Konfigurieren von Spamfilterrichtlinien

Exchange Online
 

Gilt für:Exchange Online, Exchange Online Protection

Letztes Änderungsdatum des Themas:2018-06-11

Mit einfachen Spamfiltereinstellungen können Sie angeben, wie mit als Spam identifizierten Nachrichten verfahren werden soll, und ob Nachrichten in bestimmten Sprachen oder aus bestimmten Ländern bzw. Regionen herausgefiltert werden sollen. Die Einstellungen für die Spamfilterrichtlinie werden nur auf eingehende Nachrichten angewendet. Sie können die standardmäßige Spamfilterrichtlinie verwenden, um die unternehmensweiten Spamfiltereinstellungen zu konfigurieren und benutzerdefinierte Spamfilterrichtlinien zu erstellen und diese auf bestimmte Benutzer, Gruppen oder Domänen in Ihrer Organisation anwenden. Benutzerdefinierte Richtlinien haben immer Vorrang vor der Standardrichtlinie. Sie können die Reihenfolge ändern, in der Ihre benutzerdefinierten Richtlinien ausgeführt werden, indem Sie die Priorität der einzelnen benutzerdefinierten Richtlinien ändern.

WichtigWichtig:
Für Kunden der eigenständigen Exchange Online Protection (EOP)-Lösung: Standardmäßig leiten die EOP-Spamfilter als Spam erkannte Nachrichten an den Junk-E-Mail-Ordner der einzelnen Empfänger weiter. Damit die Aktion Nachricht in Junk-E-Mail-Ordner verschieben jedoch bei lokalen Postfächern angewendet wird, müssen Sie auf Ihren lokalen Servern Exchange-Transportregeln konfigurieren, um Spamkopfzeilen zu erkennen, die von EOP hinzugefügt wurden. Weitere Informationen finden Sie unter Sicherstellen, dass Spam an die Junk-E-Mail-Ordner der einzelnen Benutzer geleitet wird.

Geschätzte Zeit bis zum Abschließen des Vorgangs: 30 Minuten

Bevor Sie diese Verfahren ausführen können, müssen Ihnen die entsprechenden Berechtigungen zugewiesen werden. Informationen zu den von Ihnen benötigten Berechtigungen finden Sie unter "Antispam" im Thema Featureberechtigungen in Exchange Online.

Informationen zu Tastenkombinationen für die Verfahren in diesem Thema finden Sie unter Tastenkombinationen in der Exchange-Verwaltungskonsole.

  1. Navigieren Sie in der Exchange-Verwaltungskonsole zu Schutz > Spamfilter.

  2. Führen Sie auf der Seite Allgemein eine der folgenden Aktionen aus:

    • Doppelklicken Sie auf die Standardrichtlinie, um diese unternehmensweite Richtlinie zu bearbeiten.

    • Klicken Sie auf das Symbol für Hinzufügen (Symbol)Neu, um eine neue benutzerdefinierte Richtlinie für die Spamfilterung zu erstellen, die auf Benutzer, Gruppen und Domänen in Ihrer Organisation angewendet werden kann. Die können auch vorhandene benutzerdefinierte Richtlinien bearbeiten, in dem Sie darauf doppelklicken.

  3. Geben Sie bei benutzerdefinierten Richtlinien einen Namen für die Richtlinie an. Sie können optional auch eine ausführlichere Beschreibung angeben. Die Standardrichtlinie kann nicht umbenannt werden.

    HinweisHinweis:
    Bei der Erstellung einer neuen Richtlinie werden alle Konfigurationseinstellungen auf einem Bildschirm angezeigt, während Sie bei der Bearbeitung einer Richtlinie durch mehre Bildschirme navigieren müssen. Die Einstellungen sind in beiden Fällen identisch, doch mit dem restlichen Verfahren wird beschrieben, wie Sie bei der Bearbeitung einer Richtlinie auf diese Einstellungen zugreifen.
  4. Wählen Sie auf der Seite für Spam- und Massensendungsaktionen unter Spam und Nachricht mit hoher Spamwahrscheinlichkeit die Aktion aus, die für eingehende Spam-E-Mails und Massensendungen vorgenommen werden soll. Standardmäßig ist Nachricht in Junk-E-Mail-Ordner verschieben ausgewählt. Die anderen folgenden Werte sind möglich:

    1. Nachricht löschen   Löscht die gesamte Nachricht, einschließlich aller Anlagen.

    2. Nachricht in Quarantäne verschieben   Verschiebt die Nachricht in Quarantäne, anstatt sie an die vorgesehenen Empfänger zu senden. Geben Sie bei Auswahl dieser Option im Eingabefeld Spamnachrichten aufbewahren für (Tage) die Anzahl der Tage an, für die die Nachricht in Quarantäne bleiben soll. (Nach Ablauf des angegebenen Zeitraums wird die Nachricht automatisch gelöscht. Der Standardwert beträgt 15 Tage, dies ist der Maximalwert. Der Mindestwert ist 1 Tag.)

      TippTipp:
    3. Nachricht in Junk-E-Mail-Ordner verschieben   Sendet Nachrichten an den Ordner "Junk-E-Mail" der angegebenen Empfänger. Dies ist die Standardaktion für beide Schwellenwerte für die Vertrauenswürdigkeit.

      WichtigWichtig:
      Für Kunden mit Exchange Online Protection (EOP) gilt: Für diese Arbeit mit lokalen Postfächern müssen Sie zwei Exchange-Transportrichtlinien auf Ihren lokalen Servern konfigurieren, um von EOP hinzugefügte Spam-Kopfzeilen zu erkennen. Weitere Informationen finden Sie unter Sicherstellen, dass Spam an die Junk-E-Mail-Ordner der einzelnen Benutzer geleitet wird.
    4. X-Header hinzufügen   Sendet die Nachricht an die angegebenen Empfänger, fügt aber dem Nachrichtenheader X-Header-Text hinzu, um sie als Spam zu kennzeichnen. Bei Verwenden dieses Texts als Kennzeichnung können Sie optional Regeln erstellen, um die Nachrichten wie gewünscht zu filtern oder weiterzuleiten. Der standardmäßige X-Headertext lautet in etwa Diese Nachricht ist offenbar Spam.

      Über das Eingabefeld Diesen X-Header-Text hinzufügen können Sie den X-Header-Text anpassen. Wenn Sie den X-Headertext anpassen, beachten Sie Folgendes:

      • Wenn Sie nur den Header im Format <Header> angeben, wobei der <Header> keine Leerzeichen enthält, wird ein Doppelpunkt, gefolgt vom Standardtext an den benutzerdefinierten Text angehängt. Wenn Sie beispielsweise schreiben „Dies-ist-mein-benutzerdefinierter-Header“, lautet der X-Headertext „Dies-ist-mein-benutzerdefinierter-Header: Diese Nachricht ist offenbar Spam.“

      • Wenn der benutzerdefinierte Headertext Leerzeichen enthält oder Sie den Doppelpunkt selbst hinzufügen, beispielsweise „X Dies ist mein benutzerdefinierter Header“ oder „X-Dies-ist-mein-benutzerdefinierter-Header:“, wird der X-Header-Text zurückgesetzt auf den Standardtext „X-This-Is-Spam: Diese Nachricht ist offenbar Spam“.

      • Sie können den Headertext nicht im Format <Header>:<Wert> angeben. In diesem Fall werden beiden Werte vor und nach dem Doppelpunkt ignoriert und stattdessen der standardmäßige X-Header-Text angezeigt: „X-This-Is-Spam: Diese Nachricht ist offenbar Spam.“

    5. Text in Betreffzeile voranstellen   Sendet die Nachricht an die vorgesehenen Empfänger, dabei wird jedoch der Betreffzeile der Text vorangestellt, den Sie im Eingabefeld Text in Betreffzeile voranstellen eingegeben haben. Bei Verwenden dieses Texts als Kennzeichnung können Sie optional Regeln erstellen, um die Nachrichten wie gewünscht zu filtern oder weiterzuleiten.

    6. Nachricht an E-Mail-Adresse umleiten   Sendet die Nachricht an eine ausgewählte E-Mail-Adresse anstatt an die vorgesehenen Empfänger. Geben Sie im Eingabefeld Nachricht an E-Mail-Adresse umleiten die Adresse ein, an die die Umleitung erfolgen soll.

    HinweisHinweis:
    Weitere Informationen zur SCL-Überwachung (Spam Confidence Level) finden Sie unter SCL-Bewertungen (Spam Confidence Level).
  5. Unter Bulk E-Mail können Sie einen Schwellenwert auswählen, ab dem Massen-E-Mails wie Spam behandelt werden sollen. Dieser Schwellenwert basiert auf dem BCL-Wert (Bulk Complaint Level) der Nachricht. Sie können eine Schwellenwerteinstellung zwischen 1–9 auswählen, wobei 1 die meisten Massensendungen als Spam markiert und 9 die meisten Massensendungen als übermittelbar zulässt. Der Dienst führt dann die konfigurierte Aktion aus, z. B. das Senden der Nachricht in den Junk-E-Mail-Ordner des Empfängers. Weitere Informationen finden Sie unter BCL-Werte (Bulk Complaint Level) und Worin besteht der Unterschied zwischen Junk-E-Mail und Massen-E-Mail?.

  6. Auf der Seite Sperrlisten können Sie Einträge, wie z. B. Absender oder Domänen, angeben, die immer als Spam markiert werden. Der Dienst wendet die konfigurierte Spamaktion bei hoher Vertrauenswürdigkeit auf E-Mails an, die diesen Einträgen entsprechen.

    • Fügen Sie der Absendersperrliste unerwünschte Absender hinzu. Klicken Sie auf HinzufügenHinzufügen (Symbol), und fügen Sie dann im Auswahldialogfeld die Absenderadressen hinzu, die Sie blockieren möchten. Sie können mehrere Einträge mithilfe eines Semikolons oder einer neuen Zeile trennen. Klicken Sie aufOK, um zur Seite Sperrlisten zurückzukehren.

    • Fügen Sie der Domänensperrliste unerwünschte Domänen hinzu. Klicken Sie auf HinzufügenHinzufügen (Symbol), und fügen Sie dann im Auswahldialogfeld die Domänen hinzu, die Sie blockieren möchten. Sie können mehrere Einträge mithilfe eines Semikolons oder einer neuen Zeile trennen. Klicken Sie aufOK, um zur Seite Sperrlisten zurückzukehren.

    WarnungWarnung:
    Wenn Sie Domänen auf oberster Ebene blockieren, ist es wahrscheinlich, dass E-Mails, die Sie erhalten möchten, als Spam markiert werden.
  7. Auf der Seite Zulassungslisten können Sie Einträge angeben, z. B. Absender oder Domänen, die immer an den Posteingang übermittelt werden. E-Mails von diesen Einträgen werden nicht vom Spamfilter verarbeitet.

    • Fügen Sie der Zulassungsliste für Absender vertrauenswürdige Absender hinzu. Klicken Sie auf HinzufügenHinzufügen (Symbol), und fügen Sie dann im Auswahldialogfeld die Absenderadressen hinzu, die Sie zulassen möchten. Sie können mehrere Einträge mithilfe eines Semikolons oder einer neuen Zeile trennen. Klicken Sie auf „OK“, um zur Seite Zulassungslisten zurückzukehren.

    • Fügen Sie der Zulassungsliste für Domänen vertrauenswürdige Domänen hinzu. Klicken Sie auf HinzufügenHinzufügen (Symbol), und fügen Sie dann im Auswahldialogfeld die Domänen hinzu, die Sie zulassen möchten. Sie können mehrere Einträge mithilfe eines Semikolons oder einer neuen Zeile trennen. Klicken Sie auf „OK“, um zur Seite Zulassungslisten zurückzukehren.

    WarnungWarnung:
    Wenn Sie Domänen auf oberster Ebene zulassen, ist es wahrscheinlich, dass unerwünschte E-Mails an einen Posteingang übermittelt werden.
  8. Auf der Seite Internationale Spamnachrichten können Sie nach in bestimmten Sprachen verfassten oder aus spezifischen Ländern oder Regionen gesendeten E-Mails filtern. Es können bis zu 86 Sprachen und 250 Regionen konfiguriert werden. Der Dienst wendet dann die konfigurierte Aktion für Spam mit hoher Vertrauenswürdigkeit an.

    1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen E-Mails in den folgenden Sprachen filtern, um diese Funktion zu aktivieren. Klicken Sie auf Hinzufügen (Symbol), und wählen Sie im daraufhin angezeigten Dialogfeld die gewünschten Optionen aus (Mehrfachauswahl möglich). Wenn Sie beispielsweise auf Arabisch (AR) geschriebenen Nachrichten filtern möchten und Nachricht in Quarantäne verschieben die konfigurierte Aktion für Spamnachrichten mit hoher Vertrauenswürdigkeit ist, werden alle auf Arabisch geschriebenen Nachrichten in Quarantäne verschoben. Klicken Sie auf OK, um zum Bereich Internationale Spamnachrichten zurückzukehren.

    2. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen E-Mails aus den folgenden Ländern oder Regionen filtern, um diese Funktion zu aktivieren. Klicken Sie auf Hinzufügen (Symbol), und wählen Sie im daraufhin angezeigten Dialogfeld die gewünschten Optionen aus (Mehrfachauswahl möglich). Wenn Sie beispielsweise alle aus Australien (AU) gesendeten Nachrichten filtern möchten und Nachricht in Quarantäne verschieben die konfigurierte Aktion für Spamnachrichten mit hoher Vertrauenswürdigkeit ist, werden alle aus Australien gesendeten Nachrichten in Quarantäne verschoben. Klicken Sie auf OK, um zum Bereich Internationale Spamnachrichten zurückzukehren.

    HinweisHinweis:
    Wenn keine internationalen Spamoptionen ausgewählt sind, wendet der Dienst standardmäßig die normale Spamfilterung auf gesendete Nachrichten in allen Sprachen und aus allen Regionen an. Nachrichten werden untersucht und die konfigurierten Aktionen angewendet, wenn die Nachricht als Spam oder Spam mit hoher Vertrauenswürdigkeit eingestuft wird.
  9. Auf der Seite Erweiterte Optionen können Sie Ein, Aus oder Test für jede erweiterte Spamfilteroption auswählen.

    1. Ein   Nachricht werden aktiv gemäß der mit der Option verbundenen Regel gefiltert. Nachrichten werden entweder als Spam gekennzeichnet, oder ihre Spambewertung wird erhöht, je nach den von Ihnen aktivierten Optionen.

    2. Aus   Für die Nachrichten, die den Kriterien für Spam entsprechen, wird keine Aktion ausgeführt. Alle Optionen sind standardmäßig deaktiviert.

    3. Test   Für die Nachrichten, die den Kriterien für Spam entsprechen, wird keine Aktion ausgeführt. Allerdings können Nachrichten mit einem X-Header gekennzeichnet werden, bevor sie dem vorgesehenen Empfänger zugestellt werden. Diesem X-Header können Sie entnehmen, welche ASF-Option (Additional Spam Filtering) zum Tragen kam. Wenn Sie den Testmodus für eine der erweiterten Optionen aktiviert haben, können Sie festlegen, dass die folgenden Testmoduseinstellungen angewendet werden, sobald eine entsprechende Option zum Tragen kommt:

      • Keine   Es werden keine Testmodusaktionen bezüglich der Nachricht ausgeführt. Hierbei handelt es sich um die Standardeinstellung.

      • Standardtesttext für X-Header hinzufügen   Wenn Sie diese Option aktivieren, wird die Nachricht an die angegebenen Empfänger gesendet. Dabei wird der Nachricht jedoch ein spezieller X-Header hinzugefügt, dem zu entnehmen ist, dass die Nachricht den Kriterien für eine erweiterte Spamfilteroption entspricht.

      • Bcc-Nachricht an diese Adresse senden   Wenn Sie diese Option aktivieren, wird eine Kopie der Nachricht an die von Ihnen im Eingabefeld angegebene E-Mail-Adresse gesendet.

    TippTipp:
    Weitere Informationen zu den erweiterten Spamfilteroptionen, einschließlich Beschreibungen zu jeder Option und des jeweils verknüpften X-Headertexts, finden Sie unter Erweiterte Spamfilterungsoptionen.
  10. Klicken Sie für benutzerdefinierte Richtlinien auf die Menüoption Anwenden auf, und erstellen Sie dann eine auf Bedingungen basierende Regel, mit der die Benutzer, Gruppen und/oder Domänen angegeben werden, auf die diese Richtlinie angewendet wird. Sie können mehrere Bedingungen angeben, wenn diese eindeutig sind.

    • Um Benutzer auszuwählen, wählen Sie Der Empfänger ist aus. Wählen Sie im folgenden Dialogfeld in der Benutzerauswahlliste den bzw. die Absender in Ihrem Unternehmen aus, und klicken Sie dann auf Hinzufügen. Wenn Sie Absender hinzufügen möchten, die nicht in der Liste enthalten sind, geben Sie deren E-Mail-Adressen ein, und klicken Sie auf Namen überprüfen. In diesem Feld können Sie auch Platzhalterzeichen für mehrere E-Mail-Adressen verwenden (z. B.: *@domainname). Wenn Sie Ihre Auswahl getroffen haben, klicken Sie auf OK, um zum Hauptbildschirm zurückzukehren.

    • Um Gruppen auszuwählen, wählen Sie Der Empfänger ist Mitglied von aus, und wählen Sie dann im folgenden Dialogfeld die Gruppen aus oder geben Sie diese an. Klicken Sie auf OK, um zum Hauptbildschirm zurückzukehren.

    • Um Domänen auszuwählen, wählen Sie Empfängerdomäne ist aus, und fügen Sie dann im folgenden Dialogfeld die Domänen hinzu. Klicken Sie auf OK, um zum Hauptbildschirm zurückzukehren.

    Sie können Ausnahmen innerhalb der Regel erstellen. So können Sie beispielsweise Nachrichten aus allen Domänen mit Ausnahme einer bestimmten Domäne filtern. Klicken Sie auf Ausnahme hinzufügen, und erstellen Sie dann Ihre Ausnahmebedingungen ähnlich wie die anderen Bedingungen.

    TippTipp:
    Das Anwenden einer Spamrichtlinie auf eine Gruppe wird nur für E-Mail-aktivierte Sicherheitsgruppen unterstützt.
  11. Klicken Sie auf Speichern. Im Bereich auf der rechten Seite wird eine Zusammenfassung der Richtlinieneinstellungen angezeigt.

TippTipp:
  • Sie können die Kontrollkästchen in der Spalte AKTIVIERT aktivieren beziehungsweise deaktivieren, um Ihre benutzerdefinierten Richtlinien zu aktivieren oder zu deaktivieren. Alle Richtlinien sind standardmäßig aktiviert, und die Standardrichtlinie kann nicht deaktiviert werden.

  • Um eine benutzerdefinierte Richtlinie zu löschen, wählen Sie die Richtlinie aus, klicken Sie auf das Symbol Löschen (Symbol)Löschen, und bestätigen Sie dann, dass Sie die Richtlinie löschen möchten. Die Standardrichtlinie kann nicht gelöscht werden.

  • Benutzerdefinierte Richtlinien haben immer Vorrang vor der Standardrichtlinie. Benutzerdefinierte Richtlinien werden in der umgekehrten Reihenfolge ausgeführt, in der sie von Ihnen erstellt wurden (von der ältesten zur neuesten). Sie können die Priorität (Ausführungsreihenfolge) Ihrer benutzerdefinierten Richtlinien aber ändern, indem Sie auf den Nach-oben-Pfeil NACH-OBEN-TASTE (Symbol) bzw. den Nach-unten-Pfeil NACH-UNTEN-TASTE (Symbol) klicken. Die Richtlinie mit der PRIORITÄT0 wird zuerst ausgeführt, gefolgt von 1, dann 2 usw.

Sie können auch in PowerShell Richtlinien für die Spamfilterung konfigurieren und anwenden. Wie Sie mit Windows PowerShell eine Verbindung mit Exchange Online herstellen, können Sie unter Herstellen einer Verbindung mit Exchange Online PowerShell nachlesen.Wie Sie mit Windows PowerShell eine Verbindung mit Exchange Online Protection herstellen, können Sie unter Verbinden mit PowerShell in Exchange Online Protection nachlesen.

Zum Anwenden einer benutzerdefinierten Richtlinie für die Spamfilterung auf Benutzer, Gruppen und/oder Domänen verwenden Sie das Cmdlet New-HostedContentFilterRule (um eine neue Filterregel zu erstellen, die auf benutzerdefinierte Richtlinien angewendet werden kann) oder das Cmdlet Set-HostedContentFilterRule (um eine vorhandene Filterregel zu bearbeiten, die auf benutzerdefinierte Richtlinien angewendet werden kann). Mit dem Cmdlet Enable-HostedContentFilterRule oder Disable-HostedContentFilterRule können Sie die für die Richtlinie geltende Regel aktivieren oder deaktivieren.

Um sicherzustellen, dass Spam ordnungsgemäß erkannt und behandelt wird, können Sie über den Dienst eine GTUBE-Nachricht senden. Ähnlich wie die EICAR-Antivirustestdatei, beinhaltet GTUBE einen Test, mit dem Sie überprüfen können, ob der Dienst eingehende Spamnachrichten erkennt. Eine GTUBE-Nachricht sollte vom Spamfilter immer als Spam erkannt werden, und die daraufhin bezüglich der Nachricht ausgeführten Aktionen sollten den Einstellungen entsprechen, die Sie konfiguriert haben.

Geben Sie den folgenden GTUBE-Text in eine E-Mail in einer Zeile ohne Leerzeichen und Zeilenumbrüche ein:

XJS*C4JDBQADN1.NSBN3*2IDNEN*GTUBE-STANDARD-ANTI-UBE-TEST-EMAIL*C.34X

Sie können erweiterte Spamfilteroptionen aktivieren, wenn Sie einen aggressiveren Ansatz für die Spamfilterung verfolgen möchten. Allgemeine Antispameinstellungen, die für die gesamte Organisation gelten, finden Sie unter Verwenden einer Liste sicherer Adressen oder anderer Techniken, um zu verhindern, dass falsch positive E-Mails als Spam markiert werden oder Blockieren von E-Mail-Spam mit dem Office 365-Spamfilter zum Verhindern von falsch negativen Ergebnissen. Diese sind hilfreich, wenn Sie über die Steuerung auf Administratorebene verfügen und wenn Sie falsch positive Ergebnisse oder falsch negative Ergebnisse vermeiden möchten.

 

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