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Übersetzung
Englisch

Bereitstellen eines Hyper-V-Clusters

 

Betrifft: Windows Server 2012 R2, Windows Server 2012

Dieses Thema enthält die Schritte zum Konfigurieren und Bereitstellen eines einfachen Failoverclusters mit zwei Knoten und einem virtuellen Hyper-V-Clustercomputer. Durch den Einsatz einer Hyper-V-Rolle können Sie eine virtualisierte Computerumgebung verwenden, um die Effizienz Ihrer Computerressourcen zu erhöhen und die Serververfügbarkeit zu verbessern, ohne so viele physischen Computer zu verwenden, wie in einer Failoverclusterkonfiguration erforderlich wären, in der ausschließlich physische Computer verwendet werden. Die allgemeinen Überlegungen und Schritte in dieser Anleitung können zur Bereitstellung von Clustern verwendet werden, die eine große Anzahl von Knoten und eine noch größere Anzahl von virtuellen Computern enthalten. Dieses Thema enthält jedoch keine Anleitung zum Bereitstellen oder Verwalten bestimmter Arbeitsauslastungen auf virtuellen Clustercomputern.

Eine Übersicht über die Rolle "Hyper-V" und das Feature "Failoverclustering" finden Sie unter Hyper-V: Übersicht und Failoverclustering: Übersicht.

Ein Beispiel zu einem Bereitstellungs- und Anwendungsüberwachungsszenario, das virtuelle Clustercomputer verwendet, finden Sie unter Drucken mit hoher Verfügbarkeit.

Inhalt dieses Themas

System_CAPS_noteHinweis

Dieses Thema enthält Windows PowerShell-Beispiel-Cmdlets, mit denen Sie einige der beschriebenen Vorgehensweisen automatisieren können. Weitere Informationen finden Sie unter Starten von Windows PowerShell.

Vorbereitungsmaßnahmen

Damit Sie die Hyper-V-Rolle auf einem Failovercluster mit zwei Knoten verwenden können, benötigen Sie die Hardware, Software, Konten sowie die Netzwerkinfrastruktur, die in den folgenden Abschnitten beschrieben werden.

Informationen zu allgemeinen Anforderungen für Server, Netzwerke, Netzwerkadapter, Speicher und Gerätecontroller für Speicher für Hyper-V und Failovercluster finden Sie unter "Hardwareanforderungen" in Hyper-V: Übersicht und Hardwareanforderungen und Speicheroptionen für Failovercluster.

System_CAPS_noteHinweis

Sie können angeschlossenen freigegebenen Speicher und auch SMB 3.0-Dateifreigaben als freigegebenen Speicher für Server verwenden, die Hyper-V ausführen und in einem Failovercluster konfiguriert sind. Weitere Informationen finden Sie unter Bereitstellen von Hyper-V über SMB. Für die Schritte in diesem Thema wird angenommen, dass Sie freigegebenen Speicher verwenden, der an die Clusterknoten angeschlossen ist.

System_CAPS_importantWichtig

Microsoft unterstützt Failoverclusterlösungen nur, wenn alle Hardwarefeatures als "Certified for Windows Server 2012 R2" oder "Certified for Windows Server 2012" gekennzeichnet sind. Zudem muss die komplette Konfiguration (Server, Netzwerk und Speicher) alle Clustervalidierungstests bestehen. Weitere Informationen finden Sie unter Schritt 4: Überprüfen der Hardwarekonfiguration im Thema Überprüfen der Hardware für einen Failovercluster.

Die Softwareanforderungen für die Rolle "Hyper-V" und das Feature "Failoverclustering" finden Sie unter Hyper-V: Übersicht und Failoverclustering: Übersicht.

Für die Installation des Gastbetriebssystems, das auf dem virtuellen Clustercomputer ausgeführt wird, sind entsprechende Installationsmedien für ein unterstütztes Betriebssystem erforderlich. Sie können es von einem physischen Medium oder aus einer Imagedatei (ISO-Datei) installieren. Sie können den virtuellen Computer auch konfigurieren, indem Sie eine virtuelle Festplatte verwenden, auf der bereits ein Betriebssystem installiert ist. Für die Schritte in diesem Thema wird angenommen, dass Sie Windows Server 2012 R2 auf dem virtuellen Computer installieren.

Sie benötigen die folgende Netzwerkinfrastruktur für einen Failovercluster mit zwei Knoten:

  • Netzwerke   Es wird empfohlen, dass Sie über mindestens zwei Netzwerke für Ihre Failovercluster verfügen: ein öffentliches Netzwerk, über das Clients eine Verbindung zum Cluster herstellen können und ein separates Netzwerk, das ausschließlich für die Kommunikation zwischen den Clusterservern verwendet wird. Bei Bedarf können Sie für bestimmte Speicheroptionen oder zu Redundanzzwecken weitere Netzwerke konfigurieren.

  • Netzwerkeinstellungen und IP-Adressen   Wenn Sie für ein Netzwerk identische Netzwerkadapter verwenden, sollten auch die Kommunikationseinstellungen auf diesen Adaptern identisch sein (z. B. Geschwindigkeit, Duplexmodus, Flusssteuerung und Medientyp). Vergleichen Sie zudem die Einstellungen zwischen dem Netzwerkadapter und dem Switch, zu dem eine Verbindung hergestellt wird, und stellen Sie sicher, dass die Einstellungen nicht miteinander in Konflikt stehen.

    Wenn Sie über private Netzwerke verfügen, die nicht an die übrige Netzwerkinfrastruktur weitergeleitet werden, muss sichergestellt werden, dass jedes dieser privaten Netzwerke ein eindeutiges Subnetz verwendet. Dies ist auch dann erforderlich, wenn jeder Netzwerkadapter über eine eindeutige IP-Adresse verfügt. Wenn Sie beispielsweise in einer Zentrale mit einem physischen Netzwerk über einen Clusterknoten und in einer Filiale mit einem separaten physischen Netzwerk über einen weiteren Knoten verfügen, sollte 10.0.0.0/24 selbst dann nicht für beide Netzwerke angegeben werden, wenn Sie jedem Adapter eine eindeutige IP-Adresse zuweisen.

  • DNS   Die Server im Cluster müssen für die Namensauflösung DNS (Domain Name System) verwenden. Das Protokoll für das dynamische DNS-Update kann verwendet werden.

  • Domänenrolle   Alle Server im Cluster müssen sich in der gleichen Active Directory-Domäne befinden. Als bewährte Methode sollten alle geclusterten Server über dieselbe Domänenrolle verfügen (entweder Mitgliedsserver oder Domänencontroller). Die empfohlene Rolle ist Mitgliedsserver. Wenn der Clusterserver ein Mitgliedsserver ist, benötigen Sie einen zusätzlichen Server, der in der Domäne, die den Cluster enthält, als Domänencontroller fungiert.

  • Clients   Bei Bedarf können Sie einen oder mehrere verbundene Clients mit dem Failovercluster verbinden, den Sie erstellen. Beobachten Sie dann die Auswirkungen auf einen Client, wenn Sie den virtuellen Computer mit hoher Verfügbarkeit von einem Clusterknoten zum anderen verschieben bzw. einen Failover ausführen.

Zum Erstellen eines Clusters oder Hinzufügen von Knoten müssen Sie an der Domäne mit einem Konto angemeldet sein, das über Administratorrechte und Berechtigungen für alle Server in diesem Cluster verfügt. Dabei muss es sich nicht unbedingt um ein Domänenadministratorenkonto handeln. Es kann auch ein Domänenbenutzerkonto verwendet werden, das der Gruppe "Administratoren" für die einzelnen Clusterserver angehört. Wenn es sich bei dem Konto nicht um ein Domänenadministratorenkonto handelt, müssen dem Konto (oder der Gruppe, der das Konto angehört) zudem die Berechtigungen "Computerobjekte erstellen" und "Alle Eigenschaften lesen" gewährt werden.

Hyper-V und die Failovercluster weisen die folgenden allgemeinen Einschränkungen auf:

  • Der Failovercluster kann maximal 64 Knoten besitzen.

  • Maximal können 8.000 virtuelle Computer pro Cluster für die Servercomputervirtualisierung mit maximal 1024 virtuellen Computern auf einem einzelnen Knoten verwendet werden, vorausgesetzt, die Serverhardware verfügt über die entsprechenden Ressourcen, um diese zu unterstützen. Wenn z. B. Hyper-V zusammen mit der virtuellen Desktopinfrastruktur (VDI) für die Clientcomputervirtualisierung verwendet wird, sind maximal 8.000 virtuelle VDI-Computer (Windows 8.1, Windows 8 oder Windows 7) pro Cluster mit jeweils höchstens 1024 auf einem einzelnen Knoten möglich.

Weitere Informationen zu den Einschränkungen für die Skalierbarkeit für Hyper-V finden Sie unter Hyper-V-Skalierbarkeit in Windows Server 2012 und Windows Server 2012 R2.

Befolgen Sie die folgenden Anweisungen, um die ausgewählten Server mit Netzwerken und Speichern zu verbinden.

So verbinden Sie die Server mit den Netzwerken und dem Speicher

  1. Details zu der Art der Netzwerkadapter und der Gerätecontroller, die Sie für Failovercluster verwenden können, finden Sie in diesem Thema unter Voraussetzungen.

  2. Verbinden und konfigurieren Sie die Netzwerke, die die Server im Cluster verwenden.

    System_CAPS_noteHinweis

    Wenn die Testkonfiguration Clients oder einen nicht geclusterten Domänencontroller umfassen soll, stellen Sie sicher, dass diese Computer über mindestens ein Netzwerk eine Verbindung mit den Failoverclusterservern herstellen können.

  3. Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers zum physischen Verbinden der Server mit dem Speicher.

  4. Stellen Sie sicher, dass die Datenträger (LUNs), die Sie im Cluster verwenden möchten, für die zu gruppierenden Server (und zwar ausschließlich für diese Server) bereitgestellt wurden. Sie können Datenträger oder LUNs mit einer der folgenden Schnittstellen verfügbar machen:

    • Die Schnittstelle, die vom Hersteller des Speichers bereitgestellt wird

    • Eine geeignete iSCSI-Schnittstelle

  5. Wenn Sie Software erworben haben, mit der das Format oder die Funktion des Datenträgers gesteuert wird, befolgen Sie die Anweisungen des Anbieters zur Verwendung der Software unter Windows Server 2012 R2 oder Windows Server 2012.

  6. Bestätigen Sie auf einem der in den Cluster einzuschließenden Server im Server-Manager oder in der Datenträgerverwaltung, dass die Clusterdatenträger sichtbar sind.

  7. Wenn Sie ein Speichervolume mit mehr als zwei Terabyte erstellen möchten und Sie zum Steuern des Datenträgerformats die Windows-Benutzeroberfläche verwenden, konvertieren Sie diesen Datenträger in den Partitionstyp GPT (GUID-Partitionstabelle). Sichern Sie dazu alle Daten auf dem Datenträger, und löschen Sie alle Volumes auf dem Datenträger. Klicken Sie dann in der Datenträgerverwaltung mit der rechten Maustaste auf den Datenträger (nicht auf eine Partition), und klicken Sie anschließend auf In GPT-Datenträger konvertieren.

    Für Volumes mit weniger als zwei Terabyte können Sie statt GPT den Partitionstyp MBR (Master Boot Record) verwenden.

    System_CAPS_importantWichtig

    Für einen von einem Failovercluster verwendeten Datenträger können Sie entweder das MBR- oder GPT-Partitionsformat verwenden, nicht jedoch einen Datenträger, den Sie mit der Datenträgerverwaltung zu "Dynamisch" konvertiert haben.

  8. Überprüfen Sie das Format aller verfügbar gemachten Volumes bzw. LUNs. Es wird empfohlen, als Format NTFS zu verwenden (für den Quorumzeugendatenträger kann NTFS oder ReFS verwendet werden).

Informationen zum Installieren der Hyper-V-Rolle und des Failoverclusteringfeatures auf den einzelnen physikalischen Computern finden Sie unter den folgenden Verfahren:

Führen Sie diesen Schritt auf beiden physischen Computern aus, wenn Sie den virtuellen Switch nicht bei der Installation der Hyper-V-Rolle erstellt haben. Dieser virtuelle Switch stellt den virtuellen Computer mit hoher Verfügbarkeit mit Zugriff auf das physische Netzwerk bereit.

So erstellen Sie einen virtuellen Switch

  1. Öffnen Sie den Hyper-V-Manager.

  2. Klicken Sie im Menü Aktionen auf Manager für virtuelle Switches.

  3. Wählen Sie unter Virtuellen Switch erstellen die Option Extern aus.

  4. Klicken Sie auf Virtuellen Switch erstellen. Die Seite Neuer virtueller Switch wird angezeigt.

  5. Geben Sie einen Namen für den neuen Switch ein. Stellen Sie sicher, dass Sie auf beiden Servern, die Hyper-V ausführen, denselben Namen verwenden.

  6. Klicken Sie unter Verbindungstyp auf Externes Netzwerk, und wählen Sie dann den physischen Netzwerkadapter aus.

  7. Klicken Sie auf OK, um das virtuelle Netzwerk zu speichern, und schließen Sie dann den Manager für virtuelle Switches.

PowerShell-LogoGleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

Im folgenden Beispiel wird der externe Switch VMExternalSwitch erstellt, der eine Verbindung zum Netzwerkadapter Ethernetkabelverbindung 3 herstellt und es dem Verwaltungsbetriebssystem gestattet, den Netzwerkadapter freizugeben.

New-VMSwitch "VMExternalSwitch" –NetAdapterName "Wired Ethernet Connection 3" –AllowManagementOS

Vor der Erstellung des Clusters wird dringend empfohlen, dass Sie einen vollständigen Validierungstest für Ihre Clusterkonfiguration ausführen, indem Sie den Konfigurationsüberprüfungs-Assistenten im Failovercluster-Manager oder das Windows PowerShell-Cmdlet Test-Cluster ausführen. Für die Konfiguration der Hyper-V-Rolle im Failovercluster sind bestimmte Validierungstests enthalten.

Ausführliche Überlegungen und Schritte zum Überprüfen des Clusters finden Sie unter Überprüfen der Hardware für einen Failovercluster.

Informationen zum Erstellen eines Failoverclusters mithilfe des Failovercluster-Managers oder des Cmdlets Windows PowerShell New-Cluster finden Sie unter Erstellen eines Windows Server 2012-Failoverclusters.

Zur Implementierung bestimmter Szenarien für virtuelle Clustercomputer sollten der virtuelle Computerspeicher und die virtuelle Festplattendatei als freigegebene Clustervolumes (Cluster Shared Volumes, CSV) konfiguriert sein. Um einen Datenträger im Clusterspeicher als CSV-Volume zu konfigurieren, können Sie den Failovercluster-Manager oder das Windows PowerShell-Cmdlet Add-ClusterSharedVolume verwenden. Ausführliche Überlegungen zur Planung und Schritte zum Erstellen von CSV-Volumes finden Sie unter Verwenden von freigegebenen Clustervolumes in einem Windows Server 2012-Failovercluster.

Freigegebene Clustervolumes (CSV) können die Verfügbarkeit und Verwaltbarkeit von virtuellen Computer verbessern, da mehrere Knoten gleichzeitig auf ein einzelnes freigegebenes Speichervolume zugreifen können. Auf einem CSV verwendenden Failovercluster können z. B. mehrere virtuelle Clustercomputer, die auf mehrere Clusterknoten verteilt sind, gleichzeitig auf sämtliche ihrer virtuellen Festplattendateien zugreifen, auch wenn sich die Dateien im Speicher auf einem einzelnen Datenträger (LUN) befinden. Das bedeutet, dass die virtuellen Clustercomputer unabhängig voneinander einen Failover ausführen können, auch wenn sie nur eine einzelne LUN verwenden. Freigegebene Clustervolumes (CSV) unterstützen die Livemigration eines Hyper-V-Computers zwischen Knoten eines Failoverclusters.

In diesem Schritt erstellen Sie einen virtuellen Computer und konfigurieren ihn für eine hohe Verfügbarkeit.

System_CAPS_noteHinweis

Sie können den Assistenten für neue virtuelle Hyper-V-Computer direkt über den Failovercluster-Manager ausführen. Nachdem der virtuelle Computer auf diese Weise erstellt wurde, wird er automatisch für die hohe Verfügbarkeit konfiguriert.

  • Ab Windows Server 2012 werden Konfigurationen mit mehreren virtuellen Computern in einer Clusterrolle für virtuelle Computer nicht länger unterstützt. Ein Beispiel hierfür ist ein Szenario, in dem mehrere virtuelle Computer über Dateien auf einem gemeinsamen physischen Datenträger verfügen, der nicht zum CSV gehört. Ein einzelner virtueller Computer pro Clusterrolle verbessert die Verwaltung und die Funktionalität von virtuellen Computern in einer Clusterumgebung, z. B. für die Mobilität virtueller Computer.

  • Wählen Sie den freigegebenen Speicher als Speicherort für den virtuellen Computer und die virtuelle Festplatte. Andernfalls können Sie für den virtuellen Computer nicht für eine hohe Verfügbarkeit sorgen. Damit der freigegebene Speicher für den virtuellen Computer verfügbar ist, müssen Sie den virtuellen Computer auf dem physischen Computer erstellen, der den Knoten darstellt, zu dem der Speicher gehört.

  • Wenn Sie unter Schritt 6: Hinzufügen eines Datenträgers als CSV zum Speichern virtueller Computerdaten ein CSV-Volume erstellt haben, geben Sie in den Einstellungen für die virtuelle Festplatte das CSV-Volume als Speicherort für den virtuellen Computer und die virtuelle Festplatte an.

  • Stellen Sie sicher, dass Sie eine virtuelle Festplattenoption auswählen, die für die zum Installieren des Gastbetriebssystems auf dem virtuellen Computer verwendete Methode geeignet ist (z. B. über ein physisches Medium oder eine ISO-Datei).

So erstellen Sie einen virtuellen Computer mit hoher Verfügbarkeit

  1. Wählen Sie im Failovercluster-Manager den gewünschten Cluster aus, oder geben Sie ihn an. Stellen Sie sicher, dass die Konsolenstruktur unter dem Cluster erweitert ist.

  2. Klicken Sie auf Rollen.

  3. Klicken Sie im Bereich Aktionen auf Virtuelle Computer, und klicken Sie dann auf Neuer virtueller Computer. Der Assistent für neue virtuelle Computer wird angezeigt. Klicken Sie auf Weiter.

  4. Geben Sie auf der Seite Name und Speicherort angeben einen Namen für den virtuellen Computer ein, z. B. FailoverTest. Klicken Sie auf Virtuellen Computer an einem anderen Speicherort speichern, und geben Sie dann den vollständigen Pfad ein, oder klicken Sie auf Durchsuchen, um zum freigegebenen Speicher zu navigieren.

  5. Geben Sie auf der Seite Speicher zuweisen die Menge des Speichers an, der für das Betriebssystem erforderlich ist, das auf diesem virtuellen Computer ausgeführt wird. Geben Sie z. B. 1024 MB an, um Windows Server 2012 R2 auszuführen.

  6. Verbinden Sie auf der Seite Netzwerk konfigurieren den Netzwerkadapter mit dem virtuellen Switch, der dem physischen Netzwerkadapter zugeordnet ist. Sie müssen den virtuellen Switch angeben, den Sie in Schritt 3: Erstellen eines virtuellen switch konfiguriert haben.

  7. Klicken Sie auf der Seite Virtuelle Festplatte verbinden auf die Option Virtuelle Festplatte erstellen. Wenn Sie den Namen ändern möchten, geben Sie einen neuen Namen für die virtuelle Festplatte ein. Klicken Sie auf Weiter.

  8. Klicken Sie auf der Seite Installationsoptionen auf Betriebssystem von startfähiger CD/DVD-ROM installieren. Geben Sie unter Medien den Speicherort der Medien an, und klicken Sie dann auf Fertig stellen.

    Der virtuelle Computer wird erstellt. Dann wird der virtuelle Computer vom Assistenten für hohe Verfügbarkeit im Failovercluster-Manager automatisch für die hohe Verfügbarkeit konfiguriert.

PowerShell-LogoGleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

Im folgenden Beispiel wird der virtuelle Computer FailoverTest erstellt, wobei die Installation von einer ISO-Datei angegeben wurde. Anschließend wird er für die hohe Verfügbarkeit konfiguriert.

New-VHD -Path <PathToVHDXFile> -Dynamic -SizeBytes 127GB
New-VM -Name FailoverTest -Path <PathToVMFolder> -Memory 1GB –SwitchName "VMExternalSwitch" –BootDevice CD -VHDPath <PathToVHDXFile>
Add-VMDvdDrive -VMName FailoverTest –Path <PathtoISOFile>
Set-VM –Name FailoverTest –AutomaticStartAction Nothing
Add-ClusterVirtualMachineRole -VirtualMachine FailoverTest

Dann starten Sie den virtuellen Clustercomputer, den Sie in Schritt 7: Erstellen eines virtuellen Computers mit hoher Verfügbarkeit konfiguriert haben. Dadurch wird das Gastbetriebssystem installiert (bei dem es sich in diesem Thema um Windows Server 2012 R2 handelt). Informationen dazu finden Sie unter Schritt 3: Installieren des Gastbetriebssystems in „Installieren der Rolle ‚Hyper-V‘ und Konfigurieren eines virtuellen Computers“.

System_CAPS_noteHinweis

Wenn Sie ein anderes Betriebssystem als Windows Server 2012 R2 auf einem Hyper-V-Host von Windows Server 2012 R2 bzw. ein anderes Betriebssystem als Windows Server 2012 auf einem Hyper-V-Host von Windows Server 2012 installieren, müssen Sie möglicherweise auch die Hyper-V-Integrationsdienste für das Betriebssystem installieren.

Um ein geplantes Failover zu testen, können Sie den virtuellen Clustercomputer, den Sie in Schritt 7: Erstellen eines virtuellen Computers mit hoher Verfügbarkeit erstellt haben, auf einen anderen Knoten verschieben.

Folgende Optionen zum Verschieben eines virtuellen Clustercomputers stehen zur Verfügung:

  • Livemigration   Verschieben Sie das Besitzrecht für den virtuellen Clustercomputer auf einen anderen Knoten, ohne die Rolle anzuhalten.

  • Schnellmigration   Halten Sie den virtuellen Computer an, speichern Sie den Status, verschieben Sie die Rolle auf einen anderen Knoten, und starten Sie dann den virtuellen Computer auf dem anderen Knoten.

  • Speichermigration   Verschieben Sie nur die virtuellen Computerdaten in einen anderen Clusterspeicher.

Sie können z. B. den Failovercluster-Manager oder das Windows PowerShell-Cmdlet Move-ClusterVirtualMachineRole verwenden, um ein geplantes Failover durch Ausführen einer Livemigration zu testen.

So testen Sie ein geplantes Failover

  1. Wählen Sie im Failovercluster-Manager den gewünschten Cluster aus, oder geben Sie ihn an. Stellen Sie sicher, dass die Konsolenstruktur unter dem Cluster erweitert ist.

  2. Um den Zielknoten für die Livemigration des virtuellen Clustercomputers auszuwählen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf FailoverTest (den virtuellen Clustercomputer, den Sie in Schritt 7: Erstellen eines virtuellen Computers mit hoher Verfügbarkeit konfiguriert haben). Zeigen Sie erst auf Verschieben, dann auf Livemigration, und klicken Sie dann auf Knoten auswählen.

    Während der virtuelle Computer FailoverTest verschoben wird, zeigt der Ergebnisbereich (mittlerer Bereich) den Status an. Sie können diesen Schritt optional wiederholen, um den virtuellen Computer auf einen weiteren Knoten oder wieder auf den ursprünglichen Knoten zu verschieben.

  3. Prüfen Sie, ob der virtuelle Computer erfolgreich verschoben wurde, indem Sie die Details der einzelnen Knoten überprüfen.

PowerShell-LogoGleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

Im folgenden Beispiel wird eine Livemigration des virtuellen Computers FailoverTest zum Knoten ContosoFCNode2 veranschaulicht.

Move-ClusterVirtualMachineRole -Name "FailoverTest" –Node ContosoFCNode2


Sie können den Clusterdienst auf dem Knoten beenden, zu dem der virtuelle Clustercomputer gehört, um einen geplanten Failover des virtuellen Clustercomputers zu testen.

So testen Sie einen ungeplanten Failover

  1. Wählen Sie im Failovercluster-Manager den gewünschten Cluster aus, oder geben Sie ihn an. Stellen Sie sicher, dass die Konsolenstruktur unter dem Cluster erweitert ist.

  2. Bevor Sie den Clusterdienst auf einem Knoten beenden, verschieben Sie die Clusterrollen, die derzeit zu diesem Knoten gehören (ein anderer als FailoverTest) wie folgt auf einen anderen Knoten, um Störungen für Clients zu minimieren:

    1. Erweitern Sie die Konsolenstruktur unter dem Cluster, den Sie verwalten möchten, und erweitern Sie dann Knoten.

    2. Wählen Sie den Knoten aus, zu dem der virtuelle Clustercomputer FailoverTest gehört (der virtuelle Clustercomputer, den Sie in Schritt 7: Erstellen eines virtuellen Computers mit hoher Verfügbarkeit konfiguriert haben).

    3. Wählen Sie alle Clusterrollen auf dem Knoten mit Ausnahme von FailoverTest aus.

    4. Klicken Sie zum Auswählen des Zielknotens für die ausgewählten Clusterrollen mit der rechten Maustaste auf die Rollen, zeigen Sie auf Verschieben, und klicken Sie dann auf Knoten auswählen 

    Es kann mehrere Minuten dauern, bis die Clusterrollen auf den Zielknoten verschoben wurden.

  3. Erweitern Sie die Konsolenstruktur unter Knoten.

  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten, zu dem FailoverTest gehört, zeigen Sie auf Weitere Aktionen, und klicken Sie dann auf Clusterdienst beenden.

    Der virtuelle Computer wird auf den anderen Knoten verschoben. Während dieses Vorgangs kann es zu einer kurzen Verzögerung kommen.

PowerShell-LogoGleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

Im folgenden Beispiel wird der Clusterdienst auf dem Knoten ContosoFCNode2 beendet, zu dem der virtuelle Clustercomputer FailoverTest gehört.

Stop-ClusterNode –Name ContosoFCNode2

Sie können mit den Failoverclustering-Tools oder den Hyper-V-Tools auf die Einstellungen zugreifen, um die Konfiguration eines virtuellen Computers zu ändern. Es wird empfohlen, dass Sie mit den Failoverclustering-Tools auf die Einstellungen des virtuellen Computers zugreifen. In diesem Fall wird der Cluster nach der Anwendung der neuen Einstellungen automatisch aktualisiert. Sie können dann alle Einstellungen des virtuellen Computers ändern. Wenn Sie jedoch direkt mit den Hyper-V-Tools Änderungen an den Einstellungen des virtuellen Computers vornehmen, müssen Sie den Cluster manuell aktualisieren, nachdem Sie die Änderungen vorgenommen haben. Zudem werden Sie daran gehindert, bestimmte Einstellungen des virtuellen Computers zu ändern oder Aktionen auszuführen, die mit Einstellungen für den Failovercluster in Konflikt stehen können. Wenn die Konfiguration zudem nicht aktualisiert wird, nachdem Änderungen vorgenommen wurden, ist das nachfolgende Failover möglicherweise nicht erfolgreich. Selbst bei einem erfolgreichen Failover wird der virtuelle Computer jedoch möglicherweise falsch konfiguriert.

System_CAPS_noteHinweis

Möglicherweise werden Sie aufgefordert, den virtuellen Computer zunächst herunterzufahren, um bestimmte Einstellungen dieses virtuellen Computers zu ändern.

So ändern Sie die Einstellungen eines virtuellen Computers

  1. Wählen Sie im Failovercluster-Manager den gewünschten Cluster aus, oder geben Sie ihn an. Stellen Sie sicher, dass die Konsolenstruktur unter dem Cluster erweitert ist.

  2. Wenn Sie den virtuellen Computer vor der Änderung der Einstellungen herunterfahren müssen, erweitern Sie die Option Rollen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf FailoverTest (den virtuellen Computer, den Sie in Schritt 7: Erstellen eines virtuellen Computers mit hoher Verfügbarkeit konfiguriert haben), und klicken Sie dann auf Herunterfahren.

  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf FailoverTest, und klicken Sie dann auf Einstellungen. Daraufhin wird die Seite "Einstellungen" des virtuellen Computers angezeigt.

  4. Konfigurieren Sie die Einstellungen für den virtuellen Computer, und klicken Sie dann auf OK.

    Die Konfiguration des virtuellen Computers wird im Failovercluster aktualisiert.

  5. Wenn Sie den virtuellen Clustercomputer zuvor heruntergefahren haben, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf FailoverTest, zeigen auf Weitere Aktionen und klicken dann auf Rolle starten.

Verwenden des folgenden Verfahrens zum manuellen Aktualisieren der virtuellen Computerkonfiguration im Failovercluster

So aktualisieren Sie die virtuelle Computerkonfiguration im Failovercluster manuell

  1. Wählen Sie im Failovercluster-Manager den gewünschten Cluster aus, oder geben Sie ihn an. Stellen Sie sicher, dass die Konsolenstruktur unter dem Cluster erweitert ist.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf FailoverTest (den virtuellen Clustercomputer, den Sie in Schritt 7: Erstellen eines virtuellen Computers mit hoher Verfügbarkeit konfiguriert haben), zeigen Sie auf Weitere Aktionen, und klicken Sie dann auf Konfiguration des virtuellen Computers aktualisieren.

PowerShell-LogoGleichwertige Windows PowerShell-Befehle

Die folgenden Windows PowerShell-Cmdlets erfüllen dieselbe Funktion wie das vorhergehende Verfahren. Geben Sie die einzelnen Cmdlets in einer einzelnen Zeile ein, auch wenn es den Anschein hat, dass aufgrund von Formatierungseinschränkungen Zeilenumbrüche vorhanden sind.

Im folgenden Beispiel wird die Konfiguration des virtuellen Clustercomputers FailoverTest aktualisiert.

Update-ClusterVirtualMachineConfiguration –Name "FailoverTest"

Wenn Sie einen virtuellen Computer aus einem Cluster entfernen möchten, variiert das erforderliche Verfahren in Abhängigkeit davon, ob der virtuelle Computer und seine Dateien erhalten bleiben sollen. Der folgende Schritt veranschaulicht beide Szenarien.

Szenario A: So entfernen Sie einen virtuellen Computer aus einem Cluster und erhalten dabei den virtuellen Computer

  1. Schalten Sie den virtuellen Computer mithilfe des Failovercluster-Managers offline. Klicken Sie unter Rollen mit der rechten Maustaste auf FailoverTest (den virtuellen Clustercomputer, den Sie in Schritt 7: Erstellen eines virtuellen Computers mit hoher Verfügbarkeit konfiguriert haben), zeigen Sie auf Weitere Aktionen, und klicken Sie dann auf Rolle beenden.

  2. Optional können Sie virtuellen Computer exportieren. Durch das Exportieren von virtuellen Computern können Sie diese auf einen anderen Server verschieben, der Hyper-V ausführt, z. B. auf einen nicht geclusterten Server. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

    1. Wechseln Sie zum Hyper-V-Manager, und überprüfen Sie, ob der virtuelle Computer FailoverTest ausgewählt ist.

    2. Klicken Sie unter Aktionen auf Exportieren.

    3. Geben Sie einen bestimmten Speicherort ein, oder navigieren Sie zu diesem Speicherort, in den der virtuelle Computer exportiert werden soll. Anschließend klicken Sie auf Exportieren.

    System_CAPS_importantWichtig

    Wenn Sie planen, den virtuellen Computer auf einem anderen Cluster zu importieren, verwenden Sie entweder Hyper-V-Manager oder Microsoft System Center Virtual Machine Manager. Wenn Sie einen virtuellen Computer mithilfe von Hyper-V-Manager importieren, konfigurieren Sie den virtuellen Computer anschließend mithilfe des Assistenten für hohe Verfügbarkeit im Failovercluster-Manager oder mit dem Cmdlet Windows PowerShellAdd-ClusterVirtualMachineRole.

  3. Überprüfen Sie im Hyper-V-Manager, ob der virtuelle Computer FailoverTest ausgewählt ist. Klicken Sie unter Aktionen auf Löschen.

  4. Erweitern Sie im Failovercluster-Manager Rollen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf FailoverTest, und klicken Sie dann auf Entfernen.

    Der virtuelle Computer wird aus dem Cluster entfernt.

Szenario B: So entfernen Sie einen virtuellen Computer aus einem Cluster und löschen dabei den virtuellen Computer

  1. Schalten Sie den virtuellen Computer mithilfe des Failovercluster-Managers offline. Klicken Sie unter Rollen mit der rechten Maustaste auf FailoverTest (den virtuellen Clustercomputer, den Sie in Schritt 7: Erstellen eines virtuellen Computers mit hoher Verfügbarkeit konfiguriert haben), zeigen Sie auf Weitere Aktionen, und klicken Sie dann auf Rolle beenden.

  2. Wechseln Sie zum Hyper-V-Manager, und wählen Sie den virtuellen Computer FailoverTest aus. Klicken Sie unter Aktionen auf Löschen.

  3. Erweitern Sie im Failovercluster-Manager die Option Rollen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf FailoverTest, und klicken Sie dann auf Entfernen.

    Der virtuelle Computer wird aus dem Cluster entfernt.

  4. Löschen Sie den virtuellen Computer und die virtuelle Festplatte manuell aus dem freigegebenen Speicher.

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