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Microsoft Security Bulletin MS14-028 – Hoch

Sicherheitsanfälligkeiten in iSCSI können Denial-of-Service ermöglichen (2962485)

Veröffentlicht: 13. Mai 2014 | Aktualisiert: 3. September 2014

Version: 1.1

Allgemeine Informationen

Kurzzusammenfassung

Dieses Sicherheitsupdate behebt zwei vertraulich gemeldete Sicherheitsanfälligkeiten in Microsoft Windows. Die Sicherheitsanfälligkeiten können Denial-of-Service ermöglichen, wenn ein Angreifer große Mengen speziell gestalteter iSCSI-Pakete über das Zielnetzwerk sendet. Diese Sicherheitsanfälligkeit betrifft nur Server, auf denen die Rolle des iSCSI-Ziels aktiviert wurde.

Dieses Sicherheitsupdate wird für Windows Storage Server 2008 und allen unterstützten Editionen von Windows Server 2012 und Windows Server 2012 R2 als Hoch eingestuft, ebenso wie für iSCSI-Softwareziel 3.3 bei Installation unter Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme Service Pack 1. Weitere Informationen finden Sie in dem Unterabschnitt Betroffene und nicht betroffene Software in diesem Abschnitt.

Das Sicherheitsupdate behebt die Sicherheitsanfälligkeiten, indem geändert wird, wie die betroffenen Betriebssysteme iSCSI-Verbindungen verarbeiten. Weitere Informationen zu den Sicherheitsanfälligkeiten finden Sie im Unterabschnitt „Häufig gestellte Fragen (FAQs)“ für den bestimmten Sicherheitsanfälligkeitseintrag im nächsten Abschnitt Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten.

Empfehlung. Die meisten Benutzer haben die automatische Aktualisierung aktiviert und müssen keine Maßnahmen ergreifen, da dieses Sicherheitsupdate automatisch heruntergeladen und installiert wird. Benutzer, die die automatische Aktualisierung nicht aktiviert haben, müssen auf Updates prüfen und dieses Update manuell installieren. Weitere Informationen zu bestimmten Konfigurationsoptionen bei der automatischen Aktualisierung finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 294871.

Für Administratoren und für Installationen in Unternehmen bzw. für Endbenutzer, die dieses Sicherheitsupdate manuell installieren möchten, empfiehlt Microsoft, das Update so schnell wie möglich mit Updateverwaltungssoftware zu installieren bzw. mithilfe des Diensts Microsoft Update auf Updates zu prüfen.

Siehe auch den Abschnitt Tools und Anleitungen zur Erkennung und Bereitstellung weiter unten in diesem Bulletin.

Knowledge Base-Artikel

  • Knowledge Base-Artikel: 2962485
  • Dateiinformationen: Ja
  • SHA1/SHA2-Hashes: Ja
  • Bekannte Probleme: Ja

 

Folgende Software wurde getestet, um zu ermitteln, welche Versionen oder Editionen betroffen sind. Andere Versionen haben entweder das Ende des Lebenszyklus überschritten oder sind nicht betroffen. Besuchen Sie die Website Microsoft Support Lifecycle, um den Supportlebenszyklus für Ihre Softwareversion oder Edition zu ermitteln.

Betroffene Software

Betriebssystem

Komponente

Maximale Sicherheitsauswirkung

Bewertung des Gesamtschweregrads

Ersetzte Updates

Windows Server 2008

Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2[1][2]
(nur Windows Storage Server 2008)

Nicht zutreffend

DoS (Denial of Service)

Hoch

Keine

Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2[1][2]
(nur Windows Storage Server 2008)

Nicht zutreffend

DoS (Denial of Service)

Hoch

Keine

Windows Server 2008 R2

Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme Service Pack 1

iSCSI-Softwareziel 3.3[ 2]
(2933826)

DoS (Denial of Service)

Hoch

Keine

Windows Server 2012 und Windows Server 2012 R2

Windows Server 2012 [2]
(2933826)

Nicht zutreffend

DoS (Denial of Service)

Hoch

Keine

Windows Server 2012 R2 [2][3]
(2933826)

Nicht zutreffend

DoS (Denial of Service)

Hoch

Keine

Windows Server 2012 R2 [2][4]
(2962073)

Nicht zutreffend

DoS (Denial of Service)

Hoch

Keine

Server Core-Installationsoption

Windows Server 2012 (Server Core-Installation)[2]
(2933826)

Nicht zutreffend

DoS (Denial of Service)

Hoch

Keine

Windows Server 2012 R2 (Server Core-Installation)[2][3]
(2933826)

Nicht zutreffend

DoS (Denial of Service)

Hoch

Keine

Windows Server 2012 R2 (Server Core-Installation)[2][4]
(2962073)

Nicht zutreffend

DoS (Denial of Service)

Hoch

Keine

[1]Windows Storage Server 2008 ist betroffen, aber es wurde kein Update veröffentlicht. Weitere Informationen finden Sie in den Häufig gestellten Fragen (FAQs) zu diesem Update.
[2]Es sind nur Server betroffen, bei denen die Rolle iSCSI-Ziel aktiviert ist.
[3]Dieses Update gilt für Systeme, auf denen das Update 2919355 installiert ist. Weitere Informationen finden Sie in den Häufig gestellten Fragen (FAQs) zu diesem Update.
[4]Dieses Update gilt für Systeme, auf denen das Update 2919355 nicht installiert ist. Weitere Informationen finden Sie in den Häufig gestellten Fragen (FAQs) zu diesem Update.

Nicht betroffene Software

Betriebssystem

Windows Server 2003 Service Pack 2

Windows Server 2003 x64 Edition Service Pack 2

Windows Server 2003 mit SP2 für Itanium-basierte Systeme

Windows Vista Service Pack 2

Windows Vista x64 Edition Service Pack 2

Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2 (ausschließlich Windows Storage Server 2008)

Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2 (ausschließlich Windows Storage Server 2008)

Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme Service Pack 2

Windows 7 für 32-Bit-Systeme Service Pack 1

Windows 7 für x64-basierte Systeme Service Pack 1

Windows Server 2008 R2 für Itanium-basierte Systeme Service Pack 1

Windows 8 für 32-Bit-Systeme

Windows 8 für x64-basierte Systeme

Windows 8.1 für 32-Bit-Systeme

Windows 8.1 für x64-basierte Systeme

Windows RT

Windows RT 8.1

Server Core-Installationsoption

Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2 (Server Core-Installation)

Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2 (Server Core-Installation)

Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme Service Pack 1 (Server Core-Installation)

Wenn Windows Storage Server 2008 als betroffenes Produkt aufgeführt ist, warum veröffentlicht Microsoft kein Update dafür? 
Auf Systemen mit Windows Storage Server 2008 ist die Architektur nicht vorhanden, um die in dem Update bereitgestellte Fehlerbehebung ordnungsgemäß zu unterstützen. Deswegen ist es nicht möglich, eine Problembehebung für Windows Storage Server 2008 zu erstellen. Dazu müsste ein beträchtlicher Teil der Architektur des Betriebssystems Windows Storage Server 2008 umgestaltet werden, nicht nur die betroffene Komponente. Das Ergebnis einer solchen Umgestaltung der Architektur wäre hinreichend inkompatibel mit Windows Storage Server 2008, sodass es keine Garantie dafür gäbe, dass für Windows Storage Server 2008 ausgelegte Anwendungen weiterhin auf dem aktualisierten System ausgeführt werden können.

Die Auswirkung eines Denial-of-Service-Angriffs ist, dass ein System aufgrund der Auslastung des Arbeitsspeichers nicht mehr reagiert. Ein erfolgreicher Angriff erfordert jedoch eine kontinuierliche Flut speziell gestalteter TCP-Pakete. Das System erholt sich, sobald die Flut abebbt. Microsoft empfiehlt Endbenutzern, die Windows Storage Server 2008 ausführen, die Angriffsfläche von nicht vertrauenswürdigen Netzwerken zu begrenzen, indem sie iSCSI in einem eigenen isolierten Netzwerk platzieren, getrennt von allen Netzwerken mit Internetverkehr. Weitere Informationen zum sicheren Einrichten von iSCSI finden Sie unter Installieren und Konfigurieren des Microsoft iSCSI-Initiators.

Für Windows Server 2012 R2 sind mehrere Updates aufgeführt. Muss ich beide Updates installieren? 
Nein. Je nachdem, wie Ihr System für den Bezug von Updates konfiguriert ist, trifft möglicherweise nur eines der Updates für Windows Server 2012 R2 zu.

Bei Systemen, auf denen Windows Server 2012 R2 ausgeführt wird:

  • Das Update 2933826 trifft auf Systeme zu, auf denen das Update 2919355 installiert ist.
  • Das Update 2962073 trifft auf Systeme zu, auf denen das Update 2919355 nicht installiert ist.

Ich führe Windows Server 2012 R2 aus. Besteht eine Voraussetzung für die Installation des Updates 2933826? 
Ja. Endbenutzer mit Windows Server 2012 R2-Systemen müssen zunächst das im April 2014 veröffentlichte Update 2919355 installieren, bevor sie das Update 2933826 installieren können. Weitere Informationen zu dem vorausgesetzten Update finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 2919355.

Warum behandelt dieses Update mehrere gemeldete Sicherheitsanfälligkeiten? 
Dieses Update bietet Unterstützung für mehrere Sicherheitsanfälligkeiten, da die Änderungen, die zum Beheben dieser Probleme erforderlich sind, in zueinander in Beziehung stehenden Dateien enthalten sind.

Ich verwende eine ältere Version der in diesem Security Bulletin beschriebenen Software. Was soll ich tun? 
Die in diesem Bulletin aufgeführte betroffene Software wurde daraufhin getestet, welche Versionen betroffen sind. Andere Versionen haben das Ende ihrer Supportlebenszyklen erreicht. Weitere Informationen zu den Produktzyklen finden Sie auf der Website Microsoft Support Lifecycle.

Benutzer älterer Versionen dieser Software sollten möglichst bald zu Versionen migrieren, für die Support angeboten wird, um sich vor künftigen Sicherheitsanfälligkeiten zu schützen. Informationen zum Ermitteln des Supportlebenszyklus für Ihre Softwareversion finden Sie unter Produkt für Lebenszyklusinformationen auswählen. Weitere Informationen zu Service Packs für diese Softwareversionen finden Sie unter Service Pack Lifecycle Support Policy.

Benutzer, die zusätzlichen Support für ältere Software benötigen, müssen sich an ihren Microsoft-Kundenbetreuer, ihren Technical Account Manager oder den jeweiligen Microsoft-Partner wenden, um Supportangebote in Anspruch nehmen zu können. Endbenutzer, die nicht über einen Premier- oder Authorized-Vertrag verfügen, können sich mit der regionalen Microsoft-Vertriebsniederlassung in Verbindung setzen. Kontaktinformationen finden Sie auf der Website Microsoft Worldwide. Wählen Sie in der Liste „Kontaktinformationen“ Ihr Land aus, und klicken Sie auf Go. Es wird eine Telefonnummer für Ihr Land angezeigt. Wenn Sie unter der angegebenen Nummer anrufen, fragen Sie bitte nach dem regionalen Vertriebsmanager für Premier Support. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Microsoft Support Lifecycle-Richtlinie – Häufig gestellte Fragen (FAQ).

Bei der folgenden Bewertung des Schweregrads wird die potenzielle maximale Auswirkung der Sicherheitsanfälligkeit angenommen. Informationen zur Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung der Sicherheitsanfälligkeit in Bezug auf die Bewertung des Schweregrads und die Sicherheitsauswirkung innerhalb von 30 Tagen nach Veröffentlichung dieses Security Bulletins finden Sie im Ausnutzbarkeitsindex im Bulletin Summary für Mai. Weitere Informationen finden Sie in Microsoft-Ausnutzbarkeitsindex.

Bewertung des Schweregrads und maximale Sicherheitsauswirkung nach betroffener Software

Betroffene Software

Sicherheitsanfälligkeit im iSCSI-ZIel bezüglich Denial-of-Service – CVE-2014-0255

Sicherheitsanfälligkeit im iSCSI-ZIel bezüglich Denial-of-Service – CVE-2014-0256

Bewertung des Gesamtschweregrads

Windows Server 2008

Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2
(nur Windows Storage Server 2008)

Hoch 
DoS (Denial of Service)

Hoch 
DoS (Denial of Service)

Hoch

Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2
(nur Windows Storage Server 2008)

Hoch 
DoS (Denial of Service)

Hoch 
DoS (Denial of Service)

Hoch

Windows Server 2008 R2

iSCSI-Softwareziel 3.3 bei Installation unter Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme Service Pack 1
(2933826)

Hoch 
DoS (Denial of Service)

Hoch 
DoS (Denial of Service)

Hoch

Windows Server 2012 und Windows Server 2012 R2

Windows Server 2012
(2933826)

Hoch 
DoS (Denial of Service)

Hoch 
DoS (Denial of Service)

Hoch

Windows Server 2012 (Server Core-Installation)
(2933826)

Hoch 
DoS (Denial of Service)

Hoch 
DoS (Denial of Service)

Hoch

Windows Server 2012 R2
(2933826)

Hoch 
DoS (Denial of Service)

Nicht zutreffend

Hoch

Windows Server 2012 R2 (Server Core-Installation)
(2933826)

Hoch 
DoS (Denial of Service)

Nicht zutreffend

Hoch

Windows Server 2012 R2
(2962073)

Hoch 
DoS (Denial of Service)

Nicht zutreffend

Hoch

Windows Server 2012 R2 (Server Core-Installation)
(2962073)

Hoch 
DoS (Denial of Service)

Nicht zutreffend

Hoch

Es liegt eine Sicherheitsanfälligkeit bezüglich Denial-of-Service vor, die dadurch verursacht wird, wie betroffene Betriebssysteme iSCSI-Pakete verarbeiten. Ein Angreifer, der die Sicherheitsanfälligkeit erfolgreich ausnutzt, kann bewirken, dass der betroffene Dienst bzw. die betroffenen Dienste nicht mehr reagieren.

Informationen zum Anzeigen dieser Sicherheitsanfälligkeit als Standardeintrag in der Liste allgemeiner Sicherheitsanfälligkeiten finden Sie unter CVE-2014-0255.

Schadensbegrenzende Faktoren

Schadensbegrenzung bezieht sich auf eine Einstellung, häufige Konfiguration oder allgemeine empfohlene Vorgehensweise, die in einem Standardzustand existieren und den Schweregrad der Ausnutzung einer Sicherheitsanfälligkeit verringern können. Die folgenden schadensbegrenzenden Faktoren könnten hilfreich für Sie sein:

  • Diese Sicherheitsanfälligkeit betrifft nur Server, auf denen die Rolle des iSCSI-Ziels aktiviert wurde.

Problemumgehungen

Problemumgehung bezieht sich auf eine Einstellung oder Konfigurationsänderung, die die zugrunde liegende Sicherheitsanfälligkeit nicht behebt, sondern die bekannten Angriffsmethoden blockiert, bevor Sie das Update installieren. Microsoft hat die folgenden Problemumgehungen getestet und gibt in der Beschreibung an, ob eine Problembehebung die Funktionalität einschränkt:

  • Begrenzen Sie die Angriffsfläche von nicht vertrauenswürdigen Netzwerken, indem Sie iSCSI in einem eigenen isolierten Netzwerk platzieren, getrennt von allen Netzwerken mit Internetverkehr. Weitere Informationen zum sicheren Einrichten von iSCSI finden Sie unter Installieren und Konfigurieren des Microsoft iSCSI-Initiators.
  • Konfigurieren Sie Ihre Firewall darauf, den Zugriff auf TCP-Port 3260 auf autorisierte IP-Adressen von iSCSI-Clients zu beschränken.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Worin genau besteht diese Sicherheitsanfälligkeit? 
Es handelt sich bei dieser Sicherheitsanfälligkeit um einen Denial-of-Service-Angriff.

Was ist die Ursache dieser Sicherheitsanfälligkeit? 
Der betroffene Dienst verwaltet iSCSI-Pakete falsch. Die Sicherheitsanfälligkeit wird dadurch verursacht, dass ein Angreifer große Mengen speziell gestalteter iSCSI-Pakete über ein Zielnetzwerk sendet. Dieser Angriff kann auf allen Systemen, auf denen der iSCSI-Dienst im Zielnetzwerk ausgeführt wird, Denial-of-Service bewirken.

Was ist iSCSI? 
Internet Small Computer Systems Interface (iSCSI) ist ein Protokoll, das den Zugriff auf Speichergeräte über ein TCP/IP-Netzwerk unterstützt. Dadurch werden die Speicherkonsolidierung und die Freigabe von Speicherressourcen im gesamten Unternehmen vereinfacht.

Was kann ein Angreifer über diese Sicherheitsanfälligkeit erreichen? 
Ein Angreifer, der diese Sicherheitsanfälligkeit erfolgreich ausnutzt, kann bewirken, dass der betroffene Dienst bzw. die betroffenen Dienste nicht mehr reagieren.

Wie gehen Angreifer vor, um diese Sicherheitsanfälligkeit auszunutzen? 
Ein Angreifer kann die Sicherheitsanfälligkeit ausnutzen, indem er eine große Anzahl speziell gestalteter iSCSI-Pakete erstellt und diese über ein Subnetz an betroffene Systeme sendet. Die Pakete können bewirken, dass die betroffenen Dienste nicht mehr reagieren.

Für welche Systeme stellt diese Sicherheitsanfälligkeit hauptsächlich ein Risiko dar? 
Server, auf denen der iSCSI-Zieldienst ausgeführt wird, sind hauptsächlich durch diese Sicherheitsanfälligkeit gefährdet.

Was bewirkt das Update? 
Das Update behebt die Sicherheitsanfälligkeiten, indem geändert wird, wie die betroffenen Betriebssysteme iSCSI-Verbindungen verarbeiten.

War diese Sicherheitsanfälligkeit zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Security Bulletins bereits öffentlich bekannt? 
Nein. Microsoft hat Informationen zu dieser Sicherheitsanfälligkeit durch eine koordinierte Offenlegung der Sicherheitsanfälligkeit erhalten.

Lagen Microsoft zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Security Bulletins Informationen vor, dass diese Sicherheitsanfälligkeit bereits ausgenutzt wurde? 
Nein. Microsoft lagen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung dieses Security Bulletins keine Informationen vor, dass diese Sicherheitsanfälligkeit öffentlich für Angriffe auf Benutzer ausgenutzt wurde.

Es liegt eine Sicherheitsanfälligkeit bezüglich Denial-of-Service vor, die dadurch verursacht wird, wie betroffene Betriebssysteme iSCSI-Verbindungen verarbeiten. Ein Angreifer, der die Sicherheitsanfälligkeit erfolgreich ausnutzt, kann bewirken, dass der betroffene Dienst bzw. die betroffenen Dienste nicht mehr reagieren.

Informationen zum Anzeigen dieser Sicherheitsanfälligkeit als Standardeintrag in der Liste allgemeiner Sicherheitsanfälligkeiten finden Sie unter CVE-2014-0256.

Schadensbegrenzende Faktoren

Schadensbegrenzung bezieht sich auf eine Einstellung, häufige Konfiguration oder allgemeine empfohlene Vorgehensweise, die in einem Standardzustand existieren und den Schweregrad der Ausnutzung einer Sicherheitsanfälligkeit verringern können. Die folgenden schadensbegrenzenden Faktoren könnten hilfreich für Sie sein:

  • Diese Sicherheitsanfälligkeit betrifft nur Server, auf denen die Rolle des iSCSI-Ziels aktiviert wurde.

Problemumgehungen

Problemumgehung bezieht sich auf eine Einstellung oder Konfigurationsänderung, die die zugrunde liegende Sicherheitsanfälligkeit nicht behebt, sondern die bekannten Angriffsmethoden blockiert, bevor Sie das Update installieren. Microsoft hat die folgenden Problemumgehungen getestet und gibt in der Beschreibung an, ob eine Problembehebung die Funktionalität einschränkt:

  • Begrenzen Sie die Angriffsfläche von nicht vertrauenswürdigen Netzwerken, indem Sie iSCSI in einem eigenen isolierten Netzwerk platzieren, getrennt von allen Netzwerken mit Internetverkehr. Weitere Informationen zum sicheren Einrichten von iSCSI finden Sie unter Installieren und Konfigurieren des Microsoft iSCSI-Initiators.
  • Konfigurieren Sie Ihre Firewall darauf, den Zugriff auf TCP-Port 3260 auf autorisierte IP-Adressen von iSCSI-Clients zu beschränken.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Worin genau besteht diese Sicherheitsanfälligkeit? 
Es handelt sich bei dieser Sicherheitsanfälligkeit um einen Denial-of-Service-Angriff.

Was ist die Ursache dieser Sicherheitsanfälligkeit? 
Der betroffene Dienst verwaltet iSCSI-Pakete falsch. Die Sicherheitsanfälligkeit wird dadurch verursacht, dass ein Angreifer große Mengen speziell gestalteter iSCSI-Pakete über ein Zielnetzwerk sendet. Dieser Angriff kann auf allen Systemen, auf denen der iSCSI-Dienst im Zielnetzwerk ausgeführt wird, Denial-of-Service bewirken.

Was ist iSCSI? 
Internet Small Computer Systems Interface (iSCSI) ist ein Protokoll, das den Zugriff auf Speichergeräte über ein TCP/IP-Netzwerk unterstützt. Dadurch werden die Speicherkonsolidierung und die Freigabe von Speicherressourcen im gesamten Unternehmen vereinfacht.

Was kann ein Angreifer über diese Sicherheitsanfälligkeit erreichen? 
Ein Angreifer, der diese Sicherheitsanfälligkeit erfolgreich ausnutzt, kann bewirken, dass der betroffene Dienst bzw. die betroffenen Dienste nicht mehr reagieren.

Wie gehen Angreifer vor, um diese Sicherheitsanfälligkeit auszunutzen? 
Ein Angreifer kann die Sicherheitsanfälligkeit ausnutzen, indem er eine große Anzahl speziell gestalteter iSCSI-Pakete erstellt und diese über ein Subnetz an betroffene Systeme sendet. Die Pakete können bewirken, dass die betroffenen Dienste nicht mehr reagieren.

Für welche Systeme stellt diese Sicherheitsanfälligkeit hauptsächlich ein Risiko dar? 
Server, auf denen der iSCSI-Zieldienst ausgeführt wird, sind hauptsächlich durch diese Sicherheitsanfälligkeit gefährdet.

Was bewirkt das Update? 
Das Update behebt die Sicherheitsanfälligkeiten, indem geändert wird, wie die betroffenen Betriebssysteme iSCSI-Verbindungen verarbeiten.

War diese Sicherheitsanfälligkeit zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Security Bulletins bereits öffentlich bekannt? 
Nein. Microsoft hat Informationen zu dieser Sicherheitsanfälligkeit durch eine koordinierte Offenlegung der Sicherheitsanfälligkeit erhalten.

Lagen Microsoft zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Security Bulletins Informationen vor, dass diese Sicherheitsanfälligkeit bereits ausgenutzt wurde? 
Nein. Microsoft lagen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung dieses Security Bulletins keine Informationen vor, dass diese Sicherheitsanfälligkeit öffentlich für Angriffe auf Benutzer ausgenutzt wurde.

Es stehen mehrere Ressourcen zur Verfügung, um Administratoren bei der Bereitstellung von Sicherheitsupdates zu helfen. 

  • Der Microsoft Baseline Security Analyzer (MBSA) ermöglicht Administratoren die Überprüfung von lokalen und Remotesystemen im Hinblick auf fehlende Sicherheitsupdates sowie auf häufig falsch konfigurierte Sicherheitsparameter. 
  • Windows-Server Update Services (WSUS), Systems Management Server (SMS) und System Center Configuration Manager helfen Administratoren beim Verteilen von Sicherheitsupdates. 
  • Die im Anwendungskompatibilitäts-Toolkit enthaltenen Komponenten zur Updatekompatibilitätsbewertung helfen dabei, die Vereinbarkeit von Windows-Updates mit installierten Anwendungen zu testen und zu überprüfen. 

Weitere Informationen zu diesen und weiteren verfügbaren Tools finden Sie unter Sicherheitstools

Windows Server 2008 R2 (alle Editionen)

Referenztabelle

Die folgende Tabelle enthält die Informationen zu Sicherheitsupdates für diese Software.

Dateiname des Sicherheitsupdates

Für iSCSI-Softwareziel 3.3 bei Installation unter Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme Service Pack 1:
Windows6.1-KB2933826-X64.exe

Installationsoptionen

Siehe Microsoft Knowledge Base-Artikel 934307.

Neustartanforderung

In einigen Fällen erfordert dieses Update keinen Neustart des Computers. Falls die erforderlichen Dateien bei der Installation des Updates gerade verwendet werden, müssen Sie allerdings einen Neustart durchführen. In diesem Fall wird eine Meldung angezeigt, die über den erforderlichen Neustart informiert.

Damit nicht unbedingt ein Neustart ausgeführt werden muss, beenden Sie alle betroffenen Dienste, und schließen Sie alle Anwendungen, die auf die betroffenen Dateien zugreifen, bevor Sie das Sicherheitsupdate installieren. Weitere Informationen zu potenziellen Gründen für einen Neustart finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 887012.

Informationen zur Deinstallation

Um ein Update zu deinstallieren, das von WUSA installiert wurde, verwenden Sie die Installationsoption „/Uninstall“. Sie können auch auf Systemsteuerung klicken, danach auf Programme und unter „Programme und Funktionen“ auf Programm deinstallieren, und das Update von der Liste der Programme auswählen.

Hinweis: Durch die Deinstallation wird das iSCSI-Ziel vom System entfernt, einschließlich seiner Konfigurationseinstellungen. Anweisungen zum Exportieren der iSCSI-Konfigurationseinstellungen zu Sicherungszwecken vor der Deinstallation finden Sie unter Migrating Microsoft iSCSI Software Target (Englisch).

Beachten Sie außerdem, dass Endbenutzer, die vor der Installation dieses Updates wieder zum iSCSI-Softwareziel 3.3 zurückkehren möchten, das iSCSI-Ziel vom Microsoft Download Center erneut installieren müssen. In solchen Fällen können Benutzer ihre Konfigurationseinstellungen wiederherstellen, solange sie diese vor der Neuinstallation exportiert hatten. Anweisungen dazu finden Sie in Migrating Microsoft iSCSI Software Target (Englisch).

Dateiinformationen

Siehe Microsoft Knowledge Base-Artikel 2933826.

Überprüfung des Registrierungsschlüssels

Hinweis Es ist kein Registrierungsschlüssel vorhanden, um die Anwesenheit dieses Updates zu belegen.

Windows Server 2012 und Windows Server 2012 R2 (alle Editionen)

Referenztabelle

Die folgende Tabelle enthält die Informationen zu Sicherheitsupdates für diese Software.

Dateiname des Sicherheitsupdates

Für alle unterstützten Editionen von Windows Server 2012:
Windows8-RT-KB2933826-x64.msu


Für alle unterstützten Editionen von Windows Server 2012 R2:
Windows8.1-KB2933826-x64.msu
Windows8.1-KB2962073-x64.msu

Installationsoptionen

Siehe Microsoft Knowledge Base-Artikel 934307.

Neustartanforderung

In einigen Fällen erfordert dieses Update keinen Neustart des Computers. Falls die erforderlichen Dateien bei der Installation des Updates gerade verwendet werden, müssen Sie allerdings einen Neustart durchführen. In diesem Fall wird eine Meldung angezeigt, die über den erforderlichen Neustart informiert.

Damit nicht unbedingt ein Neustart ausgeführt werden muss, beenden Sie alle betroffenen Dienste, und schließen Sie alle Anwendungen, die auf die betroffenen Dateien zugreifen, bevor Sie das Sicherheitsupdate installieren. Weitere Informationen zu potenziellen Gründen für einen Neustart finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 887012.

Informationen zur Deinstallation

Um ein Update zu deinstallieren, das von WUSA installiert wurde, verwenden Sie die Installationsoption „/Uninstall“ oder klicken Sie auf Systemsteuerung und System und Sicherheit. Klicken Sie dann unter Windows-Update auf Installierte Updates, und wählen Sie aus der Liste von Updates das entsprechende aus.

Dateiinformationen

Siehe Microsoft Knowledge Base-Artikel 2933826.
Siehe Microsoft Knowledge Base-Artikel 2962073.

Überprüfung des Registrierungsschlüssels

Hinweis Es ist kein Registrierungsschlüssel vorhanden, um die Anwesenheit dieses Updates zu belegen.

Microsoft dankt den folgenden Personen, dass sie zum Schutz unserer Kunden mit uns zusammengearbeitet haben:

  • Pawel Wylecial in Zusammenarbeit mit dem SecuriTeam Secure Disclosure-Projekt von Beyond Security für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit im iSCSI-ZIel bezüglich Denial-of-Service (CVE-2014-0255).
  • Pawel Wylecial in Zusammenarbeit mit dem SecuriTeam Secure Disclosure-Projekt von Beyond Security für den Hinweis auf die Sicherheitsanfälligkeit im iSCSI-ZIel bezüglich Denial-of-Service (CVE-2014-0256).

Microsoft Active Protections Program (MAPP)

Um den Sicherheitsschutz für Benutzer zu verbessern, stellt Microsoft den wichtigsten Sicherheitssoftwareanbietern vor der monatlichen Veröffentlichung der Sicherheitsupdates Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten bereit. Anbieter von Sicherheitssoftware können diese Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten dann verwenden, um Benutzern aktualisierten Schutz über ihre Sicherheitssoftware oder ihre Geräte bereitzustellen, z. B. Antivirus, netzwerkbasierte Angriffserkennungssysteme oder hostbasierte Angriffsverhinderungssysteme. Wenn Sie erfahren möchten, ob von den Sicherheitssoftwareanbietern aktiver Schutz verfügbar ist, besuchen Sie die von den Programmpartnern bereitgestellte Active Protections-Websites, die unter MAPP-Partner (Microsoft Active Protections Program) aufgeführt sind.

Support

So erhalten Sie Hilfe und Support zu diesem Sicherheitsupdate

Haftungsausschluss

Die Informationen der Microsoft Knowledge Base werden wie besehen und ohne jede Gewährleistung bereitgestellt. Microsoft schließt alle anderen Garantien, gleich ob ausdrücklich oder konkludent, einschließlich der Garantien der Handelsüblichkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck aus. In keinem Fall kann Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten haftbar gemacht werden für Schäden irgendeiner Art, einschließlich direkter, indirekter, zufällig entstandener Schäden, Folgeschäden, Folgen entgangenen Gewinns oder spezieller Schäden, selbst dann nicht, wenn Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten auf die mögliche Entstehung dieser Schäden hingewiesen wurde. Weil in einigen Staaten/Rechtsordnungen der Ausschluss oder die Beschränkung einer Haftung für zufällig entstandene Schäden oder Folgeschäden nicht gestattet ist, gilt die obige Einschränkung eventuell nicht für Sie.

Revisionen

  • V1.0 (13. Mai 2014): Bulletin veröffentlicht.
  • V1.1 (3. September 2014): Der Eintrag bezüglich bekannter Probleme im Abschnitt Knowledge Base-Artikel wurde von „Keine“ zu „Ja“ geändert. Weitere Informationen erhalten Sie im Knowledge Base-Artikel 2962485.
Seite generiert am 02.09.2014 um 12:10Z-07:00.
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