Microsoft-Sicherheitsempfehlung (2916652)
Fälschlicherweise veröffentlichte digitale Zertifikate können Spoofing ermöglichen
Veröffentlicht:
Version: 1.0
Allgemeine Informationen
Kurzzusammenfassung
Microsoft ist sich eines fälschlicherweise ausgegebenen, unterordneten Zertifizierungsstellenzertifikats bewusst, mit dem versucht werden kann, Inhalte nachzuahmen, Phishingangriffe oder Man-in-the-Middle-Angriffe durchzuführen. Das untergeordnete Zertifizierungsstellenzertifikat wurde vom Directorate General of the Treasury (DG Trésor), welche der Zertifizierungsstelle (CA) des Government of France (ANSSI) untergeordnet ist, die wiederum im Speicher vertrauenswürdiger Stammzertifizierungsstellen vorhanden ist. Dieses Problem betrifft alle unterstützten Versionen von Microsoft Windows. Microsoft sind derzeit keine Angriffe in Bezug auf dieses Problem bekannt.
Das fälschlicherweise ausgegebene CA-Zertifikat wurde missbraucht, um SSL-Zertifikate für mehrere Sites auszugeben, einschließlich der Interneteigenschaften von Google. Mit diesen SSL-Zertifikaten können Inhalte nachgeahmt, Phishingangriffe oder Man-in-the-Middle-Angriffe gegen mehrere Interneteigenschaften von Google durchgeführt werden. Das untergeordnete CA-Zertifikat kann auch dazu verwendet worden sein, Zertifikate für andere, derzeit unbekannte Sites auszugeben, die ähnlichen Angriffen unterliegen können.
Um Endbenutzer vor der potenziell betrügerischen Verwendung dieses digitalen Zertifikats zu schützen, aktualisiert Microsoft die Zertifikatvertrauensliste (CONTRL) für alle unterstützten Veröffentlichungen von Microsoft Windows, um das Vertrauen in die Zertifikate zu widerrufen, die dieses Problem verursachen. Weitere Informationen zu diesen Zertifikaten finden Sie in dieser Empfehlung im Abschnitt Häufig gestellte Fragen.
Empfehlung. Eine automatische Aktualisierung widerrufener Zertifikate ist in unterstützten Editionen von Windows 8, Windows 8.1, Windows Server 2012 und Windows Server 2012 R2 enthalten, und in Geräten, auf denen Windows Phone 8 ausgeführt wird. Bei diesen Betriebssystemen und Geräten müssen Benutzer keine Maßnahmen ergreifen, da diese Systeme und Geräte automatisch geschützt sind.
Bei Systemen, auf denen Windows Vista, Windows 7, Windows Server 2008 oder Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird und auf denen die automatische Aktualisierung widerrufener Zertifikate verwendet wird (siehe Microsoft Knowledge Base-Artikel 2677070 für Details), müssen Benutzer keine Maßnahmen ergreifen, da diese Systeme automatisch geschützt sind.
Derzeit gibt es kein Update für Benutzer, die Windows XP oder Windows Server 2003 ausführen, oder für Benutzer, die die automatische Aktualisierung widerrufener Zertifikate nicht installieren möchten.
Weitere Informationen finden Sie in dem Abschnitt Empfohlene Maßnahmen dieser Empfehlung.
Details der Empfehlung
Betroffene Software
Diese Empfehlung betrifft die folgende Software.
| Betroffene Software |
|---|
| Betriebssystem |
| Windows XP Service Pack 3 |
| Windows XP Professional x64 Edition Service Pack 2 |
| Windows Server 2003 Service Pack 2 |
| Windows Server 2003 x64 Edition Service Pack 2 |
| Windows Server 2003 mit SP2 für Itanium-basierte Systeme |
| Windows Vista Service Pack 2 |
| Windows Vista x64 Edition Service Pack 2 |
| Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2 |
| Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2 |
| Windows Server 2008 für Itanium-basierte Systeme Service Pack 2 |
| Windows 7 für 32-Bit-Systeme Service Pack 1 |
| Windows 7 für x64-basierte Systeme Service Pack 1 |
| Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme Service Pack 1 |
| Windows Server 2008 R2 für Itanium-basierte Systeme Service Pack 1 |
| Windows 8 für 32-Bit-Systeme |
| Windows 8 für x64-basierte Systeme |
| Windows 8.1 für 32-Bit-Systeme |
| Windows 8.1 für x64-basierte Systeme |
| Windows Server 2012 |
| Windows Server 2012 R2 |
| Server Core-Installationsoption |
| Windows Server 2008 für 32-Bit-Systeme Service Pack 2 (Server Core-Installation) |
| Windows Server 2008 für x64-basierte Systeme Service Pack 2 (Server Core-Installation) |
| Windows Server 2008 R2 für x64-basierte Systeme (Server Core-Installation) |
| Windows Server 2012 (Server Core-Installation) |
| Windows Server 2012 R2 (Server Core-Installation) |
| Betroffene Geräte |
| Windows Phone 8 |
Häufig gestellte Fragen (FAQs) zu dieser Empfehlung
Empfohlene Maßnahmen
Weitere Informationen:
Danksagungen
Microsoft dankt den folgenden Personen, dass sie zum Schutz unserer Kunden mit uns zusammengearbeitet haben:
- Adam Langley und dem Google Chrome Security Team, dass sie uns auf den Vorfall aufmerksam gemacht und mit uns an der Reaktion darauf zusammengearbeitet haben.
Microsoft Active Protections Program (MAPP)
Um den Sicherheitsschutz für Benutzer zu verbessern, stellt Microsoft den wichtigsten Sicherheitssoftwareanbietern vor der monatlichen Veröffentlichung der Sicherheitsupdates Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten bereit. Anbieter von Sicherheitssoftware können diese Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten dann verwenden, um Benutzern aktualisierten Schutz über ihre Sicherheitssoftware oder ihre Geräte bereitzustellen, z. B. Antivirus, netzwerkbasierte Angriffserkennungssysteme oder hostbasierte Angriffsverhinderungssysteme. Wenn Sie erfahren möchten, ob von den Sicherheitssoftwareanbietern aktiver Schutz verfügbar ist, besuchen Sie die von den Programmpartnern bereitgestellte Active Protections-Websites, die unter MAPP-Partner (Microsoft Active Protections Program) aufgeführt sind.
Feedback
- Sie können uns Ihr Feedback über das Formular Kundendienst/Kontakt auf der Microsoft-Website „Hilfe und Support“ mitteilen.
Support
- Technischer Support ist über den Security Support erhältlich. Weitere Informationen finden Sie auf Microsoft-Hilfe und -Support.
- Kunden außerhalb der USA erhalten Support bei ihren regionalen Microsoft-Niederlassungen. Weitere Informationen finden Sie auf Internationale Unterstützung.
- Auf der Microsoft-Website TechNet Sicherheit werden zusätzliche Informationen zur Sicherheit in Microsoft-Produkten zur Verfügung gestellt.
Haftungsausschluss
Die Informationen in dieser Empfehlung werden wie besehen und ohne jede Gewährleistung bereitgestellt. Microsoft schließt alle anderen Garantien, gleich ob ausdrücklich oder konkludent, einschließlich der Garantien der Handelsüblichkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck aus. In keinem Fall kann Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten haftbar gemacht werden für Schäden irgendeiner Art, einschließlich direkter, indirekter, zufällig entstandener Schäden, Folgeschäden, Folgen entgangenen Gewinns oder spezieller Schäden, selbst dann nicht, wenn Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten auf die mögliche Entstehung dieser Schäden hingewiesen wurde. Weil in einigen Staaten/Rechtsordnungen der Ausschluss oder die Beschränkung einer Haftung für zufällig entstandene Schäden oder Folgeschäden nicht gestattet ist, gilt die obige Einschränkung eventuell nicht für Sie.
Revisionen
- V1.0 (9. Dezember 2013): Die Empfehlung wurde veröffentlicht.
