Einzelner konsolidierter Edgeserver mit öffentlichen IP-Adressen in Lync Server 2013

Lync Server 2013
 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2016-12-08

Wenn Ihre Organisation weniger als 15.000 Clientverbindungen für den Zugriffs-Edgedienst, 1.000 aktive Lync Server-Clientverbindungen für den Webkonferenzdienst und 500 gleichzeitige A/V-Edgesitzungen unterstützen muss und eine hohe Verfügbarkeit des Edgeservers nicht wichtig ist, bietet diese Topologie die Vorteile niedrigerer Hardwarekosten und einer einfacheren Bereitstellung. Wenn Sie mehr Kapazität oder eine hohe Verfügbarkeit benötigen, sollten Sie eine skalierte, konsolidierte Edgeservertopologie bereitstellen.

Skalierter konsolidierter Edgeserver, DNS-Lastenausgleich mit privaten IP-Adressen und NAT in Lync Server 2013

Skalierter konsolidierter Edgeserver, DNS-Lastenausgleich mit öffentlichen IP-Adressen in Lync Server 2013

Skalierter konsolidierter Edgeserver mit Hardwarelastenausgleich in Lync Server 2013

importantWichtig:
Wenn Sie auf dem Edgeserver öffentliche IP-Adressen verwenden, dient das Standardgateway auf dem Edgeserver nicht mehr als Firewall oder Router, sondern als Router oder Firewall des öffentlichen Perimeter-Edgeservers (dabei handelt es sich um eine öffentliche Adresse). Der Reverseproxy verwendet weiterhin den Router oder die Firewall, der bzw. die mit dem äußersten Perimeternetzwerk verknüpft ist. Der Unterschied zwischen dem Reverseproxy und dem Edgeserver mit öffentlicher IP-Adresse besteht darin, dass der Reverseproxy weiterhin NAT und der Edgeserver ein Routenverhältnis verwendet.

In der Abbildung sind Directors, eine optionale Serverrolle, die im internen Netzwerk zwischen den Edgeservern und Ihren Front-End-Pools oder Ihrem Server bereitgestellt werden, nicht dargestellt. Ausführliche Informationen zur Topologie für Directors finden Sie unter Für den Director erforderliche Komponenten in Lync Server 2013. Die Abbildung stellt einen einzelnen Reverseproxy dar.

noteHinweis:
Die Abbildung dient zur Orientierung und als Beispiel für die IP-Adressierung, soll aber nicht den tatsächlichen Kommunikationsfluss mit dem entsprechenden ein- und ausgehenden Datenverkehr darstellen. Diese Abbildung stellt eine Übersicht über den möglichen Datenverkehr dar. Details des eingehenden (zu den Überwachungsports) und ausgehenden (zu den Zielservern oder Clients) Datenverkehrsflusses sind im Portübersichtsdiagramm in jedem Szenario dargestellt. Beispielsweise ist TCP 443 nur eingehend (zum Edgeserver oder Reverseproxy) und bezüglich des Protokolls (TCP) nur ein bidirektionaler Datenfluss. Darüber hinaus ist in der Abbildung dargestellt, wie sich der Datenverkehr ändert, wenn die Netzwerkadressenübersetzung (Network Address Translation, NAT) ausgeführt wird (die Zieladresse wird für eingehenden Datenverkehr geändert, die Quelladresse wird für ausgehenden Datenverkehr geändert). Beispiele für externe und interne Firewalls sowie Serverschnittstelen dienen nur zu Referenzzwecken. Schließlich sind soweit zutreffend Beispiele für Standardgateways und Routenbeziehungen dargestellt. Beachten Sie auch, dass im Diagramm die DNS-Zone .com zur Darstellung der externen DNS-Zone sowohl für Reverseproxy als auch Edgeserver verwendet wird und dass sich die DNS-Zone .net auf die interne DNS-Zone bezieht.

Neu in Microsoft Lync Server 2013 ist die Unterstützung der IPv6-Adressierung. Ähnlich wie bei der IPv4-Adressierung müssen IPv6-Adressen so zugewiesen werden, dass die Adressen Teil Ihres zugewiesenen IPv6-Adressraums sind. Die Adressen in diesem Thema dienen nur als Beispiel. Sie müssen IPv6-Adressen verwenden, die mit Ihrer Bereitstellung kompatibel sind, den entsprechenden Adressraum unterstützen und für die interne und externe Adressierung verwendet werden können. In Windows Server gibt es ein Feature mit der Bezeichnung dualer Stapel , das für den IPv6-Übergangsbetrieb und die Kommunikation zwischen IPv4 und IPv6 eine wichtige Rolle spielt. Beim dualen Stapel handelt es sich um einen separaten und unabhängigen Netzwerkstapel für IPv4 und IPv6. Der duale Stapel ermöglicht die gleichzeitige Zuweisung von IPv4- und IPv6-Adressen und ermöglicht dem Server die Kommunikation mit anderen Hosts und Clients auf der Basis ihrer Anforderungen.

Typische Adresstypen, die Sie für die IPv6-Adressierung verwenden werden, sind die globalen IPv6-Adressen (vergleichbar mit den öffentlichen IPv4-Adressen), die eindeutigen lokalen IPv6-Adressen (vergleichbar mit den privaten IPv4-Adressbereichen) und die verbindungslokalen IPv6-Adressen (vergleichbar mit den automatisch zugewiesenen, privaten IP-Adressen in Windows Server für IPv4).

Für IPv6 gibt es Technologien zur Netzwerkadressenübersetzung (Network Address Translation, NAT), die NAT IPv6 zu IPv4 (im Allgemeinen als NAT64 bezeichnet) und NAT IPv6 zu IPv6 (im Allgemeinen als NAT66 bezeichnet) ermöglichen. Das Vorhandensein von NAT-Technologien bedeutet, dass die für Lync Server- Edgeserver dargestellten fünf Szenarien auch weiterhin gelten.

warningWarnung:
IPv6 ist ein komplexes Thema und erfordert eine sorgfältige Planung mit Ihrem Netzwerkteam und Ihrem Internetanbieter, um sicherzustellen, dass die Adressen, die Sie auf der Windows Server- und Lync Server 2013-Ebene zuweisen, erwartungsgemäß funktionieren. Zusätzliche Ressourcen zur IPv6-Adressierung und -Planung finden Sie über die Links am Ende dieses Themas.

Topologie für einzelne konsolidierte Edgeserver mit öffentliche IP-Adressen

Edgeszenario für einzelnen konsolidierten Edgeserver
importantWichtig:
Falls Sie den Anrufsteuerungsdienst verwenden, müssen Sie der internen Schnittstelle des Edgeservers IPv4-Adressen zuweisen. Der Anrufsteuerungsdienst verwendet IPv4-Adressen und benötigt sie für den Betrieb.
 
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