Verwenden von "Stop" für den zentralisierten Protokollierungsdienst

Lync Server 2013
 

Letztes Änderungsdatum des Themas: 2012-11-01

Eine derzeit ausgeführte Protokollierungssitzung können Sie mit dem Cmdlet "Stop-CsClsLogging" anhalten. Eine Protokollierungssitzung muss in Allgemeinen nur in wenigen Situationen angehalten werden. Beispielsweise können Sie Protokolle durchsuchen und Konfigurationen ändern, ohne die Protokollierung zuvor anzuhalten. Wenn Sie zwei Szenarien ausführen, z. B. "AlwaysOn" und "UserReplicator" und Informationen zur Authentifizierung sammeln müssen, so müssen Sie eines der anderen Szenarien anhalten (auf globaler Ebene oder auf Standort-, Pool- oder Computerebene), bevor Sie die Ausführung des Authentifizierungsszenarios starten können. Ausführliche Informationen finden Sie unter Stop-CsClsLogging.

noteHinweis:
Beim Festlegen der Szenarien, die in einer bestimmten Bereitstellung, einem Pool oder auf einem Computer ausgeführt werden können, denken Sie unbedingt daran, dass pro Computer nur zwei Szenarien ausgeführt werden können. Wenn Sie in einem Pool Aktivitäten protokollieren, sollten Sie den Pool als einzelne Entität behandeln. In den meisten Fällen wäre das Ausführen verschiedener Szenarien auf jedem Computer in einem Pool nicht sinnvoll. Sinnvoll ist es dagegen, sich mit dem Problem zu befassen, zu dem Sie Daten sammeln und zu ermitteln, welches Szenario auf einem bestimmten Computer in der gesamten Bereitstellung am sinnvollsten ist. Ziehen Sie z. B. das UserReplicator-Szenario in Erwägung, hätte das Ausführen von "UserReplicator" auf einem Edgeserver oder in einem Edgepool wenig Nutzen.
Nachdem Sie das Problem und den Umfang der Auswirkungen analysiert haben, sollten Sie sorgfältig auswählen, welche Szenarien auf welchen Computern und in welchen Pools ausgeführt werden sollen. Während das AlwaysOn-Szenario für eine Anwendung mit weitem Bereich sinnvoll ist, da dabei Informationen zu einer Vielfalt von Anbietern gesammelt werden, haben bestimmte Szenarien nur Anwendungswert auf bestimmten Computern bzw. in bestimmten Pools. Seien Sie außerdem vorsichtig beim willkürlichen Starten einer Protokollierungssitzung, ohne den Wert eines bestimmten Szenarios zu kennen. Wenn Sie das falsche Szenario verwenden – oder ein für die Aufgabe zwar geeignetes Szenario verwenden, jedoch auf der falschen Ebene (global, Standort, Pool oder Computer) anwenden – erhalten Sie fragwürdige und wenig nützliche Daten, so als ob Sie das Szenario überhaupt nicht ausgeführt hätten.

Zum Steuern der Funktionen des Zentraler Protokollierungsdiensts mithilfe der Lync Server-Verwaltungsshell zu steuern, müssen Sie Mitglied der rollenbasierten Zugriffssteuerungs (RBAC)-Sicherheitsgruppe "CsAdministrator" oder "CsServerAdministrator" oder einer benutzerdefinierten RBAC-Rolle sein, die eine dieser beiden Gruppen umfasst. Um eine Liste mit allen RBAC-Rollen zurückzugeben, denen dieses Cmdlet zugewiesen wurde (einschließlich aller von Ihnen erstellten, benutzerdefinierten RBAC-Rollen), führen Sie in der Lync Server-Verwaltungsshell den folgenden Befehl oder die Windows PowerShell-Aufforderung aus:

Get-CsAdminRole | Where-Object {$_.Cmdlets -match "Lync Server 2013 cmdlet"}

Beispiel:

Get-CsAdminRole | Where-Object {$_.Cmdlets -match "Set-CsClsConfiguration"}

  1. Starten der Lync Server-Verwaltungsshell: Klicken Sie auf Start, zeigen Sie auf Alle Programme und dann auf Microsoft Lync Server 2013, und klicken Sie anschließend auf Lync Server-Verwaltungsshell.

  2. Fragen Sie den Zentraler Protokollierungsdienst ab, um die derzeit ausgeführten Szenarien zu ermitteln. Geben Sie dazu Folgendes ein:

    Show-CsClsLogging
    
    Windows PowerShell-Konsole nach Aufrufen von Show-CsCl

    Das Ergebnis von "Show-CsClsLogging" ist eine Zusammenfassung der ausgeführten Szenarien und der Ebenen, auf denen Sie ausgeführt werden. Ausführliche Informationen finden Sie unter Show-CsClsLogging.

  3. Zum Anhalten einer derzeit ausgeführten Protokollierungssitzung mit einem bestimmten Szenario, geben Sie Folgendes ein:

    Stop-CsClsLogging -Scenario <scenario name> -Computers <comma separated list of fully qualified computer names> -Pools <comma separated list of fully qualified pool names>
    

    Beispiel:

    Stop-CsClsLogging -Scenario UserReplicator -Pools pool01.contoso.net
    

    Mit diesem Befehl wird die Protokollierung mit dem UserReplicatior-Szenario in "pool01.contoso.net" angehalten.

    noteHinweis:
    Protokolle, die während dieser Protokollierungssitzung mit dem UserReplicator-Szenario erstellt wurden, werden nicht gelöscht. Die Protokollierung steht Ihnen noch zur Verfügung, um Suchen mit dem Befehl "Search-CsClsLogging" auszuführen. Ausführliche Informationen finden Sie unter Search-CsClsLogging.

Das Cmdlet "Stop-CsClsLogging" fungiert als Begleitbefehl zu "Start-CsClsLogging", beendet definiert nach Szenarien die Protokollierungssitzung und behält die von der Protokollierungssitzung erstellten Protokolle bei. Sie können jederzeit zwei Szenarien auf einem bestimmten Computer ausführen. Das Anhalten eines Szenarios, um mithilfe eines anderen Szenarios Informationen zu sammeln ist eine gängige Aufgabe, die Sie während der Fehlerbehebung bei der Arbeitsauslastung meist anwenden können.

 
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