mit dem Kennzeichen Vertrauensgruppe gruppieren.

Sobald der Serverhost für das Replikat konfiguriert ist, können Sie die Replikation für jeden virtuellen Computer aktivieren, der repliziert werden soll. Die Details der Replikation werden für jeden virtuellen Computer einzeln konfiguriert, sodass jeder über etwas abweichende Einstellungen verfügen kann.

  1. Wählen Sie im Bereich „Details“ des Hyper-V-Managers einen virtuellen Computer aus, indem Sie darauf klicken.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den ausgewählten virtuellen Computer, und zeigen Sie auf Replikation aktivieren. Der Assistent zum Aktivieren von Replikationen wird geöffnet.

  3. Geben Sie auf der Seite Replikatserver angeben im Feld Replikatserver den NetBIOS- oder vollqualifizierten internationalen Domänennamen (FQIDN) des Replikatservers an, den Sie in Schritt 2.1 konfiguriert haben. Wenn der Replikatserver Bestandteil eines Failoverclusters ist, geben Sie den Namen des Hyper-V-Replikatbrokers ein, den Sie in Schritt 1.4 konfiguriert haben. Klicken Sie auf Weiter.

  4. Auf der Seite Verbindungsparameter angeben werden die Authentifizierungs- und Porteinstellungen, die Sie für den Replikatserver in Schritt 2.1 konfiguriert haben, automatisch aufgefüllt, sofern die Remote-WMI aktiviert ist. Wenn sie nicht aktiviert ist, müssen Sie die Werte angeben. Klicken Sie auf Weiter.

  5. Deaktivieren Sie auf der Seite Virtuelle Festplatten für Replikation auswählen die Kontrollkästchen für sämtliche virtuellen Festplatten, die Sie von der Replikation ausschließen möchten, und zwar gemäß Ihrer Entscheidung in Schritt 1.1. Grundlegende Planungsentscheidungen treffen. Klicken Sie dann auf Weiter.

  6. Wählen Sie auf der Seite Wiederherstellungsverlauf konfigurieren die Anzahl und Typen der Wiederherstellungspunkte aus, die auf dem Replikatserver erstellt werden sollen, und zwar gemäß Ihren Entscheidungen in Schritt 1.1. Grundlegende Planungsentscheidungen treffen. Klicken Sie dann auf Weiter.

    noteHinweis
    In Windows Server 2012 R2 wurde diese Seite des Assistenten durch zwei Seiten ersetzt: Replikationshäufigkeit konfigurieren und Zusätzliche Wiederherstellungspunkte konfigurieren.

  7. Wählen Sie auf der Seite Methode für erste Replikation auswählen die Methode für die erste Replikation aus, und zwar gemäß Ihren Entscheidungen in Schritt 1.1. Grundlegende Planungsentscheidungen treffen. Wenn Sie auswählen, dass die erste Replikation über das Netzwerk später stattfinden soll, konfigurieren Sie dies hier ebenfalls, und klicken Sie dann auf Weiter.

  8. Prüfen Sie auf der Seite Der Assistent zum Aktivieren der Replikation wird abgeschlossen die Information unter „Zusammenfassung“, und klicken Sie auf Fertig stellen.

  9. Das daraufhin angezeigte Dialogfeld zeigt an, dass die Replikation erfolgreich aktiviert wurde. Klicken Sie in diesem Dialogfeld auf die Schaltfläche „Einstellungen“, und geben Sie Einstellungen an, um das Netzwerk, mit dem sich der virtuelle Computer auf dem Replikatserver verbindet, zu konfigurieren. Der virtuelle Replikatcomputer verbindet sich standardmäßig nicht automatisch mit einem Netzwerk auf dem Replikatserver (nach einem Failover). Daher sind diese Einstellungen wichtig. Sie können die Netzwerkeinstellungen konfigurieren, sodass der virtuelle Computer eine Verbindung mit einem anderen Netzwerk nach einem Failover zum Replikatserver herstellt, der von dem auf dem primären Server verwendeten abweicht.

    noteHinweis
    Die Konfigurationsdaten für einen virtuellen Computer werden nur einmal repliziert, und zwar zum Zeitpunkt der ersten Replikation. Danach verwalten Sie die primären und virtuellen Replikatcomputer unabhängig voneinander.

  10. Ein virtueller Replikatcomputer wird auf dem Replikatserver erstellt. Wenn Sie ausgewählt haben, eine Erstkopie über das Netzwerk zu senden, beginnt die Übertragung entweder sofort oder entsprechend dem von Ihnen konfigurierten Zeitpunkt. Wenn Sie ausgewählt haben, externe Medien für die Erstkopie zu verwenden, werden die erforderlichen Dateien zu diesem lokalen Speicherort kopiert. Kopieren Sie die Dateien zu den Medien, die Sie zum Übertragen der Erstkopie verwenden, und senden Sie anschließend die Medien zur Replikatwebsite.

  11. Führen Sie unter Verwendung des Hyper-V-Managers oder der Windows PowerShell die erste Replikation für jeden virtuellen Computer aus, und zwar mithilfe der Dateien, die Sie zur Replikatwebsite gesendet haben.

Diese Beispielreihenfolge von Cmdlets aktiviert und startet die Replikation für einen virtuellen Computer („CRMVM“), der durch einen Replikatserver namens „Recovery1.contoso.com“ gehostet wird. In diesem Beispiel ist die Kerberos-Authentifizierung konfiguriert. Alle Schritte müssen von einem Benutzer mit Administratorrechten ausgeführt werden.

Import-Module Hyper-V

$ReplicaServer = “Recovery1.contoso.com”
$RecoveryPort = 8080
$PrimaryVM1 = “CRMVM”
$PrimaryServer = “Primary1.contoso.com”

Enable-VMReplication -VMName $PrimaryVM1 -ReplicaServerName $ReplicaServer -ReplicaServerPort $RecoveryPort -AuthenticationType Integrated -CompressionEnabled $true -RecoveryHistory 0

Start-VMInitialReplication –VMName $PrimaryVM1

Das Hyper-V-Replikat sendet normalweise auf den primären virtuellen Computern auftretende Änderungen an die virtuellen Replikatcomputer. Nach einem Failover kann es die Daten jedoch in die andere Richtung senden. Wenn Sie für Vorgänge des aktuellen primären Servers zum Replikatserver ein Failover vornehmen, kann dadurch die Replikationsrichtung zurück zum primären Server vom Replikatserver umgekehrt werden, sobald der primäre Server wieder online ist. Auf diese Weise stellen Sie einen Replikationsschutz für den Replikatserver bereit, der nun die Auslastung des virtuellen Computers wartet.

Wiederholen Sie hierzu einfach auf einem oder mehreren primären Servern die Anweisungen zum Konfigurieren des Replikatservers mit den gleichen Einstellungen, die Sie für den Replikatserver verwendet haben.

Um sicherzustellen, dass die replizierten virtuellen Computer (und die darauf ausgeführten Anwendungen) auf dem Replikatserver genauso ordnungsgemäß wie auf dem Primärserver ausgeführt werden, können Sie jederzeit einen Testfailover durchführen. Beim einem Testfailover wird ein temporärer virtueller Computer auf dem Replikatserver erstellt. Sie können alle Anwendungen auf diesem virtuellen Testcomputer ohne Unterbrechung der laufenden Replikation testen. Wenn Sie den Test beenden, wird der temporäre virtuelle Computer gelöscht. Beachten Sie Folgendes:

  • Nach dem Failover ist dieser virtuelle Testcomputer mit keinem Netzwerk verbunden. Für die Durchführung von Tests, für die ein Netzwerk erforderlich ist, können Sie die Einstellungen dieses virtuellen Testcomputers auf dieselbe Weise wie für einen normalen virtuellen Computer ändern.

  • Für ein erfolgreiches Testfailover muss die Replikation für mindestens einen virtuellen Computer aktiviert sein, zudem müssen Sie die anfängliche Replikation mit einer der verfügbaren Methoden abgeschlossen haben. Um das Failover mit einem Wiederherstellungspunkt zu überprüfen, der nicht dem neuesten entspricht, muss die Replikation lange genug ausgeführt worden sein, damit mindestens ein zusätzlicher Wiederherstellungspunkt erstellt wurde.

  1. Greifen Sie auf den Replikatserver zu, und klicken Sie im Hyper-V-Manager mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Computer, für den Sie den Failover testen möchten, zeigen Sie auf Replikation…, und zeigen Sie dann auf Failover testen….

  2. Wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt aus. Dadurch wird ein virtueller Computer mit dem Namen "<virtueller Computername>-Test" (z. B. "CRMVM-Test") erstellt und gestartet.

  3. Führen Sie Ihre Tests auf dem virtuellen Computer durch. Sie könnten beispielsweise überprüfen, ob der virtuelle Computer startet, anhält und beendet wird und ob alle Anwendungen auf dem virtuellen Computer ordnungsgemäß ausgeführt werden.

    Nach Abschluss der Tests verwerfen Sie den virtuellen Computer, indem Sie unter der Option Replikation den Eintrag Testfailover beenden auswählen.

    ImportantWichtig
    Vorgänge, bei denen der virtuelle Testcomputer verschoben wird wie bei der Schnellmigration, werden nicht unterstützt, was eine Verwaisung des virtuellen Testcomputers nach sich ziehen könnte.

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Mit dieser Cmdlets-Beispielsequenz wird ein Testfailover des virtuellen Computers „CRMVM“ durchgeführt.

$ReplicaVM1 = “CRMVM”

$TestReplicaVM1 = Start-VMFailover -AsTest -VMName $ReplicaVM1

Start-VM $TestReplicaVM1

Zum Beenden des Testfailovers und Verwerfen des virtuellen Computers:

Stop-VMFailover –VMName $ReplicaVM1

Ein geplantes Failover ist ein Vorgang, in dem Sie Verschiebevorgänge von einem primären virtuellen Computer zu einem entsprechenden virtuellen Replikatcomputer ausführen. Beispielsweise können Sie ein geplantes Failover ausführen, um Wartungsaufgaben oder Upgrades auf einem primären virtuellen Computer auszuführen oder wenn Ihnen eine Warnung in Bezug auf ein bevorstehendes Ereignis vorliegt, das möglicherweise dazu führen würde, den Server abzuschalten. Sie können ein geplantes Failover auch ausführen, um die Bereitschaft eines Notfallwiederherstellungsszenarios zu veranschaulichen bzw. zu bestätigen.

In einem geplanten Failover werden alle nicht replizierten Änderungen zuerst auf den virtuellen Replikatcomputer kopiert, damit keine Daten verloren gehen. Nach dem geplanten Failover übernimmt der virtuelle Replikatcomputer die Arbeitslast. Um dem virtuellen Computer, der die Arbeitslast jetzt verwaltet, entsprechenden Schutz zu bieten, müssen Sie „Replikation rückgängig machen“ so konfigurieren, dass Änderungen an den primären virtuellen Computer gesendet werden, wenn dieser wieder online ist.

  1. Starten Sie den Hyper-V-Manager auf dem Primärserver, und wählen Sie einen virtuellen Computer aus, für den ein Failover ausgeführt werden soll. Schalten Sie den virtuellen Computer aus, für den der Failover ausgeführt werden soll.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Computer, zeigen Sie auf Replikation, und zeigen Sie anschließend auf Geplantes Failover.

  3. Klicken Sie auf Failover ausführen, um den Betrieb tatsächlich auf den virtuellen Computer auf dem Replikatserver zu übertragen. Das Failover tritt nicht auf, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt wurden.

PowerShell-Logo Gleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Mit dieser Cmdlets-Sequenz wird ein geplanter Failover des virtuellen Computers "CRMVM" durchgeführt, sofern der primäre Server (zusätzlich zum Replikatserver) für das Zulassen von Replikationsdatenverkehr mit dem Verfahren in Schritt 2 konfiguriert wurde. Führen Sie diese Cmdlets auf dem Primärserver aus:

$PrimaryVM1 = “CRMVM”
Stop-VM $PrimaryVM1
Start-VMFailover -VMName $PrimaryVM1 –prepare

Führen Sie anschließend diese Cmdlets auf dem Replikatserver aus:

$ReplicaVM1 = “CRMVM”
Start-VMFailover -VMName $ReplicaVM1

Sobald der primäre virtuelle Computer online ist, können Sie diese Befehle optional ausführen, um die Replikationsrichtung umzukehren:

Start-VM $ReplicaVM1
Set-VMReplication -reverse -VMName $ReplicaVM1

Nach einem ungeplanten Failover müssen Sie Ihre virtuellen Computer wieder online schalten. Es besteht die Möglichkeit, dass Daten verloren gehen, zumal keine Möglichkeit bestand, Änderungen auf dem primären virtuellen Computer, die möglicherweise noch nicht repliziert wurden, zu übertragen. Im Gegensatz zum Failoverclustering wird Hyper-V-Replikat nicht automatisch auf die virtuellen Computer auf dem Replikatserver übertragen, wenn der primäre Server ausfällt.

  1. Öffnen Sie den Hyper-V-Manager, und stellen Sie eine Verbindung zum Replikatserver her.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Namen des virtuellen Computers, den Sie verwenden möchten, und zeigen Sie auf Replikation und dann auf Failover.

  3. Wählen Sie im Dialogfeld, das daraufhin geöffnet wird, den Wiederherstellungssnapshot aus, der vom virtuellen Computer wiederhergestellt werden soll, und klicken Sie dann auf Failover. Der Replikationsstatus wird zu Failover vorgenommen – Abschluss ausstehend geändert, und der virtuelle Computer wird mithilfe der Netzwerkparameter gestartet, die Sie zuvor dafür konfiguriert haben. Wenn Sie die Netzwerkparameter zuvor nicht bereits konfiguriert haben oder zu diesem Zeitpunkt andere Parameter verwenden möchten, können Sie das Windows PowerShell-Cmdlet unten verwenden, um dies vorzunehmen.

  4. Verwenden Sie das Windows PowerShell-Cmdlet „Complete-VMFailover“ unten, um das Failover abzuschließen.

  5. Wiederholen Sie die Schritte für jeden virtuellen Computer, den Sie wieder online schalten möchten.

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In diesem Beispiel wird ein ungeplantes Failover abgeschlossen:

$Primary = "host1"
$Replica = "host2"
$VMName = "vm01"

Start-VMFailover -VMName $VMName -ComputerName $Replica

Complete-VMFailover -VMName $VMName -ComputerName $Replica

Start-VM -VMName $VMName -ComputerName $Replica

#
# Assuming that Primary server is recovered.
#

Set-VMReplication -VMName $VMName -AsReplica -ComputerName $Primary

Set-VMReplication -VMName $VMName -Reverse -ReplicaServerName $Primary -ComputerName $Replica

Start-VMInitialReplication -VMName $VMName -ComputerName $Replica

Verwenden Sie zum Bereitstellen neuer oder unterschiedlicher Netzwerkparameter für den bei der Onlineschaltung zu verwendenden virtuellen Replikatcomputer das folgende Beispiel-Cmdlet, und ersetzen Sie dabei die Werte entsprechend:

$NetworkAdapter = Get-VMNetworkAdapter -VMName $Replica -Name $VMNetworkAdapterName 
$NetworkAdapter | Set-VMNetworkAdapterFailoverConfiguration -IPV4Address 172.20.31.100 -IPV4SubnetMask 255.255.255.0 -IPV4DefaultGateway 172.20.31.1 -IPV4PreferredDNSServer 172.20.31.101 -IPV4AlternateDNSServer 172.20.31.102

Sobald mindestens ein virtueller Replikatcomputer wieder online ist und auf dem Replikatserver ausgeführt wird, ist er gegen künftige Fehler ungeschützt. Sie können diesen Schutz bereitstellen, indem Sie die umgekehrte Replikation zurück zum primären Server ermöglichen, sobald der Server wieder online ist.

noteHinweis
Die virtuellen Replikatcomputer müssen auf den ursprünglichen Primärserver zurückrepliziert werden. Versuchen Sie nicht, die Replikation vom Replikatserver zu einem dritten Server zu konfigurieren.

  1. Öffnen Sie den Hyper-V-Manager, und stellen Sie eine Verbindung zum Replikatserver her.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Namen des virtuellen Computers, für den Sie die umgekehrte Replikation vornehmen möchten, und zeigen Sie auf Replikation und dann auf Replikation rückgängig machen. Der Assistent zum Umkehren der Replikation wird geöffnet.

  3. Schließen Sie den Assistenten zum Umkehren der Replikation ab. Die erforderlichen Informationen gleichen oder ähneln den Informationen möglicherweise sehr stark, die Sie im Assistenten zum Aktivieren der Replikation angegeben haben (siehe 2.3 Aktivieren der Replikation für virtuelle Computer.

PowerShell-Logo Gleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Verwenden Sie zum Umkehren der Replikation des virtuellen Computers das folgende Beispiel-Cmdlet:

Set-VMReplication -reverse -VMName $ReplicaVM2

Bei der erweiterten Replikation (in verfügbar) leitet Ihr Replikatserver Änderungen, die an den primären virtuellen Computern vorgenommen werden, an einen dritten Server (den erweiterten Replikatserver) weiter. Nach einem geplanten oder ungeplanten Failover vom primären Server zum Replikatserver bietet der erweiterte Replikatserver zusätzlichen Schutz der Geschäftskontinuität. Sie konfigurieren die erweiterte Replikation wie die normale Replikation mithilfe des Hyper-V-Managers, der Windows PowerShell (mithilfe der Option ) oder von WMI.

Die Verfügbarkeit eines dritten Servers ermöglicht geplante, ungeplante und Testfailover für Optionen sowie unterschiedliche Möglichkeiten, wie die virtualisierte Arbeitsauslastung unter den drei Server verschoben werden kann. Sobald die erweiterte Replikation eingerichtet ist, können Sie im Prinzip das Gleiche mit dem Replikat und den erweiterten Replikatservern vornehmen wie mit dem primären Server und dem Replikatserver.

Da die Rollen des primären, Replikat- und erweiterten Replikatservers unter den verschiedenen Servern ausgetauscht werden können, gehen wir in diesem Thema zwecks eindeutiger Erläuterungen von einer Startkonfiguration mit drei Servern aus: Server A, Server B und Server C. In diesem Thema wird davon ausgegangen, dass Sie bereits die standardmäßige Replikation nach dem Vorbild der Schritte 1–5 dieser Themensammlung konfiguriert haben, wobei es sich bei Server A um den primären und bei Server B um den Replikatserver handelt. Der in diesen Schritten erstellte erweiterte Replikatserver wird anfangs Server C sein.

  1. Stellen Sie im Hyper-V-Manager eine Verbindung zum Replikatserver (im Anfangsstatus dieses Beispiels, Server B) her.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Computer, und zeigen Sie auf Replikation erweitern. Der Assistent zum Erweitern der Replikation wird geöffnet.

  3. Geben Sie auf der Seite Replikatserver angeben den Namen des Servers an, den Sie als erweitertes Replikat (in diesem Beispiel Server C und nicht den aktuellen Replikatserver Server B) verwenden möchten.

  4. Schließen Sie den Assistenten ab, geben Sie die Werte an, die Sie bei der ursprünglichen Konfiguration zwischen dem primären und dem Replikatserver verwendet haben. Sie können andere Werte für die Replikationshäufigkeit, Authentifizierungsmethode und für die anfängliche Replikationsmethode verwenden als die, die Sie für die grundlegende Replikationskonfiguration verwendet haben.

    noteHinweis
    Es gibt bestimmte Unterschiede in der replikaterweiterten Replikatbeziehung im Vergleich zur primären Replikatbeziehung:

    • Sie müssen eine längere Replikationsfrequenz für die erweiterte Replikation verwendet, als für die primäre Replikatbeziehung konfiguriert wurde. Nur Frequenzen von 5 oder 15 Minuten werden für die erweiterte Replikation unterstützt.

    • Wenn Sie anwendungskonsistente Snapshots in der primären Replikatbeziehung konfiguriert haben, werden diese Snapshots an das erweiterte Replikat weitergeleitet. Sie können jedoch keine andere Frequenz für die Snapshots festlegen, und Sie können anwendungskonsistente Snapshots nicht unabhängig von der primären Replikatbeziehung für die erweiterte Replikation aktivieren.

    • Die Sammlung der in der primären Replikatbeziehung verwendeten virtuellen Festplatten kann sich nicht von denen in der erweiterten Replikation unterscheiden.

PowerShell-Logo Gleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Sie erweitern die Replikation mit dem Cmdlet, das zum Aktivieren der normalen Replikation verwendet wurde. Sie führen es jedoch auf dem aktuellen Replikatserver aus und verwenden zum Definieren des erweiterten Replikatservers.

Enable-VMReplication –VMName <vmname> -ReplicaServerName <extended_server_name> -ReplicaServerPort <Auth_port> -AuthenticationType <Certificate/Kerberos> -ReplicationFrequencySec <300/900> [--other optional parameters if needed--]

Starten Sie zum Überwachen des Status und der Statistiken der erweiterten Replikation den Hyper-V-Manager, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Replikatcomputer, und zeigen Sie dann auf Replikationsstatus anzeigen. Zum Anzeigen der Daten für das erweiterte Replikat müssen Sie den Statusbericht vom Replikatserver anzeigen. Auf dem primären Server können Sie nur auf den Bericht für die primäre Replikationsbeziehung zugreifen.

Mit der Windows PowerShell können Sie das Cmdlet mit dem zusätzlichen Parameter verwenden. Wenn Sie den Parameter verwenden, ohne einen Wert anzugeben, werden Statistiken für die primäre und die erweiterte Replikation zurückgegeben. Verwenden Sie zum Angeben der erweiterten Replikationsbeziehung den Parameter mit dem Wert . Verwenden Sie hingegen den Wert für die primäre Beziehung.

Beispiele:

So zeigen Sie die Statistiken der erweiterten Replikationsbeziehung vom Replikatserver an

Measure-VMReplication –VMName <name> -ReplicationRelationshipType Extended | select *

So zeigen Sie die Statistiken der primären Replikationsbeziehung vom Replikatserver an

Measure-VMReplication –VMName <name> -ReplicationRelationshipType Simple | select *

So zeigen Sie die Replikationsbeziehungsstatistiken für die primären und erweiterten Replikationsbeziehungen an:

Measure-VMReplication –VMName <name> | select *

Das Anhalten und Fortsetzen der erweiterten Replikation funktioniert genauso wie bei der primären Replikation. Sie können die primäre und erweiterte Replikation getrennt steuern. Wenn Sie mithilfe des Hyper-V-Managers auf den virtuellen Replikatcomputer zugreifen, stehen Ihnen entweder getrennte Optionen für das Anhalten oder Fortsetzen der primären oder der erweiterten Replikation zur Verfügung. Wenn Sie auf den virtuellen Replikatcomputer zugreifen, stehen Ihnen ausschließlich für die erweiterte Replikation verfügbare Optionen zum Anhalten und Fortsetzen zur Verfügung.

Mit der Windows PowerShell können Sie die Cmdlets und mit dem zusätzlichen Parameter verwenden. Verwenden Sie, um anzugeben, dass die erweiterte Replikationsbeziehung angehalten oder fortgesetzt werden soll, den Parameter mit dem Wert . Verwenden Sie hingegen für die primäre Beziehung den Wert (hierbei handelt es sich um die Standardeinstellung, wenn Sie den Replikationsbeziehungstyp nicht angeben).

Beispiele:

So halten Sie die erweiterte Replikation auf dem Replikatserver an oder setzen sie fort

Suspend-VMReplication/ Resume-VMReplication –VMName <name> -ReplicationRelationshipType Extended

So halten Sie die primäre Replikation auf dem Replikatserver an oder setzen sie fort

Suspend-VMReplication/ Resume-VMReplication –VMName <name> -ReplicationRelationshipType Simple

So halten Sie die primäre (bei Ausführung auf dem primären Server) oder die erweiterte (bei Ausführung auf dem erweiterten Replikatserver) Replikation an oder setzen sie fort

Suspend-VMReplication/ Resume-VMReplication –VMName <name>

Zum Beheben bestimmter Fehler kann es erforderlich sein, die Replikation erneut zu synchronisieren. Wenn ein Fehler aufgetreten ist, können Sie mit den folgenden Befehlen entweder die primäre oder erweiterte Replikation erneut synchronisieren.

Beispiele:

So synchronisieren Sie die Replikation auf dem primären Server im Falle eines Fehlers erneut

Suspend-VMReplication –VMName <name>//puts the virtual machine state to suspended
Resume-VMReplication –VMName <name> -ReplicationRelationshipType Extended -Resync

So synchronisieren Sie die erweiterte Replikation auf dem Replikatserver

Suspend-VMReplication –VMName <name> -ReplicationRelationshipType Extended //puts the extended virtual machine state to suspended
Resume-VMReplication –VMName <name> -ReplicationRelationshipType Extended -Resync

In einigen Fällen ist es möglich, dass sich die Replikation im Status „Neusynchronisierung erforderlich“ befindet. Ist dies der Fall, können Sie den Hyper-V-Manager verwenden, um die erneute Synchronisierung sofort auszuführen oder sie für einen späteren Zeitpunkt zu planen. Wenn die primäre Replikationsbeziehung erneut synchronisiert wird, wird die erweiterte Replikation in den Status „Neusynchronisierung erforderlich“ versetzt. Wenn die primäre erneute Synchronisierung abgeschlossen ist, beginnt die erweiterte erneute Synchronisierung automatisch.

Sie können die erneute Synchronisierung auch mit der Windows PowerShell starten.

Beispiele:

So synchronisieren Sie die Replikation vom primären Server erneut bei vorhandenem Status „Neusynchronisierung erforderlich“

Resume-VMReplication –VMName <name> -Resync

So synchronisieren Sie die erweiterte Replikation vom Replikatserver erneut bei vorhandenem Status „Neusynchronisierung erforderlich“

Resume-VMReplication –VMName <name> -ReplicationRelationshipType Extended -Resync

Testen Sie, ob das Failover vom Replikatserver zum erweiterten Replikatserver genauso funktioniert wie in einer grundlegenden Replikationsbeziehung. Während des Testfailovers verbleibt die Beziehung zwischen dem Replikatserver und dem erweiterten Replikatserver intakt. Während dieses Tests können Sie Vorgänge zwischen dem Replikat und dem erweiterten Replikat anhalten oder fortsetzen.

Ein erweiterter Replikatserver bietet mehr Optionen, wenn Sie ein geplantes Failover ausführen. Sobald Sie in einer grundlegenden Replikationskonfiguration (mit einem erweiterten Replikatserver) ein geplantes Failover von Server A zu Server B ausführen, kehren Sie für gewöhnlich die Replikation von B zu A um, um einen Replikationsschutz für B zu gewährleisten, auf dem die aktive virtualisierte Arbeitsauslastung nun gehostet wird.

Sobald Sie bei einem erweiterten Replikatserver ein geplantes Failover von A zu B abgeschlossen haben, fungiert B als der primäre Server. Sie können jedoch auch entweder C als sein Replikatserver verwenden oder die Replikation zurück zu A umkehren.

  1. Verwenden Sie den Hyper-V-Manager oder die Windows PowerShell, um den virtuellen Computer auf dem primären Server (in diesem Beispiel Server A) herunterzufahren.

  2. Starten Sie ein geplantes Failover von Server A zu Server B analog zur Beschreibung in Schritt 4: Ausführen eines geplanten Failovers.

  3. Deaktivieren Sie im Dialogfeld „Geplantes Failover“ das Kontrollkästchen Replikationsrichtung nach dem Failover umkehren, und aktivieren Sie das Kontrollkästchen Virtuellen Replikatcomputer nach dem Failover starten.

  4. Klicken Sie auf Failover.

  5. Klicken Sie nach Abschluss des Failovers im Hyper-V-Manager mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Computer, der sich nun auf dem Replikatserver (Server B) befindet, und zeigen Sie auf Erweiterte Replikation fortsetzen. Dadurch wird die Replikationsbeziehung zwischen den Servern B und A entfernt. B fungiert daher nun als der primäre Server und C als sein Replikatserver.

Um dies mit der Windows PowerShell umzusetzen, führen Sie auf dem primären Server (Server A) aus, führen Sie anschließend auf Server B aus. Für den virtuellen Computer wird nun ein Failover zu Server B ausgeführt, der als neuer primärer Server fungiert.

Führen Sie zum Verwenden von Server C als neuen Replikatserver zum Schützen von Server B die folgenden Cmdlets auf Server B aus:

Complete-VMFailover –VMName <name> // to commit the failover
Start-VMFailover -Prepare
Resume-VMReplication –VMName <name> -Continue // to resume extended replication

  1. Verwenden Sie den Hyper-V-Manager oder die Windows PowerShell, um den virtuellen Computer auf dem primären Server (in diesem Beispiel Server A) herunterzufahren.

  2. Starten Sie ein geplantes Failover von Server A zu Server B analog zur Beschreibung in Schritt 4: Ausführen eines geplanten Failovers.

  3. Deaktivieren Sie im Dialogfeld „Geplantes Failover“ das Kontrollkästchen Replikationsrichtung nach dem Failover umkehren, und aktivieren Sie das Kontrollkästchen Virtuellen Replikatcomputer nach dem Failover starten.

  4. Klicken Sie nach Abschluss des Failovers im Hyper-V-Manager mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Computer, der sich nun auf dem Replikatserver (Server B) befindet, und zeigen Sie auf Replikation rückgängig machen. Dadurch wird die erweiterte Replikationsbeziehung zwischen den Servern B und C entfernt. B fungiert daher nun als der primäre Server und A als sein Replikatserver.

Um dies mit der Windows PowerShell umzusetzen, führen Sie auf dem primären Server (Server A) aus, führen Sie anschließend auf Server B aus. Für den virtuellen Computer wird nun ein Failover zu Server B ausgeführt, der als neuer primärer Server fungiert.

Führen Sie zum Verwenden von Server A als neuen Replikatserver zum Schützen von Server B die folgenden Cmdlets auf Server B aus:

Remove-VMReplication –VMName <name> -ReplicationRelationshipType Extended
Set-VMReplication –VMName <name> -Reverse

Unter Umständen möchten Sie sowohl den primären als auch den Replikatserver (Server A und B) offline schalten, während das erweiterte Replikat (Server C) die virtualisierte Arbeitsauslastung beibehalten soll.

  1. Fahren Sie den virtuellen Computer auf dem primären Server (Server A) herunter, und führen Sie dann ein geplantes Failover zum Replikatserver (Server B) aus (siehe Schritt 4: Ausführen eines geplanten Failovers).

  2. Schließen Sie, sobald das Failover zum Replikatserver abgeschlossen ist, ein geplantes Failover zum erweiterten Replikatserver (Server C) ab.

Um dies mit der Windows PowerShell umzusetzen, führen Sie auf dem primären Server (Server A) aus, führen Sie anschließend und auf Server B aus. Für den virtuellen Computer wird nun ein Failover zu Server B ausgeführt, der als neuer primärer Server fungiert.

Führen Sie ein Failover von Server B zu Server C aus, indem Sie auf Server B ausführen.

Schließen Sie am Ende das Failover zu Server C ab, indem Sie Folgendes auf Server C ausführen:

Start-VMFailover –VMName <name>
Complete-VMFailover –VMName <name>

Wenn der primäre Server (Server A) ausfällt, können Sie ein ungeplantes Failover zum Replikatserver (Server B) mit dem Hyper-V-Manager abschließen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Computer auf Server B klicken, und auf Failover zeigen. Wählen Sie im Dialogfeld, das geöffnet wird, einen Wiederherstellungspunkt aus, und klicken Sie auf Failover.

Führen Sie aus, um dies mit der Windows PowerShell umzusetzen.

Sobald das Failover zu Server B abgeschlossen ist, können Sie auswählen, die Replikation zu Server C fortzusetzen (um Schutz für Server B bereitzustellen). Alternativ können Sie auswählen, wenn Server A wieder online ist, die Replikation von Server B zu Server A umzukehren.

Klicken Sie zum Fortsetzen der Replikation zu Server C mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Computer auf Server B im Hyper-V-Manager, und zeigen Sie auf Erweiterte Replikation fortsetzen.

noteHinweis
Dadurch wird die Replikation zwischen den Servern A und B entfernt. Server B wird zum primären Server, und Server C wird zum Replikatserver. Die Replikation von Server B zu Server C wird in den Status der erneuten Synchronisierung versetzt, und die Replikation wird automatisch fortgesetzt, sobald die erneute Synchronisierung abgeschlossen ist. Der virtuelle Computer auf Server A ist im Anschluss daran verwaist.

Führen Sie die folgenden Cmdlets auf Server B aus, um dies mit der Windows PowerShell umzusetzen:

Complete-VMFailover –VMName <name> // to commit the failover
Resume-VMReplication –VMName <name> -Continue // to resume extended replication

Wenn alle drei Server später wieder online sind, können Sie jeden Server auf die ursprüngliche Funktion zurücksetzen, indem Sie diese Schritte befolgen:

  1. Entfernen Sie die Replikation von allen drei Servern mithilfe des Hyper-V-Managers oder der Windows PowerShell.

  2. Führen Sie den Assistenten zum Aktivieren der Replikation auf Server B aus, und wählen Sie die Option Vorhandenen virtuellen Computer auf dem Replikatserver als Anfangskopie verwenden aus.

  3. Führen Sie ein geplantes Failover von Server B zu Server A aus.

  4. Erweitern Sie die Replikation von Server B zu Server C.

Klicken Sie zum Umkehren der Replikation zu Server A nach dem ungeplanten Failover mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Computer auf Server B im Hyper-V-Manager, und zeigen Sie auf Replikation rückgängig machen. Die erweiterte Replikationsbeziehung wird entfernt. Server B wird zum primären Server, und Server A wird zum Replikatserver. Der virtuelle Computer auf Server C ist verwaist.

Führen Sie aus, um dies mit der Windows PowerShell entweder auf Server A oder Server B umzusetzen. Führen Sie dann auf Server B Folgendes aus:

Set-VMReplication –VMName <name> -Reverse -ReplicaServerName <new_recovery_server_name> -ReplicaServerPort <Auth_port> -AuthenticationType <Certificate/Kerberos> -ReplicationFrequencySec <30/300/900> [--other optional parameters if needed--]

Wenn alle drei Server später wieder online sind, können Sie jeden Server auf die ursprüngliche Funktion zurücksetzen, indem Sie diese Schritte befolgen:

  1. Entfernen Sie die Replikation von Server C mithilfe des Hyper-V-Managers oder der Windows PowerShell.

  2. Führen Sie ein geplantes Failover von Server B zu Server A aus, wählen Sie die Option Replikation rückgängig machen im Assistenten aus. Zu diesem Zeitpunkt fungiert Server A als primärer Server, und Server B fungiert als Replikatserver.

  3. Führen Sie auf Server B den Assistenten zum Erweitern der Replikation aus, und wählen Sie Vorhandenen virtuellen Computer auf dem Replikatserver als Anfangskopie verwenden aus.

Wenn ein Failover die virtualisierte Arbeitsauslastung zum erweiterten Replikatserver (in diesen Beispielen Server C) verschoben hat, fungiert er nun als primärer Server. Wenn Server A und Server B ausfallen, schließen Sie mithilfe des Hyper-V-Managers das ungeplante Failover zu Server C ab, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Computer auf Server C klicken und auf Failover zeigen. Wählen Sie im Dialogfeld, das geöffnet wird, einen Wiederherstellungspunkt aus, und klicken Sie auf Failover.

Sobald das Failover abgeschlossen ist, haben Sie drei Möglichkeiten, die anderen Server wieder dienstbereit zu machen:

Verwenden Sie den Replikatserver (Server B, der zuvor Server A repliziert hat) als Replikatserver, der Server C repliziert:

Greifen Sie im Hyper-V-Manager auf Server C zu, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Computer, und zeigen Sie dann auf Replikation rückgängig machen.

Wenn eine primäre Replikationsbeziehung auf Server B erkannt wird, wird ein Fehler angezeigt. Ist dies der Fall, entfernen Sie die Replikationsbeziehung auf B, und wiederholen Sie dann den Schritt zum Umkehren der Replikation von Server C.

Wenn die umgekehrte Replikation von Server C abgeschlossen ist, fungiert Server C als primärer Server, Server B als Replikatserver, und der virtuelle Computer auf Server A ist verwaist.

  1. Führen Sie ein geplantes Failover des virtuellen Computers von Server C zu Server B aus.

  2. Entfernen Sie die Replikation auf allen drei Servern.

  3. Aktivieren Sie die Replikation von Server B zu Server A unter Auswahl der Option Vorhandenen virtuellen Computer auf dem Replikatserver als Anfangskopie verwenden.

  4. Führen Sie ein geplantes Failover von Server B zu Server A aus, und aktivieren Sie das Kontrollkästchen zum Aktivieren der umgekehrten Replikation.

  5. Führen Sie auf Server B den Assistenten zum Erweitern der Replikation zu Server C aus.

Verwenden Sie den ursprünglichen primären Server (Server A) als Replikatserver, der Server C repliziert:

Greifen Sie mithilfe der Hyper-V-Überwachung auf Server A zu, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Computer, und zeigen Sie auf Replikation entfernen.

Führen Sie auf Server B den Assistenten zum Aktivieren der Replikation aus, um die Replikation zu Server A einzurichten, und wählen Sie Vorhandenen virtuellen Computer auf dem Replikatserver als Anfangskopie verwenden aus. Wenn ein verwaister virtueller Computer weiterhin auf Server A vorhanden ist, kann ihn der Assistent als eine Datenquelle verwenden, um die ursprüngliche Replikation abzuschließen.

  1. Führen Sie ein geplantes Failover des virtuellen Computers von Server C zu Server A aus.

  2. Entfernen Sie die Replikation auf allen drei Servern.

  3. Aktivieren Sie die Replikation von Server A zu Server B unter Auswahl der Option Vorhandenen virtuellen Computer auf dem Replikatserver als Anfangskopie verwenden.

  4. Führen Sie ein geplantes Failover von Server A zu Server B aus, und aktivieren Sie das Kontrollkästchen zum Aktivieren der umgekehrten Replikation.

  5. Führen Sie auf Server B den Assistenten zum Erweitern der Replikation zu Server C aus.

Verwenden Sie einen neuen Server (Server D) als Replikatserver:

Bereiten Sie einen neuen Server für Hyper-V und die Replikation analog zur Beschreibung in Schritt 2: Aktivieren der Replikation.

Greifen Sie auf Server C zu, und entfernen Sie die Replikation für den virtuellen Computer.

Aktivieren Sie die Replikation zu Server D für den virtuellen Computer.

Sie können primäre oder virtuelle Replikatcomputer entweder mit der Schnellmigration oder mittels Export/Import zu unterschiedlichen Servern verschieben. In vielen Fällen ist jedoch die erneute Synchronisierung erforderlich.

Sie können die erweiterte Replikation mithilfe des Hyper-V-Managers entfernen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den virtuellen Replikatcomputer klicken und dann auf Replikation zeigen. Zeigen Sie auf „Replikation entfernen“, und wählen Sie dann entweder Erweiterte Replikation entfernen oder Gesamte Replikation entfernen aus. Wenn Sie die Replikationsbeziehung zwischen dem Replikat und dem erweiterten Replikat entfernen, werden Änderungen am virtuellen Computer nicht mehr zum erweiterten Replikat weitergeleitet. Der virtuelle Computer auf dem erweiterten Replikat wird jedoch nicht gelöscht.

noteHinweis
Wenn Sie die Replikation zwischen dem primären und dem Replikatserver entfernen möchten, entfernen Sie zunächst die Replikation zwischen dem Replikat und dem erweiterten Replikat.

Mit der Windows PowerShell können Sie das Cmdlet mit dem Parameter verwenden. Verwenden Sie den Wert zum Entfernen der erweiterten Replikation oder zum Entfernen der primären Replikation.

Beispiele:

So entfernen Sie die erweiterte Replikation vom Replikatserver

Remove-VMReplication –VMName <name> -ReplicationRelationshipType Extended

So entfernen Sie die primäre Replikation vom Replikatserver

Remove-VMReplication –VMName <name> -ReplicationRelationshipType Simple

So entfernen Sie die gesamte Replikation (vom primären oder erweiterten Replikatserver ausgeführt)

Remove-VMReplication –VMName <name>

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