Datenbank-E-Mail

Datenbank-E-Mail bietet eine Unternehmenslösung, die zum Senden von E-Mail-Nachrichten mit SQL Server Database Engine (Datenbankmodul) verwendet werden kann. Mit Datenbank-E-Mail können Datenbankanwendungen E-Mail-Nachrichten an Benutzer senden. Diese Nachrichten können neben Abfrageergebnissen auch Dateien von anderen Ressourcen im Netzwerk enthalten. Datenbank-E-Mail zeichnet sich durch Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit, Sicherheit sowie Unterstützbarkeit aus.

SicherheitshinweisSicherheitshinweis

Datenbank-E-Mail ist nicht standardmäßig aktiviert. Zum Verwenden von Datenbank-E-Mail müssen Sie Datenbank-E-Mail explizit mithilfe des Assistenten zum Konfigurieren von Datenbank-E-Mail, der gespeicherten Prozedur sp_configure oder mithilfe des Facets "Oberflächenkonfiguration" der richtlinienbasierten Verwaltung aktivieren.

  • Microsoft Outlook oder erweitertes MAPI (Extended MAPI, Messaging Application Programming Interface) sind dafür nicht erforderlich. Datenbank-E-Mail verwendet zum Senden von E-Mail das standardmäßige SMTP (Simple Mail Transfer Protocol). Sie können Datenbank-E-Mail auch dann verwenden, wenn auf dem Computer mit SQL Server kein Client für erweitertes MAPI installiert ist.

  • Prozessisolierung. Zur Verringerung der Auswirkungen auf SQL Server wird die Komponente zur Übermittlung von E-Mail in einem separaten Prozess, außerhalb von SQL Server, ausgeführt. SQL Server fügt E-Mail-Nachrichten auch dann weiter in die Warteschlange ein, wenn der externe Prozess beendet wird oder einen Fehler erzeugt. Die Nachrichten in der Warteschlange werden gesendet, sobald der externe Prozess oder der SMTP-Server online geschaltet werden.

  • Failoverkonten. Mit den Profilen von Datenbank-E-Mail können Sie mehrere SMTP-Server angeben. Falls ein SMTP-Server nicht verfügbar ist, können die E-Mail-Nachrichten an einen anderen SMTP-Server übermittelt werden.

  • Clusterunterstützung. Datenbank-E-Mail ist clusterabhängig und wird auf einem Cluster vollständig unterstützt.

  • Übermittlung im Hintergrund. Datenbank-E-Mail stellt die Übermittlung im Hintergrund bzw. asynchrone Übermittlung bereit. Wenn Sie zum Senden einer Nachricht sp_send_dbmail aufrufen, fügt Datenbank-E-Mail einer Service Broker-Warteschlange eine Anforderung hinzu. Die gespeicherte Prozedur liefert sofort eine Rückgabe. Die externe E-Mail-Komponente empfängt die Anforderung und übermittelt die E-Mail-Nachricht.

  • Mehrere Profile. Mit Datenbank-E-Mail können Sie innerhalb einer SQL Server-Instanz mehrere Profile erstellen. Wahlweise können Sie auch das Profil auswählen, mit dem Datenbank-E-Mail Nachrichten senden soll.

  • Mehrere Konten. Alle Profile können mehrere Failoverkonten enthalten. Sie können verschiedene Profile mit verschiedenen Konten konfigurieren, um E-Mail-Nachrichten über mehrere E-Mail-Server zu verteilen.

  • 64-Bit-Kompatibilität. Datenbank-E-Mail wird in 64-Bit-Versionen von SQL Server vollständig unterstützt.

  • Standardmäßig deaktiviert. Um die Oberfläche von SQL Server zu verringern, sind die gespeicherten Prozeduren von Datenbank-E-Mail standardmäßig deaktiviert.

  • Zum Senden von Datenbank-E-Mail müssen Sie Mitglied der DatabaseMailUserRole-Datenbankrolle in der msdb-Datenbank sein.

  • Profilsicherheit. Datenbank-E-Mail erzwingt die Sicherheit von Mailprofilen. Wählen Sie die Benutzer oder Gruppen der msdb-Datenbank aus, die Zugriff auf ein Profil von Datenbank-E-Mail besitzen. Sie können entweder nur bestimmten oder allen Benutzern von msdb Zugriff erteilen. Durch private Profile wird der Zugriff auf eine bestimmte Liste von Benutzern eingeschränkt. Öffentliche Profile sind für alle Benutzer einer Datenbank verfügbar.

  • Kontrolle der Anlagengröße. Datenbank-E-Mail erzwingt ein konfigurierbares Limit für die Größe von Anlagendateien. Sie können dieses Limit mithilfe der gespeicherten Prozedur sysmail_configure_sp ändern.

  • Unzulässige Dateierweiterungen. Datenbank-E-Mail verwaltet eine Liste mit unzulässigen Dateierweiterungen. Dateien, die eine in der Liste aufgeführte Erweiterung besitzen, können nicht angefügt werden. Sie können diese Liste mithilfe von sysmail_configure_sp ändern.

  • Datenbank-E-Mail wird unter dem SQL Server-Moduldienstkonto ausgeführt. Zum Anfügen einer Datei aus einem Ordner an eine E-Mail sollte das SQL Server-Modulkonto über Zugriffsberechtigungen für den Ordner mit der Datei verfügen.

  • Integrierte Konfiguration. Datenbank-E-Mail verwaltet auch die Informationen zu E-Mail-Konten in SQL Server Database Engine (Datenbankmodul). Mailprofile müssen daher nicht in einer externen Clientanwendung verwaltet werden. Der Assistent zum Konfigurieren von Datenbank-E-Mail stellt eine geeignete Benutzeroberfläche zum Konfigurieren von Datenbank-E-Mail bereit. Sie können die Konfigurationen für Datenbank-E-Mail auch mithilfe von Transact-SQL erstellen und verwalten.

  • Anmeldung. Datenbank-E-Mail protokolliert die E-Mail-Aktivität in SQL Server, dem Microsoft Windows-Anwendungsereignisprotokoll und in Tabellen in der msdb-Datenbank.

  • Überwachung. Datenbank-E-Mail speichert Kopien von Nachrichten und Anlagen, die innerhalb der msdb-Datenbank gesendet wurden. Sie können die Verwendung von Datenbank-E-Mail auf einfache Weise überwachen und die gespeicherten Nachrichten überprüfen.

  • Unterstützung von HTML. Mit Datenbank-E-Mail können Sie E-Mail im HTML-Format senden.

Datenbank-E-Mail bietet einen robusten und leistungsfähigen Ersatz für die am häufigsten benötigten Funktionen von SQL Mail. Datenbank-E-Mail wurde für den Betrieb mit SMTP-Servern entworfen und mit Microsoft SMTP-Servern getestet. Weitere Informationen dazu, wie Sie eine gespeicherte Prozedur von SQL Mail in Datenbank-E-Mail konvertieren, finden Sie unter Vorgehensweise: Konvertieren gespeicherter Prozeduren von SQL Mail in Datenbank-E-Mail (Transact-SQL).

HinweisHinweis

Datenbank-E-Mail steht in SQL Server Express nicht zur Verfügung.

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