Hohe Verfügbarkeit des Transports

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Gilt für:Exchange Server 2016

Erfahren Sie mehr über die hohe Verfügbarkeit des Transports in Exchange 2016 und die Funktionen, durch die die Zuverlässigkeit der Nachrichtenübermittlung verbessert werden.

In Exchange 2016 ist die hohe Verfügbarkeit des Transports dafür zuständig, redundante Kopien von Nachrichten vor und nach dem erfolgreichen Zustellen von Nachrichten beizubehalten. Diese Features wurden in Exchange 2013 als Verbesserung für die Features für die hohe Verfügbarkeit des Transports Exchange 2010 eingeführt (z. B. die Shadow-Redundanz und der Transportdumpster), um sicherzustellen, dass beim Transport keine Nachrichten verloren gehen.

Zu wichtigen Funktionen, die die hohe Verfügbarkeit des Transports in Exchange 2013 und Exchange 2016 verbessern, gehören (verglichen mit Exchange 2010):

  • Die Shadow-Redundanz erstellt eine redundante Kopie der Nachricht auf einem anderen Server, bevor die Nachricht angenommen oder bestätigt wird. Die Unterstützung bzw. die fehlende Unterstützung des sendenden Servers für die Shadow-Redundanz ist dabei irrelevant.

  • Die Shadow-Redundanz erkennt sowohl Database Availability Groups (DAGs) als auch Active Directory als Grenzen für die hohe Verfügbarkeit des Transports. Dadurch wird die Anzahl der Server verringert, die redundante Kopien von Nachrichten aufnehmen können. Zusätzlich wird der überflüssige Wartungsdatenverkehr für redundante Nachrichten zwischen Database Availability Groups oder Active Directory-Standorten beseitigt.

    Weitere Informationen finden Sie unter Shadow-Redundanz in Exchange 2016.

  • Der Transportdumpster wurde verbessert und wird jetzt als Sicherheitsnetz bezeichnet. Das Sicherheitsnetz speichert Nachrichten, die erfolgreich vom Transportdienst verarbeitet wurden, auf Postfachservern. Das Sicherheitsnetz funktioniert am besten bei Postfachservern in einer Database Availability Group, aber auch für mehrere Postfachserver an demselben Active Directory-Standort, die nicht zu einer DAG gehören.

  • Das Sicherheitsnetz selbst ist nun auf einem anderen Server redundant verfügbar. Das ist wichtig, um eine einzelne Fehlerquelle zu vermeiden, da sich sowohl der Transportdienst als auch die Postfachdatenbanken auf dem Postfachserver befinden.

    Weitere Informationen finden Sie unter Sicherheitsnetz in Exchange 2016.

Das Diagramm bietet eine allgemeine Übersicht über die Funktionsweise der hohen Verfügbarkeit des Transports in Exchange 2016.

Übersicht über die hohe Verfügbarkeit des Transports
  1. Ein Exchange 2016-Postfachserver namens „Mailbox01“ empfängt eine Nachricht von einem SMTP-Server, der sich außerhalb der Grenze der hohen Verfügbarkeit des Transports befindet. Die Grenze der hohen Verfügbarkeit des Transports ist eine Database Availability Group oder ein Active Directory-Standort in DAG-freien Umgebungen. Die Nachricht kann von folgenden Quellen stammen:

    • Von einem internen Messaging-Server eines Drittanbieters.

    • Von einem Internet-Messaging-Server mit Proxyverbindung über den Front-End-Transport-Dienst auf einem Postfachserver.

    • Von einem weiteren Exchange 2016Server in der Organisation.

  2. Bevor der Empfang der Nachricht bestätigt wird, initiiert „Mailbox01“ eine neue SMTP-Sitzung mit einem anderen Exchange 2016-Postfachserver namens "Mailbox03", der sich innerhalb der Grenze der hohen Verfügbarkeit des Transports befindet. Der Postfachserver „Mailbox03“ erstellt dann eine Schattenkopie der Nachricht. In DAG-Umgebungen wird ein Shadow-Server an einem Active Directory-Remotestandort bevorzugt. „Mailbox01“ ist der primäre Server, der die primäre Nachricht enthält, und „Mailbox03“ ist der Shadow-Server mit der Shadow-Nachricht.

  3. Der Transportdienst auf "Mailbox01" verarbeitet die primäre Nachricht.

    1. In diesem Beispiel befindet sich das Postfach des Empfängers auf "Mailbox01", daher übermittelt der Transportdienst die Nachricht an den lokalen Postfachtransportdienst.

    2. Der Postfachtransportdienst stellt die Nachricht an die lokale Postfachdatenbank zu.

    3. "Mailbox01" stellt für "Mailbox03" einen Löschstatus in die Warteschlange, der auf die erfolgreiche Verarbeitung der primären Nachricht hinweist. "Mailbox01" verschiebt dann eine Kopie der primären Nachricht in das lokale primäre Sicherheitsnetz. Beachten Sie, dass die Nachricht zwischen Warteschlangen innerhalb derselben Warteschlangendatenbank verschoben wird.

  4. "Mailbox03" fragt bei "Mailbox01" regelmäßig den Löschstatus der primären Nachricht an.

  5. Wenn "Mailbox03" ermittelt, dass "Mailbox01" die primäre Nachricht erfolgreich verarbeitet hat, dann verschiebt "Mailbox03" die Shadow-Nachricht in das lokale Shadow-Sicherheitsnetz. Beachten Sie, dass die Nachricht zwischen Warteschlangen innerhalb derselben Warteschlangendatenbank verschoben wird.

Die Nachricht bleibt im primären Sicherheitsnetz und im Shadow-Sicherheitsnetz erhalten, bis die Nachricht auf der Grundlage eines konfigurierbaren Timeoutwerts abläuft. Wenn vor dem Ablauf der Nachricht ein Postfachdatenbank-Failover auftritt, wird die Nachricht vom primären Sicherheitsnetz auf "Mailbox01" erneut übermittelt. Wenn "Mailbox01" nicht verfügbar ist, übernimmt das Shadow-Sicherheitsnetz auf "Mailbox03" die Aufgabe und übermittelt die Nachricht erneut.

Der Front-End-Transport-Dienst auf einem Postfachserver (Teil der Clientzugriffsdienste) hat keine Nachrichtenwarteschlangen. Es handelt sich um einen zustandslosen Proxyserver, der eingehende SMTP-Verbindungen annimmt und diese an den Transportdienst auf einem Postfachserver weiterleitet. Der Front-End-Transport-Dienst lässt die SMTP-Sitzung mit dem sendenden Server geöffnet, solange:

  • Die primäre Nachricht an den Transportdienst auf einem Postfachserver übertragen wird.

    und

  • Eine Schattenkopie der Nachricht vom Transportdienst auf einem anderen Postfachserver innerhalb der Transportgrenze für Hochverfügbarkeit (DAG oder Active Directory-Standort) erstellt wird.

Erst nachdem sowohl die primäre als auch die Shadow-Nachricht erfolgreich erstellt wurden, wird der SMTP-Befehl für das Datenende über den Front-End-Transport-Dienst zurück an den sendenden SMTP-Server gesendet.

 
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