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Übersetzung
Englisch

„Bereitstellen von Clusterspeicherplätzen“

 

Betrifft: Windows Server 2012 R2, Windows Server 2012

In diesem Thema wird das Bereitstellen von Clusterspeicher mithilfe von Speicherplätzen und Failoverclustering in Windows Server beschrieben. Im Zusammenspiel dieser Techniken entsteht eine stabile, hochverfügbare und effiziente Lösung, die durch gute Skalierbarkeit sowohl für einfache Bereitstellungsaufgaben als auch für die Anforderungen großer Rechenzentren geeignet ist. Ein Failovercluster lässt sich für physische Auslastungen erstellen, oder für virtuelle Auslastungen, die über die Hyper-V-Rolle verfügbar sind.

Der grundlegende Baustein einer Clusterspeicherbereitstellung besteht aus einer kleinen Anzahl von Servern, i. d. R. zwei bis vier, und einem Satz freigegebener SAS-Gehäuse (Serial Attached SCSI) in JBOD-Konfiguration (Just a bunch of disks). Die JBOD-Gehäuse sollten mit allen Servern verbunden sein, wobei jeder Server über redundante Pfade auf alle Datenträger in jedem der JBOD-Gehäuse verfügen sollte. Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel des grundlegenden Bausteins.

Single failover cluster with CSV and file shares

Abbildung 1: Beispiel für Clusterspeicherplätze

Durch den Einsatz von freigegebenen Clustervolumes (CSVs) können Sie den Speicherzugriff zur einfachen Verwaltung in einem einzigen Namespace zusammenfassen. Ein gemeinsamer Namespaceordner wird unter dem Pfad „C:\ClusterStorage\“ mit allen CSVs im Failovercluster erstellt. Alle Knoten des Clusters können zur gleichen Zeit auf ein CSV zugreifen, unabhängig von der Anzahl der Server, der Anzahl der JBOD-Gehäuse oder der Anzahl der bereitgestellten virtuellen Datenträger. Dieser einheitliche Namespace ermöglicht hochverfügbare Arbeitslasten, da beim Ausfall eines Servers ein transparentes Failover auf einen anderen Server stattfinden kann. Außerdem können Sie dadurch problemlos einen der Server zu Wartungszwecken offline schalten.

Clusterspeicherplätze können zum Schutz gegen folgende Risiken beitragen:

  • Ausfall physischer Datenträger: Durch das Bereitstellen eines Clusterspeicherplatzes wird der Schutz gegen den Ausfall physischer Datenträger gewährleistet, indem Speicherplätze mit den Resilienztypen Datenspiegel oder Parität erstellt werden. Zudem verwenden Spiegelspeicherplätze Dirty Region Tracking (DRT), um Änderungen an den Datenträgern im Pool nachzuverfolgen. Wenn das System nach einem Stromausfall den Betrieb wieder aufnimmt und die Speicherplätze wieder online geschaltet werden, stimmt DRT die Datenträger im Pool erneut aufeinander ab.

  • Datenzugriffsfehler: Wenn Sie über Redundanz auf allen Ebenen verfügen, können Sie sich gegen den Ausfall von Komponenten schützen, beispielsweise gegen fehlerhafte Kabel vom Gehäuse zum Server, gegen fehlerhafte SAS-Adapter, Stromausfälle oder Ausfälle einer JBOD- Rückwandplatine. Bei einer Enterprise-Bereitstellung sollten beispielsweise redundante SAS-Adapter, SAS-E/A-Module und Netzteile vorhanden sein. Für den Schutz vor Ausfällen kompletter Laufwerksgehäuse sind redundante JBOD-Gehäuse geeignet.

  • Datenverluste und Nichtverfügbarkeit von Volumes Sowohl das NTFS-Dateisystem als auch das ReFS-Dateisystem (Resilient File System) schützen gegen Beschädigung. Bei NTFS können die Verbesserungen des Tools Chkdsk in Windows Server 2012 erheblich zur Verbesserung der Verfügbarkeit beitragen. Weitere Informationen finden Sie unter NTFS Health and Chkdsk. Weitere Informationen zu ReFS finden Sie unter Resilient File System Overview.

  • Ausfall von Serverknoten: Mit Failoverclustern können Sie hohe Verfügbarkeit für den zugrundeliegenden Speicher und Arbeitslasten bereitstellen. Dies hilft beim Schutz vor dem Ausfall von Servern und ermöglicht es Ihnen, einen Server ohne Unterbrechung des Diensts zu Wartungszwecken offline schalten.

System_CAPS_noteHinweis

Ein Speicherplatz kann nicht zum Hosten des Windows-Systemlaufwerks verwendet werden.

Inhalt dieses Themas

Dieses Thema enthält zwei Methoden, die Sie verwenden können, um einen Clusterspeicherplatz zu erstellen. Sie können eine der folgenden Optionen ausführen:

  • Konfigurieren Sie Speicherplätze in Datei- und Speicherdiensten, bevor Sie den Failovercluster erstellen, und fügen Sie dann die Speicherplätze als geeignete Speicher während der Erstellung des Failoverclusters hinzu. Wenn Sie diese Methode verwenden möchten, führen Sie die Schritte 1 bis 4 in diesem Thema durch. Optional können Sie Schritt 6 durchführen, um das Volume einer CSV hinzuzufügen.

  • Erstellen Sie nach dem Erstellen eines Failoverclusters mithilfe des Failovercluster-Managers einen Clusterspeicher. Wenn Sie diese Methode verwenden möchten, überspringen Sie Schritt 3 in diesem Thema. Optional können Sie Schritt 6 durchführen, um das Volume einer CSV hinzuzufügen.

System_CAPS_noteHinweis

Dieses Thema enthält Windows PowerShell-Beispiel-Cmdlets, mit denen Sie einige der beschriebenen Vorgehensweisen automatisieren können. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden von Cmdlets.

Um Clusterspeicherplätze zu unterstützen, muss die Konfiguration die in der folgenden Tabelle beschriebenen Anforderungen erfüllen.

Bereich

Anforderung

Betriebssystem

Speicherplätze und Failoverclusterunterstützung werden in allen Editionen von Windows Server 2012 R2 und Windows Server 2012 unterstützt. Dies bezieht Server Core-Installationen mit ein.

Datenträgerbustyp

Der Datenträgerbustyp muss SAS sein.

System_CAPS_noteHinweis
  • Es wird empfohlen, Dualport-SAS-Laufwerke für Redundanz einzusetzen.

  • Speicherplätze unterstützten keine iSCSI- and Fibre Channel-Controller.

Resilienztyp

Für Failovercluster werden die Resilienztypen Einfach, Datenspiegel und Parität unterstützt, wobei der Resilienztyp Parität nicht für Failovercluster unterstützt wird, auf denen Windows Server 2012 ausgeführt wird.

System_CAPS_warningWarnung

Verwenden Sie einen Speicherplatz vom Typ Einfach nicht für unersetzbare Daten.

Datenträgerkonfiguration

Für einen Failovercluster benötigen Sie zusätzlich zu eventuellen Hotspare-Datenträgern mindestens drei physische Datenträger. Beachten Sie außerdem Folgendes:

  • Für Zweiwegespiegelung in Failoverclustern müssen mindestens drei physische Datenträger vorhanden sein.

  • Für Dreiwegespiegelung in Failoverclustern müssen mindestens fünf physische Datenträger im Speicherpool vorhanden sein.

  • Die Datenträger müssen leer und unformatiert sein. Erstellen Sie keine Volumes

  • Alle Datenträger müssen mindestens 4 GB aufweisen.

  • Die physischen Datenträger, die für einen Clusterspeicherpool verwendet werden, müssen für diesen Pool dediziert sein. Sie können keine Startlaufwerke hinzufügen.

HBA-Überlegungen

Es wird empfohlen, einfache Hostbusadapter (HBA) zu verwenden, die keine RAID-Funktionalität unterstützen. Wenn HBAs RAID-fähig sind, müssen Sie im Nicht-RAID-Modus ausgeführt werden, wobei die gesamte RAID-Funktionalität deaktiviert ist. Adapter dürfen die physischen Datenträger und Cachedaten nicht abstrahieren oder angeschlossene Geräte überdecken. Dies gilt auch für Gehäusedienste, die von angeschlossenen JBOD-Geräten bereitgestellt werden. Speicherplätze sind nur mit HBAs kompatibel, wenn Sie die gesamte RAID-Funktionalität vollständig deaktivieren können.

JBOD-Gehäuse

Verwenden Sie für vollständige Speicherplatzfunktionalität ein zertifiziertes JBOD. Eine Liste zertifizierter Geräte finden Sie im Windows Server Catalog. Der Datenträger muss permanente Reservierung bieten und eine Clusterüberprüfung bestehen.

Führen Sie folgendes Windows PowerShell-Cmdlet aus, um herauszufinden, ob das JBOD-Gehäuse Gehäuse- und Steckplatzidentifizierung unterstützt:

Get-PhysicalDisk | ? {$_.BusType –eq “SAS”} | fc

Wenn die Felder EnclosureNumber und SlotNumber Werte aufweisen, zeig dies, dass das Gehäuse diese Funktionen unterstützt.

Bei Speicher mit hoher Verfügbarkeit muss bei mehreren Pfaden vom physischen Datenträger im Speichergehäuse zum Server Multipfad-E/A (MPIO)-Software verwendet werden. Die Windows-Multipfad-E/A-Funktion kombiniert mehrere physische Pfade auf physische Datenträger als einen einzigen logischen Pfad, der für den Datenzugriff verwendet wird. Die Funktion bietet außerdem Stabilität beim Ausfall eines physischen Pfads und den Lastenausgleich zwischen verschiedenen physischen Pfaden.

Für die Unterstützung von Multipfad müssen Sie MPIO auf jedem Server aktivieren, der auf den freigegebenen Speicher zugreifen kann.

So aktivieren Sie MPIO

  1. Klicken Sie im Server-Manager auf den Server, auf dem MPIO installiert werden soll.

  2. Klicken Sie im Menü Verwalten auf Rollen und Funktionen hinzufügen.

  3. Wählen Sie auf der Seite Features auswählen des Assistenten zum Hinzufügen von Rollen und Features das Kontrollkästchen Multipfad-E/A.

  4. Durchlaufen Sie den Assistenten zum Hinzufügen von Rollen und Features.

  5. Wiederholen Sie diesen Vorgang für jeden Server, den Sie als Failoverclusterknoten hinzufügen möchten.

PowerShell-LogoGleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

Im folgenden Beispiel wird die MPIO-Funktion auf einem Server mit dem Namen Server1 installiert.

Install-WindowsFeature –ComputerName Server1 –Name Multipath-IO

Vergewissern Sie sich vor dem Erstellen des Failoverclusters, dass alle Server, die Sie als Clusterknoten hinzufügen möchten, die freigegebenen Datenträger sehen können. Sie können dies mithilfe von Server-Manager, dem Datenträger-Verwaltungstool oder über Windows PowerShell tun.

So stellen Sie sicher, dass die freigegebenen Datenträger für alle Server sichtbar sind

  1. Um von einer Konsole aus zu überprüfen, dass alle Server die freigegebenen Datenträger sehen können, stellen Sie sicher, dass Sie alle Computer hinzufügen, die Sie als Clusterknoten in Server-Manager hinzufügen möchten.

  2. Klicken Sie im Server-Manager auf Datei- und Speicherdienste und anschließend unter Volumes auf Datenträger.

  3. Achten Sie bei jedem Server darauf, dass die freigegebenen Datenträger aufgeführt sind. Überprüfen Sie außerdem Folgendes:

    • Wenn Sie Speicherplätze erstellen möchten, bevor Sie den Failovercluster erstellen, müssen die Datenträger nicht online oder initialisiert sein. Die Datenträger dürfen nicht partitioniert sein.

    • Wenn Sie das Erstellen eines Clusterspeicherplatzes mithilfe des Failovercluster-Managers durchführen möchten, nachdem Sie einen Failovercluster erstellt haben, müssen die Datenträger online und ohne Partitionen initialisiert sein.

PowerShell-LogoGleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

Im folgenden Beispiel werden die Datenträger aufgelistet, die für den Server sichtbar sind. Es wird der Online- oder Offlinestatus angezeigt, Systemdatenträger werden jedoch nicht aufgeführt.

Get-Disk | Where-Object IsSystem –eq $False

Im folgenden Beispiel werden die Datenträger mit Bustyp SAS aufgelistet, die für den Speicherpool verfügbar sind.

Get-PhysicalDisk –CanPool $true | Where-Object BusType –eq “SAS”

Im folgenden Beispiel werden die angegebenen Datenträger initialisiert. Sie erhalten die Datenträgernummern aus der Ausgabe des Cmdlets Get-Disk.

Initialize-Disk 1, 2, 3

Dieser Schritt veranschaulicht das Erstellen von Speicherplätzen vor dem Erstellen des Failoverclusters mithilfe der freigegebenen physischen Datenträger. Wenn Sie beim Erstellen des Failoverclusters angeben, dass der gesamte geeignete Speicher hinzugefügt werden soll, werden die Speicherpools automatisch als Clusterspeicherpools mit den zugehörigen virtuellen Datenträger und Volumes hinzugefügt.

Überspringen Sie diesen Schritt, falls Sie einen Clusterspeicher mithilfe des Failovercluster-Managers erst erstellen möchten, nachdem Sie ein Failovercluster erstellt haben.

So erstellen Sie Speicherplätze über Datei- und Speicherdienste

  1. Konfigurieren Sie auf einem der Server, die Sie als Clusterknoten hinzufügen möchten, Speicherplätze gemäß der Beschreibung in Bereitstellen von Speicherplätzen auf einem eigenständigen Server. Achten Sie bei der Verwendung mit Failoverclusterunterstützung jedoch darauf, dass Sie die folgenden Schritte ausführen:

    • Stellen Sie sicher, dass die Laufwerke die im Abschnitt „Anforderungen“ beschriebenen Bedingungen erfüllen. Nur SAS-Datenträger werden in einem Clusterspeicherplatz unterstützt.

    • Wenn Sie einen Speicherpool erstellen, müssen Sie mindestens drei physische Datenträger auswählen. Wenn Sie den Resilienztyp Datenspiegel zum Schutz vor einem Datenträgerausfall verwenden möchten, stellen Sie sicher, dass Sie mindestens drei physische Laufwerke für eine Zweiwegespiegelung oder mindestens fünf physische Datenträger für eine Dreiwegespiegelung auswählen.

    • Achten Sie beim Erstellen virtueller Laufwerke auf Folgendes:

      • Legen Sie das Speicherlayout fest.

      • Geben Sie als Bereitstellungstyp Fest an.

      • Wenn Sie mehrere JBOD-Gehäuse verwenden und Speicherplätze diese als Schutz vor einem Komplettausfall des JBODs zu einem Speicherplatz zusammenfassen soll, müssen Sie mit Windows PowerShell virtuelle Laufwerke erstellen. Beispielsweise zeigt das folgende Cmdlet, wie ein virtuelles Laufwerk mit dem IsEnclosureAware $True-Parameter erstellt wird.

        New-VirtualDisk –StoragePoolFriendlyName StoragePool –FriendlyName VirtualDisk1 –ResiliencySettingName Mirror –ProvisioningType Fixed –Size 10TB –IsEnclosureAware $True
        
    • Beim Erstellen von Volumes müssen Sie diese mit NTFS formatieren, wenn Sie die Volumes CSVs hinzufügen möchten, auf denen Windows Server 2012 ausgeführt wird.

PowerShell-LogoGleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Das Thema Bereitstellen von Speicherplätzen auf einem eigenständigen Server enthält die zugehörigen Windows PowerShell-Beispiele.

Dieser Schritt veranschaulicht das Installieren eines Failoverclusters, den Sie verwenden können, um Clusterspeicherplätze zu hosten.

System_CAPS_noteHinweis

Weitere Informationen zum Failoverclustering finden Sie unter Failover Clustering Overview.

So erstellen Sie den Failovercluster

  1. Installieren Sie das Feature "Failoverclustering" auf allen Knoten. Weitere Informationen finden Sie unter Install or Uninstall Roles, Role Services, or Features.

  2. Öffnen Sie auf einem der Knoten Failovercluster-Manager, und klicken Sie dann unter Management auf Konfiguration überprüfen, um den Cluster zu überprüfen. Achten Sie beim Ausführen der Validierungstests darauf, dass Sie die Speichertests mit einschließen.

  3. Gehen Sie beim Erstellen des Clusters auf eine der folgenden Arten vor:

    • Wenn Sie bereits Speicherplätze in Datei- und Speicherdienste erstellt haben, überprüfen Sie auf der Seite Bestätigung des Clustererstellungs-Assistenten, dass das Kontrollkästchen Der gesamte geeignete Speicher soll dem Cluster hinzugefügt werden aktiviert ist.

    • Wenn Sie noch keine Speicherplätze erstellt haben, achten Sie darauf, die physischen Datenträger nicht als Clusterdatenträger hinzuzufügen. Deaktivieren Sie daher auf der Seite Bestätigung des Clustererstellungs-Assistenten das Kontrollkästchen Der gesamte geeignete Speicher soll dem Cluster hinzugefügt werden.

  4. Wenn bereits Speicherpools vorhanden waren, die Sie dem Failovercluster als geeigneten Speicher hinzugefügt haben, nachdem Sie den Failovercluster erstellt haben, stellen Sie sicher, dass der Speicher im Failovercluster-Manager angezeigt wird. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:

    1. Erweitern Sie im Failovercluster-Manager ClusterName und anschließend Speicher, und klicken Sie dann auf Pools.

    2. Stellen Sie im Bereich Pools sicher, dass alle in Datei- und Speicherdienste erstellten Speicherpools aufgeführt sind.

      System_CAPS_tipTipp

      Klicken Sie für ausführliche Informationen auf einen Speicherpool. Im Ergebnisbereich können Sie auf den Registerkarten Zusammenfassung, Virtuelle Datenträger und Physische Datenträger Informationen anzeigen.

    3. Um sicherzustellen, dass virtuelle Datenträger als Clusterdatenträger hinzugefügt wurden, klicken Sie unter dem Knoten Speicher auf Datenträger. Um einen Clusterdatenträger einem CSV hinzuzufügen, fahren Sie mit Schritt 6: (optional) Hinzufügen eines Clusterdatenträgers zu einem CSV fort.

    System_CAPS_noteHinweis

    Um Clusterspeicherplätze mit Failovercluster-Manager zu erstellen, fahren Sie mit Schritt 5 fort.

PowerShell-LogoGleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

Im folgenden Beispiel wird das Failoverclusteringfeature installiert.

Install-WindowsFeature –Name Failover-Clustering –IncludeManagementTools

Im folgenden Beispiel werden alle Clustervalidierungstests auf den Computern Server1 und Server2 ausgeführt.

Test-Cluster –Node Server1, Server2
System_CAPS_noteHinweis

Das Cmdlet Test-Cluster gibt die Ergebnisse in eine Protokolldatei im aktuellen Arbeitsverzeichnis aus, z. B.: C:\Users\Benutzername\AppData\Local\Temp.

Im folgenden Beispiel wird ein Failovercluster namens MyCluster mit den Knoten Server1 und Server2 erstellt, die statische IP-Adresse 192.168.1.12 zugewiesen und der gesamte geeignete Speicher zum Failovercluster hinzugefügt. Wenn Sie in Datei- und Speicherdienste bereits Speicherplätze erstellt haben, fügen Sie den gesamten geeigneten Speicher hinzu.

New-Cluster –Name MyCluster –Node Server1, Server2 –StaticAddress 192.168.1.12

Im folgenden Beispiel wird derselbe Failovercluster wie im vorherigen Beispiel erstellt, aber nicht der geeignete Speicher zum Failovercluster hinzugefügt. Wenn Sie noch keine Speicherplätze erstellt haben, achten Sie darauf, den geeigneten Speicher nicht hinzuzufügen.

New-Cluster –Name MyCluster –Node Server1, Server2 –StaticAddress 192.168.1.12 -NoStorage

Wenn Sie über einen vorhandenen Failovercluster verfügen, können Sie Clusterspeicherplätze mit dem Failovercluster-Manager erstellen.

System_CAPS_tipTipp

Für einen vorhandenen Failovercluster können Sie Speicherplätze auch in Datei- und Speicherdienste erstellen, und den Speicherplatz dann im Failovercluster-Manager hinzufügen. Erweitern Sie hierzu im Failovercluster-Manager ClusterName, erweitern Sie Speicher, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Pools, und klicken Sie dann auf Speicherpool hinzufügen. Aktivieren Sie im Dialogfeld Pools einem Cluster hinzufügen das Kontrollkästchen neben dem verfügbaren Speicherpool, und klicken Sie dann auf OK. Klicken Sie zum Hinzufügen von virtuellen Datenträgern und zugehörigen Volumes mit der rechten Maustaste auf Datenträger, und klicken Sie dann auf Datenträger hinzufügen. Aktivieren Sie im Dialogfeld Datenträger einem Cluster hinzufügen das Kontrollkästchen neben dem virtuellen Datenträger, den Sie dem Speicherpool hinzufügen möchten, und klicken Sie dann auf OK.

System_CAPS_importantWichtig

Um Speicherplätze zu veranlassen, einen Speicherplatz über mehrere unterstützte JBOD-Gehäuse zu erstellen, müssen Sie mit Windows PowerShell den virtuellen Datenträger mit dem IsEnclosure $True-Parameter erstellen. Weitere Informationen finden Sie im zweiten Beispiel in dem nachfolgenden Abschnitt Gleichwertige Windows PowerShell-Befehle.

So erstellen Sie Clusterspeicherplätze im Failovercluster-Manager

  1. Erweitern Sie im Failovercluster-Manager ClusterName und dann Speicher.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Pools, und klicken Sie dann auf Neuer Speicherpool.

    Der Assistent für neue Speicherpools wird geöffnet.

  3. Klicken Sie auf der Seite Vorbereitung auf Weiter.

  4. Geben Sie auf der Seite Name und Subsystem für Speicherpool angeben einen Namen und optional eine Beschreibung für den Speicherpool ein, und wählen Sie die Gruppe verfügbarer physischer Datenträger aus, die Sie verwenden möchten. Klicken Sie dann auf Weiter.

    System_CAPS_noteHinweis

    Achten Sie darauf, dass in der Spalte Verfügbar für der Clustername aufgeführt ist.

  5. Auf der Seite Physische Laufwerke für den Speicherpool auswählen führen Sie die folgenden Schritte aus, und klicken Sie dann auf Weiter:

    1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben jedem physischen Datenträger, den Sie in den Speicherpool einfügen möchten. Für einen Failovercluster müssen Sie mindestens drei physische Datenträger auswählen.

    2. Wenn Sie einzelne oder mehrere Datenträger als Hotspares festlegen möchten, klicken Sie unter Zuordnung auf den Dropdownpfeil, und wählen Sie dann Hotspare.

  6. Überprüfen Sie die Einstellungen auf der Seite Auswahl bestätigen, und klicken Sie dann auf Erstellen.

  7. Stellen Sie auf der Seite Ergebnisse anzeigen sicher, dass alle Aufgaben abgeschlossen sind, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Virtuellen Datenträger nach Schließen dieses Assistenten erstellen, und klicken Sie dann auf Schließen.

    Der Assistent für neue virtuelle Datenträger wird geöffnet.

  8. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Assistenten für neue virtuelle Datenträger auf Weiter.

  9. Klicken Sie auf der Seite Speicherpool auswählen auf den gewünschten Speicherpool, und klicken Sie dann auf Weiter.

  10. Geben Sie auf der Seite Geben Sie den Namen des virtuellen Datenträgers an den Namen und optional die Beschreibung ein, und klicken Sie dann auf Weiter.

  11. Klicken Sie auf der Seite Wählen Sie die Speicheranordnung aus auf die gewünschte Anordnung, und klicken Sie dann auf Weiter.

    System_CAPS_noteHinweis

    Für einen Failovercluster können Sie auswählen zwischen Einfach, Datenspiegel oder Parität, wobei Parität auf Windows Server 2012 nicht unterstützt wird. Für Stabilität bei der Wiederherstellung nach Datenträgerfehlern wählen Sie Datenspiegel oder Parität aus.

  12. Wenn Sie im vorangegangenen Schritt Datenspiegel ausgewählt haben und mindestens fünf Datenträger vorhanden sind, wird die Seite Resilienzeinstellungen konfigurieren angezeigt. Wählen Sie eine der folgenden Optionen aus:

    • Zwei-Wege-Spiegelung

    • Drei-Wege-Spiegelung

  13. Führen Sie auf der Seite Geben Sie die Größe des virtuellen Datenträgers an eine der folgenden Aktionen durch, und klicken Sie dann auf Weiter:

    • Um die Größe anzugeben, klicken Sie auf Größe angeben, geben Sie im Feld Größe des virtuellen Datenträgers einen Wert ein, und wählen Sie dann die Einheit MB, GB oder TB) aus.

      Wenn Sie eine gespiegelte Speicheranordnung verwenden, nutzt der virtuelle Datenträger mehr freien Speicher als die von Ihnen angegebene Größe. Um einen potenziellen Fehler zu vermeiden, wenn die Größe des Volumes den freien Speicher des Speicherpools überschreitet, können Sie das Kontrollkästchen Datenträger mit maximal möglicher Größe erstellen (bis zur angegebenen Größe) aktivieren.

    • Um einen virtuellen Datenträger zu erstellen, der die maximale Kapazität des Speicherpools nutzt, klicken Sie auf Maximalgröße.

  14. Überprüfen Sie die Einstellungen auf der Seite Auswahl bestätigen, und klicken Sie dann auf Erstellen.

  15. Stellen Sie auf der Seite Ergebnisse anzeigen sicher, dass alle Aufgaben abgeschlossen sind und das Kontrollkästchen Create a volume when this wizard closes aktiviert ist, und klicken Sie dann auf Schließen.

    System_CAPS_importantWichtig

    Das Kontrollkästchen Volume erstellen, wenn dieser Assistent geschlossen wird ist standardmäßig aktiviert. Wenn Sie das Kontrollkästchen deaktivieren, müssen Sie ein Volume über Datei- und Speicherdienste im Server-Manager oder mithilfe von Windows PowerShell erstellen. Das Volume kann nicht über den Failovercluster-Manager erstellt werden.

  16. Klicken Sie auf der Seite Vorbemerkungen des Assistenten für neue Volumes auf Weiter.

  17. Auf der Seite Server und Datenträger auswählen führen Sie die folgenden Schritte aus, und klicken Sie dann auf Weiter:

    1. Klicken Sie im Bereich Server auf den Failovercluster, auf dem Sie das Volume bereitstellen möchten.

    2. Klicken Sie im Bereich Datenträger auf den virtuellen Datenträger, auf dem Sie das Volume erstellen möchten.

  18. Geben Sie auf der Seite Geben Sie die Größe des Volumes an eine Volumegröße ein, und geben Sie die Einheit (MB, GB oderTB) an. Klicken Sie dann auf Weiter.

  19. Konfigurieren Sie auf der Seite Einem Laufwerkbuchstaben oder Ordner zuweisen die gewünschte Option, und klicken Sie dann auf Weiter.

  20. Führen Sie auf der Seite Dateisystemeinstellungen auswählen die folgenden Schritte aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

    1. Klicken Sie in der Liste Dateisystem auf NTFS oder ReFS.

      System_CAPS_importantWichtig

      Wenn Sie den virtuellen Datenträger einem CSV hinzufügen möchten, müssen Sie NTFS verwenden.

      In Windows Server 2012 unterstützt ReFS keine CSVs, Datendeduplizierung oder Ressourcen-Manager für Dateiserver (File Server Resource Manager, FSRM).

    2. In der Liste Größe der Zuordnungseinheiten behalten Sie entweder die Einstellung Standard bei, oder legen Sie eine Größe für die Zuordnungseinheiten fest.

      System_CAPS_noteHinweis

      Weitere Informationen zur Größe der Zuordnungseinheiten finden Sie unter Default cluster size for NTFS, FAT, and exFAT.

    3. Sie können auch im Feld Volumebezeichnung einen Namen für das Volume eingeben, z. B. HR Data.

  21. Überprüfen Sie die Einstellungen auf der Seite Auswahl bestätigen, und klicken Sie dann auf Erstellen.

  22. Überprüfen Sie auf der Seite Ergebnisse anzeigen, ob alle Aufgaben abgeschlossen wurden, und klicken Sie dann auf Schließen.

  23. Sie können folgendermaßen überprüfen, ob der Speicherpool mit zugeordneten virtuellen Datenträger und Volumes dem Cluster hinzugefügt wurde:

    1. Erweitern Sie im Failovercluster-Manager ClusterName und anschließend Speicher, und klicken Sie dann auf Pools.

    2. Prüfen Sie im Bereich Pools, ob der Speicherpool aufgeführt ist.

      System_CAPS_tipTipp

      Klicken Sie für ausführliche Informationen auf den Speicherpool. Im Ergebnisbereich können Sie auf den Registerkarten Zusammenfassung, Virtuelle Datenträger und Physische Datenträger Informationen anzeigen.

    3. Um sicherzustellen, dass virtuelle Datenträger als Clusterdatenträger hinzugefügt wurden, klicken Sie unter dem Knoten Speicher auf Datenträger. Stellen Sie sicher, dass die Clusterdatenträger aufgeführt sind, z. B. Cluster Disk 1. Klicken Sie auf einen Clusterdatenträger, um Informationen zu diesem im Ergebnisbereich anzuzeigen. Im Ergebnisbereich werden Informationen wie Name des virtuellen Laufwerks, die Integrität, der Stabilitätstyp und Datenträgerinformationen angezeigt.

      System_CAPS_tipTipp

      Sie können die Volumes auch auf der Seite Volumes der Datei- und Speicherdienste im Server-Manager anzeigen. Oder Sie können die Volumes auf dem Knoten, der Besitzer des Clusterdatenträgers ist, in Windows-Explorer anzeigen.

  24. Um einen Clusterdatenträger einem CSV hinzuzufügen, fahren Sie mit Schritt 6: (optional) Hinzufügen eines Clusterdatenträgers zu einem CSV fort.

PowerShell-LogoGleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

1. Erstellen eines Speicherpools

Im folgenden Beispiel wird der Speicherpool StoragePool1 erstellt, bei dem alle verfügbaren Datenträger verwendet werden. Außerdem wird der feste Bereitstellungstyp als Standard festgelegt.

$physdisk = Get-PhysicalDisk –CanPool $true | Where-Object BusType –eq “SAS” $stsubsys = Get-StorageSubsystem -FriendlyName "Clustered Storage Spaces*" $stsubsys | New-StoragePool –FriendlyName StoragePool1 –PhysicalDisks $physdisk –ProvisioningTypeDefault Fixed

Die folgende Beispielabfolge aus Cmdlets erstellt einen Speicherpool StoragePool1, der drei physische Datenträger verwendet: PhysicalDisk1, PhysicalDisk2 und PhysicalDisk3. Außerdem wird der feste Bereitstellungstyp als Standard festgelegt.

$physdisk = Get-StorageSubSystem -FriendlyName "Clustered Storage Spaces*" | Get-PhysicalDisk PhysicalDisk1, PhysicalDisk2, PhysicalDisk3 New-StoragePool –FriendlyName StoragePool1 –StorageSubsystemFriendlyName "Storage Spaces*" –PhysicalDisks $physdisk –ProvisioningTypeDefault Fixed

Das folgende Beispiel fügt StoragePool1 das von Ihnen ausgewählte Hotspare-Laufwerk hinzu.

$hotsparedisk = Get-PhysicalDisk –CanPool $true | Out-GridView –PassThru Add-PhysicalDisk –StoragePoolFriendlyName StoragePool1 –PhysicalDisks $hotsparedisk –Usage HotSpare

2. Erstellen eines virtuellen Datenträgers

Das folgende Beispiel erstellt das virtuelle Laufwerk VirtualDisk1 mit 10 GB und dem Resilienztyp Datenspiegel im Speicherpool StoragePool1.

$newspace = New-VirtualDisk –StoragePoolFriendlyName StoragePool1 –FriendlyName VirtualDisk1 –ResiliencySettingName Mirror –Size (10GB)

Das folgende Beispiel ist mit dem vorherigen Beispiel identisch, fügt jedoch den IsEnclosureAware $True-Parameter hinzu. Geben Sie diesen Parameter an, wenn Sie Speicherplätze anweisen möchten, eine Spiegelung über mehrere unterstützte JBOD-Gehäuse zu erstellen.

$newspace = New-VirtualDisk –StoragePoolFriendlyName StoragePool1 –FriendlyName VirtualDisk1 –ResiliencySettingName Mirror –Size (10GB) –IsEnclosureAware $True

3. Erstellen eines Volumes

Die folgende Beispielabfolge aus Cmdlets initialisiert den im vorherigen Schritt erstellten virtuellen Datenträger, erstellt eine Partition mit dem Standardpartitionsstil GPT (GUID-Partitionstabelle), weist einen Laufwerkbuchstaben zu und formatiert anschließend das Volume standardmäßig mit NTFS.

$newvol = $newspace | Get-Disk Initialize-Disk –Number $newvol.Number $partition = New-Partition –DiskNumber $newvol.Number –AssignDriveLetter –UseMaximumSize Format-Volume –Partition $partition

4. Hinzufügen des virtuellen Datenträgers zum Cluster

Die folgende Beispielabfolge von Cmdlets fügt dem Failovercluster den virtuellen Datenträger VirtualDisk1 hinzu.

$space = Get-VirtualDisk –FriendlyName VirtualDisk1 Add-ClusterDisk $space

Dieser Schritt veranschaulicht, wie einem CSV ein Clusterdatenträger hinzugefügt wird. Auf diese Weise ist der Clusterspeicher über einen einheitlichen Namespace auf allen Knoten verfügbar. Standardmäßig ist dieser Namespace "C:\ClusterStorage", wobei "C:\" den Systemdatenträger darstellt.

So fügen Sie einem CSV einen Clusterdatenträger hinzu

  1. Erweitern Sie im Failovercluster-Manager ClusterName und anschließend Speicher, und klicken Sie dann auf Datenträger.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Clusterdatenträger, und klicken Sie dann auf Zu freigegebenen Clustervolumes hinzufügen.

    Die Spalte Zugewiesen an ändert sich in Freigegebenes Clustervolume.

PowerShell-LogoGleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

Das folgende Beispiel fügt den Clusterdatenträger Cluster Disk 1 dem CSV auf dem lokalen Failovercluster hinzu.

Add-ClusterSharedVolume –Name “Cluster Disk 1”
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